Mein 14. Geburtstag in der Türkei

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Waghalsigkeit Urlaub Türkei

Es war mein 14. Geburtstag. Ich (w/heute 29) hatte noch nie einen Urlaub außerhalb von Deutschland erlebt und meine Mutter wollte mir anscheinend eine Freude machen und schenkte mir eine Reise in die Türkei. Es war eine Überraschung und ich freute mich sehr. Da sie selber Flugangst hat und meine "Tante" (eigentlich nur eine sehr gute Freundin meiner Mutter) mit ihrem Freund und deren Tochter (glaube sie war 11 Jahre oder so) bereits gebucht hatten konnte ich mich dort anschließen, war ja alles vom Mutti vorher organisiert. Am frühen Morgen ging es los, ich war aufgeregt und hatte auf dem Flug schmerzen in den Ohren da ich zu spät den Druckausgleich gemacht hatte. Endlich angekommen, war ich überwältigt von der Freundlichkeit der Menschen und zugleich geschockt von den Zuständen (Shuttle zum Hotel fuhr mit geöffneter Tür hinten und vorn, vielleicht weil keine Klima?!) Auch egal, kommen wir zu der eigentlichen Geschichte:

Ich kann nicht sagen, wie viele Tage wir schon da waren (ist bereits knapp 15 Jahre her) aber einer der Mitarbeiter/Kellner des Restaurants, Anfang/Mitte 30 machte mir kleine Freuden zum Frühstück wie z. B. mit frisch gepressten O-saft (hätte man eigentlich für bezahlen müssen) und Rosen aus Servietten gefaltet. Er fragte (abseits des Frühstücks) meine Tante ob er mich einladen dürfe, denn gegenüber des Hotels war ein kleines Cafe, mit diversen kleinen Läden und da ich darauf bestand in meinem jugendlichen Leichtsinn, sage sie ja und wir trafen uns in besagtem Cafe. Meine Tante brachte mich noch und ich versprach ihr dort zu bleiben, in 2 Stunden könne sie mich wieder abholen.

Er setzte sich aber gar nicht mit mir in das Cafe sondern nahm mich in einen der kleinen Läden mit und dort sollte ich mir ein Armband aussuchen, was ich freudestrahlend tat. Ehe ich mich versah standen wir draußen an der Straße, er überredete mich in einen Bus zu steigen, denn er wollte mit mir etwas essen fahren. Wäre ich nur nie in diesen Bus gestiegen. Nach circa einer halben Stunde fahrt weit abseits von unserer Anlage, stiegen wir aus. Ich weiß bis heute nicht wo wir genau waren und in was für ein Haus er mich mitgenommen hat (sah von außen aus wie ein normales Haus) aber als wir dort eintrafen war mir schon etwas komisch, denn im ersten und zweiten Stock lag Geld vor den Wohnungen und nicht wenig...es waren Bündel!! Hier hätte ich spätestens reiß aus nehmen müssen wie mir heute klar ist.

Ich musste kurz vor seiner Wohnung warten, warum kann ich nur vermuten. Als ich dann eintrat nahm er mich mit in sein Zimmer, die anderen Räume waren verschlossen und es waren noch mehr Menschen in der Wohnung wie ich hören konnte. Wir redeten etwas, ein wenig englisch und wenig deutsch, da er beides nicht gut verstand und mein englisch zu der Zeit miserabel war. Doch lange wollte er nicht reden, er nahm meine Hand und zog mich zu sich ran, küsste mich und ich bekam von da an so richtig angst. Ich war Jungfrau, wie man sich vielleicht denken kann und versuchte ihn abzuhalten, weiter zu machen. Davon unbeeindruckt machte er aber weiter, wurde immer wilder, griff dann in meine Hose und wollte seine Finger in mich stecken. Bevor ihm das gelang und ich wollte seinen Zorn nicht erwecken, erklärte ich ihm das ich Jungfrau sei und es zu schnell ginge. Er verstand nicht oder wollte nicht. Ich wurde panisch und hatte angst er würde wütend werden.

