Die Sünden meiner Kindheit

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Aggression Selbstsucht Boshaftigkeit Kinder

Ich war als Kind ein furchtbarer Mensch. Ich war bis zur zweiten Klasse unfassbar aggressiv, manipulativ und verletzend. Vieles weiß ich gar nicht mehr, sondern kenne es nur aus Geschichten, aber ich weiß, dass ich oft schon Angst vor mir selbst hatte und meine Mutter angefleht habe, mit mir zum Psychologen zu gehen. Auch heute noch verstehe ich nicht, wie ein drei- bis achtjähriges Kind so sein kann, wie ich damals. Ich bin in einer wirklich liebevollen Umgebung aufgewachsen, zu Hause gab es nie Gewalt, weder psychische noch physische, und trotzdem hatte ich damals ständig den Drang, Gewalt an anderen auszuüben, vor allem an Jüngeren wie meiner kleinen Schwester. Eines der schlimmsten Dinge, die ich über meine gesamte Kindergartenzeit getan habe, war, andere Kinder mit Versprechungen in den Tunnel unter dem Reifenberg zu locken, um ihnen dann dort an den Haaren zu ziehen. An einem türkischstämmigen Mädchen, das damals noch kein Deutsch konnte, habe ich Selbstverteidigungsgriffe geübt - am Ende meiner Kindergartenzeit bewarf sie mich dann, zu Recht, mit allen deutschen Schimpfworten, die sie bis dahin gelernt hatte. Außerdem habe ich einmal einem Mädchen im Stuhlkreis den Stuhl weggezogen und sie dabei am Ohrring festgehalten. Ich habe Geburtstagskindern immer Geschenke gemacht oder nette Sachen gesagt, in der Hoffnung, dass ich dann neben ihnen sitzen darf, was im Kindergarten eine Ehre war. Meine Schwester habe ich regelmäßig zum Weinen gebracht, indem ich ihr irgendwelchen Quark erzählt habe, oder behauptete, dass ich sie verlassen müsse. Manchmal hatte ich auch einfach das Bedürfnis irgendjemanden zu schlagen und habe das an ihr ausgelassen. Sobald wir in der Schule lesen und schreiben lernten, habe ich an Wände die Namen von Freunden geschrieben, mit Beleidigungen, um das dann allen zu zeigen und dann zu erzählen, wen ich angeblich beim Schreiben beobachtet hätte. So ging das weiter, bis ich mich zum Ende der Grundschule immer mehr besserte.

Ich möchte für dieses Verhalten gar keine Erklärung oder Entschuldigung suchen, weil ich weiß, dass ich das alles, obwohl ich teilweise erst drei oder vier war, im vollen Bewusstsein um die Konsequenzen tat. Darum ist dies ein Teil meiner Vergangenheit, den außer Familienmitgliedern und den Beteiligten niemand kennt, weil ich es nicht schaffe, das irgendjemandem zu erzählen. Ich bereue mein Verhalten von damals von ganzem Herzen und schäme mich furchtbar dafür. Es tut mir für alle Leid, die ich verletzt habe. Vielleicht, um diese Kindheitszeit wieder gut zu machen, oder aus Angst, dass diese Aggression irgendwann wiederkommt, bin ich heute einer der friedlichsten Menschen, die ich kenne. Ich habe viele Freunde und gute Noten und ein relativ normales Leben. Ich hasse Krieg, Gewalt und Streit. Ich kann keine Ballerspiele spielen und ich kann niemanden anschreien oder anlügen, ohne mich direkt danach dafür zu entschuldigen. Trotzdem hoffe ich, dass es irgendjemanden gibt, der mir vergeben kann, dass ich einmal ein so grausamer Mensch war.

Beichthaus.com Beichte #00031287 vom 27.05.2013 um 18:30:18 Uhr (20 Kommentare).

