Mein Date mit der Autopanne

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Eitelkeit Ignoranz Engherzigkeit Dating Internet

Vor ungefähr zwei Jahren habe ich einen Typen im Internet kennengelernt. Nicht unbedingt der Hit, jemanden so kennenzulernen, aber es war halt so. Er war ein Jahr älter, und wir haben wochenlang geschrieben und auch fast täglich telefoniert, bevor wir uns überhaupt das erste Mal getroffen haben. Wir haben uns am Telefon super verstanden und konnten über viele Dinge quatschen, somit war das erste Eis gebrochen oder, besser gesagt, die erste Hemmschwelle überschritten. Dachte ich. Als wir uns dann zu einem Treffen in einem Café am frühen Abend verabredet hatten, war ich vor ihm dort. Als er dann kam, sah er zwar nicht so gut aus, wie auf seinen Fotos, aber das war erst nicht weiter schlimm. Aber dass er total wenig Selbstbewusstsein hatte, meganervös war und dass aufgrund dessen nur ein zittriges "Hallo" aus seinem Mund kam, fand ich schon etwas abturnend. Wir saßen dann also im Café und der Typ hat fast nichts gesagt. Er hat mir zwar aufmerksam zugehört, aber irgendwann hatte ich auch keine Lust mehr, die Alleinunterhalterin zu spielen. Ich dachte erst, er findet mich wahrscheinlich einfach nicht toll, aber damit habe ich mich geirrt, wie ich später erfahren habe. Und hätte er mich nicht gemocht, wäre das auch kein Verlust gewesen.

Nach ungefähr zwei Stunden habe ich dann gesagt, dass ich mich jetzt auf den Weg mache, da ich Kopfschmerzen hätte und auch früh raus muss. Wir gingen also gemeinsam raus, verabschiedeten uns mit einer Umarmung und sind zu unseren Autos gegangen. Ich bin noch nie so schnell losgefahren, ich war so froh, dass es vorbei war, und wollte ihn auch definitiv nicht wieder sehen. Als ich fast zu Hause war, habe ich eine SMS von ihm bekommen: Seine Karre sprang nicht an. Ich bin erst drauf eingegangen und habe ihm Mitleid geschenkt und dass sie gleich schon anspringen würde. Ich muss dazu sagen, dass er 40 Kilometer weit weg wohnt. Als er dann gefragt hat, ob ich ihn nicht abholen könnte und er dann bei mir bleiben könne, weil es dunkel und kalt wurde, habe ich angefangen, ihn zu ignorieren. Er hat ganz oft geschrieben und angerufen. Noch zwei Stunden lang. Irgendwann habe ich geschrieben, dass ich eingeschlafen sein muss, und habe ihm noch die Nummer von den gelben Engeln geschickt. Dann habe ich ihn weiter ignoriert. Mit leicht schlechtem Gewissen. Aber ich wollte ihn auf gar keinen Fall mehr sehen. Ich bin dann tatsächlich eingeschlafen und habe am nächsten Tag eine SMS von ihm bekommen, dass noch alles gut gegangen sei und wann wir uns wiedersehen, er würde mich gerne noch einmal treffen. Naja, den Kontakt habe ich dann auf freundschaftlicher Basis noch einige Zeit gehalten. Ich beichte diese Story, weil es schon ziemlich gemein von mir war, ihm nicht wenigstens zu helfen.

Beichthaus.com Beichte #00033537 vom 30.06.2014 um 22:00:50 Uhr (25 Kommentare).

