Das Pflegekind meiner Eltern

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Engherzigkeit Familie

Ich (w/24) habe vorerst den Kontakt zu meinen Eltern abgebrochen. An und für sich ist das Verhältnis zu ihnen immer gut gewesen und das ist es jetzt eigentlich auch noch. Mit 18 bin ich ausgezogen, besuchte sie aber etwa einmal pro Woche und telefonierte mehrmals die Woche mit meiner Mama.

Der Grund, warum das jetzt nicht mehr so ist, ist das Pflegekind, das meine Eltern seit etwa 1,5 Jahren haben. Sie haben immer wieder mal ein Pflegekind, das hat schon angefangen, als ich noch zu Hause gewohnt habe. Aber das Kind, das sie momentan haben, ist so unerträglich. Ich kann es nicht mal richtig beschreiben, er ist laut, kreischt oft komplett sinnlos herum, dann weint er wieder, weil er sich zum Tausendsten mal wo gestoßen hat oder manchmal auch einfach so, ich weiß nicht, ob das bei Kindern normal ist. Mir kommt es jedenfalls abartig vor. Und an alle Übermuttis, sogar meine Mama meinte schon, dass er um einiges anstrengender und nervenaufreibender ist, als die vorigen Kinder.

Die letzten Male, wenn ich meine Eltern besuchte, konnten wir uns kaum unterhalten. Er war laut, man versteht sein eigenes Wort nicht, wenn ich ihn anschnauze, kommt von meiner Mama nur "so machst du es auch nicht besser" - schon klar. Aber sie scheints ja auch nicht richtig zu machen. Irgendwann bringt sie ihn ins Bett - er schläft nachmittags immer etwa eine Stunde - und danach ist sie von ihrer Arbeit und der Arbeit mit dem Kleinen so erledigt, dass sie sich auch eine Weile hinlegen will. Dann sitze ich alleine herum, löse ein Kreuzworträtsel und trinke Kaffee bis sie wieder aufsteht. Dann muss ich aber meistens schon wieder fahren, weil ich am nächsten Tag arbeite.

Beim Telefonieren ist es das selbe, man kann kein normales Gespräch führen, weil er immer im Hintergrund zu hören ist. Wenn er kreischt tut mir das im Ohr weh. Wir haben schon so einige Telefonate einfach abgebrochen, weil es sowieso sinnlos war.

Aber letzte Woche dann der Höhepunkt. Es war ausgemacht, dass meine Mama und ich uns auf einen Kaffee trafen, um unseren Urlaub zu planen. Im Dezember fliegen wir gemeinsam eine Woche weg und ich wollte ihr zeigen, was man alles unternehmen könnte und schon die eine oder andere Aktivität im Vorfeld buchen. Ich war auch fest davon überzeugt, dass sie den Kleinen nicht mitnahm, aber was war? E klar, er dabei. Also rein in das Café, ich hab mich so geschämt. Der Kleine rannte auf der Sitzbank auf und ab und meine Mutter machte nicht mehr, als ihm zu sagen, er solle sich setzen. Ein 1,5 Jahre altes Kind hört natürlich darauf. Nach etwa einer halben Stunde meinte sie, dass es so ja doch sinnlos war, weil wir uns nicht in Ruhe unterhalten konnten. Ach, hätte man nicht vorher drauf kommen können?

Seitdem haben wir nichts mehr voneinander gehört. Wir haben uns jetzt nicht gestritten, aber ich war so wahnsinnig enttäuscht und auch verletzt, weil sie sich absolut keine Zeit mehr nimmt. Es ist nur mehr diese Kind wichtig. Ich habe auch keine Lust mehr, zu meinen Eltern zu fahren, um alleine dort zu sitzen und Kaffee zu trinken, da verbringe ich meine wenigen freien Tage lieber damit, meine Wohnung zu putzen, Wäsche zu waschen oder vorzukochen. Da hab ich mehr davon. Mir übrigens egal, wenn mich jemand für herzlos hält, weil ich nur mehr bedingt Verständnis für ein Krisenpflegekind aufbringen kann. Danke fürs Lesen.

Beichthaus.com Beichte #00041615 vom 26.10.2018 um 20:47:06 Uhr (30 Kommentare).

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Warum harter Sex gefährlich sein kann

