Intelligenz gegen Triebe

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Begehrlichkeit Vorurteile Studentenleben Magdeburg

Zu Anfang des Semesters war ich auf der Suche nach spannenden Lehrveranstaltungen und habe so eine an einer anderen Uni in meiner Stadt, als an der ich sonst regulär studiere, gefunden. Das war das erste Mal, dass ich an dieser Uni einen Kurs besuchte, aber nicht das erste Mal, dass ich dort war. Dennoch machte ich mich in der zweiten Woche des Semesters früh dorthin auf und war schließlich eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung dort. Also setzte ich mich noch in die Mensa und arbeitete dort ein wenig. Es war ein Scheißtag. Seit ungefähr elf Tagen hatte ich meine Haare nicht gewaschen, ich war kurz davor, meine Tage zu kriegen und war dementsprechend schlecht gelaunt. Außerdem trug ich einen engen Rock, der hoch in der Taille saß und in dem ich mich eigentlich immer ein bisschen zu dick fühle. Schon ein bisschen aufgeregt, machte ich mich um fünf Minuten vor der vollen Stunde auf, ging noch schnell auf die Toilette, machte mich frisch und begab mich vor die Aufzüge im Stockwerk der Mensa, um zu dem Raum, in dem meine Lehrveranstaltung in einer Viertelstunde beginnen würde, hinaufzufahren. Als ich auf die Wartenden vor den Aufzügen zuging, taxierten mich sofort einige Männer. Innerlich verfluchte ich die Machos und fragte mich, warum denn diese Arschgeigen, die hier einen auf Bildungsbürger machen, genauso wie die Prolls in meinem Wohnviertel, der Kommodifizierung des weiblichen Körpers nicht nur zustimmten, sondern diese als kohäsiven Faktor ihres sozialen Kosmos' auch noch abfeierten. Ganz besonders fiel mir ein Glatzkopf mit sprießendem Brusthaar auf, der irgendwie schon so einen gewissen Testosteroncharme verbreitete mit seiner Behaarung und seinem Cornetto-Körperbau und, ja, der Glatze natürlich. Der war mir sehr unangenehm und wie seine Augen mich auszogen und nicht von meiner Taille loskamen, während wir eine halbe Ewigkeit auf die Aufzüge warteten. Dann kamen wir beide, der Glatzenmacho und ich, im selben Aufzug zum Stehen, er im Gedränge dicht hinter mir. Mir lief ein eiskalter Schauer den Rücken hinunter. Jede Sekunde, befürchtete ich, würde er die Situation ausnutzen und zufällig meinen Arsch streifen oder so. Schließlich verlief alles glimpflich und er stieg ein Stockwerk vor mir aus. Ich atmete auf und freute mich wieder auf meine neue Lehrveranstaltung. Dann stieg ich ein Stockwerk weiter auch aus und ging in den Raum, setzte mich zu zwei anderen Studentinnen, die letzte Woche, beim ersten Termin, schon dagewesen waren. Ich fing an, mit ihnen ein wenig zu plaudern und dann war die akademische Viertelstunde auch schon um. Da ging die Tür auf und wer trat herein: der Glatzkopf. Ich saß direkt gegenüber der Tür und glaubte doch, kurz ein Erschrecken über sein Gesicht huschen zu sehen, dass die Frau, die er mit seinen Blicken gerade belästigt hatte, hier in seinem Seminar saß und jetzt für das kommende Semester nur für ihre intellektuellen Leistungen beurteilt werden und unter seinem Schutz stehen sollte. Ich erschreckte mich mindestens ebenso sehr. Dann begann jedoch die Veranstaltung ganz normal. Jeder Teilnehmer stellte sich noch einmal vor und ich erklärte, dass ich eben als Einzige von einer anderen Universität hierher gekommen war. Der Glatzkopf freute sich, denn er hatte an dem Institut, an dem ich studiere, ebenfalls einen Teil seines Studiums absolviert und er fragte mich, wie ich denn zu seiner Veranstaltung hier gelangt wäre und war ganz neugierig darauf, News von "unserer" Uni zu erfahren. Diese News verweigerte ich ihm nicht. Ich freute mich über das Interesse und da ich so überzeugt von der Qualität dieser Veranstaltung war, kämpften in mir die Argumente gegeneinander: "Er muss sehr schlau und in einer interessanten Richtung belesen sein, wenn er das hier anbietet!" versus "Er wollte deine Titten essen!" Nach der Veranstaltung wollte er mit mir nochmal persönlich sprechen über das Institut, wie ich hergekommen war und so weiter. Wir verstanden uns blendend. Jetzt finde ich ihn scharf. Ignorierend, dass er wahrscheinlich mindestens 15 Jahre älter ist als ich, sicher in einer tollen, monogamen Partnerschaft lebt, ich dasselbe tue, er mein Dozent ist und vor allem er sich wie ein Macho benommen hat. Was mir wiederum sagt, dass er mich unwiderstehlich findet, was mich natürlich, primitiv gesehen, anturnt. Ich habe immer noch die Hoffnung, dass sein Blick einfach nur meinem dicken Bauch in dem engen Rock galt.

Beichthaus.com Beichte #00030387 vom 26.10.2012 um 01:52:36 Uhr in Magdeburg (Berliner Straße) (51 Kommentare).

