Sabotage der Mission Marder

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Morallosigkeit Tiere Familie Helmstedt

In meiner Nachbarschaft ist seit gut zwei Wochen ein Marder unterwegs, welcher die Anwohner wohl massiv stört. Sei es durch sein Geschrei oder durch seine Taten, denn er hat sich wohl an einem Auto zu schaffen gemacht. Ich (m) fühle mich persönlich nicht wirklich gestört von ihm, leider ist mein Vater da ganz anderer Ansicht, weil er und meine Mutter wegen des Marders seit gut sieben Tagen nicht mehr schlafen können. Kommt wohl daher, dass sich der Marder in den frühen Morgenstunden gerne auf den Fenstersims setzt.
Da die Gemüter nun langsam überkochen, ist mein Vater nun auf einen Vernichtungszug gegen den Feind ausgezogen. Er unternimmt wirklich alles gegen das Tier, was er kann und zu meinem Bedauern versucht er mich dabei auch einzubinden. Da ich ein wenig Ahnung von Elektrotechnik habe, wollte er, dass ich eine Stromfalle baue, um dem Tier einen "ordentlichen Schlag zu verpassen". Dazu muss ich sagen, dass ich es von vorneherein ablehne, Tieren Schaden zuzufügen, wenn ich nicht bedroht werde oder dadurch einen lebenswichtigen Zweck erfülle, wie zum Beispiel bei Nahrung.

Durch meine Ansicht, dass jedes Lebewesen ein Recht zu leben hat, wurde ich schnell zum Buhmann. Auf meine Frage, ob wir nicht eine Lebendfalle benutzen können, um den Marder später im Wald aussetzen zu können, hagelte es von allen Seiten Spott und Beleidigungen. Man würde ja keine Lebendfalle für 50 Euro kaufen, wenn man eine tödliche für gerade einmal fünf Euro bekommt. Zum Schluss wurde mir sogar vorgeworfen, mich einen Dreck um die Sicherheit meiner Familie und unseren Besitz zu kümmern, da ja beides durch den Marder in Mitleidenschaft gezogen werde.
Sollte wegen des Marders ein Feuer ausbrechen und dadurch die Familie zu schaden kommen, solle ich doch noch mal so dumm reden, meinte mein Vater. Auf meine Frage, ob ihm seine Familie keine 50 Euro wert ist, wurde er wirklich wütend, ich dachte, dass es nur noch wenige Sekunden dauert, bis ich eine gescheuert bekomme. Aber nein. Mit einer harschen Aufforderung, dass ich bei so einer Einstellung doch verschwinden solle, hörte die Unterhaltung abrupt auf. Nun herrscht zwischen mir und meinem Vater eine Art Eiszeit.
Da ich weiß, dass er ab morgen seine Versuche, den Marder zu beseitigen, verschärfen wird, will ich dagegen vorgehen. Ich werde ihn behindern und versuchen, den kleinen Unruhestörer lebend und unverletzt zu fangen, damit ich ihn in Sicherheit bringen kann.

Ich bitte also um Absolution, dass ich mich im Tonfall vergriffen habe und die Unternehmungen meines Vaters in der Mission Marder sabotieren werde, um den Kleinen zu retten. Ich persönlich hoffe, dass mich da draußen jemand versteht. Und nein, ich bin kein fanatischer Tierschützer, ich sehe es nur nicht ein, ein Leben zu nehmen, wenn es unsinnig ist.

Beichthaus.com Beichte #00031257 vom 22.05.2013 um 21:24:34 Uhr in 38350 Helmstedt (Tangermühlenweg ) (47 Kommentare).

