Darmkonzert bei der Familienfeier

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Feigheit Peinlichkeit Schamlosigkeit Partnerschaft

Ich möchte beichten, dass ich mich bisher noch nicht getraut habe, meinen Freund auf etwas hinzuweisen, das ihm womöglich sehr peinlich wäre, wenn er es wüsste. Und zwar handelt es sich um seine Toilettengeräusche - sobald er auf der Toilette ist, hört man ihn dann meist ziemlich laut durch das Hintertürchen atmen, wie man so sagt. Dies tönt so laut, dass man es im ganzen Haus hören kann, selbst im Keller bleibt man nicht davon verschont. Er scheint jedoch zu glauben, dass er, sobald die Badezimmertür geschlossen ist, völlig schallisoliert ist. Er hat mich schon einmal gefragt, als er sich wegen einer Magen-Darm-Grippe übergeben musste, ob man das gehört habe, und dass es ihm sehr peinlich wäre, wenn ja. Dass man aber seine Darmkonzerte bis in den Keller dröhnen hört, ist ihm noch nicht gedämmert. Das letzte Mal war es auf der Weihnachtsfeier bei meinen Eltern. Es wurde dann plötzlich richtig still, als von oben aus dem Badezimmer, in das mein Freund sich extra zurückgezogen hatte, der Donnerschlag erklang. Ich kann nicht anders, als mir dann immer unwillkürlich vorzustellen, wie der Mann presst, als gäbe es kein Morgen mehr, in dem Glauben, dass draußen kein Tönchen zu hören wäre. Dann redet meist irgendwer viel lauter als zuvor weiter, für den Fall, dass noch so ein Paukenschlag folgen könnte, und man dadurch noch einen Rest seiner Privatsphäre schützen könne. Meistens bin ich das, die dann lautstark über irgendwelche Themen losschwadroniert. Ich habe keine Ahnung, zu welchem Zeitpunkt ich ihn darauf hätte hinweisen sollen. Zum Anfang der Beziehung war es mir noch zu peinlich, weil wir uns nicht gut kannten, und später dann, weil er dann unwillkürlich wüsste, dass es all die Jahre bei verschiedenen Treffen und sogar zu Weihnachten immer schön geschallt hat, wenn er auf der Toilette war. Ob wohl jemals wieder ein guter Zeitpunkt dafür kommen wird?

Beichthaus.com Beichte #00032506 vom 03.01.2014 um 11:10:55 Uhr (17 Kommentare).

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Mein langsamer Ehemann

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Aggression Zorn Engherzigkeit Partnerschaft

Ich (w/27) beichte, dass ich extrem ungeduldig bin und dann Aggressionen bekomme. Gerade ist es schon wieder so. Ich arbeite von Zuhause aus und sitze gerade an meinem Schreibtisch. Mein Mann ist vor einer Stunde von der Arbeit nach Hause gekommen und soll jetzt unseren Sohn von der Kita abholen. Meiner Meinung nach sollte der Kleine dort nicht länger als bis 15:30 Uhr bleiben, weil acht Stunden in der Kita einfach zu viel für einen Zweijährigen sind. Und jetzt ist es schon 15:50 Uhr und mein Mann streunt hier immer noch herum und tut gar nichts. Ich sitze hier an meinem Schreibtisch und knirsche vor Aggression mit den Zähnen. Er braucht - ohne Witz - mindestens eine Stunde um aufzubrechen. Wenn er also sagt, dass er den Kleinen abholen geht oder etwas anderes machen will, geht er erst eine Stunde später aus dem Haus. Und das Schlimmste ist, dass er allem Anschein nach nichts Bestimmtes tut. Er kommt einfach nicht zu Potte, tigert durch die Wohnung, tut dies und das. Jetzt steht er gerade am Schreibtisch und macht irgendwas mit seinen Unterlagen. Eben hat er in seinem Rucksack rumgekramt. Er läuft von Zimmer zu Zimmer und ich werde verrückt. In der Zeit kann ich mich auch nicht konzentrieren und arbeiten, weil ich ständig seine Schritte und Geräusche höre und mich frage, wann er endlich abhaut. Ich glaube, meine Aggressionen sind nicht normal. Ich weiß auch nicht, warum es mich so aufregt. Inzwischen glaube ich, dass es mich nicht einmal so stört, dass unser Sohn so lange in der Kita warten muss, sondern einfach, dass mein Mann sagt, dass er jetzt geht und dann trotzdem eine Stunde lang rastlos und scheinbar geschäftig in der Wohnung bleibt.

Beichthaus.com Beichte #00032345 vom 04.12.2013 um 16:00:25 Uhr (35 Kommentare).

