4646 Mein Freund ist so verschwenderisch

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Verzweiflung Verschwendung Geld Partnerschaft

Mein Freund ist noch Student und schreibt seit etlichen Jahren an seiner Abschlussarbeit. Das liegt seiner Aussage nach daran, dass er mir den Rücken mit unseren Kindern freigehalten hat, damit ich mein Studium beenden kann. Unsere Kinder sind aber von 7:30 bis 16:30 Uhr im Kindergarten, er hat sie lediglich danach betreut, dazwischen hatte er täglich immerhin über acht Stunden Zeit, an seiner Abschlussarbeit zu schreiben. Jetzt verdiene ich alleine unseren Lebensunterhalt und mein Gehalt ist nicht wirklich hoch genug, um eine ganze Familie zu ernähren. Mein Freund kommt unterdessen mit seiner Abschlussarbeit wahrscheinlich überhaupt nicht voran (ich habe es schon aufgegeben) und verdient keinen Cent.

Jetzt kommt aber das wirklich Schlimme: Während ich jeden Cent zwei Mal umdrehe und sogar bei kleinen Dingen wie zwei Euro Preisunterschied spare, verschleudert mein Freund unkontrolliert unser Geld. Geld, das wir nicht haben. Das läuft schon seit einigen Jahren so. Ich habe schon zigmal mit ihm darüber geredet und eigentlich hatten wir ausgemacht, alles nur noch mit Karte zu bezahlen, um einen besseren Überblick über unsere Ausgaben zu haben. Nur leider hält mein Freund sich nicht daran, er hat allein in diesem Monat schon 700 Euro abgehoben und kann mir noch nicht einmal erklären, was er damit gemacht hat. Dabei gehen alle paar Tage auch Kartenzahlungen in Höhe von um die 30 Euro an Supermärkte oder Drogerien von unserem Konto ab, also nehme ich mal nicht an, dass die 700 Euro für Essen oder Sonstiges waren. Was mir am meisten an dieser Sache weh tut, ist, dass ich bei den Dingen für unsere Kinder so sehr spare (Geschenke, Klamotten, Hobbys, Reisen), während ihr Vater scheinbar das ganze gesparte Geld für sich selbst ausgibt.

Ich selbst gebe auch nie Geld für neue Klamotten für mich aus oder andere Frauensachen. Am liebsten hätte ich getrennte Konten, nur dann hätte mein Freund ja gar kein Geld und müsste mich jedes Mal um Bargeld anbetteln, was auch keine optimale Situation in einer Beziehung ist. Außerdem bekommen wir neben meinem Geld auch Kindergeld und Geld vom Amt, was ja eigentlich für uns beide ist, das heißt das könnte er dann immer noch verschleudern (zumindest das Geld vom Amt). Ich bin langsam echt verzweifelt.

Beichthaus.com Beichte #00038979 vom 24.11.2016 um 22:49:48 Uhr (30 Kommentare).

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4647 Die Stasi-Eltern

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Vorurteile Ungerechtigkeit Kinder Gesellschaft

Die Stasi-Eltern
Ich möchte etwas loswerden, was mich bedrückt. Es passierte Anfang 1990 in den neuen Bundesländern (ehemalige DDR), als die Hexenjagd auf die Mitarbeiter der Stasi eröffnet wurde. Wer entlarvt wurde, hatte einen Spießrutenlauf zu durchstehen. Einerseits auch heute noch verständlich, da der Apparat ja nicht zimperlich war und sich die Wut der Leute, angereichert mit erst damals bekannt gewordenen Informationen, entladen musste. Andererseits aber auch menschenverachtend, da selbst Pförtner und Köche ins Fadenkreuz des Mobbings gerieten. Damals war ich 14 Jahre alt und habe mit einem Großteil aus meiner Klasse in schändlicher Weise auf dem "Kreuzzug" teilgenommen. Ein Klassenkamerad hatte nämlich gleich zwei Stasi-Eltern (wofür er ja nun nichts konnte), und wir haben ihn in Sippenhaft genommen. Nicht, dass wir ihn direkt damit konfrontiert hätten, wir schimpften "nur" bei jeder Gelegenheit in seiner Gegenwart über die Schweine der Stasi. Auf dem Heimweg riefen wir ausdauernd die damals übliche Parole "Stasi raus!". Irgendwann schrie besagter Klassenkamerad sogar mit. Man muss sich mal in die Lage des Jungen versetzen, seine Eltern auf einmal arbeitslos und von allen geächtet, und wir geben ihm noch den Rest. Ich bereue, was ich ihm angetan habe. Etliche Jahre später hatten wir ein Klassentreffen, zu dem er nicht erschienen ist. Gern würde ich mich bei ihm persönlich dafür entschuldigen. Vielleicht sehe ich ihn ja einmal wieder. Nach seinem Namen Googeln hat jedenfalls nichts gebracht. Um Absolution bitte ich nicht, das schlechte Gewissen soll mich in Zukunft ermahnen, erst nachzudenken, bevor ich der Masse folge.

