Krieg im Buchclub

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Zwietracht Hass Feinde Bremen

Ich (m/23) bin Mitglied in einem Buchclub, welcher sich einmal in der Woche trifft. Vor drei Monaten hatte die Gruppe entschieden, ein sechstes Mitglied aufzunehmen, womit ich zu dem Zeitpunkt einverstanden war. Als ich den Koreaner (23) kennenlernte, war ich allerdings nicht mehr so begeistert, nicht nur, dass er arrogant und besserwisserisch war, er legte auch äußerst penetrante Verhaltensweisen an den Tag. Als sich der Buchclub bei mir verabredete, kam er zehn Minuten zu spät und erklärte grinsend, dass er zuvor in die Exkremente eines Hundes getreten war. Natürlich erst, nachdem er ein wenig durch meine Wohnung gelaufen war. Da ich ein sehr harmoniebedürftiger Mensch bin, ignorierte ich diese Dreistigkeit - vorerst.

Als ich anfing, über ein Buch zu sprechen, korrigierte er mich im Minutentakt, der Protagonist hätte im zwölften Kapitel seine dritte Zigarette geraucht, nicht die vierte. Es waren unwichtige Kleinigkeiten mit der er mich zu provozieren versuchte. Wochenlang war ich der Leidtragende seiner impertinenten Provokationen, die anderen ließ er komischerweise in Ruhe. Nachdem wir uns bei ihm getroffen hatten, kannte ich seine Adresse, ich hatte ihm kurzerhand die Autoreifen zerstochen. Er schien zu wissen, wer dafür verantwortlich war, seine Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Mit großen, roten Buchstaben hatte er 'Arschficker' an meine Wohnungstür gesprüht, seine Handschrift hatte ich sofort erkannt!

Erbost fuhr ich am nächsten Abend zu dem Buchclubtreffen, welches dieses Mal bei einem älteren Ehepaar stattfand, um die kranke Sau zur Rede zustellen. Mit seinem Gewinnerlächeln fragte er scheinheilig, weshalb ich so gereizt wäre. Ich wollte gerade ausrasten, da fiel mir das typische Klischee über die Genitalien von Asiaten ein, grinsend sagte ich: 'Dass du einen kleinen Penis hast, ist mir klar, als Koreaner hat man es nicht einfach. Aber das ist kein Grund, um mich zu beleidigen. Sein Lächeln war sofort verschwunden und er wurde wütend. 'Ich habe keinen kleinen Penis, soll ich ihn rausholen, um es zu beweisen, A*schf*cker?' fragte er lautstark und ging auf mich zu. Auch meine Stimmung war im Keller, weshalb ich schon fast schrie: 'Halt deine verdammte Schnauze! Was fällt dir überhaupt ein, meine Tür zu verschandeln? Du dreckige Ratte!'

Wir schrien uns gegenseitig an und beleidigten uns, bis plötzlich zwei weinende Kinder im Wohnzimmer standen, es waren die Enkelkinder der beiden anderen Mitglieder, die uns beide unverzüglich rauswarfen. Auch unsere Mitgliedschaft im Buchclub wurde gekündigt, was sehr ärgerlich ist. Ich beichte nicht nur, dass ich mich auf einen vulgären Streit eingelassen habe, sondern auch, dass ich mittlerweile einen regelrechten Kleinkrieg mit dem Koreaner führe. Vandalismus und Wutanfälle begleiten uns nun täglich, doch ich werde nicht nachgeben, da er anfangen hat. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00040211 vom 22.08.2017 um 17:34:00 Uhr in Bremen (12 Kommentare).

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Ich muss mich von der Arbeit erholen!

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Faulheit Trägheit Arbeit Köln

Eigentlich sollte ich heute auf der Arbeit sein, mir den abgestandenen Kaffee an meinem Schreibtisch schmecken lassen und mir die unqualifizierten Kommentare meiner Kollegen anhören. Doch ich bin seit einer Woche krankgeschrieben, nun bin ich auf dem Weg zum Arzt, um mir erneut einen Krankenschein zu besorgen. Als ich heute von meinem Wecker geweckt wurde, spürte ich dieses Gefühl der Abneigung, aber auch der Melancholie. Ich musste daran denken, wie ich in dieser einen Woche, in der ich krankgeschrieben war, ausschlafen konnte, ich konnte die ganze Nacht lang wach bleiben und das tun, was ich liebe. Es war die beste Woche, die ich seit meinem letzten Urlaub erlebt habe. Mein letzter Urlaub ist übrigens zwei Wochen her und nach einer Woche arbeiten hatte ich die Schnauze voll. Ich beichte, dass ich faul bin und es nicht einmal länger als eine Woche auf der Arbeit ausgehalten habe. Beschwert habe ich mich übrigens auch, über den Chef und ein paar Kollegen.

Beichthaus.com Beichte #00040207 vom 21.08.2017 um 08:11:05 Uhr in Köln (13 Kommentare).

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Hilfe, niemand weiß dass es mir schlecht geht!