Also nahm ich ein Deutsch-Türkisches Wörterbuch, welches zum Glück da lag und blätterte wild umher nach den Worten die ich brauchte, zeigte auf Worte wie "warten" und "zu schnell" und versuchte ihn zu linken in dem ich behauptete, in Deutschland wäre es erst beim zweiten Treffen "normal" sich näher zu kommen und wir können uns morgen wieder sehen. Doch er legte sich auf mich und küsste (eher sabbernd und leckend) mich weiter bis es ihm wohl zu langweilig wurde, denn ich war steif vor angst, wie ein Brett. Irgendwann ließ er von mir ab und sagte wir würden nun etwas essen gehen. Ich war so froh das "nichts weiter" passiert ist und bejahte. Im der Nähe gab es ein Restaurant in dem er etwas bestellte, ich bekam fast nichts runter und wollte nur zurück ins Hotel, musste aber weiter so tun als wäre alles okay um den Schein zu wahren nicht, das er mich nicht zurück bringt, denn ich hatte keine Ahnung wo wir waren und wie ich es allein schaffen könnte. Endlich fertig mit dem Essen musste ich ihm meine Telefonnummer geben. Ich tat es, um weiter an der Friede-Freude festzuhalten, damit er nicht bemerkt, dass ich es nicht ernst meinte. Als er diese hatte und einen Testanruf machte war es wohl okay für ihn mich zurück zu bringen. Zum Glück!! Die Rückfahrt war alles andere als angenehm, ich war immer noch hoch angespannt und musste mich weiter seinen schlabberigen Küssen hingeben, die ganze Fahrt über lies er kaum von mir ab. Aber der Gedanke gleich in Sicherheit zu sein, ließ es mich ertragen.

Der Bus hielt dann irgendwann wieder an dem Cafe vor unserem Hotel und ich musste ihm versprechen, uns morgen wieder zu sehen. Da sicher mehr als zwei Stunden in der ganzen Zeit vergangen sind (ich schätze wir waren 3-4 Stunden weg, genau weiß ich es nicht) war meine Tante nicht an dem Cafe aufzufinden und ich rannte rüber ins Hotel. Sie lag am Pool und war sauer, hatte keine Ahnung was mir passiert war und machte mir Vorwürfe ich hätte mich nicht an die Abmachung gehalten. Sie wäre in Gedanken schon alles mögliche durchgegangen, wo ich sein können und wollte schon die Polizei informieren. Im Hotel hat sie bereits gefragt ob mich jemand gesehen hat. Dadurch flog auf, dass der Mitarbeiter sich mit. mir getroffen hatte, was nicht gestattet ist. Er wurde noch am selben Tag entlassen, wie mir vom einem anderen Mitarbeiter berichtet wurde. Zu meinem Glück! Denn ich wollte ihn selbstverständlich nie nie wieder sehen und habe von dem Tag an seine Anrufe und SMS ignoriert, wovon massig kamen, besonders am nächsten Tag an dem wir uns eigentlich erneut treffen wollten.

Meiner Tante habe ich erst letztes Jahr von meinem Erlebnis erzählt. Nicht so detailliert wie hier aber ich musste es ihr einfach sagen was geschehen ist. Sie war natürlich schockiert und machte sich wahnsinnige Vorwürfe = verständlich, wenn man es aus heutiger bzw. aus Sicht eines Erwachsenen betrachtet! Nun ja, ich habe es bis heute nicht wirklich verarbeitet, daher diese Beichte über meine - ich nenn es mal jugendliche Naivität. Ich hoffe ich kann anderen damit die Augen öffnen, die Kulturen unterscheiden sich dermaßen und es ist saugefährlich sich jemanden in einem fremden Land anzuvertrauen.

Beichthaus.com Beichte #00041915 vom 05.09.2019 um 15:11:29 Uhr in Türkei (Kemer, Antalya) (5 Kommentare).

Gebeichtet von Kanaren2015
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Die nicht-muslimische Protestschülerin

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Morallosigkeit Unglaube Schule

Vor circa 10 Jahren war ich (w/23) mit meiner damaligen Schulklasse auf einem Schüleraustausch in einem muslimischen Land. Die Mädchen an unserer Austauschschule mussten mit langen Hosen und Oberteilen zur Schule kommen, Hand- und Fußgelenke mussten stets bedeckt sein, obwohl es locker 30 Grad hatte. Ein Kopftuch war aber nicht Pflicht. Uns Schülern aus Deutschland durfte man keine Vorschrift bezüglich der Kleidung machen, aber man sagte uns, dass wir (in erster Linie die Mädchen) doch trotzdem bitte wenigstens lange Hosen tragen sollten, wenn nicht sogar auch die Arme bedecken.

