Saufnacht mit meinem Nachbarn

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Trunksucht Maßlosigkeit Ekel Last Night Nachbarn

An einem Sonntagabend im Sommer 2010 haben mein Nachbar (m/30) und ich (19) spontan in seinem Vorgarten getrunken. Seine Frau kam kurz vorbei, trank auch etwas, legte sich aber früh schlafen, da sie am nächsten Tag arbeiten musste. Auch ich musste um 7 Uhr meinen Nebenjob beim bekannten Fastfood-Restaurant "Zur goldenen Möve" antreten. Kein Problem, dachte ich mir am Abend zuvor um 21 Uhr. Ist ja noch Zeit.
Eine Sektflasche, einige Kurze, ein paar Bierchen, vereinzelte Annäherungsversuche und zwei Küsse seinerseits später fand ich mich plötzlich in meinem Zimmer wieder. Keine Ahnung, ob ich vorher schon geschlafen hatte oder gerade erst heim gekommen war. Jedenfalls musste ich kotzen. Instinktiv wollte ich ins Bad rennen, als ich aber merkte, dass es jede Sekunde soweit sein müsste und ich es in der Zeit keinesfalls bis zur Toilette schaffen könnte sondern eher in mein Zimmer oder in den Flur und vor das Zimmer meiner Mama kotzen würde, entschloss ich mich, aus dem Fenster zu spucken. Blöderweise habe ich aber vor zwei meiner drei Fenster Fliegengitter. Auf gesiebten Mageninhalt wollte ich aber verzichten. Also schnell hin zum gitterfreien Fenster und die Fensterbank leergeräumt, den Mageninhalt schon im Rachen. Der ließ sich auch nicht mehr lang halten und der erste Schwall ergoss sich über Fensterrahmen, Fenstergriff und meine rechte Hand, als ich gerade die Klinke vom Fenster herumdrehen wollte. Der Rest sprudelte dann relativ unerwähnenswert aus dem geöffneten Fenster in unseren Vorgarten. Elegant gelöst, beglückwünschte ich mich selbst, legte mich ins Bett und stellte mir meinen Wecker auf 5:25 Uhr.


Meine Mutter weckte mich um 7:50 Uhr. Beim Hinlegen hatte ich den Alarm nicht eingeschaltet sondern stattdessen die Zeit angehalten. 7 Minuten bevor der Wecker klingeln sollte. Mein Zimmer war übersät mit Fensterdeko und der Boden chaotisch, der Fenstergriff sowie unsere Fassade und das Wohnzimmerfenster waren mit Erbrochenem beschmiert, ich sah noch immer verschwommen, aber zu meiner Verwunderung war weder dieser unverwechselbare Geruch wahrzunehmen noch war mein Zimmer bekleckert.

Statt um 7:00 Uhr konnte ich die faulen Fastfoodfresser erst um 9:30 Uhr begrüßen, musste die ganze Zeit Fanta trinken, weil das Wasser in dem Assiladen grauenvoll schmeckt, war extrem unfreundlich, erbrach 2 Stunden nach meiner Ankunft etwa einen Liter gelbe, sprudelnde Flüssigkeit und fuhr wieder nach Hause. Ich beichte, dass ich keine Ahnung habe, wo meine Whiskeyflasche abgeblieben ist, die für das kommende Wochenende eingeplant war.

Beichthaus.com Beichte #00028489 vom 08.01.2011 um 22:06:42 Uhr (16 Kommentare).

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Schildertausch

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Dummheit Vandalismus Last Night Auto & Co. Tarmstedt

Für die Silvesternacht hatte ein Kumpel eine glorreiche Idee: Die Ortsschilder sämtlicher Dörfer in unserer Gemeinde vertauschen! Da die Idee für Silvester aber zu kurzfristig war und die Leute, die dafür in Frage kämen, doch lieber saufen wollten, zogen wir die Aktion zwei Nächte später durch. Nachdem wir einen dritten Man gefunden hatten, setzten wir uns also zusammen und überlegten, wie man das Ganze am besten durchziehen könnte. Wir überlegten uns, dass es mit einem Auto nicht machbar wäre, alle Schilder der 13 Dörfer in einer Nacht zu vertauschen. Somit beschränkten wir uns jeweils auf das am besten sichtbare. Des weiteren fanden wir es langweilig, die Schilder immer nur einen Ort weiter zu hängen. Darum überlegten wir uns einen "Fahrplan", um zu gewährleisten, dass die Schilder nicht einfach nur im Nachbarort hängen, sondern mindestens im Übernächsten. Wie man die Schilder am besten abbekommt, haben wir bereits eine Nacht zuvor getestet. Nun war also alles geklärt!