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Die Wollmütze am Bahnhof

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Ekel Boshaftigkeit Vandalismus Unreinlichkeit Bahn & Co. Bremen

Vor ungefähr zehn Jahren war ich (m/28) mit ein paar Freunden am Wochenende in Bremen auf Sauftour. Nachdem wir zu Hause vorgeglüht hatten, sind wir mit dem Zug in die Stadt und haben erst mal einen schönen Burrito beim Mexikaner gegessen. Danach gingen wir feiern, wobei natürlich noch mehr Alkohol geflossen ist. Nach Hause sollte es auch mit dem Zug gehen. Auf dem Weg zum Zug im Bremer Hauptbahnhof merkte ich, dass diese Mischung aus Bier, Wodka und scharfem mexikanischem Essen, meiner Verdauung doch arg zugesetzt hatte und sich mit großem Druck Durchfall ankündigte. So kam es, dass ich eine der öffentlichen Toiletten des Bremer Hauptbahnhofes aufsuchte. Dort angekommen stand ich vor einem Drehkreuz, an dem man 50 Cent für die Toilettenbenutzung zahlen sollte. Ich bin der Auffassung, dass die Benutzung von Toiletten generell kostenlos sein muss. 50 Cent fürs Kacken finde ich einfach dreist von der Bahn. Die bereichern sich schon genug mit ihren überteuerten Fahrkarten. Also bin ich einfach über das Drehkreuz hinweg geklettert und habe mein Geschäft verrichtet. In meinem besoffenen Kopf war ich jedoch immer noch von der Benutzungsgebühr für die Toiletten angefressen, obwohl ich sie ja gar nicht bezahlt hatte. Als ich fertig war, fiel mir auf, dass jemand seine Wollmütze am Kleiderhaken in der Toilettenkabine vergessen hatte. So kam mir die großartige Idee, diese aus Rache an der Bahn mit ins Klo zu werfen, um Selbiges zu verstopfen. Der Plan ging auf: Beim Spülen stieg die ganze Brühe bis unter die Klobrille und blieb dort stehen. Gut gelaunt kam ich aus dem Bahnhofsklo und erzählte meinen Freunden von meiner Schandtat, welche mein Verhalten auch für sehr angebracht hielten. Ich habe also ein Bahnhofsklo zugeschissen und mit einer fremden Wollmütze absichtlich verstopft, weil die Bahn einfach dreist ist. Leidtut es mit nur für den Besitzer der Mütze und die arme Sau, die die Schweinerei wegmachen musste.

Beichthaus.com Beichte #00031255 vom 22.05.2013 um 15:45:05 Uhr in 28195 Bremen (Hauptbahnhof) (26 Kommentare).

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Besuch vom Fernsehsender

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Aggression Boshaftigkeit Dummheit Medien Villingen-Schwenningen

Besuch vom Fernsehsender
Ich habe mich extra bei einem bekannten Fernsehsender mit drei Buchstaben für verschiedene Sendungen beworben, in der Hoffnung, dass sie tatsächlich mal bei mir vorbei kommen. Ich möchte ihnen meine Meinung sagen und einem von denen ins Gesicht spucken! Ein Kumpel sollte das noch mit seiner Kamera filmen. Es ist auch so weit alles mit ihm abgesprochen, für den Fall, dass mich dieser Assi-Sender wirklich besuchen kommt. Mal schauen, ob etwas daraus wird.

Beichthaus.com Beichte #00031249 vom 22.05.2013 um 03:08:34 Uhr in Villingen-Schwenningen (Am Krebsgraben) (30 Kommentare).

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Spitznamen im Fitnessstudio

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Boshaftigkeit Vorurteile Neid Sport Sindelfingen

Drei Mal in der Woche gehe ich ins Fitnessstudio. Nicht, weil es so lustig und toll ist, und unheimlich Spaß macht, nein, sondern weil es gesund ist und mein Verstand sagt, dass ich es deswegen tun muss. Ich mache das schon einige Jahre und muss sagen, dass es mir gut tut, denn ich habe wirklich einen schönen Körperbau. Spaß macht es aber immer noch nicht. Ich trainiere morgens vor der Arbeit, und um die Uhrzeit gehen verständlicherweise wenige Leute zum Trainieren. Die meisten kommen ein paar Wochen und dann sind sie nie wieder zu sehen. Besonders fette Frauen und Männer im Frühjahr. Ich gebe diesen Leuten Spitznamen. Ich schaue sie mir an und überlege mir etwas. So heißt einer Harry, weil er so eine bescheuerte Frisur hat wie Harry Potter. Einer heißt Adam, weil er aussieht wie ein bekannter, gleichnamiger Schauspieler. Eine nenne ich Ma Baker, denn sie ist fett und hat einen richtig grimmigen Blick. Oder Tai-gin-seng, weil er ein Asiat ist. Ein älteres Paar kommt auch regelmäßig, sie heißen Opa und Oma. Einer heißt Schlapper, er kommt immer mit Badeschlappen. Blubber und Schwabbel nenne ich zwei Mädchen, die immer gemeinsam kommen.