Ich selbst habe das bei den vorherrschenden Temperaturen nicht eingesehen. Außerdem empfand ich die Kleiderordnung für die Mädchen als unterdrückend und habe deswegen aus Prinzip die ganze Woche kurze Hosen, Röcke und Kleider getragen. Einmal hab ich den Vogel abgeschossen und sogar etwas Schulterfreies getragen. Alles einfach nur rein aus Protest. Ich wusste, dass die Lehrer und Eltern mich dafür verachteten, aber ich war damals unfassbar stolz auf meine Aktion. Inzwischen schäme ich mich so sehr dafür, die Kultur so missachtet zu haben. Es tut mir leid, mich so Scheiße verhalten zu haben, aber ich war 13 oder 14 und habe einfach nicht nachgedacht.

Beichthaus.com Beichte #00041872 vom 07.07.2019 um 20:57:53 Uhr (25 Kommentare).

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Meine dumme, unattraktive Mutter

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Hass Mutter Familie Stuttgart

Meine Mutter ist so unfassbar dumm, dick und hässlich. Seit 40 Jahren lebt sie in Deutschland und kann immer noch keinen normalen Satz bauen. Sie trägt Deodorant über ihrer Kleidung auf und hat einen krassen Damenbart, der sie anscheinend nicht stört. Sie hat eine riesengroße Zahnlücke und ihre Zähne stehen aus ihrem Mund heraus. Sie arbeitet seit Jahren als Bäckereiverkäuferin; mein Vater ist in Rente, aber hat sehr gut verdient, weshalb wir 3 Kinder ein gutes Leben führen konnten. Er ist sparsam und smart, hat eine Eigentumswohnung und ein Auto abbezahlt, ist sportlich und schlank. Meine Mutter hingegen gibt ihr gesamtes Geld nur für Homeshopping24 und anderen Scheiß aus den niemand braucht. Die gesamte Wohnung ist vollgestopft mit Dekorationen und gefühlt dem 25. Kaffeeservice. Sie hat weder Freunde noch Interessen im Leben. Sie redet ununterbrochen. Und nur so einen Mist, wechselt ihre Meinung minütlich und redet einem alles nach, macht aber genau das Gegenteil. Ich bin fast 800 km weit weggezogen und habe meine anderen tollen Geschwister mit ihren Familien zurückgelassen. Die kommen alle nicht mit ihr aus. Aber wenn ich 1, 2 Mal im Jahr zu Besuch komme, übernachte ich bei den Eltern und es ist fast kaum auszuhalten. Sie stopft den Kühlschrank dann schnell voll mit Bio-Lebensmitteln, wenn ich komme, nur damit ich einen guten Eindruck von ihr hab. Dabei ist sie nicht mal fähig die einfachsten Gerichte zu kochen. Ihr Kleidungsstil ist abartig peinlich, ihr Make-up teilweise tage lang alt, denn die schminkt sich nicht ab. Sie hat weder Interessen, noch irgendeine Ahnung vom Weltgeschehen aber redet ununterbochen in Gespräche rein, wo sie keine Ahnung hat. Sie ist intrigant und sorgt dafür das über alle Familienmitglieder der Reihe nach abgelästert wird, sobald eine Familienfeier rum ist. Ich hasse sie so abartig und komme nur wegen meinem Vater und dem Rest der Familie nach Hause. Ich wünschte, sie würde einfach langsam sterben, sodass ich das nicht mehr ertragen muss und wir als Familie wieder näher zusammenrücken können. Ich verstehe nicht warum mein Vater immer noch mit ihr zusammen ist. Sie ist weder attraktiv, noch eine gute Hausfrau, noch hat sie irgendeine Qualität.

Beichthaus.com Beichte #00041865 vom 23.06.2019 um 00:04:52 Uhr in Stuttgart (19 Kommentare).

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Die Friedhofsfotografin

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Morallosigkeit Zwang Manie Hanau

Ich beichte, dass ich ab und an über Friedhöfe gehe und Gräber abfotografiere, um Daten zu sammeln. Das Sammeln von Todesdaten beruhigt mich, weil es eine reine Routine darstellt, die durch nichts unterbrochen werden kann. Die meisten Daten entnehme ich allerdings via Internet. Angefangen habe ich damit 2004, als ich 14 Jahre alt war. Ich besuchte oft mit meinen Eltern das Grab meiner Oma und so bekam ich eine besondere Beziehung zum Thema Tod. Heute weiß ich, dass ich Autistin bin und kann mir daher dieses Verlangen nach der Routine erklären. Zudem warte ich auf meinen eigenen Tod, weil ich nicht gewollt bin.

