Mein Freund ist bisexuell & transsexuell

27

anhören

Vorurteile Peinlichkeit Partnerschaft Düsseldorf

Ich (w/25) lebe seit ca. drei Jahren mit meinem Freund zusammen. Wir lieben uns wirklich sehr und ich bin wirklich glücklich, dass wir uns kennengelernt haben. Er war schon immer sehr feminin, was mir nichts ausmachte. Er outete sich als bisexuell, er trug Frauenunterwäsche (auch BHs), rasierte sich die Beine und hatte immer lange Haare. Er war so einfach glücklicher und alles andere war mir relativ schnuppe - ich freute mich, dass er so offen damit umging.

Vor knapp einem Jahr kam er eines Nachts zu mir und beichtete mir, dass er sich wie eine Frau fühlt und sich in seiner quasi von der Gesellschaft aufgezwungene Rolle des Mannes, bzw. des maskulineren Teils der Beziehung eingeengt fühlt. Ich bewundere bis heute seinen Mut dazu. Ich könnte so etwas nie. Wir blieben zusammen, da ich mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen kann. Ich bin selbst mit der LGBT-Szene groß geworden, kannte mich also zum Thema Transgender und Co schon etwas aus. Wir sprachen also über Namensänderung, Operationen und wie man es ihren Eltern beibringen könnte. Sie lebt jetzt schon seit diesem einem Jahr als Frau und es macht mich so verdammt stolz, sie zu haben und sie in ihrem Vorhaben zu unterstützen. Ich bin zwar nun in der Rolle des Mannes (welche in sich selbst schon Bullshit ist) aber ebenfalls sehr zufrieden.

Dennoch habe ich ein Problem: ich habe manchmal echt Schwierigkeiten, meine Freundin mit ihrem neuen Namen - oder allgemein als Frau - anzusprechen. Ich versuche, alles was ich über ihn weiß auf sie zu übertragen und neu dazuzulernen, es beschämt mich aber schon extrem, wenn wir mit Bekannten sprechen und ich sie immer noch mit ihrem alten, toten Namen anspreche und sie mich verletzt anschaut. Es ist absolut keine Absicht. Ich liebe sie wirklich sehr und versuche alles, um ihr ihre Transition einfacher zu machen, habe aber teilweise Gewissensbisse und denke mir, dass sie etwas Besseres verdient hätte. Sie spricht mich fast nie darauf an, da sie sich schämt und sich in der neuen Rolle als Frau erst mal einfinden muss, ich würde mich aber gerne mit ihr aussprechen, da ich sie unheimlich liebe. Ich bitte um Absolution und gerne auch Tipps!

Beichthaus.com Beichte #00039348 vom 14.02.2017 um 19:56:00 Uhr in Düsseldorf (27 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Tolle Stunden als Frau

12

Peinlichkeit Fetisch Intim Wien

Wenn ich am Wochenende alleine daheim bin, ziehe ich (m) meist Damenwäsche an. Zuerst war es noch relativ harmlos; einfach eine Strumpfhose oder halterlose Strümpfe unter der männlichen Kleidung. Mit der Zeit ist immer mehr dazu gekommen. Nach und nach habe ich in […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00039345 vom 14.02.2017 um 14:26:51 Uhr in Wien (12 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Integration ist quasi unmöglich!

31

anhören

Vorurteile Ungerechtigkeit Gesellschaft

Ich (w) beichte, dass sich Integration in Deutschland überhaupt nicht lohnt. Seit mehr oder weniger 18 Jahren lebe ich in einer westfälischen Großstadt, lernte als Kind sehr schnell die Sprache, passte mich der Kultur an, ohne meine ursprüngliche Kultur zu vernachlässigen, hatte noch nie Konflikte mit dem Gesetz, machte den höchsten Schulabschluss und ging neben der Schule sogar noch arbeiten. Trotz alldem bekomme ich bis heute noch von vielen Deutschen zu spüren, dass ich nicht gewollt bin. Ich wurde während meiner Schulzeit wegen meines Migrationshintergrunds und dementsprechenden Aussehens gemobbt und körperlich angegangen. Unglaublich, aber wahr - selbst von anderen Migranten mit fernöstlichem Hintergrund und von manchen Lehrern. Als ich die Schule wechselte, um den höchsten Schulabschluss anzustreben, hörte dieses massive Mobbing an der Schule glücklicherweise auf, aber dieses negative Schubladendenken und die Behandlung, als sei man ein Mensch zweiter Klasse, gingen noch weiter. Egal wohin ich auch gehe.