In Gedanken rede ich dann mit Ihnen: "Na Opa, noch nicht an Altersschwäche gestorben?", "Schwabbel, so wird das nichts mit deiner Übung.", oder: "Hey, Ma Baker, sag bloß nicht Guten Morgen zu mir, du stinkst mir zu sehr aus dem Mund." Einen Typen nenne ich übrigens Wichser. Er ist jung, sieht super aus, ist immer gut drauf, hat einen perfekten Body, coole Klamotten und in der Dusche habe ich gesehen, dass er dazu noch einen echt schönen, großen Penis hat. Also meinen Neid hat er. Deswegen "Wichser".

Beichthaus.com Beichte #00031242 vom 21.05.2013 um 16:10:23 Uhr in 71043 Sindelfingen (Böblinger Straße) (18 Kommentare).

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Kleinkrieg der WG Mitbewohner

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Morallosigkeit Boshaftigkeit Dummheit WG

Ich (m) führe, seit dem ich das erste Mal meinen Fuß über die Schwelle unserer WG gesetzt habe, einen Kleinkrieg mit meinem Mitbewohner. Dabei spielen wir uns immer wieder Streiche. Anfangs fing es mit Furzwettbewerben, Kuchen wegfuttern, oder Staubsaugerbeutel im Zimmer ausleeren, an. Nach einiger Zeit pushten wir uns aber zu immer größeren "Heldentaten" hoch. Ich habe zum Beispiel sein Facebook-Profil geknackt und das Passwort für eine Woche geändert.

An einem Wochenende, mein Mitbewohner war über die Feiertage verreist, bin ich auf einer Party stark abgestürzt, habe es aber dennoch geschafft etwas aufzureißen. An Details, sowie den Namen, kann ich mich nicht erinnern. Aber, dass ich ein Kondom benutzt habe, das weiß ich definitiv. Ich habe nämlich noch nie auf eines verzichtet. Jedenfalls kam mein Mitbewohner einige Tage später wieder nach Hause. Und er empfing mich mit einem breiten Grinsen. Ich wusste sofort, dass er mal wieder an der Reihe gewesen war, jedoch nicht mit was. Daraufhin erzählte er mir, dass er sich an meiner Kondompackung vergangen hat und Löcher in jedes einzelne Stück geschnitten hätte. Denn ich hatte eine 25er-Packung des einzigen bekannten Herstellers, der die Kondome nicht noch einzeln verpackt. Ich war echt überrascht und er hatte recht. Heute lachen wir oft darüber.
Damals hatte ich aber überhaupt keine Lust, mir wegen eines blöden Streiches neue Kondome zu kaufen. Also benutzte ich diese weiter. Ich habe das auch bei keiner meiner zukünftigen Bettgeschichten erwähnt. Schließlich soll sich, meiner Meinung nach, das weibliche Geschlecht um die richtigen Vorkehrungen kümmern, da sie ja auch mit den Konsequenzen leben müssen.
Ich hatte jedenfalls in nächster Zeit öfter Spaß als üblich. Wer weiß, vielleicht hatte ich die Glückssträhne den kaputten Kondomen zu verdanken und sollte in Zukunft diesen Streich wiederholen?

Beichthaus.com Beichte #00031223 vom 18.05.2013 um 01:17:55 Uhr (30 Kommentare).

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