Beichthaus.com Beichte #00031787 vom 21.08.2013 um 15:39:59 Uhr (13 Kommentare).

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4648 Die Schwedin und das Hostel in Neuseeland

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Trunksucht Ekel Unreinlichkeit Urlaub Last Night Neuseeland

Ich (m) möchte etwas beichten, was schon gut ein Jahr zurückliegt und mein mit Abstand peinlichstes Ereignis in meinem 21-jährigen Leben beinhaltet. Ich habe nach dem Abi das Vergnügen gehabt, vor dem Studium, meinen Traum einer 6-monatigen Auslandsreise nach Neuseeland zu verwirklichen. Der vierte Monat war angebrochen und ich hatte zuvor sechs Wochen harte Drecksarbeit geleistet, um die Kasse wieder etwas aufzufüllen und machte mir nun ein schönes Leben, verprasste das Geld und genoss die Zeit. Jedenfalls befand ich mich an jenem Tag in einem Hostel in Auckland, in dem ich schon zwei Wochen verweilte und wachte vom Klingeln meines Handyweckers auf. Es war 9:45 Uhr morgens und ich hatte am Abend gut gefeiert, anscheinend zu gut. Mein Kopf dröhnte und ich hatte einen ekligen Geschmack aus Alkohol und Zigaretten im Mund, kurz gesagt: ich hatte den Kater meines Lebens. So fertig war ich am Tag danach noch nie und ich musste wohl ziemlich viel getrunken haben. Wilde Tanz- und Kussszenen mit dem Mädel im Bett gegenüber schossen mir durch den Kopf und ich musste grinsen. So lässt es sich leben.


Sie war Schwedin und hatte ein hübsches Gesicht, kleine straffe Brüste, die üppig abstanden, mit Nippeln, die einen sehr einladend anschauten (in Fachkreisen auch "Schlitten-Titten" genannt). Zwischen uns knisterte es schon seit ich im Hostel angekommen war und wir verstanden uns blendend - wir hatten sogar Pläne geschmiedet zusammen weiter zu reisen. Sie sah so unschuldig aus, war aber alles andere als das. Was für eine geile Sau. So sehr ich mich jedoch anstrengte, ich konnte den Abend nicht vollständig rekonstruieren und wusste nicht mehr, wie ich ins Bett gekommen bin.


Warum klingelte der Wecker? Ahja, um 10 Uhr ist Checkout-time und ich wollte noch eine weitere Woche bleiben und musste meinen Aufenthalt verlängern. Schlaftrunken stand ich auf und ging ins Bad, um mir die Zähne zu putzen und dachte mir noch "Hast aber gut geschwitzt in der Nacht!". Ich war in einem 4-Bett-Zimmer mit zwei Hochbetten. Der Typ im Bett unter mir steht jeden Morgen um 5:30 Uhr auf und geht zur Arbeit, er war also nicht da und die Schwedin war ebenfalls nicht im Zimmer - wahrscheinlich frühstücken - und der Typ unter ihr schlief noch tief und fest. Als ich von der Rezeption wieder kam und auf mein Bett klettern wollte, sah ich das Unglück: jeweils einen großen, nassen Kreis in meinem Bett und im Bett unter mir. Ich hatte ins Bett gepinkelt. Mich packte die Panik und ich wollte nur noch aus diesem Alptraum aufwachen, musste aber geschockt feststellen, dass das kein Traum war, sondern dass ich gerade wirklich mit 20 Jahren in einem Hostel ins Bett gemacht habe. Geht es noch peinlicher? Ich wollte nur noch sterben. Ich stand wie versteinert da und überlegte was ich tun sollte.