Samt 10er Maulschlüssel und Trittleiter machten wir uns also um 12 Uhr auf den Weg. Das erste Schild war ein sehr abgelegenes, um zu verhindern, dass jemand auf dessen Fehlen aufmerksam werden würde. Wir hatten ja noch keines zum ersetzen. Die nächsten Schilder standen meist an der Hauptstraße oder an großen Nebenwegen. Wir gingen immer so vor: Ich fuhr mit dem Auto bis zum Schild, ließ die beiden mit Werkzeug und Trittleiter heraus und parkte das Auto in der Nähe. Als ich dann da war, half ich beim Tauschen und nahm den Kram mit zum Auto. Falls ein Auto kam, passierte nur zwei mal, warfen wir alles in den Schnee und versteckten uns in meiner Karre.
Bei den ersten Schildern war der Ablauf noch etwas schwierig, aber zum Schluss klappte es immer besser. Wir hatten nur eine Kleinigkeit vergessen: Die Schilder waren nicht alle gleich groß und auch nicht an den selben Stellen befestigt. Bei einem wunderten wir uns warum es denn nicht los ging, da bemerkten wir, dass es noch mit zwei Schrauben befestigt war. Aufgrund dieses Fehlers mussten wir ein zu kleines Schild in einen zu großen Rahmen hängen und umgekehrt. Nicht sehr professionell, aber naja nichts klappt perfekt beim ersten mal.


Irgendwann zum Schluss, so um kurz vor 6 Uhr morgens wurde es nochmal heikel. Denn mittlerweile waren wir mitten in den Berufsverkehr geraten und hatten Probleme autofreie Straßen zu finden. Zuerst wollten wir aufhören, doch dann haben wir es doch noch irgendwie geschafft. Wir hingen also um kurz nach 6 das letzte Schild in die abgelegene Straße und hatten somit den Kreis geschlossen.
Um unsere Aktion zu feiern sind wir dann zum örtlichen Bäcker und haben dort einen Kaffee getrunken, hatte ja noch nichts anderes auf). Wir überlegten wie lange es wohl dauern würde, bis das Ganze rückgängig gemacht wird. In unserem Stolz dachten wir an mehrere Tage und vielleicht noch länger. Wir diskutierten auch darüber wie viele tausend Leute wohl davon erfahren und wann uns der Erste darauf ansprechen würde. Wir waren also echt gespannt auf den nächsten Tag.


Irgendwann nachmittags, nachdem ich aufgestanden bin, ging ich also zum nächsten Schild. Und was war? Nichts! Es war genau wie vorher, die Straßenmeisterei musste es bereits zurück gehängt haben. Mit meinen Kumpels bin ich dann nochmal alle Schilder abgefahren. Lediglich das letzte war noch nicht wieder im Rahmen. Und ratet mal wer uns darauf angesprochen hat! Genau, niemand! Dafür sind wir 6 Stunden lang von Ort zu Ort gefahren?! Naja, eine geile Aktion war es trotzdem. Wir sind uns übrigens keiner Schuld bewusst. Die Männer von der Straßenmeisterei haben sich sicher auch über die kleine Schnitzeljagd gefreut, mal was anderes als immer nur Schlaglöcher ausbessern.

