1971 Meine imaginären Freunde

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Lügen Verzweiflung Familie Frankfurt

Meine imaginären Freunde
Meine Beichte hat ihren Anfang vor etwa zwei Monaten. An einem sonst nicht weiter erwähnenswerten Freitagabend saß ich in meinem Zimmer vor dem Rechner und vertrieb mir irgendwie die Zeit, als mein Vater reinkam und mich fragte, ob ich nicht was mit meinen Freunden unternehmen wolle oder sonstige Pläne für mein Wochenende hätte, was ich verneinte. Das Gespräch ging dann noch eine Weile weiter, wobei er mich immer wieder nach Freunden und vor allem Mädchen fragte. Irgendwie habe ich es geschafft, seinen Fragen insofern auszuweichen, dass ich vermeiden konnte, ihm ins Gesicht sagen zu müssen, dass ich eigentlich keine Freunde habe und meine Erfahrungen mit Mädchen sich auf eine eher kurze Pseudo-Beziehung im Alter von 14 Jahren beschränken. Zu meiner Verteidigung könnte ich hier sagen, dass meine Familie sehr oft umziehen muss aufgrund des Jobs meines Vaters und ich deshalb nie wirklich "Wurzeln schlagen" konnte oder so was in der Art. Längere Freundschaften als ein Jahr hatte und habe ich nicht. Außerdem hat mich auch seit dem letzten Umzug vor einem halben Jahr irgendwie die Motivation verlassen, mich in diese Richtung zu engagieren, weil das Ende ja schon von vornherein absehbar ist und mir deshalb die ganze Angelegenheit leicht zwecklos erscheint. Ganz verbergen konnte ich meine Situation dann jedoch wohl doch nicht, weil mein Vater dann zwar glücklicherweise irgendwann klein beigegeben hat, sich jedoch nicht hat nehmen lassen, mir sein Auto anzubieten, sollte ich doch noch irgendwas unternehmen wollen. Nachdem ich dann eine Weile weiter meine Zeit verplempert hatte, bin ich irgendwann in die Küche gegangen, um mir was zu trinken zu machen. Als ich dabei an unserem Wohnzimmer vorbei kam, habe ich meinen Vater schluchzen oder leise weinen hören, wie auch immer man das genau nennen mag, es war jedenfalls klar als traurig auszumachen. Um ihn nicht zu blamieren, habe ich dann nur um die Ecke ins Zimmer geschaut, um herauszufinden, was denn los sei. Und dabei ist mir dann aufgefallen, dass mein vorhin in Anspruch genommenes schauspielerisches Talent wohl doch nicht im Ansatz so ausgeprägt ist, wie ich gedacht hatte, weil mein Vater auf der Couch saß mit seinem Freitag-Abend-Whiskey und sich das einzige Bild, das es von mir aus meiner Kindheit gibt, anschaute. Zugegeben, dass mag schon leicht abgedroschen klingen, aber selbst mir ist aufgefallen, woran es wohl liegen kann, wenn mein Vater sich das einzige Bild seines Sohnes als Strahlemann traurig anschaut.
Da ich mit der Situation so erst mal nicht umgehen konnte, habe ich mich mit meinem Trinken dann wieder in mein Zimmer geschlichen und bin dann auch erst wieder nach einer halben Stunde ins Wohnzimmer gegangen, wo sich mein Vater zum Glück mittlerweile wieder gefangen hatte. Ich habe ihn dann nach den Schlüsseln für sein Auto gefragt, weil sich imaginäre Freunde noch kurzfristig gemeldet hatten und wir was trinken gehen wollten. Das scheint ihn wirklich gefreut zu haben, denn so glücklich habe ich ihn schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen. Nachdem er mir dann freudestrahlend einen schönen Abend gewünscht hatte, bin ich dann losgefahren bis zu einem fünf Kilometer entfernten Wald, habe mich auf einen Parkplatz dann in den Kofferraum geschlichen und dann da den Rest der Nacht gepennt. Am nächsten Morgen habe ich dann noch ein paar Zigaretten abbrennen lassen, damit meine Klamotten auch einigermaßen glaubhaft nach Barbesuch gerochen haben und bin dann heimgefahren und habe meinen Eltern die tollsten Geschichten von meinen Freunden Lukas und Marius erzählt. Dass ich eine Nacht unangemeldet bei Freunden verbracht hatte, schien sie nicht einmal im Ansatz zu stören, sondern tatsächlich zu freuen.
Nun zu meiner eigentlichen Beichte: Solche Aktionen mache ich seitdem wöchentlich, wobei ich mir ständig neue Geschichten und angebliche Bekanntschaften ausdenke, mittlerweile ist sogar eine Marie hinzugekommen, mit der ich angeblich gemeinsam Mathe habe und in die ich mich ein wenig verguckt habe. Es tut mir ja einigermaßen leid, meine Eltern so dreist anzulügen, aber ich sehe ja, wie glücklich sie das macht.
Und ganz im Ernst, ich kann ihnen ja wohl kaum erzählen, dass ich seit den letzten zwei Jahren meine Tage nur noch damit verbringe, darauf zu warten, müde genug zum Einschlafen zu werden. So wie meinen Vater schon mein Mangel an sozialen Kontakten aus der Bahn wirft, würde das bestimmt zu einer ausgewachsenen Krise führen. Und davon profitiert ja auch keiner. Sollte es jemand tatsächlich geschafft haben, sich das alles durchzulesen, dann hoffe ich, dass er vielleicht ein wenig Verständnis für mich aufbringen kann; wenn nicht, hat es trotzdem gut getan, sich das alles mal von der Seele zu schreiben.

