Ich versage bei allem

8

anhören

Verzweiflung Zwang Gesellschaft Berlin

Ich bin ein kompletter Versager. Ich lasse mich von allem und jedem runterkriegen. Bin in der Schule durchgehend gemobbt worden und hatte nie Freunde. Ich habe einen Beruf gelernt und ein Jahr darin gearbeitet. Dort bin ich auch gemobbt worden, was sich auf meine Leistung ausgewirkt hat. Seit mein Vertrag nicht verlängert wurde, bin ich arbeitslos und das obwohl in dem Beruf dringend Mitarbeiter gesucht werden. Ich habe mich eine Zeit lang auf diesen Beruf beworben und kam nie über Vorstellungsgespräche hinaus. Ich bin einfach zu unsicher, habe einen psychischen Knacks und habe auch schon Therapien gemacht. Ich habe mich entschieden, nicht mehr in diesem Beruf zu arbeiten, weil ich ihn mir nicht mehr zutraue und bewerbe mich nun um andere Jobs. Ich will unbedingt arbeiten, leider sind diese Bewerbungen nicht von Erfolg gekrönt.

Nun bin ich kurz davor einen schlecht bezahlten Vollzeit-Job in der Zeitarbeit anzunehmen. Ich mache seit zwei Jahren den Führerschein und bin zum dritten Mal durch die praktische Prüfung gefallen. Ich habe mich dazu entschieden nun aufzuhören, auch wenn ich eine Menge Geld investiert habe. Mein Verlobter ist das einzige Positive in meinem Leben. Dennoch macht er mir unterbewusst Druck. Er will unbedingt, dass ich den Führerschein mache, sucht schon nach Autos für mich obwohl ich schon keine Hoffnung mehr habe. Er hätte gerne ein Haus und Kinder (ja, nicht mal das Kinderbekommen klappt) was wir uns einfach nicht leisten können. Ich fühle mich unendlich mies, weil ich in allen Punkten versage. Ich komme auf keinen positiven Zweig.

Beichthaus.com Beichte #00041059 vom 08.03.2018 um 10:18:19 Uhr in Berlin (8 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Unser Sohn ist krank und will nicht in die Kita

12

anhören

Ignoranz Mutter Kinder

Ich beichte, dass mein Mann und ich definitiv heute die Auszeichnung für die dümmsten Eltern des Tages verdient haben. Mein Mann arbeitet von zu Hause aus und ich bin gerade in Elternzeit. Unser mittlerer Sohn war gestern Abend sehr weinerlich und sah krank aus und wollte heute morgen nicht in die Kita, weswegen wir ihn heute lieber zuhause behalten haben. Er wirkte dann aber vormittags wieder topfit und langweilte sich, weswegen ich meinem Mann gegenüber die Idee äußerte, dass ich ihn später eventuell mitnehmen könnte, wenn ich unseren ältesten Sohn von der Schule abhole, damit mein Mann in Ruhe weiterarbeiten kann.

Mein Mann arbeitete wie immer in seinem Arbeitszimmer und ich spielte mit unserem Baby und unserem mittleren Sohn im Wohnzimmer. Nachdem unser Sohn ein bisschen ferngeguckt hatte, schlief er jedoch auf der Couch ein, obwohl er nie Mittagsschlaf hält. Da das ein Zeichen war, dass er wohl doch nicht so topfit war, entschloss ich mich, ihn weiterschlafen zu lassen und ihn nicht zum Abholen mitzunehmen. Mein Mann hatte sich zwischendurch noch einmal nach seinem Befinden erkundigt und ich hatte ihm geschrieben, dass er auf der Couch schläft und sich wohl doch nicht so wohlfühle.

Ich ging also nur mit unserem Baby den Großen abholen. Auf dem Rückweg liefen wir an einem Supermarkt in der Nähe des S-Bahnhofes meinem Mann über den Weg, der dort gerade ein paar Sachen einkaufen gewesen war. Ich fragte ihn, wo denn unser Sohn sei, woraufhin er sagte, er dachte, ich hätte ihn mitgenommen. Es stellte sich heraus, dass er immer noch davon ausgegangen war, dass ich unseren kranken Sohn mitnehmen würde, während ich dachte, es sei klar, dass ich ihn nicht mitnehmen würde. Zudem hätte ich nicht gedacht, dass er ihn auf der Couch übersehen würde. Wir rannten also panisch nach Hause, wo der Kleine uns weinend auf dem Boden sitzend erwartete mit den Worten: "Wo wart ihr? Ich war ganz alleine!" Ich werde dieses Bild nie vergessen und es hat mir ihn dem Moment das Herz gebrochen. Ich könnte mir selbst dafür in den Hintern beißen und werde wahrscheinlich mein Leben lang ein schlechtes Gewissen deswegen haben. Ich beichte, dass wir ein dreijähriges Kind über eine halbe Stunde lang alleine zu Hause gelassen haben, weil wir zu doof zum Kommunizieren sind.