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Sex Gewalt Engherzigkeit

Ich (m/34) es habe mal vor Jahren mit meiner damaligen Freundin ein bisschen beim Sex übertrieben. Wir waren gute 20 Minuten dabei, sie wollte immer mehr, tiefer, härter - und plötzlich zuckte sie stark zusammen. Auf meine Frage, ob alles in Ordnung sei, meinte sie nur, dass es gerade zu tief war und sie leichte Schmerzen hat. Ich wollte aufhören, sie meinte jedoch nur wenig überzeugend, ich solle weiter machen. Mehrfache Nachfragen, gleiche Antwort. Als wir dann fertig waren, haben wir bemerkt, dass das Laken komplett rot war. Ihre Schmerzen wurden nicht besser, also sind wir in die Notaufnahme gefahren. Ergebnis: Sie hätte lebensgefährliche Verletzungen nur knapp verpasst, auch das Kinderkriegen könnte zum Problem werden. Auf der Rückfahrt konnte sie aber wieder lachen. Sie meinte der Blick der Ärztin beim Abtasten durch das Gemisch aus Fruchtwasser, Blut und Sperma wäre ziemlich angewidert gewesen. Ich habe bei der Besprechung danach auch mehrere böse Blicke der Ärztin kassiert, aber trotzdem konnte ich mich nur darüber schlapp lachen. Leid tat es mir nur für meine Freundin, die zwei Wochen lang Sexverbot und leichte Schmerzen beim Pinkeln hatte.

Beichthaus.com Beichte #00041612 vom 24.10.2018 um 16:47:37 Uhr (13 Kommentare).

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Die Hoffnung auf den großen Lottogewinn

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Verschwendung Habgier Geld

Ich habe von 2012 bis 2014 ca. 2000 € meiner Ersparnisse in der Hoffnung auf den großen Lotto-Gewinn verbrannt. Wenn ich das gleiche Geld im gleichen Zeitraum in Aktienfonds gesteckt hätte, hätte ich zwar auch nicht den großen Gewinn gemacht, aber ich hätte trotzdem wesentlich mehr gewonnen als verloren. Ich war naiv und habe dem Staat und dubiosen Glücksspielunternehmen mehr als zwei meiner damaligen Netto-Monatsgehälter geschenkt.

Beichthaus.com Beichte #00041604 vom 21.10.2018 um 12:44:09 Uhr (10 Kommentare).

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Vom Boden essen

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Unreinlichkeit Peinlichkeit Brig

Vor ein paar Wochen habe ich mich (w/29) mit einer Freundin auf ein Day-Drinking-Day verabredet. Als wir spät Abends dann auf dem Weg zum Bahnhof waren, wollte ich mir noch was zu essen holen. Da wir an einem Dorffest waren, gab es Pommes und Bratwurst. Auf dem Weg zum Bahnhof habe ich dann den Teller auf einer Hand balanciert. Weil ich aber bereits einige Bier getrunken hatte, habe ich irgenwann das Gleichgewicht verloren und fiel hin. Die Pommes sowie die Bratwurst lag auf dem Boden verstreut. Ich habe alles wieder eingesammelt, bin aufgestanden und habe weitergegessen. Ich schäme mich dafür, dass ich Essen vom Boden gegessen habe. Wenn ich dasselbe bei einem anderen Dorffestbesucher beobachtet hätte, hätte ich mich geekelt.

Beichthaus.com Beichte #00041600 vom 17.10.2018 um 07:59:24 Uhr in Brig (12 Kommentare).

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Warum man einen Staubsaugerroboter nicht unbeaufsichtigt lassen sollte

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Waghalsigkeit Dummheit Partnerschaft Heidelberg

Ich (m) habe durch Dummheit beinahe unsere Wohnung angezündet. Es begann alles damit, dass meine Frau und ich einen Staubsaugerroboter gekauft haben. Seither hatten wir öfters die Diskussion, ob man das Teil alleine lassen kann, oder nicht. Ich war immer der Meinung, dass man den Roboter nicht die ganze Zeit beaufsichtigen muss, weil es ja auch irgendwie der Sinn eines automatischen Staubsaugers ist, nicht selber dabei sein zu müssen. Trotzdem hat meine Frau immer gesagt, ich soll ihn ausschalten, wenn wir beide das Haus verlassen. Das habe ich auch immer brav gemacht, bis auf das eine Mal. Ich wollte einfach beweisen, dass nichts passiert und habe ihn heimlich laufen gelassen, während wir zwei Stunden weg mussten.

Das Ende vom Lied: Wir kamen nach Hause und bemerkten schon im Treppenraum leichten Rauchgeruch und den schrillen Ton der Rauchmelder. Wir stürmten die Treppe hoch in die Wohnung und sahen dort das verstörende Bild: Der Staubsauger keuchte jenseits der Belastungsgrenze langsam an uns vorbei. Er zog einen Fön am Kabel hinter sich her, welcher auf höchster Stufe lief. Um den Fön hat sich ein Handtuch gewickelt, das bereits vor sich hin kokelte. Ich weiß bis heute nicht, wie das passieren konnte. Es muss eine Verkettung unglücklicher Umstände im Badezimmer gewesen sein.

In den Blicken meiner Frau sah ich Verachtung und Hass. Ich bekam den Ärger meines Lebens. Ständig wirft sie mir meine Rücksichtslosigkeit vor und malt sich aus, was alles hätte passieren können. Ich sage euch, Leute: Lasst nie einen Staubsaugerroboter unbeaufsichtigt!

Beichthaus.com Beichte #00041599 vom 16.10.2018 um 23:05:50 Uhr in Heidelberg (24 Kommentare).

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