Notfall-Termin beim Zahnarzt

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Ungerechtigkeit Dummheit Vorurteile Selbstsucht Gesundheit Arbeit Hamm

Ich (w/25) arbeite als Verwaltungsfachangestellte in einer Zahnarztpraxis. Ich liebe meinen Job, ohne Frage. Ich habe seit meiner Ausbildung darauf hingearbeitet. Aber manchmal, da bekomme ich echt eine riesige Wut. Es gibt Patienten, die meinen, sie könnten noch kurz vor Feierabend anrufen und sagen, sie hätten schon den ganzen Tag Zahnschmerzen. Diese Patienten wollen natürlich nicht warten. Sie wollen sofort dran kommen. Da Ärzte jemanden mit akuten Schmerzen nicht wegschicken dürfen, muss ich den Patienten kommen lassen. Dafür machen wir dann Überstunden. Wenn es arbeitende Patienten sind, kann ich es verstehen. Manche haben so bekloppte Jobs, dass sie vor Feierabend, selbst bei akuten Schmerzen, nicht weg dürfen. Aber es sind oft die Leute, die den ganzen Tag eh zu Hause sitzen und dann irgendwann merken, dass der Zahnarzt ja gleich schließt. Dann muss man sich ja mit dem Notdienst begnügen und es ist mühsam einen Notdienst zu finden, der auch nicht allzu weit weg ist. Notdienste sind auch dafür bekannt, dass sie die Schmerzen lindern, aber man muss ja dann trotzdem für eine vernünftige Behandlung zum Hauszahnarzt...

Am liebsten sind mir natürlich die Patienten, die anrufen und erzählen: "Mir ist vor vier Wochen ein Zahn abgebrochen und jetzt tut das weh." Diese Patienten wollen jetzt gleich behandelt werden. Wenn der Zahn vor vier Wochen abgebrochen ist, wieso bist du nicht dann schon zum Zahnarzt gegangen? Nein, da tat es ja noch nicht weh. Oder die Patienten, die sich OHNE anzurufen einfach zur Praxis begeben, und dann da vor einem stehen. Sie haben Schmerzen. Das muss jetzt gemacht werden. Hier eine kleine Beichte: Diese Patienten schicke ich meist weg und lasse sie eine Stunden später wieder kommen, auch wenn eigentlich gerade Zeit wäre. Es geht ums Prinzip. Oder noch etwas, ist mir heute Morgen in der Praxis passiert. Eine Patientin muss weit zur Arbeit fahren und will um 7:30 Uhr behandelt werden, da sie Schmerzen hat. Die Praxis öffnet um 8 Uhr. Um 7:30 Uhr sind die ZMFs gerade in der Praxis angekommen und machen die Zimmer Behandlungstauglich. Dass so etwas gemacht werden muss, versteht keiner. Die Stühle müssen vorbereitet werden! Das Ganze dauert nun mal.

Aber diese Patientin war der Ansicht, wir müssen unsere Arbeitszeit nach ihr richten. Nein, müssen wir nicht! Wir gehen unserer Arbeit nach! Das Gute ist, dass wir in solchen Fällen unseren Chef auf unserer Seite haben. Er verteidigt uns, wenn eine Patientin sich darüber auslässt, dass sie nicht direkt eingeladen wurde, wann sie es wollte. Dass sie eine halbe Stunde warten musste (da sie ohne Termin gekommen ist und ohne anzurufen). Sie hätten doch alle solche Schmerzen! Und am Schlimmsten sind die, die anrufen und sagen sie hätten akute Schmerzen und könnten nicht essen, haben nicht geschlafen und die Tabletten würden auch nicht mehr helfen. Diese Patienten haben oberste Priorität! Sie kommen in die für sie vorgesehenen Pufferzeiten! Und dann kommt einer von diesen Notfällen und im Behandlungszimmer stellt sich heraus: Der Typ hat überraschend frei bekommen und ihm tut gar nichts weh. Er musste nur mal wieder zur Kontrolle... Bei so etwas könnte ich ausrasten!