Nun zu meiner Beichte: ich ging zum Waschraum und nahm zwei frische Bettbezüge, ging zurück ins Zimmer und zog beide Betten ab, drehte die Matratzen um, bezog sie neu und brachte die nassen Bezüge zum Wäschekorb. Danach packte ich alle meine Sachen in Rekordzeit, ging zur Rezeption und versuchte mit irgendwelchen Ausreden mein Geld für die bezahlte Woche wieder zu bekommen, was auch klappte. Als das geschafft war, nahm ich ein Taxi ans andere Ende der Stadt und checkte in ein Hostel ein, um zu duschen und erst mal wieder runter zu kommen. Das Zimmer muss nach ein paar Tagen stark nach Urin gestunken haben und mir tun die unwissenden Menschen Leid, die in den beiden Betten schlafen mussten, bis irgendwann die Ursache für den Gestank rauskam. Aber mir war das so peinlich, dass ich mir sogar eine neue SIM-Karte fürs Handy kaufte, um mir Fragen nach meinem plötzlichen Verschwinden zu ersparen. Ich will mir gar nicht erst die Reaktionen auf dieses Missgeschick ausmalen.


Jetzt, ein Jahr später, bereue ich zutiefst einfach so weg gerannt zu sein. Sie war meine absolute Traumfrau und ich vermisse sie sehr. Sollte es so etwas wie Seelenverwandte geben, dann war sie meine. Ich habe bis heute vergeblich versucht die ganze Sache zu verdrängen, aber wenn ich abends versuche einzuschlafen, muss ich manchmal daran zurückdenken und werde vor Scham ganz rot und vergrabe mein Gesicht im Kissen. Ich hoffe ich kann irgendwann mal drüber lachen. Ich gelobe übrigens Besserung und habe danach nie mehr wieder so viel Alkohol getrunken und gehe nun jedes Mal vorm Schlafengehen brav aufs Töpfchen. Oh man, wie peinlich. Und das mit 21.


PS: Zum Glück ist der Typ unter mir schon um 5:30 Uhr aufgestanden und ich habe nicht ihn sondern nur sein Bett angepinkelt. Oder was noch schlimmer wäre: wenn sie unter mir geschlafen hätte und durch das Tröpfeln meines Weihwassers geweckt worden wäre. Oh Gott, ich hör lieber auf.

Beichthaus.com Beichte #00029786 vom 07.02.2012 um 12:27:56 Uhr in Neuseeland (Auckland) (12 Kommentare).

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4649 Mit Gewalt gegen Mobbing

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Aggression Hass Rache Gewalt Kollegen

Ich habe ein schlechtes Gewissen, wegen dem, was mir heute passiert ist. Aber kommen wir zur Vorgeschichte. Mit elf Jahren kam ich nach Deutschland, genau wie viele andere, weil meine Vorfahren Deutsche sind. Mein Vater ist allerdings in Russland bei seiner Familie […]
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Beichthaus.com Beichte #00032034 vom 11.10.2013 um 19:55:49 Uhr (19 Kommentare).

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4650 Das Arschschweiß-Taschentuch

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Masturbation Ekel Peinlichkeit Solnhofen

Ich habe die Angewohnheit, mir beim Wichsen ein Taschentuch unter den Arsch zu legen, damit ich meinen Polsterstuhl nicht vollschwitze. Da ich es für Verschwendung halte, jedes Mal ein Frisches zu benutzen, lege ich es nach der Tat immer zusammen und lege es auf den Tisch. Vorhin waren überraschend noch ein Kumpel und seine Freundin für ein paar Stunden zu Besuch. Ich war dann kurz auf dem Klo und, jetzt kommt der Hammer, als ich zurückkam, putzte sich seine Freundin gerade die Nase. Ich ahnte nichts Böses, aber dann schaute ich auf meinen Tisch und tatsächlich, mein Schweiß-vom-Arsch-beim-Wichsen-Auffang-Taschentuch war verschwunden. Ich brach in Lachen aus, aber die beiden haben mich nur komisch angeschaut und nicht verstanden. Natürlich habe ich das nicht aufgeklärt, wäre ja unendlich peinlich gewesen.

Beichthaus.com Beichte #00024155 vom 28.06.2008 um 22:57:59 Uhr in Solnhofen (24 Kommentare).

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