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Mit Krankenschein zum Konzert

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Falschheit Zorn Betrug Musik Arbeit Gütersloh-Friedrichsdorf

Ich (w/23) arbeite nun seit knapp einem Jahr für ein sehr geringes Gehalt als Kassiererin, mache quasi wöchentlich etliche Überstunden, und sobald Geld in der Kasse fehlt, wird es vom Gehalt abgezogen. Fragt man nach, wieso in einem Monat so viel abgezogen wurde, bekommt man übrigens nur zu hören, dass das schon alles seine Richtigkeit hat. Dabei glaube ich eigentlich, dass ich mich an siebzig Euro Minus in der Kasse erinnern würde. Aber das Hauptproblem entsteht erst, wenn man einen freien Tag braucht, um zum Arzt zu gehen oder Ähnliches. Das wird nämlich geflissentlich ignoriert, sodass man selbst nach einer Vertretung suchen oder den Termin verlegen muss. Letztens war es dann so, dass ich mir Konzerttickets gekauft habe und ich sagte meinem Chef auch Bescheid, dass ich dafür zwei Urlaubstage verschieben möchte, damit ich dort auch wirklich hin kann. Als die Woche kam, in der mein Urlaub ursprünglich eingetragen war, freute ich mich, weil ich davon ausging, dass ich tatsächlich am Konzertwochenende freihätte, da dort kein Eintrag zu finden war. Aber nein - als der Plan für die Konzertwoche fertig war, musste ich feststellen, dass ich zwar Urlaub hatte, aber nicht am Wochenende, sondern am Dienstag. Am Wochenende sollte ich bis zum Ladenschluss arbeiten. Das Ganze wurde also ohne jegliche Rückfragen oder Kommunikation einfach verschoben. Da mir diese Dreistigkeit zu weit ging, und mir das Konzert sehr wichtig ist, hatte ich dann einen "Arbeitsunfall". Ich war die komplette Woche krankgeschrieben, weil ich im Krankenhaus so gut schauspielern konnte. Ich habe mich übrigens schon für andere Stellen beworben und mein Chef hat es einfach mal verdient, so richtig in die Bredouille zu kommen! Mir tut es nur für die Kollegen leid, die für mich einspringen mussten.

Beichthaus.com Beichte #00033469 vom 18.06.2014 um 09:21:15 Uhr in Gütersloh-Friedrichsdorf (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mütter mit Kinderwagen

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Aggression Hass Zorn Kinder Bahn & Co.

Ich muss gestehen, dass mich Mütter mit Kinderwagen enorm nerven, wenn sie mal wieder patzig und höchst unfreundlich darauf bestehen, in die sowieso schon überfüllte Bahn zu kommen, und ihren Kinderwagen dann genau da platzieren wollen, wo kein Platz ist, statt einfach einen Meter weiter zu parken. Und warum auch immer müssen diese Mütter natürlich auch noch einen Sitzplatz haben. Ich verstehe nicht, warum die nicht genauso neben dem Wagen stehen können, wie andere auch. Außerdem bekomme ich regelrechte Aggressionen, wenn sie einem wieder knapp über die Füße fahren und sich dann noch beschweren, dass man ja halb in den Kinderwagen springen würde. Ich mag ja gerne Kinder, aber deren überhebliche Eltern sind meist der blanke Horror! Einfach ätzend!

Beichthaus.com Beichte #00033436 vom 10.06.2014 um 19:29:52 Uhr (15 Kommentare).

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Dauergeil!

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Wollust Begehrlichkeit Zwang Masturbation

Ich (m/23) beichte, dass ich mich seit ein paar Monaten wie in eine Art zweite Pubertät versetzt fühle. Und zwar bezieht sich das auf den Teil der Phase, in dem man oft mit sich selbst "spielt." Ich habe schon seit Längerem eine Freundin und wir haben auch nicht gerade wenig Sex, aber trotzdem lege ich sofort selbst Hand an, sobald wir uns mal einen Tag nicht sehen. Das beunruhigt mich insofern, da ich in meiner eigentlichen Pubertät gar nicht so oft masturbiert habe. Es gab zwar Phasen, wo ich es jeden Tag und manchmal auch dreimal am Tag gemacht habe, aber in der Regel eher jeden dritten Tag und manchmal auch nur einmal die Woche. Damals hatte ich wohlgemerkt keine Freundin und somit auch noch keinen echten Sex. Mittlerweile sieht es so aus, dass ich meine Freundin bei fast jeder Gelegenheit bespringe. Sie beschwert sich auch keineswegs darüber.