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Strafe für die Hundebesitzer

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Boshaftigkeit Ekel Rache Tiere

Ich jage Hundebesitzern immer einen großen Schrecken ein. Ich lege mich fast täglich auf die Lauer, ob Hunde in unseren Vorgarten pinkeln oder kacken. Unser Vorgarten ist leider sehr günstig zu einem Feldweg gelegen, sodass viele Dorfbewohner daran vorbei gehen, wenn sie mit dem Hund Gassi gehen.
Wenn dann mal wieder ein Hund im Vorgarten sein Geschäft erledigt und das Herrchen angeblich nicht sieht, was der Hund dort tut, renne ich raus und beschwere mich bei dem Hundebesitzer. Nachdem dann immer kommt, dass man das nicht gesehen habe und das natürlich wegmachen würde, was aber nie jemand tut, drohe ich dem Hundebesitzer immer mit einer Anzeige, was ich aber auch nicht mache. Wenn das Gleiche vom gleichen Hund noch einmal passiert, nehme ich die Hinterlassenschaften und lege sie den Besitzern vor das Haus. Generell schreibe ich noch einen Zettel, auf dem etwas steht wie: "Liebe Grüße", oder "Ach ja, doch nicht weg geräumt?" Es tut mir ja schon ein bisschen Leid für die Leute, aber für mich auch!

Beichthaus.com Beichte #00031270 vom 24.05.2013 um 15:03:44 Uhr (18 Kommentare).

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“Beichte

Auslachen gilt als Beamtenbeleidigung

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Rache Ekel Boshaftigkeit Polizei Bochum

Neulich bin ich im totalen Stress auf zwei gelangweilte Polizisten gestoßen. Ich sollte zwei Freunde zum Flughafen fahren, musste aber dank toller Terminplanung länger als geplant und vereinbart arbeiten. Dementsprechend bin ich auch etwas schneller als sonst nach Hause gefahren, sprich 65 statt 50 Stundenkilometer. Hinter mir fuhr plötzlich ein Streifenwagen, der mich auch ohne zu zögern aufforderte ranzufahren. Schon die Begrüßung "Na, haben wir da mal wieder einen Verkehrssünder?!" vom dicken Wachtmeister und der Vorwurf, ich sei Schlangenlinien gefahren, machten mir deutlich, dass es sich hier um chronisch gelangweilte Blaumänner, die ausschließlich für den ergonomischen, platt gesessenen Bürostuhl in Kombination mit Donuts, Kaffee und Süßigkeiten geeignet sind, handelt.
Nachdem ich insgesamt dreimal in zwei verschiedene Alkoholtester pusten durfte, dachte ich, ich könne endlich weiterfahren, da mir die Zeit ja davonrannte. Fehlanzeige. Ein Drogenschnelltest müsse auch noch gemacht werden, da ich ja nicht nüchtern sein könne bei meiner Fahrweise. Ich entgegnete, dass ich unter Zeitdruck stehe und meine Kollegen sonst ihren Businessflug verpassen. Das tangierte den Herrn mit den schweren Knochen nur wenig. Gut, dachte ich, wie du mir, so ich dir.

Nachdem ich also ein wenig brauchte, bis mein kleiner Freund Gas gegeben hat, füllte ich den Becher doch recht ordentlich. Ich drehte mich um und wollte dem Dickerchen den Becher geben, als ich Tollpatsch doch tatsächlich aus Versehen über meinen eigenen Fuß gestolpert bin. Der gesamte Inhalt übergoss sich also über die neue blaue Uniform des werten Herren. Und über sein Gesicht, was mich ein wenig an diesen aggressiven Rage-Comic-Gesichtsausdruck erinnerte.
Auslachen empfinden Polizisten als Beamtenbeleidigung, was zu einer Anzeige, die sich auch auf Körperverletzung bezog, führte und mich hinterher 450 Euro gekostet hat. Aber das war es allemal wert. Ich würde es immer wieder tun.

Beichthaus.com Beichte #00031268 vom 24.05.2013 um 08:51:48 Uhr in Bochum (Dorstener Straße) (19 Kommentare).