Beichthaus.com Beichte #00030868 vom 10.03.2013 um 21:49:37 Uhr in Frankfurt (Kaiserstraße) (33 Kommentare).

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1972 Scheidung aufgrund einer Beichte

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Neugier Fremdgehen Ehebruch Partnerschaft

Scheidung aufgrund einer Beichte
Ich möchte beichten, dass eine hier veröffentlichte Beichte der Auslöser für meine Scheidung war. Ich habe damals im Browser-Verlauf unseres Hauscomputers gesehen, dass meine Frau ständig auf diese Seite geht, und habe dann aus Interesse auch angefangen, die Beichten hier zu lesen. Und dann war da plötzlich eine Beichte (00027912: Der Freund meines Mannes), die genau unserer Situation entsprach. Die Beichterin hat so eindeutige, persönliche Details eingebracht, dass es völlig offensichtlich war, dass es sich dabei um meine Frau handelte. In dieser Beichte schrieb sie, dass sie ihren Mann, also mich, während ich auf Geschäftsreisen war, mit einem meiner besten Freunde betrog. Ich war extrem geschockt, enttäuscht und verletzt und konnte es gar nicht glauben. Als ich sie darauf angesprochen habe, hat sie sofort zugegeben, dass sie das geschrieben hatte. Sie war zuerst aber noch so dreist, zu behaupten, dass sie sich die Geschichte nur ausgedacht habe, dass es sich bei der Beichte um nichts als eine Fantasie einer einsamen, sexuell vernachlässigten Frau handele. Dummerweise hat mein sogenannter Freund, auf den die Beschreibung in der Beichte perfekt passte, sich gleich überschwänglich bei mir entschuldigt, als ich ihn auf die Sache angesprochen habe. Als ich meiner Frau erzählte, dass ihr Lover es zugegeben hatte, hat sie es ebenfalls getan, hat sich auf Knien bei mir entschuldigt, ewig lang geweint, mich angebettelt, ihr noch eine Chance zu geben.