Die Fotos an sich interessieren mich eigentlich gar nicht und ich lösche sie auch wieder, nachdem ich mir die Daten abgeschrieben habe. Zugriff auf die Daten hat keiner und es interessiert auch niemanden. Sie sind handschriftlich verfasst und nicht hackbar. Zudem erlischt das Persönlichkeitsrecht nach dem Tod. Einmal, als ich über einen Friedhof ging und die Gräber abfotografierte, beschwerten sich einige Friedhofsbesucher bei mir über mein Verhalten. Ich fand daran nichts Falsches.

Das Sammeln von Daten zu privaten Zwecken ist erlaubt und der Friedhof ist ein öffentlicher Platz. Folglich darf ich dort nach geltender Rechtsprechung Fotos machen. Selbst der Grabstein an sich gilt in Deutschland als Kunstwerk und darf daher ohne Probleme abfotografiert werden, da er auf einem öffentlichen Grundstück steht. Gleiches Verfahren bei Skulpturen etc. in Parks und auf sonstigen öffentlichen Grundstücken. Wenn ich mal in meinem Grab liege, hätte ich auch nichts dagegen, wenn mein Grab abfotografiert wird und ich hätte auch nichts dagegen, wenn Bilder von den Gräbern meiner Verwandten archiviert werden. Ich sehe es so, dass Gräber irgendwann sowieso geebnet werden, um Platz für Neue zu schaffen. Mit Fotos hat man dann wenigstens noch Erinnerungsstücke.

Beichthaus.com Beichte #00041835 vom 10.05.2019 um 01:46:28 Uhr in Hanau (41 Kommentare).

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Zufallsbeichte


Jeder macht mal Fehler

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Aggression Hass Schule Stuttgart

Mir geht diese Abi-Geschichte, die im Moment durch Deutschland zieht, sowas von auf die Nerven. Das passt dermaßen zu unserer Generation und Gesellschaft und der Erziehung heutzutage, das ist unmöglich. Das Motto lautet doch, egal was Du tust, schieb es einfach auf andere. Gebrüllt ist schnell, lernen wäre auch zu anstrengend gewesen. Vermutlich wird hierunter wieder der reinste Shitstorm losbrechen, die armen Abiturientinnen und Abiturienten, Mensch, die haben es aber auch schwer heute. Mal die Verantwortung übernehmen ist einfach nicht mehr.

Ich bin ein 47-jähriger Mann mit 3 Kindern, aber sowas gab es bei uns nicht. Da wurde zuerst mal vor der eigenen Türe gekehrt und nach eigenen Fehlern gesucht. Heute sind es immer die Anderen. Das erlebe ich auch im Arbeitsalltag. Beispiel: ich leite unter anderem Seminare, teils auch PC basiert, Du kannst so oft Du willst den Leuten erklären, alles bitte Schritt für Schritt, nur nach meinen Anweisungen machen, nichts anderes was ich sage. Es gibt immer mindestens 3 Teilnehmer (eher mehr) die einfach nicht auf mich hören. Irgendwann im Seminar stecken sie dann fest, weil irgend ein Schritt übersprungen wurde (nach dem Motto, ich schaff das schon selbst, brauch keinen dazu). Dann komme ich nachschauen, der erste Satz ist immer: "ich habe aber nichts gemacht". Sowas ist echt nervig. Bitte, wir sind alle Menschen, steht doch einfach dazu, wenn Ihr Fehler gemacht habt und zeigt Eier (oder Eierstöcke). Aber verdammt, schiebt es nicht immer auf andere oder sucht gleich den erst besten Strohhalm, um aus der Sache rauszukommen. Einfach mal vor der eigenen Türe kehren.

Eigentlich könnten für diese Beichte die Kommentarfunktion deaktiviert werden, weil mir vermutlich jeder Zweite erklärt, ich solle mich nicht so anstellen, das ist denen ihr gutes Recht, die Prüfung war wirklich zu schwer bzw. es kamen Dinge drin vor, die zu Umfänglich waren oder die kaum durch genommen wurden oder zu viel Text... haha, zu viel Text, ja klar, wenn man schon nicht richtig lesen gelernt hat, weil das Handy wieder wichtiger war als alles andere, klar, dann ist überall zu viel Text. Also bitte, mehr an der eigenen Nase packen, anstatt an fremden Nasen zu ziehen und ihr macht sicherlich nicht nur mich ein wenig glücklicher. Viel Erfolg bei den restlichen Prüfungen. In diesem Sinne...

Beichthaus.com Beichte #00041831 vom 07.05.2019 um 19:00:34 Uhr in Stuttgart (12 Kommentare).

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