Beichthaus am Arbeitsplatz

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Faulheit Trägheit Maßlosigkeit Internet Arbeit

Ich lese mir während der Arbeitszeit stundenlang die neuesten Beichthausbeiträge durch. Auf der Arbeit ist es jedoch ausdrücklich untersagt, das Internet für Privatzwecke zu verwenden. Die "nicht veränderbaren" Chronikspuren kann ich selbst ganz gut verwischen. Meistens lese ich den Kram nach der Mittagspause, da ich dann im geistigen Mittagstief bin und ich mich eh nicht auf Zahlenwerte konzentrieren kann. Meistens für ungefähr zwei Stunden. Ich tue das nicht, weil mir in der Behörde langweilig ist, sondern weil ich so etwas nicht darf und bereits vier Stunden mein gefordertes Soll geschafft habe. Ich könnte mir ja etwas anderes suchen, aber das läuft nicht mit mir! Die Sozialleistungen, das Geld und die Aussicht, dass ich in meinem Alter und mit meinen Referenzen nichts Vergleichbares finden würde, halten mich. Ich hoffe auf klare Absolution, da ihr ja wohl einseht, dass ich belastet bin und das Ganze keine Kasperei ist. Die anderen gehen in der Stunde dreimal raus zum rauchen oder telefonieren während der Arbeitszeit minutenlang mit Angehörigen. Manche spielen auch irgendwelche Spiele - sie sind also auch nicht besser als ich. Ein schlechtes Gewissen habe ich nur, weil sich die Berechnungen der Kunden unnötig in die Länge ziehen, aber ich kann nicht anders, auch wenn ich es will. Die Nutzung des Internets für mein Privatvergnügen ist halt die verbotene Frucht. Deshalb bitte ich um die Erleichterung meines Gewissens.

Beichthaus.com Beichte #00032902 vom 21.03.2014 um 20:44:26 Uhr (11 Kommentare).

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Gefangen im Kotzmarathon

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Maßlosigkeit Misstrauen Sucht Verzweiflung Gesundheit

Seit mehr als 15 Jahren habe ich (w/34) ein essgestörtes Verhalten. Momentan fresse und kotze ich mehrmals am Tag riesige Mengen an Nahrungsmitteln. Ich tue den ganzen Tag nichts anderes als einkaufen, fressen und kotzen. Nebenbei noch fernsehen. Ich bin total ausgeschaltet und habe Angst, die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. Ich habe eine lange ambulante und mehrere stationäre Therapien hinter mir. Wirklich geholfen haben sie mir alle nicht, eher meine Situation verschlimmert. Ich finde mich selbst ätzender denn je, kann mich nicht ausstehen. Ich bin zu faul, mich mit der Lösung der Essstörung auseinanderzusetzen, zu faul zum Leben und zu faul zum Sterben. Der Sinn, gesund zu leben, ohne Fressanfälle erschließt sich mir auch irgendwie nicht. Das Wort "lebensmüde" hat für mich eine neue Bedeutung bekommen.


Zwischenmenschliche Kommunikation finde ich anstrengend. Deshalb lebe ich ziemlich zurückgezogen. Wenn ich mal rausgehe, merke ich schon, dass es mir irgendwie gut tut. Aber dann spüre ich schnell wieder den Drang, alles in mich hineinzustopfen, bis ich fast platze. Um mich dann wieder zu erleichtern und dann total erschöpft, leer und ausgeschaltet rumzuhängen. Mein Freund weiß, dass ich Bulimie habe, bekommt aber von den Fressattacken nichts mit. Wir treffen uns meistens abends, da habe ich dann schon meinen Kotzmarathon hinter mir und bin meistens völlig neben der Spur. Es ist dann unglaublich anstrengend ihm zu folgen, ihm zuzuhören und mich zu konzentrieren. Ich habe das Gefühl, alles läuft nur so nebenher - leben, arbeiten, meine wenigen Freundschaften. Ich bin eigentlich nur Zuschauerin in meinem eigenen Lebensfilm.


