2146 Wir sind keine Polen!

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Stolz Vorurteile Hochmut

Wir sind keine Polen!
Ich (26, Berlinerin) beichte, dass meine Eltern strenggenommen offiziell aus Polen kommen, ich aber immer sehr darauf bestehe, dass sie Schlesier sind und daher eigentlich keine Polen sind. "Pole" ist bei uns in der Familie schon fast ein Schimpfwort. Meine Großeltern haben damals ihr gesamtes Hab und Gut an die Polen verloren, die ihr Land eingenommen haben und sich alles genommen haben, was sie wollten. Sie wurden gezwungen, Polnisch zu lernen und durften in der Öffentlichkeit kein Deutsch sprechen. Da man mit großem Ärger rechnen musste, wenn man in der Öffentlichkeit Deutsch sprach, waren sie aus Angst gezwungen, ihren Kindern nur Polnisch beizubringen, da bei Kindern natürlich die Gefahr besteht, dass sie sich in der Öffentlichkeit verplappern. So haben meine Eltern erst richtig Deutsch gelernt, als sie (im Alter von 22 und 25 Jahren) nach Deutschland gekommen sind. Sie haben beide einen polnischen Akzent und werden daher immer für Polen gehalten und alle wundern sich immer, dass sie einen deutschen Familiennamen haben. Ich glaube, die Leute halten mich immer für verrückt, wenn ich sage "Nein, wir sind keine Polen, wir sind Schlesier!" Dann sagen immer alle "Äh ja, aber das ist doch in Polen, oder?". Ich glaube, das können nur Schlesier verstehen. Tut mir leid an die Polen, die gar nicht so schlimm sind, wie wir denken.

Beichthaus.com Beichte #00031058 vom 21.04.2013 um 01:02:12 Uhr (52 Kommentare).

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2147 Der Brief für meine Ex

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Rache Fremdgehen Engherzigkeit Falschheit Ex

Ich (m) bringe meiner Ex-Freundin durch Unterlassung wohl kleine finanzielle Probleme ein. Ich war bis Ende letzten Jahres in dieser Beziehung, die insgesamt drei Jahre dauerte. In den ersten acht Wochen konnten wir uns, bedingt durch die Arbeit, nur an den Wochenenden sehen, was nach ihrer Aussage und begründet durch Einsamkeit, nach rund vier Wochen dazu führte, dass sie mich das erste Mal auf einer Feier mit einem anderen Mann betrog. Sie beichtete es mir am nächsten Tag mit der eben erwähnten Erklärung und ich verzieh ihr - ich war halt in sie verliebt und dachte mir, dass es wohl bei dem einen Mal bliebe, aber falsch gedacht. Sie beichtete mir in den folgenden zwei Jahren der Beziehung, dass sie mich noch mit mindestens zwei anderen Kerlen betrogen hatte und entgegen besserem Wissen verzieh ich ihr jedes Mal. Ich fand später sogar heraus, dass da noch mehr Männer waren. Da wir beide berufsbedingt umziehen mussten und es sich aufgrund der Lage der neuen Arbeitsplätze anbot, zogen wir zusammen. Das lief auch an sich ganz gut, bis es ein halbes Jahr später plötzlich richtig schlimm wurde. Sie wurde mir gegenüber sehr feindselig, machte aus Kleinigkeiten eine riesige Sache und Sex fand einfach nicht mehr statt - das Höchste der Gefühle war der abendliche Kuss zur Begrüßung, mehr an Zärtlichkeiten und Nähe gab es nicht mehr. Ende des letzten Jahres sagte sie mir dann plötzlich, sie führe bereits seit einigen Monaten eine Beziehung mit einem anderen Mann und möchte mich daher verlassen, woraufhin sie umgehend auszog.