Beichthaus.com Beichte #00041056 vom 08.03.2018 um 23:02:12 Uhr (12 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Weltfrauentag: Internationaler Männerverdummungstag

45

anhören

Dummheit Gesellschaft Potsdam

Heute ist wieder so ein Tag, an dem ich (m/41) am Verstand meiner Mitmenschen, insbesondere der Männer zweifle. Der Internationale Frauentag wird zelebriert als wenn sonstwas los wäre. Und die strohdoofen Männer machen brav mit und posten in den sozialen Medien den ganzen Feministenquatsch, ohne zu merken, dass sie sich damit langfristig selbst ins Bein schießen. Und nein, Frauen sind schon lange nicht mehr das schwache Geschlecht. Scheinheiligkeit hoch zehn.

Beichthaus.com Beichte #00041052 vom 08.03.2018 um 16:10:44 Uhr in Potsdam (45 Kommentare).

In WhatsApp teilen

High auf Hartz IV

24

anhören

Drogen Faulheit Arbeit Dülmen

Ich bin 24 und beziehe Hartz Vier. Ich habe 2016 als Jahrgangsbester das Abitur bestanden (1,4) und habe es danach im Psychologiestudium versucht, völlig erfolglos. Der Druck machte mich vollkommen fertig, so dass ich im September 2017 (nach einem Lebenslauf-Alibi-Praktikum und 2 Monaten Hartz 4) in eine ambulante psychotherapeutische Behandlung ging. Jetzt mache ich seit November eine Jobcenter-Maßnahme, Metallwerkstatt. Ich bin dort mit Wirtschaftsflüchtlingen, und einigen ziemlich liebenswerten, frustrierten, arbeitslos gewordenen Menschen und friste mein Dasein. Die letzten zwei Monate war ich dauer-high, heute ist der erste Tag ohne Gras.

Ich habe nicht wirklich einen Plan für meine Zukunft, streite mich jeden Tag mit meiner Freundin (die ebenfalls Hartz 4 bezieht - seit etwa sieben Jahren), bin gerade in der Entgiftungsphase des Cannabis (welche bei mir immer mit Depressionen verbunden ist). Und das beste kommt jetzt: Mein einziger Plan ist das Studieren einer Geisteswissenschaft. Ich bin mittlerweile so weit, dass es mir sogar egal wäre, wenn ich nach dem Studium wieder Hartz 4 beziehen muss. Ich gestehe, dass ich dieses System seit meiner Kindheit aus tiefstem Herzen verachte, und nicht wirklich Reue darum fühle, vom Staat zu leben, wenn es Bundestagsabgeordnete gibt, die freilich für eine einzige Unterschrift ein sattes Gehalt absahnen, um danach in ihr Hotelzimmer zurückzufahren, statt an der Sitzung teilzunehmen, um sich von Prostituierten oral verwöhnen zu lassen. Ich gestehe, dass ich meine Freundin langsam aber sicher zu hassen beginne, denn sie hat trotz ihrer 30 Jahre die Haltung eines streitsüchtigen Kindes, und ich gestehe, dass ich bestimmt noch viel mehr beichten könnte, es aber vergessen habe, weil ich in den letzten Wochen zu viel gekifft habe.

Beichthaus.com Beichte #00041051 vom 07.03.2018 um 17:51:04 Uhr in Dülmen (24 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Alte Menschen bei der Reha

22

anhören

Aggression Zorn 50+ Gesundheit Bad Homburg

Ich habe alte Menschen hassen gelernt. Mir ist klar, dass sie das Land aufgebaut haben und blablabla. Ich bin seit Kurzem in einer Reha, wegen meinen Bandscheibenproblemen. Hier sind fast nur alte Leute und die gehen einem so auf den Geist, dass ich einen regelrechten Hass entwickelt habe. Dieses Rennen zum Fressen ist allein schon zum Kotzen. Morgens um sieben Uhr wird zum Frühstück gerannt. Wehe man fährt mit dem Fahrstuhl woanders hin und sie müssen kurz warten. Dann wird rumgepöbelt, dass sie zu spät kommen. Dabei gibt es bis halb Neun Essen. Aber man muss ja die vollen 1h 30min da sitzen und sich so lange Fressen reinschaufeln, bis man sich Insulin spritzen muss, bevor man ins Koma fällt. Aber nach der Spritze wird weitergeschaufelt. Dann werden noch heimlich Brötchen in die Tasche gestopft, damit man im Zimmer weiterfressen kann.

Und dann die Therapie schwänzen, weil einem ja aus unerfindlichem Grund schlecht ist. So geht es bei jeder Mahlzeit. Dazwischen wird im Kaffee noch Kuchen gefressen. Dabei diskutiert, wie man am besten den Arzt belügt, dass man die Reha verlängert bekommt um ja nicht nach Hausezu müssen. Weil hier ist ja alles umsonst und man hat Personal, dem man auf den Sack gehen kann. Wie kann man sich nur so verhalten? Wenn ich alt bin und benehme mich so, dann erschieße ich mich. Und den Anstand sollten die Alten auch haben, verdammt. Scheidet aus dem Leben und hört auf der Gesellschaft auf den Sack zu gehen. Keiner braucht euch, keiner will euch!

Beichthaus.com Beichte #00041050 vom 07.03.2018 um 13:04:31 Uhr in Bad Homburg (Ludwigsstraße) (22 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000