Ein Tipp an alle, die so etwas auch mal abziehen: Wir ZFMs und auch der Zahnarzt sind auch nur Menschen. Wenn ihr plötzlich freibekommt und sonst nicht zum Zahnarzt könnt, da die Arbeitszeiten sich überschneiden, sagt es einfach, Kontrollen bekommt man immer unter. Die dauern meistens 5-10 Minuten. Wenn überhaupt. Das ist kein Aufwand! Wenn ihr einen Termin habt und am Vortag feiern wart und euch deswegen nicht wohlfühlt, sagt es uns und sagt den Termin ab! Wir verstehen das! Wenn draußen super Wetter ist und ihr mitten am Tag oder nach eurem Feierabend einen Termin habt und ihr wollt lieber zum See gehen, statt beim Zahnarzt zu sitzen, könnt ihr es auch sagen! Wir würden auch lieber zum See als beim Zahnarzt zu sein. Wenn ihr euren Termin verpennt habt, dann ruft ruhig an und entschuldigt euch oder so etwas. Ich kann verstehen, dass das unangenehm ist, aber Fehler zu machen ist Menschlich! Ehrlichkeit ist so viel besser als einfach nicht zu kommen oder sich eine abenteuerlustige Geschichte auszudenken!

Wir sind Menschen, keine Sklaven. Wir sind wie ihr! Und das gilt nicht nur für zahnmedizinische Fachangestellte. Es geht um alle da draußen, die beim Arzt arbeiten oder irgendwo, wo man sonst noch Termine braucht. Behandelt uns menschlich! Nun ist es raus, aber irgendwie tut es mir immer wieder leid, dass ich mich so über diese Patienten aufrege und hiermit beichte ich das auch. Ich beichte, dass ich mich aufrege und diese Menschen dann etwas "fies" behandle. Ich lasse sie spüren, dass mir ihr Verhalten gegen den Strich geht - aber das zum Glück auch nur so lange, bis der Patient geht. Wenn er zum nächsten Termin kommt, bin ich wieder so freundlich wie es sich für eine Verwaltungsfachangestellte gehört.

Beichthaus.com Beichte #00040000 vom 07.07.2017 um 14:18:31 Uhr in Hamm (7 Kommentare).

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Bulimie besiegt!

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Sucht Maßlosigkeit Gesundheit

Ich (w/21) habe schon mit mehr als 20 Männern geschlafen. Deswegen werde ich im Freundeskreis immer wieder schief angeguckt. Was niemand weiß: Das war der einzige Weg, um meine Essstörung zu besiegen.

Beichthaus.com Beichte #00039920 vom 20.06.2017 um 19:02:13 Uhr (66 Kommentare).

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Entspannung in der Badewanne

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Ekel Unreinlichkeit Gesundheit München

Gestern war der ultimative Tiefpunkt meiner menschlichen Existenz. Unter Durchfall leidend, legte ich mich nach einem derartigen halbstündigen Anfall auf dem WC in die Badewanne - ich wollte einfach wieder richtig sauber werden, nachdem die Gülle minutenlang kegelförmig nur so aus mir herausdonnerte. Die Idee war keine gute. Nach etwa 10 Minuten in der mit warmen Wasser gefüllten Badewanne kam aus dem Nichts heraus das anvertraute Brodeln im Gedärm.

Binnen einer Minute - Ich hatte keine Chance - schoss es nur so aus mir heraus. Rektal. In der Wanne. Aufgrund des bestialischen Gestankes bog sich die Badezimmerfensterscheibe nach außen - ich würde darauf schwören - und ich musste mich tatsächlich übergeben. Nach wie vor in der Wanne sitzend... Ich habe so etwas noch nie erlebt. Die Reinigung von mir, meinem Bad und meiner Würde dürfte noch einige Zeit andauern.

Beichthaus.com Beichte #00039896 vom 15.06.2017 um 21:52:26 Uhr in 81737 München (Seebauerstraße) (20 Kommentare).

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Die Nikotinsucht meiner Eltern

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Diebstahl Sucht Gesundheit Familie München

Die Nikotinsucht meiner Eltern
Es begann bereits in meinem frühen Kindheitsalter, dass ich mir enorme Sorgen um die Gesundheit meiner Eltern machte. Immer, egal wo, egal wann - sie waren abhängig von diesem Genussmittel. Mich verfolgte dieser beißende Geruch Tag für Tag, sodass ich mit der Zeit sogar einen Würgereiz entwickelte. Jede verfluchte Zigarette die ich sah, hätte ich am liebsten in den Müll geschmissen. Meine Eltern hatten zwar ständig versucht in meiner bzw. in der Nähe meiner zwei Schwestern, das Rauchen zu vermeiden, aber es gelang ihnen (meines Erachtens) kaum.