Ich war zutiefst verletzt und brach den Kontakt zu ihr komplett ab, trotz ihres Angebotes, doch Freunde zu bleiben. Nun geschah es vor einem Monat, dass ein Brief für sie hier eintraf, was ich allerdings erst realisierte, als ich ihn bereits geöffnet hatte. Denn sonst hatte ich alle Post für sie einfach ungeöffnet an den Absender zurückgehen lassen. Dieser Brief war die letzte Mahnung einer Bank, mit der sie eine Rückzahlungsvereinbarung getroffen hatte, welche sie offensichtlich seit einiger Zeit nicht eingehalten hatte. Sie wurde darin darauf hingewiesen, dass sie noch zwei Wochen Zeit habe, um alle ausstehenden Raten zu begleichen, ansonsten würde die Bank gerichtlich gegen sie vorgehen, die Sache der Schufa melden und so weiter. Ich überlegte ein paar Tage, ob ich es ihr dies mitteilen sollte, als sie mir die Entscheidung sozusagen abnahm: Ich bekam eine Nachricht von ihr, in der sie mich auf das Übelste beschimpfte. Sie schrieb, sie habe von einem gemeinsamen Freund erfahren, dass ich ihm gesagt hätte, sie habe mich für einen anderen Mann verlassen. Und auch, wenn dies der Wahrheit entspricht, hätte ich das niemals weitererzählen sollen, denn das wäre Rufmord und sie würde mich dafür verklagen. Eine richtig bösartige Nachricht also, mit vielen Beleidigungen, die mich die Entscheidung treffen ließ, ihr nichts von dem Brief zu sagen, weswegen sie nun wohl Probleme mit der Schufa und eventuell dem Gericht bekommen wird. Ich hoffe, dass man mir vergeben kann.

Beichthaus.com Beichte #00031389 vom 09.06.2013 um 10:57:10 Uhr (25 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

2148 Unsere zweite Kindheit

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Peinlichkeit Maßlosigkeit Partnerschaft Wien

Unsere zweite Kindheit
Ich (w/21) möchte etwas beichten, das vielleicht etwas komisch klingt. Aber es ist mir vor anderen Leuten irgendwie total peinlich, da man ja so oft Dinge wie: "In einer Beziehung braucht man trotzdem Zeit für sich" oder "Man sollte trotz Beziehung allein und unabhängig sein können" hört. Bei mir und meinem Freund (23) ist aber das absolute Gegenteil der Fall! Wir kleben 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche aneinander und fühlen uns beide komplett unvollständig, wenn wir nicht zusammen sein können. Ich muss auch beichten, dass ich mich oft richtig kindisch verhalte. Wenn ich zum Beispiel gruselige Filme gesehen habe, traue ich mich alleine nicht mehr aufs Klo und er muss mitkommen. Er verhält sich aber ähnlich und hat mir schon gestanden, dass er, wenn ich eine Nacht weg bin, nur mit Licht und einem T-Shirt von mir im Arm schlafen kann. Gemeinsam verhalten wir uns aber auch oft wie durchgedrehte Kleinkinder, da wir uns alle drei Minuten versichern, wie gern wir uns haben, uns die dämlichsten Spitznamen geben und auch des Öfteren in einer selbst erfundenen Fantasiesprache miteinander reden. Oder mit Stofftieren spielen, oder wie Kinder irgendwelche Höhlen aus Decken bauen, um "Bärenfamilie" zu spielen und uns verrückte Geschichten ausdenken.

Es ist wie eine zweite Kindheit für uns, da wir beide keine schöne Kindheit hatten. Ich glaube, wir würden sofort eingeliefert werden, wenn jemand zufälligerweise mitbekommen würde, wie wir miteinander umgehen. Vor allem, da wir von außen wirklich erwachsen wirken und auch unser Stil nicht darauf hindeutet, wie überemotional wir sind. Das Verrückte ist, dass es uns beide gar nicht stört, dass wir so abhängig voneinander und so furchtbar kindisch sind. Andere Leute finden das aber bescheuert und schieben oft dämliche Kommentare, obwohl sie nicht einmal alles wissen. Also ist meine Beichte, dass ich mich oft komplett unreif und durchgeknallt verhalte und andere Leute innerlich auslache, wenn sie sich mal wieder über uns lustig machen!

