661 Chillisteaks

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Rache Boshaftigkeit Arbeit Ernährung Hamburg

Heute muss ich mich bei einem Unternehmen entschuldigen, dem ich (w/19) die jährliche Hausmesse wahrscheinlich ziemlich versaut habe. Ich hatte mich bei diesem Betrieb um eine Lehrstelle als Bürokauffrau beworben. Der Chef steht da mehr so auf die typischen Bürohasen. Durch die Blume ließ er beim Bewerbungsgespräch durchblicken, dass ich rein optisch nicht in die Firma passe.
Nun arbeite ich bei einer Zeitarbeitsfirma und werde von Firma zu Firma verschoben. Dies mach ich aber nur solange, bis ich einen anständigen Ausbildungsplatz gefunden hab. Soweit so gut.
Ich wurde als ungelernte Kraft für 3 Wochen einem Schlachtereibetrieb zugeteilt. Eines Tages in der Früh hieß es circa 30 kg Steaks und Bauchscheiben zu marinieren. Als ich den Auftragszettel las, musste ich so richtig schön in mich hinein lachen. Das Grillgut war für den Chef der obigen Firma. Da ich eh nur noch eine Woche dem Schlachtereibetrieb zugeteilt war, hatte ich nix zu verlieren. Die Marinade wurde von mir noch mit 150 ml Chillikonzentrat verfeinert. Das hört sich wenig an, aber es ist ein Konzentrat mit dem Verhältnis 1:5, also megascharf. Die Steaks kamen dann noch zum Einwirken 3 Tage in das Kühlhaus. An meinem letzten Arbeitstag wurden die Steaks dann abgeholt. Im nachhinein bereue ich es, dass ich das schöne Fleisch so verdorben habe.

Beichthaus.com Beichte #00027212 vom 12.11.2009 um 15:56:50 Uhr in Hamburg (33 Kommentare).

Gebeichtet von GoaGil
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662 Karrierebitch im Saturn

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Boshaftigkeit Ungerechtigkeit Diebstahl Hamburg

Karrierebitch im Saturn
Als ich (m) damals 17 war, bin ich mit meinem Bruder nach Hamburg zu Saturn gefahren. Ich wollte mir damals einfach nur ein PC Spiel kaufen und mich sonst umgucken. Beim Stöbern im PC Spiele Regal kam eine Frau Mitte 30 hinzu, Typ Business/Karrierebitch mit langem blonden Haar, starkem Parfüm, einem Kostüm, Designerbrille und so einer Umhängeledertasche. Sie suchte offenbar auch was Bestimmtes für ihren Sohn/Tochter. Als sie nicht fand, wonach auch immer sie suchte, fragte sie mich in einem ziemlich herrischen und arroganten Ton, ob ich ihr denn ein Spiel "ähnlich" wie die Sims empfehlen könnte. Ich verneinte und meinte ich hätte nicht so die Ahnung von derart Spielen (hatte damals eigentlich nur Strategie und Rollenspiele gespielt). Sie bedankte sich mit einem hochgezogenen Blick und dem Kommentar, ich müsse so etwas eigentlich wissen, schließlich verbringe ich ja offensichtlich den ganzen Tag vor dem Computer. Ich war damals etwas rundlicher. Es folgte noch ein Seufzer und sie ging.