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Mein Nebenverdienst

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Prostitution Peinlichkeit Geld Bayreuth

Ich schlafe für Geld mit Männern. Ich bin sozusagen eine Hobbyhure. Zwar habe ich einen Job, aber ich bekomme nur wenig mehr als Hartz IV und das reicht nur gerade so zum Leben. Es ist schwer, einen zweiten Job zu finden, der mit der Arbeitszeit des ersten konform […]
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Beichthaus.com Beichte #00030386 vom 25.10.2012 um 21:29:21 Uhr in Bayreuth (Fichtestraße) (24 Kommentare).

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“Folge

Verschiedene Wege der Kindererziehung

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Dummheit Morallosigkeit Kinder

Ich (m, 22) bin vor kurzem Vater geworden. Obwohl ich noch recht jung bin, war es ein Wunschkind und ich liebe meine Tochter sehr. Ich liebe auch meine Freundin, nur hat sie eine Macke, die mir zunehmend auf den Pinsel geht: Sie spricht mit unserer Kleinen dauernd in dieser wirklich abscheulich beschränkten Teletubby-Sprache, bei der man jedes Mal auf den Gedanken kommen muss, es mit einer geistig Behinderten, beziehungsweise einer Besoffenen zu tun zu haben. Wenn ich höre, wie sie in höchstem Falsett ein "Uiiii Merle, hattu Kacka macht? Willdu Wauwau haben?" fiedelt, rollen sich mir die Zehennägel hoch. Ich habe sie mehrfach darauf angesprochen, die letzten Male auch zunehmend gereizt und muss mir dann anhören, ich wäre unsensibel und über-korrekt und unsere "Merle-Perle versteht das ja sowieso noch nicht, es kommt auf die Liebe an, die man ausstrahlt". Aha. Zu meiner Beichte nun: Wenn meine Freundin mal mit ihren Mädels auf Tour ist, gucke ich mir mit meiner Tochter Filme im Stil von Saw und ähnlichem an oder singe ihr sanft und leise Einschlaflieder, die sich dann etwa so anhören: "Schlaf, Miststück, schlaf. Ich fi** mit einem Schaf. Halt jetzt mal die Schnauze fein, sonst schlag' ich dir die Zähne ein. Schlaf, Miststück, schlaf..."
Es kommt ja schließlich auf die Liebe an, die man ausstrahlt. Trotzdem tut es mir leid, da ich nicht weiß, ob und wie viel sie von den Horrorfilmen mitkriegt. Und ein Schlappschwanz bin ich wohl auch, weil ich mich in dem Punkt nicht gegen meine Freundin durchsetzen kann. Ich hätte gerne die Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00030384 vom 25.10.2012 um 18:44:12 Uhr (45 Kommentare).

Gebeichtet von Skatemylife
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Neidisch und fassungslos

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Neid Engherzigkeit Partnerschaft

Ich möchte beichten, dass ich den Kontakt zu meiner besten Freundin abgebrochen habe, weil ich neidisch auf ihr Leben und fassungslos zugleich bin. Ihr Partner kontrolliert sie, engt sie ein und ist krankhaft eifersüchtig, was fast täglich zu lautstarken Streitereien führt. Ein soziales Leben ist kaum noch vorhanden, da sie immer zu Hause sein muss, wenn er von der Arbeit kommt. Regelmäßig erzählt sie mir, dass sie nicht mehr will und die Beziehung beenden sollte, was sie im Nachhinein doch nicht macht. Dass ihr Kind unter dieser Beziehung leidet, scheint ihr egal zu sein. Den Vogel hat sie vor einigen Wochen abgeschossen, als ich von ihrer Verlobung über ein soziales Netzwerk erfuhr. Warum ich neidisch bin? Sie hat keine abgeschlossene Ausbildung, noch nie im Leben richtig gearbeitet und gibt ihr Geld mit vollen Händen aus. Der Zukünftige hat es ja, wenn sie es nicht mehr hat. Ich bin trotz allem neidisch auf ihr sorgenfreies Leben bezüglich des Geldes und dafür schäme ich mich. Der Kontaktabbruch hat damit allerdings eher weniger zu tun, vielmehr kann ich mir dieses Elend einfach nicht mehr mit anschauen, was ihre Beziehung betrifft. Da sie es nach gerade mal zwei erfolglosen Anrufen bei mir aufgegeben hat und auch nicht weiter nachfragt, scheint ihr auch nicht viel an unserer Freundschaft gelegen zu haben. Ich könnte ihr das alles nie so sagen und es tut gut, es sich hier von der Seele schreiben zu können.

Beichthaus.com Beichte #00030383 vom 25.10.2012 um 17:31:06 Uhr (18 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Rache am Fahrrad

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Rache Zorn Diebstahl Unfall Berlin

Vor zwei Jahren habe ich mir meine damals nagelneue Jeans an einem abgestellten Fahrrad vor der Uni aufgerissen. Obwohl der Besitzer des Fahrrades sicher nichts dafür kann, habe ich dann das Schloss aufgebrochen und das Fahrrad in den Landwehrkanal geschmissen. Das fand ich so lustig, dass mir die Hose egal war. Vergebt mir!

Beichthaus.com Beichte #00030382 vom 25.10.2012 um 10:53:03 Uhr in Berlin (Straße des 17. Juni) (26 Kommentare).

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