Beichthaus.com Beichte #00032586 vom 18.01.2014 um 01:34:48 Uhr in 1150 Wien (Schweglerstrasse) (47 Kommentare).

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2149 Kostenlose Kopien

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Geiz Zorn Falschheit Arbeit

Ich (w/25) arbeite als medizinische Fachangestellte in einer Gemeinschaftspraxis. Mein Chef ist ziemlich geizig und bezahlt uns natürlich auch unter dem Tarif. Ich gebe Patienten, die Kopien oder Ähnliches haben möchten, diese immer umsonst mit, anstatt dafür pro Seite 25 Cent zu verlangen, wie es unser Chef gerne hätte. Dies werde ich auch in Zukunft so machen, bis ich die Praxis nächstes Jahr verlasse. Ganz ehrlich - ich kann es einfach nicht leiden, wenn Menschen, die zwei Häuser besitzen, ein schickes Cabrio fahren und täglich Essen gehen, sich gegenüber ihren Mitmenschen so geizig verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00032293 vom 25.11.2013 um 23:02:10 Uhr (24 Kommentare).

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“Folge

2150 Im Transportbataillon

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Faulheit Lügen Falschheit Zivi & Bund Lingen an der Ems

Es geschah 1999. Ich (damals 20) war mit zwei meiner Schulkameraden in derselben Kaserne untergekommen, um unseren Grundwehrdienst abzuleisten. Die Grundausbildung war vorbei und jetzt hieß es noch acht Monate rumzukriegen. Nach der Grundausbildung war wirklich nicht mehr viel los und man hing oft auf den Stuben herum und spielte Karten. Wir waren ein Transportbataillon und unser Zug hatte einen Fuhrpark von circa 15 LKW zu verwalten. Voll die alten Dinger. Es war wieder einer dieser Tage, wo nix los war und wir im schönen Tarnfleckanzug mit Kartenspielen die Zeit tot schlugen. Plötzlich der Schrei des Fahnenjunkers durch das Gebäude: "Erster Zug, raustreten!". Das bedeutet, dass aus jeder Stube ein Soldat auf den Flur anzutreten hat, um weitere Befehle entgegenzunehmen. Da ich mit meinem fetten Arsch am dichtesten an der Tür saß, bin ich rausgegangen. Der stellvertretende Zugführer, Fahnenjunker Knecht, informierte uns, dass gleich jeder auf dem Flur mitzukommen habe, um die fünf von einem Transport wiedergekehrten LKW zu warten. Und das liebe Freunde ist ein ganz langweiliges, nerviges Unterfangen. Vor allen Dingen mit der Fettpresse die ganzen Nippel schmieren. Und die Karre putzen. Und gucken, ob die technischen Anlagen funktionieren. Allein der Marsch zum Unterstand der Dinger war gefühlte 4 km entfernt. Jedenfalls würden wir in 5 Minuten rausgerufen werden und sollten uns bereithalten. Nein Freunde, dachte ich mir, aus der Nummer kommst du irgendwie raus. Ich wieder in die Stube. Die anderen fragten noch, was denn sei. Ich sagte: "Nichts besonderes, irgendeine Änderung im Dienstplan für kommende Woche."


Pünktlich wie ein Maurer schrie unser Fahnenjunker nach 5 Minuten über den Flur: "Erster Zug, raustreten!". Ich sagte: "Carsten, diesmal bist Du dran; ich war gerade." Carsten trat heraus und - nun was soll ich sagen. Er kam nach dreieinhalb Stunden mit einer ziemlichen Fresse wieder. Die anderen hatte ich inzwischen über meine List informiert und wir haben alle herzlich gelacht - außer Carsten. Sorry!

Beichthaus.com Beichte #00028891 vom 02.05.2011 um 15:30:21 Uhr in Lingen an der Ems (10 Kommentare).

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