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Unser unmöglicher Streich

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Peinlichkeit Dummheit Arbeit Stuttgart-Zuffenhausen

Unser unmöglicher Streich
Nach der Schule absolvierte ich eine Berufsausbildung als Mechaniker bei einem großen deutschen Autohersteller. Wir waren 27 Azubis in unserem Lehrjahr und waren oft alle gemeinsam in der Lehrwerkstatt. Dort standen auch große Dreh- und Fräsmaschinen, die für Übungszwecke gedacht waren.
Die Gruppe der Lehrlinge war sehr durchwachsen, vor allem was den IQ betraf. Einer der damaligen Kollegen, wir nannten ihn Fetti, weil er erstens so aussah und zweitens tatsächlich einen ähnlichen Namen hatte, war eher mit weniger Intelligenz gesegnet. Als Fetti an einer Fräsmaschine ein Werkstück bearbeitete und kurz mal aufs Klo verschwand, verdrehte einer der anderen Lehrlinge den Schlauch für die Kühlmittelzufuhr so, dass dieser nicht mehr auf den Fräser, sondern in Richtung des Kopfes des Bedieners der Maschine zeigte. Da das Kühlmittel, eine Emulsion aus Wasser und Öl, welche ziemlich schmierig und nicht wohlriechend ist, beim Einschalten der Maschine automatisch losgepumpt wird, traf ihn der Strahl voll im Gesicht. Es war ein großer Lacher, da alle Lehrlinge den Streich mitbekommen hatten. Selbst Fetti fand es lustig und ging wieder auf das Klo, um sich zu waschen. Während er weg war, bog wieder jemand den Schlauch in die Richtung seines Kopfes. Da Fetti, wie bereits beschrieben, nicht sehr helle war, schaltete er die Maschine wieder ein, ohne vorher die Position des Kühlmittel-Schlauches zu kontrollieren. Wieder Volltreffer, diesmal schallendes Gelächter. Nur Fetti fand es diesmal nicht mehr witzig. Er bog wutentbrannt den Schlauch zurück und ging wieder auf das Klo.
Der nächste Kollege wartete nicht lange und stellte den Schlauch wieder zielgenau auf Kopfhöhe ein. Das Unfassbare passierte, Fetti schaltete wieder ein, ohne den Schlauch vorher anzuschauen. Unser Opfer kämpfte mit den Tränen und begab sich wieder zum Waschbecken. Nun wurde es bizarr, denn derselbe Streich wurde wieder vorbereitet. Es klingt unglaublich, aber Fetti fiel erneut darauf herein und es sollte sich tatsächlich noch einmal wiederholen.
Während Fetti, vollkommen fertig mit den Nerven, das fünfte Mal beim Waschen war, mischte sich nun unser Lehrmeister ein, der die Sache inzwischen mitbekommen hatte. Er drohte der versammelten Gruppe ernsthafte Konsequenzen an, sollte Fetti noch einmal "geduscht" werden.
Es tut mir wirklich leid, dass er so verarscht wurde und wir ihn alle ausgelacht haben. Damals gab es den Begriff "Mobbing" übrigens noch nicht. Er wäre aber treffend gewesen.

Beichthaus.com Beichte #00031267 vom 24.05.2013 um 08:38:42 Uhr in 70435 Stuttgart-Zuffenhausen (19 Kommentare).

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Die Spinne im Schuh

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Hass Rache Boshaftigkeit Vandalismus Nachbarn

Die Spinne im Schuh
Der Nachbar über uns ist ein alter, verbitterter Tierhasser, der größten Spaß daran hat, unseren Tieren Leid zuzufügen. Als in unserem Briefkasten ein Nest mit Rotkehlchenbabys war, hat er es ausgeräumt und war so dreist, den ganzen Briefkasten blitzblank zu putzen. […]
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Beichthaus.com Beichte #00031263 vom 23.05.2013 um 15:36:43 Uhr (19 Kommentare).

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