Eine schlimme Kindheit und ein tragisches Schicksal.

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Neid Eifersucht Kinder Köln

Ich(w)denke gerade über eine Sache nach, die 35 Jahre her ist.
Ich hatte als Kind kein Glück. Keine Liebe zu Hause, nur Schläge und Gebrüll oder die Mutter auf dem Sofa liegend und nicht ansprechbar, selbst meine Schwester schikanierte mich, wo immer es ging. In der Schule verhauten mich die Jungs in der Pause. Ich erbte die Kleidung von meiner Schwester, diese bekam die von einer Familie mit 3 Töchtern. Ich musste anziehen, was meine Mutter mir hinlegte (auch die Unterhose mit der Bremsspur vom Vortag, bleibt bei Kindern ja nicht aus, aber so hatte meine Mutter nicht so viel zu waschen). Auch durfte ich die Haare nicht lang tragen, warum auch immer, und ich machte früh die Erfahrung, dass ich meine Wünsche nie würde erfüllen können. Ich träumte immer von einer Woche auf dem Ponyhof, gabs damals ab 300 Mark, aber mit einer Mark pro Woche hätte ich sechs Jahre sparen müssen. Das herauszufinden tat weh.
Meine Mutter war zu anderen Kindern auch viel netter als zu uns, zum Beispiel zu der Tochter ihrer Freundin, die sie in Wahrheit auf den Tod nicht ausstehen konnte. Diese Freundin hatte wieder eine Freundin mit fünf Töchtern und noch weniger Geld als wir. Wenn mir die Kleidung, die vor mir schon vier Kinder getragen hatten, zu klein war, erbte sie die Freundin meiner Mutter und nach ihr die Mutter der fünf Mädels. Wenn die kleinste das Zeug bekam, war die Farbe verblasst und die Sachen tausendmal geflickt. Trotzdem, ich bekam nie mit, dass die fünf angebrüllt oder geschlagen wurden, was andere bei mir oft mitbekamen und dann nicht selten schadenfroh waren.
Als ich neun war, kam die sechste Tochter zur Welt. Ich vergesse nie, sie hieß Nadja. Jetzt erwartet sicher jeder eine Story, wie ich Nadja ärgerte, aber so war es nicht. Nadja, die ich nie gesehen habe, starb nämlich schon als Baby, woran, hatte man mir nicht gesagt. Meine Mutter war auf der Beerdigung und erzählte hinterher von dem schneeweißen Sarg und wie traurig das alles war.
Meine Beichte ist, dass ich auf Nadja so furchtbar neidisch war, dass es mir regelrecht weh tat. Sie war tot, kriegte also nichts mehr mit von dem, was es hieß, ein Kind zu sein, das man nach Lust und Laune herumschubsen konnte, und weil sie gestorben war, hatten alle geweint. Was bei mir, so war ich sicher, bestimmt nicht der Fall gewesen wäre
Ich weiß selbst nicht, warum ich heute an sie denken muss, aber etwas schäme ich mich schon.

Beichthaus.com Beichte #00042086 vom 04.05.2020 um 20:32:13 Uhr in Köln (0 Kommentare).

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Studieren statt arbeiten: Papa zahlt

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Neid Hass Studentenleben Gummersbach

Ich (m/26) führe eigentlich ein glückliches Leben. Ich wohne mit meiner Freundin zusammen, habe eine Ausbildung abgeschlossen und befinde mich in den Entzügen meines Studiums und komme soweit auch eigentlich klar, auch wenn es finanziell öfters mal mehr als knapp ist. Ich gehe nebenbei arbeiten und teile mir meine Vorlesungen so ein, dass ich jeden Tag entweder arbeite oder in der Uni bin.