Mir hat sie dann schon leidgetan, aber ich habe versucht, mich davon nicht erweichen zu lassen und habe ihr nahe gelegt, aus meinem Haus auszuziehen, sobald sie eine neue Wohnung gefunden hat. Ihr Lover, zu welchem ich die Freundschaft abgebrochen hatte, wollte sie natürlich auch nicht haben. Sie tat mir schon fast leid. Wenn sie mich ein einziges Mal aus sexueller Frustration betrogen hätte, hätte ich es ihr vielleicht noch verzeihen können und als Ausrutscher durchgehen lassen können. Aber sie hat es regelmäßig getan und, wie man in ihrer Beichte sieht, hatte sie dabei ja auch nicht wirklich ein schlechtes Gewissen. Ich bin ihr immer treu gewesen, obwohl ich mich auch sexuell vernachlässigt gefühlt habe und viele Gelegenheiten gehabt hätte, sie zu betrügen. Ich habe sie geliebt, habe sie verwöhnt. Sie hatte mich damals sogar ermutigt, die Beförderung anzunehmen, obwohl ich bereit gewesen war, ihr zuliebe, aufgrund der auf mich zukommenden Geschäftsreisen, abzulehnen. Sie aber wollte anscheinend lieber mehr Geld haben, als mit ihrem Mann zusammen zu sein. Wir haben uns bald darauf scheiden lassen, obwohl sie bis zum Ende damit nicht einverstanden war. Ich musste meine Handynummer, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und so weiter ändern, weil sie immer wieder versuchte, mit mir Kontakt aufzunehmen. Sie tut mir irgendwie immer noch leid, aber dann denke ich wiederum, dass es ihr wahrscheinlich nur ums Geld leidtut und dass sie weniger bereut, dass sie mich betrogen hat, sondern vielmehr dass sie es gebeichtet hat und ich es somit herausgefunden habe. Ich beichte, dass ich meiner Frau nicht verzeihen konnte und sie kaltblütig rausgeworfen habe. Ich muss allerdings hinzufügen, dass sie auch nach der Scheidung noch genug Alimente von mir erhält, um gut leben zu können, was mein Gewissen teilweise wieder beruhigt.

Beichthaus.com Beichte #00030751 vom 04.02.2013 um 16:46:21 Uhr (75 Kommentare).

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“Beichte

1973 Samuel K. nervt!

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Hass Engherzigkeit Medien Unfall

Samuel K. nervt!
Ich muss einfach mal loswerden, dass Samuel K. mich nervt. Dieser Typ ist meiner Meinung nach doch selbst Schuld an seiner Verletzung und nun verfolgt einen dieser Vorzeigebehinderte überall. Es gibt zig andere Menschen, denen Schlimmes widerfahren ist, vor allem unverschuldet. […]
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Beichthaus.com Beichte #00034562 vom 10.12.2014 um 00:36:36 Uhr (26 Kommentare).

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1974 Einsatz der Treuetesterin

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Rache Fremdgehen Ex

Einsatz der Treuetesterin
Ich habe mich vor Kurzem an meiner Ex und dem Typen, den sie nach mir hatte, gerächt. Meine Ex war, retrospektiv betrachtet, eine von diesen dauerhaft nörgelnden Zicken, die den Hals nie voll bekommen. Sie hat mich psychisch und finanziell ganz schön ausgenutzt, um mich schließlich mit dem erstbesten Idioten zu betrügen, der ihr schöne Augen gemacht hat. Prima. Die Beiden haben ein halbes Jahr hinter meinem Rücken rumgevögelt, ehe die ganze Sache aufgeflogen ist, weil meine Ex bei ihrem neuen Telefon unsere Nummern verwechselt hat. Egal, ich habe sie erst mal aus meiner Wohnung geworfen, in der sie sich für lau mit einquartiert hatte, und fasste dann den Plan, mich zu rächen.

