Die zweite Geige in der Familie

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Hass Zorn Neid Verzweiflung Familie

Ich beichte, dass ich meinen Bruder und meine Eltern mehr und mehr hasse. Ich bin 19 Jahre alt und mache nach dem Fachabi eine Ausbildung. Diese ist nicht an meinem Wohnort und ich bin nur einmal pro Monat für ein Wochenende bei meinen Eltern - mit Ausnahme der Ferien, […]
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Beichthaus.com Beichte #00033257 vom 12.05.2014 um 19:25:13 Uhr (15 Kommentare).

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Selbstmord am Gleis

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Engherzigkeit Tod Bahn & Co. Wien

Selbstmord am Gleis
Ich bin U-Bahn-Fahrer von Beruf. Ich mache den Job gerne, auch wenn es von den Dienstzeiten her manchmal etwas unangenehm ist, aber es macht Spaß und ist ein krisensicherer Job. Vor einiger Zeit hatte ich meinen ersten Selbstmörder. Es ist keine Frage, ob man einen Springer hat oder nicht, sondern bloß, wann es so weit sein wird. Bei mir hat es doch einige Jahre gedauert, aber dann kam es so. Viele Kollegen haben nach so einem Erlebnis den Job geschmissen, weil sie nicht damit klarkamen, doch bei mir war es genau das Gegenteil. Ich habe nicht einmal damit gerechnet, weil der Mann plötzlich aus heiterem Himmel losgerannt und gesprungen ist. Ich habe noch das Geräusch gehört, als ich ihn überfuhr und die entsetzten Gesichter der Menschen am Bahnsteig gesehen, als der Vorfall mitten in der Rush Hour am Nachmittag passiert ist. Aber ich war weder schockiert noch sonst etwas. Leitstelle angefunkt, Stromschiene erden, Fahrgäste aus dem Zug bringen, und so weiter, machte ich einfach so, wie ich es gelernt hatte. Kurz danach waren schon die ersten Einsatzkräfte da und für mich war der Arbeitstag ab diesem Moment gelaufen. Mir ging es nach dem Vorfall nicht schlecht, und alle haben sich vorbildlich um mich gekümmert. Ich war sogar bei einem Psychologen, weil die Firma das anbietet. Dem konnte ich aber auch nur sagen, dass alles in Ordnung ist und dass ich seine Hilfe eigentlich nicht benötige.

Ich bekam eine Woche frei und mein Vorgesetzter meinte, dass ich noch eine weitere Woche freibekommen und auch danach noch eine Weile "Innendienst" machen könnte. Das habe ich aber dankend abgelehnt und mich über die eine Woche Sonderurlaub gefreut. Ich bin nach Hause zu meiner Frau und meinen Kindern, habe von der Sache erzählt und zu Abend gegessen als sei nichts gewesen. Eigentlich ist man in der Firma ein gesichtsloser Niemand mit einer Personalnummer. Nach dem Unfall haben sich aber alle so toll um mich gekümmert und jeder fragte, wie es mir geht und so weiter. Aber das Beste war, dass ich eben eine Woche Sonderurlaub bekommen habe. Aber jetzt zu meiner eigentlichen Beichte. Auch wenn es verrückt klingt, aber irgendwie warte ich schon darauf, dass sich wieder eine arme Seele genau vor meinem Zug das Leben nimmt. Auch wenn es gefühlskalt klingt, bin ich sonst ein herzlicher Mensch, der viele Freunde hat und seine Familie liebt, aber durch den Selbstmörder hatte ich eigentlich nur Vorteile. Ich bitte um Absolution für meine Einstellung.

Beichthaus.com Beichte #00033194 vom 03.05.2014 um 22:40:36 Uhr in 1100 Wien (Favoritenstraße) (32 Kommentare).