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Falschheit Verzweiflung Lügen Wels

Ich bin eine Heuchlerin. Jeder Person, die ich als Freund oder Freundin sehe, erzähle ich, wie gut es mir doch geht. Ich hätte im Leben was erreicht und ich hätte meinen inneren Seelenfrieden, dabei sieht die Realität ganz anders aus. Ich habe in der Schule sehr viele Sorgen, ich führe eine (meinerseits) unglückliche Beziehung und ich bin mit meinem äußeren Erscheinungsbild überhaupt nicht zufrieden. Ich möchte bald alles ändern, aber weiß nicht wie. Ich versuche in den nächsten Tagen alles daran zu setzen

Beichthaus.com Beichte #00040206 vom 20.08.2017 um 23:22:16 Uhr in Wels (6 Kommentare).

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Der falschen Person an Bein gepinkelt

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Boshaftigkeit Rache Feinde Bonn

Lieber J., weißt du, manchmal im Leben, da pinkelt man der falschen Person ans Bein, das war dein erster Fehler. Es war leicht, mir ein falsches Profil auf einem bekannten, sozialen Netzwerk anzulegen und mich mit dir anzufreunden. Von diesem Tag an, konnte ich plötzlich deinen Alltag miterleben, ich wusste, wo du arbeitest, wer deine Freunde sind und deine Freundin, die war wirklich hübsch und nett. Doch als plötzlich Nacktbilder und ein BH im Briefkasten lagen und sie von deiner Affäre mit Monika erfahren hat, war sie aus eurer gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Du warst am Boden zerstört, schließlich kanntest du keine Monika und deinen Job hast du auch noch verloren, nachdem dein Chef den Link zu deinem öffentlichen Profil erhalten hat. Es war aber auch nicht sonderlich nett von dir, den eigenen Chef als Sohn einer im horizontalen Gewerbe tätigen Frau zu bezeichnen. Die Miete war dann wohl zu teuer für dich und du musstest zu deinen lieben Eltern ziehen, deine Mail war wirklich sehr berührend, es war fast schon niedlich, wie du krampfhaft überlegt hattest, wer es da auf dich abgesehen haben könnte. Wochenlang passierte nichts mehr und du warst dir sicher, dass nun alles gut werden würde. Dummerweise kannte jemand die Adresse deines Elternhauses, es war wohl nicht sehr angenehm, mitten in der Nacht von jungen Männern geweckt zu werden, die sich auf eine homosexuelle Gang Bang Party mit dem Sohn freuten. Es ist verständlich, dass deine Eltern nach ähnlichen Vorfällen die Nase voll hatten, aber wer konnte ahnen, dass jemand deine momentane Adresse in Chatportalen veröffentlicht hat? Man konnte dir deine Verzweiflung ansehen, als du ein wenig zu spät beim Klassentreffen erschienen bist und dein Leid mit deinen ehemaligen Mitschülern geteilt hast, Ablenkung und Mitleid taten dir wohl gut. Sogar mir, dem schmächtigen Asiaten, hast du deine Geschichte erzählt, dir war gar nicht bewusst, dass ich sie kannte. Ja, sogar verantwortlich dafür war. Jahrelang hast du mich grundlos gemobbt und es tat gut, das gleiche mit dir zu tun.

Beichthaus.com Beichte #00040203 vom 20.08.2017 um 17:38:28 Uhr in Bonn (20 Kommentare).

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Rechnungen mit Extrazuschlag

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Betrug Arbeit Chef Bochum

Ich (m/26) habe vor einigen Jahren mal in einer freien Versicherungsberatungsagentur gearbeitet. Frei bedeutet in diesem Fall, dass der Berater staatlich anerkannt ist und zu keiner festen Versicherung gehört, sondern eben seinen Mandanten eben genau die Versicherung empfiehlt, die sie wirklich brauchen. Dort war ich im Büro und hab z. B. Termine vereinbart und Rechnungen geschrieben. Wenn ich eine Rechnung erstellt habe, musste ich mir die digitale Akte des Mandanten aufrufen und dort einsehen, was der Berater, also der Chef, dort an Leistungen eingetragen hatte. Diese Leistungen wurden dann auf der Rechnung übernommen. Dass Problem war aber, dass dort jedes mal Dinge wie "200 Euro aufschlagen" oder "eigentlich kostenfreie Tätigkeit mit abrechnen" standen. Also musste ich mir für diese Punkte immer glaubhafte Tätigkeiten überlegen, um diese auf der Rechnung glaubhaft zu platzieren.

Einmal hatte ich eine schwere zeit, nach einer Trennung und war ständig mit dem Kopf woanders. Ich habe also eine Rechnung erstellt und diese Kommentare mit den verwerflichen Anweisungen in Gedanken kopiert und einfach in der Rechnung eingefügt. Die Rechnung ist dann mit der Post rausgeschickt worden. Das Problem war, dass die Rechnung für den größten Kunden der Agentur war. In der folgenden Woche musste ich zum Chef und wurde wegen er Rechnung entlassen. Die Agentur gibt es heute immer noch, allerdings weiss ich, dass sie sich von dem Verlust des besagten Kunden nie wieder erholt haben und immer am Rand der Insolvenz arbeiten. Ich finde es trotzdem verwerflich, dass ein staatlich anerkannter Berate nach all den Jahren trotz so einer Mache immer noch berät. Ich bitte lediglich für die Angestellten um Absolution, die durch meinen Fehler gegebenenfalls auch Konsequenzen bekommen haben.

Beichthaus.com Beichte #00040202 vom 20.08.2017 um 13:16:41 Uhr in Bochum (11 Kommentare).

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