Nur hört es damit eben nicht auf. Sobald in der Arbeit eine meiner Kolleginnen mal ein etwas tiefer ausgeschnittenes Oberteil trägt, werde ich sofort scharf. Da ich nur etwa fünf Minuten zu Fuß von meinem Arbeitsplatz entfernt wohne, verbringe ich die Mittagspause dann oft masturbierend zu Hause, während ich an die jeweilige Kollegin denke. Es geht mittlerweile schon so weit, dass wenn ich mir mal einen Film ansehe, in dem eine der Darstellerinnen attraktiv ist, ich in der Werbung das Internet nach Nacktszenen oder Fotos derselben durchsuche. Ich weiß ehrlich nicht, wieso mich in letzter Zeit alles so scharf macht, doch irgendwie habe ich dadurch das Gefühl, meine Freundin zu hintergehen, obwohl sie nichts dafür kann und ich sie auch niemals wirklich betrügen würde. Ich bitte um Verzeihung für mein maßloses Verhalten!

Beichthaus.com Beichte #00033339 vom 25.05.2014 um 23:15:54 Uhr (10 Kommentare).

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Die zweite Geige in der Familie

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Hass Zorn Neid Verzweiflung Familie

Ich beichte, dass ich meinen Bruder und meine Eltern mehr und mehr hasse. Ich bin 19 Jahre alt und mache nach dem Fachabi eine Ausbildung. Diese ist nicht an meinem Wohnort und ich bin nur einmal pro Monat für ein Wochenende bei meinen Eltern - mit Ausnahme der Ferien, da dürfen wir Urlaub nehmen. Mein Bruder ist 23 Jahre alt und autistisch. Seit ich mich erinnern kann, drehte sich alles nur um ihn. Ich bin ja vier Jahre jünger und meine Eltern wollten ein zweites Kind, da sie dachten, dass es mit meinem Bruder vielleicht besser wird, wenn ein Geschwisterchen da ist. Wurde es aber nicht. Es gab keinen einzigen Kindergeburtstag, der nicht nach kurzer Zeit durch meinen Bruder stark gestört oder sogar abgebrochen wurde. Meine Eltern trauten sich nicht, meinen Bruder mal für ein paar Stunden bei der Oma oder einem anderen aus der Verwandtschaft oder dem Freundeskreis abzugeben, um Zeit mit mir zu verbringen, da sie nie einschätzen konnten, ob er dort klarkommt. Eigentlich hatte ich kaum einen einzigen Moment mit meinen Eltern. Ich wurde biologisch zwar älter, "mein" Tag war mein Geburtstag aber nie.


Jetzt komme ich ja nur einmal im Monat heim. Es ist immer noch so. Manchmal freue ich mich noch auf mein Zuhause und denke mir, dass vielleicht alles anders ist, aber es ist nicht so. Mein Bruder schreit, mein Bruder bockt, mein Bruder erbricht sich, meine Eltern springen auf. Ich will ihnen etwas aus meinem Berufsalltag oder meinem Privatleben erzählen - aber ständig werde ich unterbrochen, weil ja wieder etwas mit meinem Bruder ist. In den Jahren habe ich stark resigniert und ich tue es mehr und mehr. Manchmal überlege ich, gar nicht mehr zu Besuch zu kommen, vielleicht höchstens an Weihnachten. Eventuell bemerken sie es dann. Ich beichte, dass ich meinen Bruder hasse und meine Eltern auch. Meinen Bruder aber mehr, obwohl er ja nichts dafürkann. Aber in solchen Momenten denke ich nur, Bruder, reiß dich doch endlich mal zusammen. Obwohl ich ja weiß, dass er behindert ist.

Beichthaus.com Beichte #00033257 vom 12.05.2014 um 19:25:13 Uhr (15 Kommentare).

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