Später dann im Eingangsbereich im Saturn gibt es beim Ausgang eine Reihe von diesen Licht- bzw. Magnetschranken, die piepen, wenn man was rausschmuggeln möchte. Jeder, der den Saturn Hamburg kennt, weiß auch, dass dort immer eine Menge Security Leute stehen. Dieses Mal stand sogar die Polizei am Eingang (wegen irgendeiner Bombendrohung oder sonst was) und es ging für die Massen deshalb verdammt langsam raus, jeder wurde einzeln durch die Schranken gebeten usw. Es bildete sich vor dem Ausgang also eine große unübersichtliche Menschenmenge und ich und mein Bruder wollten eigentlich nur raus. Ich bemerkte sofort den "dezenten" Geruch der Frau von vorhin und erblickte sie wenige Meter von mir entfernt in der Menschenmenge, auf den Ausgang zugehend. In Sekunden schmiedete ich einen Racheplan: Ich ging zur Seite aus der Menge heraus, griff mir im Regal am Ausgang eine Packung solcher Mini CD Rohlinge für 1,99 Euro, wühlte mich wieder in die Menschenmenge ein und schmiss das Paket Rohlinge unauffällig der alten Tussi in ihre 1000 Euro Ledertasche. Ich ging schon voller Vorfreude und Erregung zur Seite, stellte mich an ein Regal und beobachtete ungeheuer angespannt und fast in Ekstase das Treiben an den Sicherheitsschranken. Ich wartete und wusste, gleich ist die dran. "Haha gleich geht's dir an den Kragen, Miststück!". Ich war so voller Freude und Glück, das war das erste Mal, dass ich überhaupt so einen "Racheplan" geschmiedet und durchgeführt habe, und deshalb war es umso aufregender. Ich malte mir in meinem Kopf schon aus, wie sie gleich in Erklärungsnot dort stehen und sich herausreden wird, die ganze Menge wird sie sehen und auslachen, sogar die Polizei ist glücklicherweise schon vor Ort.

Dann war es so weit, ich konnte mich nicht mehr halten und was passierte? Nichts! Sie wurde durch die Schranke gebeten, ging durch und nichts piepte. Sie wünschte dem Sicherheitsmann einen schönen Tag, ging aus dem Laden, stieg in ihre Bonzenkarre und fuhr weg. Man war ich sauer und frustriert.

Beichthaus.com Beichte #00026856 vom 14.08.2009 um 13:30:36 Uhr in Hamburg (46 Kommentare).

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663 Die Strafe für sein Proletentum

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Boshaftigkeit Falschheit Engherzigkeit Maßlosigkeit Arbeit St. Gallen

Ich (m) arbeite in einem Team mit vier Mitarbeitern und einer Lehrtochter. Immer, wenn wir gemeinsam Pause machen, fragt mich die Lehrtochter, ob ich ihr nicht ihre Flasche öffnen kann, da sie zu wenig Kraft hat. Das mache ich natürlich gerne für sie. In letzter Zeit spielt sich ein Arbeitskollege jedoch immer mehr mit seinem Trainingsprogramm und seinen gestählten Muskeln auf. Einmal hat er der Lehrtochter die Flasche aus der Hand gerissen und gesagt, das sei nur etwas für richtige Männer. Obwohl ich bis dahin die Ehre hatte, profilierte er sich nun in allen Belangen als der Starke unter uns. Als ich eines Tages keinen Bock mehr auf dieses Proletentum hatte, nahm ich eine Schraubzwinge mit und drehte alle Flaschen im Kühlschrank so fest zu, dass sie selbst der Muskelprotz unmöglich öffnen konnte. Als wir dann Pause machten, sah Superman ziemlich alt aus. Jetzt ist endlich wieder Ruhe. Ich beichte, dass ich mich über Kleinigkeiten aufrege und mich so in etwas hineinsteigern kann. Und dass ich immer wieder zu solchen Aktionen neige.

Beichthaus.com Beichte #00031620 vom 19.07.2013 um 10:18:52 Uhr in 9000 St. Gallen (18 Kommentare).