Im Alter von 13 Jahren erkundigte ich mich erneut, sehr tiefschürfend über die Folgen des Rauchens und ich war mehr als schockiert. Ich empfand eine gewisse Verantwortung gegenüber meinen Eltern und da ich wusste, dass sie nie freiwillig aufhören würden zu rauchen, musste ich mir etwas einfallen lassen.

Geplant war eigentlich: Wenn ich ihnen die Zigaretten heimlich wegnehme oder sozusagen stehle, dann würden sie nach kurzer Zeit merken, dass sie viel zu viel rauchen und das Geld für so einen Mist aus dem Fenster werfen. Damals dachte ich, es wäre der perfekte Plan und dass meine Eltern im Nullkommanichts ihren Rauchkonsum endigen oder zumindest reduzieren.

Naja, der Plan ging vollkommen in die Hose. Ich klaute Zigarettenpackungen ohne Ende und das, bis über einem Jahr. Es half aber rein gar nichts. Hin und wieder stellten meine Eltern Vermutungen auf, wieso sie so wenige Zigarettenpackungen im Haus vorfinden, aber sie gingen dann auch nicht näher darauf ein. Es juckte sie überhaupt nicht und nicht einmal das Geld spielte ein relevante Rolle. Ich gab mir wirklich Mühe so viele Zigarettenschachteln wie nur möglich zu klauen. Meistens verpackte ich diese in Geschenkpapier und verstaute sie in Schränken und Schubladen meines Zimmers. Es gab Phasen in denen ich sehr aktiv war und viel stahl und dann wieder Ruhepausen. Doch irgendwann sah ich wohl keinen Sinn mehr in diesem Belangen und gab es auf. Ich akzeptierte es, dass meine Eltern nichts an der Situation ändern wollten und härtete mich auch ziemlich ab, was Rauchen betrifft.

Nun, kommen wir zur Beichte: Ich (w/17) hatte vor zwei Tagen mein Zimmer wieder komplett auf den Kopf gestellt bzw. wollte es eigentlich nur ein wenig umdekorieren. Was fand ich dabei vor? Geschenke! Tatsächlich hatte ich völlig vergessen, dass sich so ein Theater in unserem Haus einmal abspielte. Ich zählte über 150 Packungen (Marlboro und West). Ich fühle mich jetzt einerseits ziemlich konfus, weil ich nicht weiß, wie ich mit dieser Menge an Zigaretten umgehen soll (zudem weiß ich nicht ob sie ihren Geschmack etc. verloren haben - sie wurden immer trocken gelagert), andererseits fühle ich mich schuldig, dass ich überhaupt auf so eine Dummheit kam und zusätzlich noch meine Eltern belog. Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00039889 vom 14.06.2017 um 23:18:05 Uhr in München (7 Kommentare).

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Magenknurren macht mich glücklich

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Sucht Eitelkeit Gesundheit

Ich hungere mich freiwillig runter, bis ich endlich dünn bin. Ich (w) fühle mich einfach unwohl in meinem Körper. Das einzig positive an mir ist meine von Natur aus dünne Taille. Aber meine großen Hüften und einfach alles Weibliche an meinem Körper hasse ich. Ich beichte, dass ich meine Kurven gerne für einen magersüchtigen Körper eintauschen würde, nur um mich endlich hübsch zu fühlen. Das Gefühl von Magenknurren macht mich glücklich. Jede Stunde mehr ohne Essen ist einfach ein Erfolg für mich. Ich habe bis jetzt schon 10 kg heruntergehungert und bin jetzt bei 62 kg. Ich hoffe, dass ich bald die 50 kg erreichen werde. Und dann noch mehr. Ich will mich einfach nur endlich wohlfühlen.

Beichthaus.com Beichte #00039872 vom 11.06.2017 um 15:14:11 Uhr (20 Kommentare).

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