Die Westentasche

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Dummheit Peinlichkeit Freiburg

Ich (m/32) bin im Osten aufgewachsen, war jedoch zu jung um noch irgendwas von der DDR mitzubekommen. Mittlerweile wohne ich nach Studium im In- und Ausland seit vielen Jahren im Westen. Über Jahre habe ich mit der Redewendung "das kenne ich wie meine Westentasche" etwas ganz anderes verbunden als ihr. Das ist weder mir noch meinen Gesprächspartnern bisher nicht aufgefallen, da die Bedeutung gleich war; etwas sehr gut kennen. Nur habe ich mit dem Sprichwort nicht die kleine Tasche an einer Weste in welche nur eine Uhr oder eben ein kleiner Finger passt gedacht.
Stattdessen habe ich mir bis Mitte zwanzig vorgestellt, dass jeder DDR-Bürger unter seinem Bett eine gepackte "Westen-Tasche" stehen hatte, von der er genau und im Schlaf wusste was drin ist. Jeder Gegenstand in der Tasche war bis ins kleinste Detail durchdacht, nur das nötigste. Falls sich eine Fluchtmöglichkeit ergeben sollte, würde so alles bereit stehen und man könnte sofort los! Da dieses Unterfangen lebensgefährlich war, hat man die Tasche ganz genau vorbereitet und kennt sie in und auswendig. Wie verpeilt kann man sein? Wobei ich finde dass die Erklärung für diese Redewendung auch spannend ist.

Beichthaus.com Beichte #00041897 vom 09.08.2019 um 05:50:39 Uhr in Freiburg (8 Kommentare).

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Die Libelle

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Diebstahl Manie Köln

An Sonntagen gehe ich sehr gerne auf die Flohmärkte in und um Köln. Dort findet man die unglaublichsten Sachen, vom Trockentauchanzug über seltene Musikinstrumente bis hin zum Fallschirm. Meine bevorzugte Beute sind allerdings SF-Taschenbücher. Auch leckeres Essen findet man dort in großer Auswahl. So viel zu den guten Seiten. Was allerdings wirklich ekelhaft ist, das sind die Toiletten. Die meisten sind Dixie-Klos oder wenn man Glück hat ein Toilettenwagen wie auf der Kirmes. Neben den Kosten von 50 Cent bis zu einem Euro stört mich der hygienische Zustand der teilweise an einen Slum in der dritten Welt erinnert. Außerdem bin ich Typ-I-Diabetiker und muss mir vor dem Blutzucker-Messen die Hände waschen. Am besten mit Seife und warmem Wasser. Das steht aber praktisch nie zur Verfügung.

Irgendwann aber kam mir die Erleuchtung wo ich eine kostenlose, saubere, täglich gereinigte (auch Sonntags) Toilette mit fließend warmem Wasser finde: Im nächsten Krankenhaus! Seitdem lasse ich die stinkigen Klos auf dem Flohmarkt links liegen und fahre auf dem Weg zun nächsten Flohmarkt am nächsten KH vorbei, um mich zu erleichtern. Aber damit nicht genug, das ich die Toiletten dort umsonst benutze, manchmal klaue ich dort noch etwas! Und nein es ist kein Toilettenpapier! Sondern Libellen! Die kleinen Zylinder mit gelber Flüssigkeit und einer Luftblase die man sonst in Wasserwaagen einbaut. Das sich in manchen Papierhandtuchspendern eine Libelle befindet, habe ich bemerkt als ich einmal kein Papier, aus dem Ding heraus bekam und es öffnete, um den Papierstau zu beseitigen, fand ich dort auch eine Libelle. Neugierig geworden fummelte ich dort so lange herum bis ich das Ding herausgebrochen hatte. Fasziniert von dem kleinen Ding nahm ich es mit nach Hause. Mittlerweile sind es circa 15 Stück.

Beichthaus.com Beichte #00041864 vom 21.06.2019 um 15:09:48 Uhr in Köln (4 Kommentare).