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“Beichte

Toilette auf dem Grünstreifen

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Peinlichkeit Ekel Unreinlichkeit Wittmund-Funnix

Ich habe eine Beichte auf dem Herzen, die mir immer noch wahnsinnig peinlich ist. Ich war diesen Sommer mit meinem Freund auf einem Konzert. Da wir aber mit der Bahn angereist waren und das Konzert erst spät endete, mussten wir auf den nächsten Morgen warten, bis wieder ein Zug fuhr. Die ersten Stunden im Bahnhof verbrachten wir dösend, bis wir keine Lust mehr hatten rumzusitzen. Wir liefen also ein bisschen rum, bis ich merkte, dass ich mal dringend aufs Klo sollte. Die Toiletten im Bahnhof waren aber abgeschlossen und es war weit und breit keine Alternative in Sicht. Ich beschloss deshalb, es zu ignorieren, und wir liefen weiter. Wir spazierten über den Campus der angrenzenden Hochschule, als ich merkte, dass ich es wohl nicht mehr halten könnte, bis der Zug kam. Das eigentliche Problem dabei war nur, dass ich nicht nur pinkeln musste. Wir probierten auf dem Campus jede Tür, die wir finden konnten, doch trotz vieler brennender Lichter, war keine offen. Ich traute mich außerdem nicht, meinem Freund zu sagen, was Sache ist, er dachte, ich müsse nur pinkeln. Ich bekam dann irgendwann schreckliche Bauchschmerzen und wusste, dass es bald in die Hose gehen würde. Ich hätte heulen können, als ich die Taschentücher nahm und mich zu einem bewachsenen Grünstreifen bei einem Parkplatz begab. Eine andere Möglichkeit gab es nicht, kein Gebüsch, Baum oder Sonstiges. Danach fühlte ich mich einerseits besser, andererseits habe ich mich unglaublich geschämt - was ich auch immer noch tue. Ich hatte einfach nur schreckliches Mitleid mit dem, der das da finden würde. Wäre unser Zug nicht erst einige Stunden später gekommen, hätte ich es nicht gemacht, aber ich hatte in diesem Moment einfach keine Wahl, ich hoffe, das kann jeder verstehen.

Beichthaus.com Beichte #00032298 vom 27.11.2013 um 02:03:06 Uhr in Wittmund-Funnix (11 Kommentare).

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Menschen mit Arbeit sind schön blöd

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Falschheit Verrat Faulheit Habgier Arbeit Geld

Menschen mit Arbeit sind schön blöd
Ich bin in einer Zwickmühle. Ein Freund meines Sohnes hat eine Freundin, die jetzt Anfang dreißig ist. Vor ungefähr drei Jahren hat sie ihre Arbeitsstelle verloren, weil die Firma Pleite machte. Da sie dann ja arbeitslos war und noch dazu psychische Probleme hatte, habe ich versucht, ihr zu helfen und inzwischen sind wir relativ gut befreundet. Aber jetzt hat sie mir erzählt, dass sie Erwerbsunfähigkeits-Rente beantragt hätte. Ich zweifele allerdings daran, dass ihr wirklich etwas fehlt. Sie geht regelmäßig Feiern und Saufen und schläft dann bis nachmittags. Dabei bekommt sie es aber nicht einmal auf die Reihe, ihren Haushalt zu führen - natürlich alles wegen der Psyche. Aber feiern kann sie wie blöd?! Arbeiten geht sie nicht, weil sie Angst vor fremden Menschen hat und solche Sachen. Während eines vollen Konzerts hat sie aber keine Probleme. Dafür sagte sie mir letztens im Suff aber auch, dass die Menschen, die Arbeiten gehen schön blöd sind - schließlich ginge es ihr so recht gut, und wenn sie ihre Rente bekommt, hätte sich das alles auch gelohnt. Sie war auch schon ein paar Wochen in einer psychischen Rehabilitation, aber keiner konnte ihr helfen und sie hat sich im Endeffekt nur über ihre Mitpatienten lustig gemacht. Ihr Freund nimmt sie natürlich auch noch in Schutz. Ich weiß nicht, was ich tun soll - am Liebsten würde ich sie anonym bei der Rentenversicherung anzeigen. Ich arbeite nämlich hart für mein Geld und sehe nicht ein, dass jemand das so ausnutzt.

Beichthaus.com Beichte #00032264 vom 20.11.2013 um 18:04:45 Uhr (24 Kommentare).

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Der Hobby-Admiral

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Peinlichkeit Manie Studentenleben Krün

Ich (m/25) bin eigentlich ein seriöser, gebildeter Mann und stehe kurz vor meinem Abschluss an der Uni. Aber wenn ich zu Hause alleine bin, kommt es ab und an vor, dass ich ein Rollenspiel veranstalte. Nichts Versautes oder Ähnliches - ganz im Gegenteil. Dann ziehe ich mir meinen Bademantel an und bin ein Admiral in einem fiktiven Krieg. Die restlichen Protagonisten sind immer die gleichen, aber sie Handeln jedes Mal anders, ganz nach meiner aktuellen Laune halt. Das beeinflusst auch, ob wir den Krieg gewinnen oder verlieren. Oder ob irgendetwas dazwischen kommt. Mir ist natürlich klar, dass dieses Verhalten nicht wirklich normal ist. Ich habe aber festgestellt, dass mir die ganze Sache gut tut. Ich werde ruhiger, kann mich wieder besser konzentrieren, werde aufgestaute Aggressionen los und finde generell meine "Mitte" wieder. Solange diese Effekte anhalten, lasse ich mir diese Macke auch nicht nehmen. Ich bitte aber trotzdem um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032212 vom 11.11.2013 um 10:49:26 Uhr in Krün (18 Kommentare).

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