Ich könnte ein Buch über mein Leben schreiben, habe vieles hinter mir: schwierige Kindheit, psychisch kranke Mutter, Schläge, emotionaler und körperlicher Missbrauch durch die Mutter, mehrmaliger sexueller Missbrauch durch verschiedene ältere Männer in der Kindheit, Drogenkonsum, eine Zeit lang promiskuitive Kontakte im Jugendalter und so weiter. Trotz all dieser Erlebnisse habe ich mein Abi gemacht, eine gute Ausbildung, ein Studium und habe jetzt einen guten Job im sozialen Bereich. Ich sollte stolz auf mich sein, doch ich bin es nicht - kann es nicht sein. Ich heule nie rum, äußere aber auch nicht meine Lebenszweifel vor anderen Menschen. Nicht mal in der Form in der Therapie. Ich fresse alles in mich hinein und kotze alle meine Zweifel, meine Wut und auch meine gedanklichen Aggressionen ins Klo. So wird niemand vollgeschwallt, niemand belastet oder hilflos gemacht. Ich bin innerlich maßlos aggressiv, misstrauisch, beschämt und traurig, aber auch irgendwie gierig nach irgendetwas, das ich nicht benennen kann. Deswegen beichte ich hier, wenn auch mit einem emotional distanzierten Grundton.

Beichthaus.com Beichte #00032847 vom 10.03.2014 um 17:02:07 Uhr (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Beherrscht von der Sexsucht

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Masturbation Maßlosigkeit Sucht

Ich (w/22) möchte beichten, dass ich einfach dauernd an Sex denke. Ich beziehe jegliche Kleinigkeiten auf sexuelles Handeln und denke ständig daran, wann ich die nächste Gelegenheit bekomme, wieder so richtig durchgenommen zu werden. Ich bin ein treuer Mensch und bin auch momentan in einer Beziehung aber ich muss sagen, dass ich schon ab und an daran denke, die Beziehung zu beenden, weil ich nicht das bekomme, was ich brauche. In manchen Zeiten ist es sogar so schlimm, dass ich es mir auch auf der Arbeit selbst besorge. Es ist schon öfter vorgekommen, dass ich dann für ein paar Minütchen auf dem Klo verschwinde, um genüsslich an mir selbst herumzuspielen. Und irgendwie gibt mir das auch einen extra Kick. Ich war sogar schon einmal so weit, dass ich mich im Büro unter dem Schreibtisch an meinem empfindlichsten Punkt gestreichelt habe. Ich träume davon, es einfach überall zu treiben oder mich zu fingern - auch im Fitness Center war ich schon fast überall unanständig. Ich würde es mir auch ganz gerne mal im Bus besorgen, da vibriert es so schön. Ich bitte um Absolution für meine extreme Sexsucht, denn ich kann mich deshalb oft auch nicht konzentrieren und bin unaufmerksam.

Beichthaus.com Beichte #00032795 vom 28.02.2014 um 12:00:51 Uhr (15 Kommentare).

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Scharf auf den Chef

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Begehrlichkeit Fetisch Fetisch Chef

Ich (w) mache eine Ausbildung als Automobilmechatronikerin in einer kleineren Firma. Als Frau habe ich es nicht immer leicht, jedoch bin ich sehr fleißig und erledige meine Pflichten. Mein Arbeitgeber ist ziemlich jung geblieben, hat Humor, ist intelligent und sieht sehr gut aus. Er gefällt mir so gut, dass ich aufpassen muss, wie ich mich benehme - zum Beispiel bei einem Essen. Am Liebsten würde ich mit ihm in die Kiste steigen, ihn verführen und verwöhnen. Mein Fetisch für intelligente Männer macht es übrigens nicht besser. Und jetzt, da ich erfahren habe, dass er auf das gleiche Konzert geht, wie ich, male ich mir immer den Abend aus, weil er mich fragte, ob wir uns dort vor dem Konzertgelände treffen. Ich schäme mich, dass ich in Gedanken mit meinem Chef ins Bett möchte, und weiß nicht, ob ich widerstehen kann. Es tut mir leid. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00032766 vom 22.02.2014 um 18:04:41 Uhr (30 Kommentare).

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Mit gefälschtem Zeugnis zum Erfolg

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Betrug Faulheit Trägheit

Ich war zu faul, um mein Studium durchzuziehen und habe mir stattdessen ein schönes Master-Zeugnis gefälscht. Heute bin ich einer der wichtigsten Entscheider in einem großen Konzern. Meine Budgetverantwortung liegt im mehrstelligen Bereich und meine Personalverantwortung umfasst mehrere Hundert Mitarbeiter. Das ist nun viele Jahre her und ich denke fast jeden Tag daran, dass dieses Stück Papier mein ganzes Leben verändert hat.

Beichthaus.com Beichte #00032706 vom 13.02.2014 um 02:48:41 Uhr (20 Kommentare).

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