Meine Ex und ihre Affäre waren anschließend offiziell zusammen und rieben mir bei jeder sich bietenden Gelegenheit unter die Nase, wie glücklich sie doch gemeinsam waren. Da ich von einigen Leuten wusste, dass der Typ, ein regional relativ bekannter Sportler, aber gerne auch mal in fremden Betten übernachtete, ließ ich es auf einen Versuch ankommen. Ich bezahlte eine sehr gut aussehende Treuetesterin dafür, dass sie ihn in der örtlichen Disco anbaggern und abschleppen sollte. Es lief alles plangemäß, fast wie aus dem Bilderbuch. Er guckte nur einmal in ihren Ausschnitt, dann ließ er sich bereitwillig zu ihrem Auto bugsieren, wo er direkt anfing, sie zu begrapschen. Unter einem Vorwand und nur mit Mühe und Not hielt sie ihn sich vom Hals und kam aus der Nummer raus, die ich mit drei verschiedenen Kameras aus allen Perspektiven gefilmt hatte. Dreimal dürft ihr raten, in wessen Mailfach mein Machwerk anschließend landete. Tja, daraufhin hatte die Liaison ein jähes Ende. Meine Ex hatte wohl einen Zusammenbruch, der mir immerhin ein wenig leid tut und den ich bereue. Ansonsten bin ich der Meinung, alles richtig gemacht zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00031303 vom 29.05.2013 um 23:31:00 Uhr (23 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

1975 Den Kerl weggeschnappt

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Falschheit Engherzigkeit Verrat Freunde

Ich (w/24) beichte, dass ich einer meiner besten Freundinnen einen Typen, auf den sie stand, vor der Nase weggeschnappt habe, und jetzt glücklich vergeben bin.
Der Grund, warum ich das getan habe, ist Folgender: Diese Freundin ist eine verwöhnte, zickige Drama-Queen der allerübelsten Sorte, zumindest im Bezug auf Männer. Sie hat durch unfaire Behandlung, Fremdgehen, Hirn-Aus-Aktionen und generelle Launenhaftigkeit bis jetzt alle ihre Beziehungen innerhalb kürzester Zeit in den Sand gesetzt. Am Ende sind dann immer nur die Männer schuld, und ich darf mir ihr Geläster und ihr Geheule über die bösen, bösen Typen anhören, die es nicht mal schaffen, ihr alle drei Tage einen Diamantring zu schenken, und ihr überhaupt jeden verdammten Wunsch von den Augen abzulesen. Sie fordert dieses und jenes von ihren armen Freunden, ist aber nicht bereit, ihnen irgendetwas dafür zurückzugeben. Leider ist sie so hübsch, dass es genügend Männer gibt, die trotzdem auf sie hereinfallen, und sich dieses Drama meist mehrere Monate lang antun, ehe sie von ihr fallen gelassen werden wie eine heiße Kartoffel.
Jedenfalls haben wir letztens in der Disco eine Gruppe Jungs kennengelernt, und meine Freundin hat sich auch gleich an den Hübschesten rangeschmissen. Zunächst war mir das egal, aber als sie dann tanzen wollte, ging er wider Erwarten nicht mit, und ich kam mit ihm ins Gespräch. Ich merkte recht schnell, dass er, anders als ihre anderen Macker, wohl doch etwas mehr im Oberstübchen hatte und wir ziemlich auf einer Wellenlänge waren. Ich zeigte mich also von meiner besten Seite, war charmant, und ließ ab und zu auch mal die eine oder andere Bemerkung zu meiner Freundin fallen, allerdings nichts Abfälliges, sondern eher, dass es schade sei, dass sie nie den Richtigen fände, und ihre Beziehungen immer nur von kurzer Dauer seien.
Obwohl meine Freundin an dem Abend fast alles dafür tat, ihn mit nach Hause zu nehmen, ließ er sich nicht auf sie ein, sondern gab mir schließlich seine Telefonnummer. Wir schrieben miteinander und sind jetzt zusammen, auch wenn meine Freundin nach wie vor sporadisch dazwischenfunkt, und nicht verstehen kann, wie er mich wählen konnte.

Beichthaus.com Beichte #00031473 vom 20.06.2013 um 10:44:06 Uhr (28 Kommentare).

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