Großeltern zur Pflege
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Meine Eltern, meine Schwester und ich wohnten noch mit unseren Großeltern zusammen in einem Haus - ohne eigenes Appartment - also keine Privatsphäre. Die ganze Pflegesache bin ich also von Opa schon gewohnt und wie gesagt macht mir das mittlerweile nichts aus. Nun war das aber so: Jeder x-beliebige Verwandte kam uns besuchen und eines Tages vor 2 Jahren hat meine Tante die Bombe abgeschossen. Sie meinte zu uns nach einem Streit: "Ihr seid sowieso wie Parasiten - geht doch endlich in euer eigenes Haus und verschwindet." Mit anderen Worten: Sie hat uns nie als Pfleger angesehen, sondern als Leute, die auf Kosten von Oma und Opa leben. Oma hat nichts dazu gesagt - im Gegenteil, sie hat ihre Tochter uns vorgezogen und uns uns selbst überlassen. Wir sind dann dementsprechend aus dem Haus gegangen und haben uns in unserem Heim eingelebt.
In diesen zwei Jahren ist einiges passiert. Mein pflegebedürftiger Opa ist verstorben - und das deswegen, weil Mama sich nicht mehr um ihn kümmern durfte bzw. wir (als Enkel) ihn nicht sehen durften. Meine beiden Tanten haben uns verboten ins Haus zurückzukehren (haben regelrecht Randale und Terror geschoben, wenn wir vor der Haustür standen, bis wir gingen) und Opa, der schwerhörig war und nichts davon mitbekam, haben sie (nach Erzählungen von Gästen), jeglichen Kontakt zu uns verwehrt. Einmal haben wir sie dabei erwischt, wie sie seine Medikamente nicht fachgerecht gelagert haben - sprich: Die Tabletten, Spritzen etc. die er nutzte, waren im Endeffekt nutzlos geworden. Aus diesem Grund und auch deshalb, weil keiner von den Töchtern bereit war Oma und Opa zu sich nach Hause zu nehmen, um sie zu pflegen - sehe ich sie als Mörder an. Für mich haben sie willentlich Opa in den Tod getrieben und dafür verachte ich sie von ganzem Herzen. Zudem haben meine Tanten zusammen mit Oma sich auf das Erbe von Opa gestürzt. Ab diesem Moment haben sich meine negativen Gefühle nur vervielfältigt, mein Verdacht hat sich damit auch bestätigt und meinen Respekt haben die drei damit für immer verloren.
An dieser Stelle muss ich sagen: Ich bin ganz und gar nicht stolz auf diese Gefühle. Im Gegenteil ich schäme mich sehr für diese. Trotzdem möchte ich, dass die Gerechtigkeit zuschlägt. Meine beiden Tanten sollen ihre Scheinheiligkeit endlich aufgeben und für Oma sorgen. Das sind sie ihr wenigstens schuldig. Aber stattdessen erfinden sie Ausreden von wegen: "Wir müssen arbeiten" - das müssen wir auch! Daher sehe ich das nicht als unsere Aufgabe an, ihr helfen zu müssen. Trotzdem hoffe ich, dass ich genug Geduld aufweise, um nicht alles schlimmer zu machen. Ich hoffe so sehr, dass ich meine Klappe halten kann, um meine Eltern nicht traurig zu machen.