Allerdings regen mich einige Kommilitonen, besonders eine, richtig auf. Ich mag sie eigentlich echt gerne, aber das sie einfach keinen Plan vom Leben hat und am liebsten nur studieren will anstatt zu arbeiten, bringt mich echt auf die Palme. Sie bekommt alles bezahlt: Miete, Geigenunterricht, wenn ihr Auto mal wieder kaputt ist.. einfach alles. Zusätzlich bekommt sie noch jeden Monat einen dicken Batzen extra überwiesen. Einmal habe ich durch Zufall ihren Kontostand gesehen, als sie diesen gerade über ihr Smartphone abrief. Sie hat mehr auf dem Konto, als ich jemals hatte! Und ich gehe seit ich 18 bin für jeden Cent, den ich besitze arbeiten! Sie hat bisher nicht eine einzige Sekunde in ihrem Leben arbeitend verbracht. Ebenfalls ist sie noch wirklich sehr unerfahren im Leben, sodass ihr anstrengendster Tag in ihrem Leben darin bestand, mit ihrem Hund in eine Großstadt zu fahren. Weil sie den Hund dabei ständig festhalten musste. Wow. Als sie das erzählt, wäre mir fast der Sack geplatzt vor Wut.

Generell regen mich diese faulen Studenten einfach nur auf. Ich würde am liebsten gestern meinen Bachelor schreiben und einfach nur Geld verdienen. Aber ich habe den Eindruck, dass viele sich extra Zeit lassen, damit sie eben solange wie möglich nicht arbeiten gehen müssen. Ist ja auch einfach, wenn Papa alles zahlt. Ich wünsche ihr ja wirklich nichts Schlechtes. Aber trotzdem würde es mich tierisch freuen, wenn sie finanziell einfach mal richtig auf den Arsch fallen würde, damit sie mal sieht, dass das Leben kein Ponyhof ist und Papa nicht immer da ist um den Geldhahn aufzudrehen.

Beichthaus.com Beichte #00041724 vom 22.01.2019 um 14:57:07 Uhr in Gummersbach (20 Kommentare).

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Meine Arbeit ist die Hölle!

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Zorn Aggression Hass Kollegen Arbeit Köln

Jeden Tag muss ich (m/26) in diese Hölle, acht Stunden lang bin ich von unfreundlichen, unlustigen und hirnverbrannten Menschen umgeben, ich halte es da kaum noch aus und komme morgens nur aus dem Bett, weil ich weiß, dass das Wochenende naht. Seit vier Jahren kämpfe ich gegen den Drang an, meine Kollegen zu verprügeln und diesen Drecksladen endgültig zu verlassen. Während ich versuche, bei den lautstarken Gesprächen meiner Kollegen zu arbeiten, werde ich immer aggressiver. Heute kicherten gleich drei Kollegen über den Spruch "Das Leben ist kein Ponyhof, aber geritten wird trotzdem!" Der Spruch war schon beim ersten Mal nicht lustig, nachdem er aber acht Mal, ich habe mitgezählt, wiederholt wurde, wollte ich schon wortlos meinen Arbeitsplatz verlassen. Auch der Kollege, der gerne das Geräusch von Blähungen nachmacht und sich darüber amüsiert, kotzt mich an. Der Chef schnauzt mich regelmäßig an, obwohl ich gar nichts gemacht habe. Ich hasse diese Menschen abgrundtief und kann erst in zwei Jahren kündigen, dieser Betrieb gleicht einer Sonderschule.

Beichthaus.com Beichte #00040481 vom 17.10.2017 um 16:14:20 Uhr in Köln (19 Kommentare).

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Schwangere Klischee-Frauen

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Hass Zorn Aggression Vorurteile Gesellschaft

Ich (w) habe einen richtigen Hass auf manche Frauen. Es gibt dieses Klischee leider wirklich. Man lebt vom Amt und hat daher Zeit abzufeiern ohne Ende, man muss ja nicht so früh aufstehen wie Normalverdiener(innen). Bei den Partys bietet man sich dann einem x-beliebigen Kerl, den man kaum kennt, bei dem man aber schon weiß, dass man nie mit ihm zusammenleben will, an und landet ohne Verhütung mit ihm in der Kiste. Idealerweise erzählt man dem Armen noch, dass man die Pille nimmt. Abtreiben kann man nicht, das bringt man nicht übers Herz. Noch ehe das Kind sich das erste Mal im Mutterleib spürbar bewegt, weiß man schon, was man vom Amt als Schwangere und Mutter bekommt, wie viel der Vater zahlen muss, wie man ihn notfalls dazu zwingen kann und was man tun muss, um alle Rechte am Kind, z. B. Sorgerecht, allein zu erhalten.