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Kinder vom Amt finanzieren

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Ungerechtigkeit Geld München

Ich beichte, dass ich meine Meinung zu Leuten haben, die vom Amt leben. Ob Deutscher oder Ausländer, jung oder alt, egal. Ich verachte diese Menschen nicht pauschal. Aber wenn ich hier was zu sagen hätte, bekäme kein Kind, das während des Bezugs von Steuergeldern gezeugt wurde - nicht geboren, das ist was anderes - kein Sozialgeld. Das könnten die Eltern vom eigenen Hartz IV durchfüttern. Wer selbst Kosten verursacht, muss nicht wegen des eigenen Kinderwunsches noch teurer werden. Wie viele Menschen, die arbeiten, verzichten nur deshalb auf das dritte oder vierte Kind, weil sie dann dem ersten oder zweiten und sich selbst nichts mehr bieten könnten. Die müssen ihr Gehalt mit den Kindern teilen und haben daher selbst weniger, das Geld vom Amt reduziert sich aber nicht, wenn ein Kind nach dem anderen geboren wird. Man macht höchstens ein Plus, weil das einzelne Kind dann billiger ist (Kleidung auftragen lassen, die Zeit, anders zu kochen, kostenloser Kindergarten). Das finde ich ungerecht.

Beichthaus.com Beichte #00041861 vom 18.06.2019 um 01:31:22 Uhr in München (25 Kommentare).

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Neiderfüllte und intrigante Mitarbeiterinnen

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Zorn Kollegen Arbeit

Ich hasse meine Mitarbeiterinnen mittlerweile abgrundtief. Während ich diesem faulen und inkompetenten Pack Entfristungen und Gehaltserhöhungen bei der Geschäftsführung verschaffe, lästern diese Kühe hinter meinem Rücken über mich ab, statt die Arbeit so auszuüben, dass ich nicht immer hinterherspringen muss. Eigentlich beichte ich aber nicht meinen Hass, sondern den Umstand, dass ich aufgrund massiver Überstunden meine Familie vernachlässige, um den Laden am Laufen zu halten und die Jobs dieser Trullas zu sichern. Gesehen oder honoriert wird mein Engagement nicht. Die Krone setzt diesem Umstand noch meine neiderfüllte und intrigante Kollegin auf, die insgeheim scharf auf meine Position als Führungskraft ist und die anderen noch gegen mich aufhetzt, während sie bei mir über die anderen lästert. Ich scheiß auf euch ihr widert mich an und ich würde es euch so gerne in die Visagen brüllen, aber da Kinder kosten und meine Frau in Elternzeit ist, halte ich lieber mein Maul, schlucke alles und werde von Tag zu Tag frustrierter. Ciao Leben.

Beichthaus.com Beichte #00041829 vom 04.05.2019 um 03:22:51 Uhr (19 Kommentare).

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Zuschlag für Alleinerziehende

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Neid Habgier Hamburg

Eine Freundin von mir hat noch nie gearbeitet, lebt vom Amt und hat zwei Kinder. Obwohl deren Vater woanders gemeldet ist, wohnt er bei ihr, und sie erhält einen Zuschlag für Alleinerziehende. Auch wenn ich sie bis dahin mochte, halte ich sie für eine Schmarotzerin und finde es nicht richtig, sich auf Kosten der Allgemeinheit seinen Kinderwunsch zu erfüllen. Letzte Woche habe ich sie und die Kids zum Einkaufen gefahren. Die Kinder wollten ein Eis, aber die Mutter sagte, sie habe jetzt kein Geld mehr, aber wenn sie mich lieb fragen, würde ich ihnen bestimmt eins kaufen. Wollte mich quasi in Zugzwang bringen. Die Kinder fragten mich also, aber ich habe ganz ruhig gesagt: die Mama kriegt genug Geld vom Amt für euch, die könnte das Eis kaufen, wenn sie weniger oft ins Nagelstudio ginge. Die Kinder waren enttäuscht, eines hat geheult und die Mutter meckerte mich an, ich sei ja nur neidisch, weil sie Geld vom Staat kriegt. Ich bin ganz ruhig zum Auto gegangen, sie meckernd mit den Kids hinterher, ich hab die Kindersitze ausgebaut und auf den Parkplatz gestellt und hab sie stehen lassen mit zwei Sitzen und zwei Kindern. Ihre wütenden WhatsApp ignoriere ich seitdem.

Beichthaus.com Beichte #00041811 vom 14.04.2019 um 21:44:44 Uhr in Hamburg (22 Kommentare).

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