Beichthaus.com Beichte #00028483 vom 06.01.2011 um 20:44:31 Uhr in 27412 Tarmstedt (33 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Telefonzelle

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Faulheit Vandalismus

Damals als ich (m/27) ungefähr 17 Jahre alt gewesen bin, startete mein Arbeitsleben wie bei vielen anderen auch mit Zeitung austragen! An diesem Tag hatte ich echt sehr wenig Motivation durch die ganzen Straßen zu laufen und mein Werk zu vollrichten, aber ich musste halt wegen der Glaubwürdigkeit meiner Eltern gegenüber mindestens 5 Stunden unterwegs sein. In diesen 5 Stunden war mir natürlich extremst langweilig. Ich also meinen Handwagen im Gepäck, etliche Zeitungen und wirklich null Bock auf Austragen. Ich bin dann an einer nahe gelegenen Telefonzelle vorbei gekommen und bin dann da rein gegangen. Geld hatte ich natürlich keins, aber macht ja nix, es gab ja noch diese kostenlosen Rufnummern. Ich habe dann ein paar Nummern gewählt, die an einer Tafel in der Telefonzelle hingen. Ich habe dann die Telekom-Mitarbeiterinnen ständig gefragt, ob sie Lust hätten auf Sex, so etwas hatte ich schon häufiger gemacht, aber an diesem Tag hatte ich damit keinen Erfolg. Weil mir dann so elendig langweilig gewesen ist, habe ich mein Feuerzeug heraus geholt und die Kunststoff-Abdeckung wo die ganzen Notfall Nummern drin standen angekokelt. Es hat auch nicht lange gedauert bis es dann nicht nur schwarz wurde, sondern auch angefangen hat leicht zu brennen. Ich bin danach wegen der Rauchentwicklung raus gegangen und habe mir das Ganze aus sicherer Entfernung angeschaut. 5 Minuten später hat man auch schon die Feuerwehr Sirenen im Ort gehört. Das Resultat war, eine völlig abgebrannte Telefonzelle! Ein halbes Jahr später wurde diese erneuert durch eine Telefonzelle aus Stahl. Ich beichte hiermit dass ich der Brandstifter damals war und es mir Leid tut dass ich damals so dumm gewesen bin.

Beichthaus.com Beichte #00028479 vom 05.01.2011 um 23:07:26 Uhr (20 Kommentare).

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Das Ortseingangsschild

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Trunksucht Diebstahl Vandalismus

Als ich das letzte Mal auf der Kirmes in einem Dorf in der Nähe war, habe ich mal wieder voll einen über den Durst getrunken. Als ich mich dann total besoffen auf den Heimweg gemacht habe, kam mir irgendwie der Gedanke, ich müsse noch ein Souvenir mitnehmen. Also habe ich das schon etwas gealterte Ortseingangsschild aus der Halterung gerissen und mitgenommen. Es liegt jetzt bei mir im Schrank und ich habe ein verdammt schlechtes Gewissen wegen der Sache. Tut mir Leid für die kleine Gemeinde, die unter meinen betrunkenen Allüren hat leiden müssen.

Beichthaus.com Beichte #00028472 vom 04.01.2011 um 17:36:00 Uhr (15 Kommentare).

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Bettler beklaut

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Diebstahl Schamlosigkeit Morallosigkeit Wien

Auf einer der größeren Einkaufsstraßen Wiens (Mariahilfer Straße) finden sich beinahe täglich Bettler, meistens im Rollstuhl oder auf Krücken. Jedenfalls bin ich mal an so einem Typen im Rollstuhl mit einem Trinkbecher von McDonalds vor sich stehend, zum Münzen sammeln, vorbeigegangen. Er hatte vom Knie abwärts keine Unterschenkel mehr. Jedenfalls, ich weiß nicht was mich dazu geritten hat, habe ich nach dem Becher mit den Münzen gegriffen und bin gerannt. Auf einmal springt der Typ aus seinem Rollstuhl auf und läuft mir wie eine Gazelle hinterher. Offenbar hatte er nur sehr dünne Beine und kniete einfach im Rollstuhl. Durch die vielen Jacken sah das aber täuschend echt aus. Einerseits tut es mir Leid das getan zu haben, andererseits finde ich diese organisierte Bettelei und das Mitleid erregen anderer Leute mit Behinderungen, die man gar nicht hat, echt scheiße.

Beichthaus.com Beichte #00028470 vom 04.01.2011 um 14:04:06 Uhr in Wien (Mariahilfer Straße) (36 Kommentare).

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