Und wehe, der werdende Vater, mit dem man noch Kontakt hat (einer muss ja die Colakästen in den zweiten Stock schleppen), kauft sich mal ein Spiel für seinen PC - anstatt mal zu fragen, ob ich irgendwas brauche. Und das trotz Mehrbedarf vom Amt und später der Erstausstattung. Und ist das Kind da, wird trotz Unterhalt und Alleinerziehenden-Mehrbedarf ewig rumgejammert, wie teuer doch alles ist, wie schwer man es doch als Alleinerziehende hat und wie wenig der Staat für alleinerziehende Mütter tut. Und später wird dann sogar über die Eltern der Freunde des Kindes gelästert, weil sie einem das Kind nie abnehmen oder es doch mal über Nacht einladen könnten, weil schließlich ist man ja Alleinerziehende und mal ganz froh, wenn man seine Ruhe hat. Besonders böse sind die stolzen Großeltern, wenn sie nicht immer auf Abruf bereitstehen. Tja, das Leben ist kein Ponyhof, und erst seinen Spaß haben und dann von aller Welt Mitleid und Verständnis nicht nur erwarten, sondern verlangen, finde ich unmöglich!

Beichthaus.com Beichte #00038832 vom 17.10.2016 um 20:08:47 Uhr (26 Kommentare).

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Ein harter Job mit den Gewürzgurken

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Prostitution Habgier Ekel Schamlosigkeit Studentenleben

Ich (w/22) studiere aktuell Kunstgeschichte an einer Universität in Sachsen. Das Geld reicht hinten und vorne nicht - trotz BAföG und kleineren Nebenjobs. Oft kann ich nur gerade so die Miete bezahlen und meine Eltern können, oder eher wollen, mir nicht helfen, was ich ihnen sehr ankreide. Aber gut, bei meiner Suche nach schnellem Geld bin ich auf ein Inserat in der lokalen Zeitung gestoßen. Dort bietet jemand an, "Taschengeld" für sexuelle Tätigkeiten zu bezahlen. Ich wusste sofort, dass es die unterste moralische Stufe ist, um an Geld zu kommen, aber das Leben ist ja bekanntlich kein Ponyhof. Sofort rief ich den Herren an und meinte, ich könnte sofort bei ihm einsteigen. Am nächsten Tag erklärte mir der Herr dann mein Aufgabengebiet. Meine Aufgabe war es, drei Stunden täglich gegen Abend in seiner Wohnung zu sein und Männer aller Art zu erleichtern. Schon am ersten Tag saß ich splitternackt im Wohnzimmer des Mannes und musste elf Gewürzgurken saugen. Obwohl ich in Sachen Blowjobs nicht untalentiert bin, war es trotzdem ein harter Bissen, da die Männer Körperpflege für ein Fremdwort hielten. Aber ich als ehrliche Arbeiterin saugte mich da schon durch. So ging es Wochen für Wochen weiter - immer nach demselben Spiel. Ich hatte schon Gefallen gefunden, so als mündliche Aushilfe. Mein Monatseinkommen verblieb bei etwa 2.500 Euro und das für ein bisschen Sperma schlucken. Mir ist bewusst, dass Prostitution eine Sünde ist, aber Blowjobs sind ja nicht so schlimm, und wenn man dafür noch Geld bekommt, schwebt man fast im siebten Himmel!

Beichthaus.com Beichte #00033138 vom 25.04.2014 um 21:46:11 Uhr (35 Kommentare).

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