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“Beichte

Hauptberuf: Troll

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Betrug Vorurteile Engherzigkeit Arbeit Internet

Ich arbeite für eine Agentur, die von großen Firmen (unter anderem dem Privatsender mit den drei Buchstaben) dafür bezahlt wird, dass in deren Internetforen und in sozialen Netzwerken die Post abgeht. Das heißt, ich fange dort bewusst Streit mit anderen Usern an, die sich über das Programm oder irgendwelche Beiträge aufregen. Damit sorge ich für reichlich "Traffic", da die Leute, die sonst dort posten, eher aus der Unterschicht kommen und somit leicht reizbar sind. Mehrmals täglich schauen die nach, ob eine Antwort von einem meiner unzähligen Fake-Profilen da ist. Damit verdiene ich inzwischen einen Haufen Geld, sodass ich meinen eigentlichen Job an den Nagel hängen konnte und den ganzen Tag auf der Couch sitze und im Internet irgendwelche Kevins oder Chantalles provoziere. Das scheint ein extrem lukratives Geschäft zu sein, denn so, wie ich das mitbekommen habe, lässt der besagte Privatsender eine Menge Geld dafür springen. Es macht mir Spaß meine Vorurteile bestätigt zu bekommen. Außerdem bestätigt es meine Vermutung, dass dieser Sender seine Zuschauer nach Strich und Faden verarscht. Nicht nur mit deren Programm, sondern auch in der direkten Interaktion, aber dennoch tun mir die Menschen leid, die auf so etwas hereinfallen.

Beichthaus.com Beichte #00032742 vom 18.02.2014 um 21:48:40 Uhr (26 Kommentare).

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Der Ausbeuterbetrieb

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Hass Zorn Ungerechtigkeit Arbeit

Ich (m/34) beichte, dass ich die Firma, in der ich arbeite, hasse. Ich bin bei einer Dienstleistungsfirma beschäftigt. Als ich 2009 dort anfing, wurde ich als Gebäudereiniger eingestellt, sollte aber auch Hausmeistertätigkeiten nachgehen. Im ersten Winter musste […]
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Beichthaus.com Beichte #00032434 vom 20.12.2013 um 20:19:42 Uhr (7 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Nächtlicher Passanten-Schreck

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Waghalsigkeit Dummheit Morallosigkeit Auto & Co.

Ich beichte, dass ich, wenn ich abends oder nachts Auto fahre, mit voller Absicht nach ahnungslosen Passanten Ausschau halte. Dann steuere ich mit der Karre direkt auf sie zu, um im letzten Moment dann umzuschwenken. Manchmal fahre ich auch ganz langsam an ihnen vorbei und starre sie ausdruckslos, böse oder entgeistert an. Hin und wieder verfolge ich sie auch. Das ist besonders dann amüsant, wenn ich eine Kopfbedeckung trage. Zur Weihnachtszeit gerne eine Weihnachtsmütze mit Blinklichtern, aber ich besitze auch eine Penismütze und einen solchen Haarreif, den ich ebenso freudig auf meinem Haupt trage. Gerne mache ich auch ganz laut Musik an und kurbele die Fenster runter, oder ich brülle die Passanten wie wahnsinnig in seltsamem Kauderwelsch an. Sehr toll ist das, wenn ich mit meinen Freunden unterwegs bin, da diese ganz begeistert mitmischen und der Effekt dann noch einmal verstärkt wird. Meine liebsten Opfer sind Jugendliche, vor mir sicher sind nur ältere Menschen, Behinderte, Radfahrer und Personen mit Hunden oder Kindern.


Ich bin mir bewusst, dass dieses Verhalten sehr kindisch und sinnlos ist und dass ich damit nicht dem Alter gerecht werde, das auf meinem Ausweis steht, aber ich finde es einfach zu amüsant, wenn die Leute wegspringen. Oder auch rumkreischen, mich fassungslos anstarren, mir mit der Faust drohen, mir nervös hinterherblicken, verwirrt oder entsetzt gucken oder mich sogar mit dem Handy verfolgen, weil sie glauben, sie könnten noch ein Foto von meinem Kennzeichen machen. Wobei ich auch schon Fälle hatte, bei denen mich die Opfer ausgelacht und mir gewunken haben. Diese sind mir immer besonders sympathisch. Häufig frage ich mich aber auch, ob diese Aktionen den Ärger, der mir blühen könnte, überhaupt wert sind.

Beichthaus.com Beichte #00032432 vom 20.12.2013 um 14:21:16 Uhr (14 Kommentare).

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