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664 Meine jüdische Gastfamilie

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Peinlichkeit Unreinlichkeit London

Mir ist heute etwas echt peinliches passiert. Wahrscheinlich werden die meisten Leser nichts mit den Regeln des koscher Lebens vertraut sein. Ich bin gerade ein Au-pair in einer jüdischen Familie in England. Eine Reglung besagt, dass man Milch und Fleisch nicht mischen darf. Deswegen ist mein Gast-Haus mit einer super großen Küche ausgestattet, weil man alles zweimal haben muss. Nicht einmal vom gleichen Teller darf Milch und Fleisch gegessen werden. Auch den ganzen Kochkram, sei es Kochtöpfe, Messer und Mixer, haben wir doppelt. In der Regel wird bei mir in der Gastfamilie relativ wenig Fleisch gegessen, unter anderem jedoch wenigstens einmal in der Woche, nämlich Freitag Abends, wenn der Sabbat beginnt. Zum Mittag hatte ich also noch schön meinen Kartoffelbrei und die Fischstäbchen, also eine milchig gehaltene Mahlzeit. Nach dem Mittagessen wollte ich dann noch fix die Spülmaschine fürs Fleisch ausräumen. Die Sachen haben tatsächlich eine Woche sauber drin gestanden, weil wir in der Regel ja nur die für Milch benutzen. Ich beuge mich also runter und plötzlich kommt mir so mein Essen wieder hoch. Nun habe ich erst gedacht, was tun? Badezimmer ist weiter entfernt. Waschbecken war mir in dem Augenblick auch nicht nah genug. Lange Rede kurzer Sinn, ich habe mich in die Fleischspülmaschine übergeben und sie dadurch unkoscher gemacht. Es tut mir leid. Ich persönlich finde es ja eher witzig und habe das Ding danach gleich nochmal angeworfen und war froh, dass ich fast gar nichts aufwischen musste. Da ich selber nicht jüdisch bin, kann es mir auch egal sein, aber wenn meine Gast-Eltern das rauskriegen, werden sie vermutlich gleich das ganze Ding rausreißen und mich für ein neues bezahlen lassen. Es ist schon eine verdammt krasse Erfahrung, welche kulturellen Unterschiede hier aufeinander treffen.

Beichthaus.com Beichte #00026825 vom 07.08.2009 um 23:24:37 Uhr in London (32 Kommentare).

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665 Heimlich stricken

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Manie Feigheit Partnerschaft

Heimlich stricken
Jetzt muss ich mal was ziemlich Kindisches beichten. Mir (m) hat damals schon im Kindergarten und in der Grundschule der Kunst- und Bastelunterricht sehr gefallen. Vor einigen Wochen hat meine Freundin angefangen, zu stricken. Einfach so, zum Stressabbau und aus Spaß an der Freude. Dies weckte Erinnerungen an meine Kindheit und wie wir das in der Schule auch gemacht haben. Als ich dann mal alleine zu Hause war, habe ich mir das Strickzeug meiner Freundin geschnappt und habe geschaut, ob ich es noch auf die Reihe bekomme. Sah allerdings nicht so toll aus und ich habe es wieder aufgetrennt. Aber da man ja bei YouTube allerlei HowTo-Videos findet, hatte ich bald wieder den Dreh raus. Seitdem stricke ich heimlich bei meiner Freundin mit. Bei einem einfarbigen Schal war das gar kein Thema, wenn dieser am nächsten Tag zehn Zentimeter länger war. Im Moment macht sie jedoch so einen mehrfarbigen Ringelschal und wechselt alle paar Zentimeter die Farbe. Das macht es natürlich bedeutend schwieriger, ihr Werk unertappt zu vervollständigen. Irgendwann saß sie letztens auf der Couch und meinte nur "was habe ich denn da wieder verzapft?!" Ich hatte wohl eine andere Farbreihenfolge gewählt, als sie es vorher hatte. Irgendwie finde ich es total spannend, ihre Sachen heimlich zu vervollständigen und es macht mir auch einfach Spaß, zu stricken. Ich würde allerdings nie auf die Idee kommen, ihr zu sagen, dass ich auch gerne stricke. Stattdessen belächele ich sie währenddessen, um ihr das Gefühl zu geben, dass mich das überhaupt nicht anspricht. Das heißt, ich werde wohl weiter im Untergrund stricken müssen.

Beichthaus.com Beichte #00030873 vom 12.03.2013 um 15:55:56 Uhr (40 Kommentare).

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