Viele sprechen meinen Namen absichtlich falsch aus, obwohl Vor- und Nachnamen sich so aussprechen, wie sie gelesen werden. Bei vielen Amtsgängen sowie ärztlichen Untersuchungen bekomme ich häufig das Gefühl, schnell abgespeist und nicht ausreichend beraten oder behandelt zu werden, während sich Beamte sowie Ärzte bei Menschen mit "typisch deutschem" Aussehen vorzugsweise viel mehr bemühen und Zeit nehmen, diese adäquat zu beraten. Dabei bin ich zu jedem freundlich, respektvoll, tolerant und zurückhaltend, weil ich diese Verhaltensregeln nun mal genauso gelehrt bekommen habe, seitdem ich als Kind nach Deutschland kam. Selbst im Alltag, wenn ich neue Menschen kennenlernen möchte, um mich mit ihnen anzufreunden oder gar eine romantische Beziehung aufzubauen, ist es häufig so, dass ich in Schubladen gesteckt und als eine Art "Fetisch", nicht als Mensch wahrgenommen werde. Ich bin ein Mensch, der seine Freundschaften und Beziehungen gut pflegt und immer dazu bereit ist, etwas Neues zu lernen sowie Kompromisse gerne einzugehen.

Doch häufig verlieren die meisten Menschen schnell das Interesse, wenn sie meinen, alles an der Person schon erfahren zu haben und brechen abrupt den Kontakt ab, ohne dass etwas Gravierendes vorgefallen ist. Bei osmanischen Beziehungen ist das häufig auch nicht anders, weshalb es mir auf Dauer schwerfällt, mich neu zu verlieben, da die Menschen oft schnell das Interesse verlieren, bevor überhaupt etwas Neues und Schönes entstehen kann. Dies alles zieht mich so dermaßen runter, dass ich seit meiner Kindheit an Depressionen, Angststörungen und Selbstmordgedanken leide. Darum beichte ich, dass ich mich trotz aller Bemühungen, mich zu integrieren, um mir selbst das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, trotzdem nicht wirklich zu Hause und angenommen fühle.

Beichthaus.com Beichte #00039344 vom 14.02.2017 um 09:43:55 Uhr (31 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Besorgt es meiner Lehrerin!

11

anhören

Vandalismus Zorn Rache Schule

Als ich in der achten Klasse war, habe ich etwas Dummes gemacht. Am Tag der Zeugnisausgabe war es üblich, dass die Lehrerin noch etwas zu uns sagte. Ich war nicht nervös, da ich mich in diesem Jahr besonders angestrengt hatte. Als ich nach vorne gebeten wurde, schüttelte mir die Alte meine Hand und sagte: “Dein Durchschnitt ist nicht gut“, dabei hatte ich nur eine vier und das in einem Nebenfach. Ich war ziemlich wütend - es kotzte mich an, weil ich ständig gelernt hatte und mich auch in fünf Fächern verbessern konnte. Ich war so wütend, dass ich meinen Ärger der ganzen arroganten Lehrerschaft mitteilen wollte.

Am letzten Ferientag schlich ich mich abends raus, in meinem Rucksack waren: Senf, eine Packung Eier und wasserfeste Stifte. Meine Schule war nur ein paar Minuten entfernt. Als ich da war, fing es auch schon an. Ich warf Eier an die Vordertüren, schmierte Senf an die Türgriffe und schrieb Beleidigungen gegen die Lehrer auf. Meine Schrift konnte ich leicht verändern, da ich dieses Mal in der Druckschrift geschrieben habe. Die Beleidigungen waren wirklich niveaulos, die harmloseste war wohl: "Frau M. ist untervögelt, besorgt es ihr" oder so ähnlich. Am nächsten Tag gab es einen großen Aufstand, die Lehrer suchten in jeder Klassenstufe nach dem Schuldigen. Drohten mit ernsthaften Konsequenzen, wenn derjenige sich nicht stellte. Ich hatte Angst, dass man mich erwischt, und traute mich kaum noch in die Schule. Gesagt habe ich nie etwas, habe aber mit anderen Mitschülern über mögliche Täter geredet, um nicht aufzufallen. Herausgekommen ist es nicht. Das Ganze ist jetzt viele Jahre her und ich komme mir wirklich blöd vor. Ich habe überreagiert und hätte den Spruch meiner Lehrerin einfach ignorieren sollen.

Beichthaus.com Beichte #00039334 vom 11.02.2017 um 22:19:52 Uhr (11 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Dusche im Besprechungszimmer

13

anhören

Dummheit Peinlichkeit Arbeit Passau

Ich (m/20) bin Qualitätsmanager im Futtermittel und Lebensmittelbereich eines mittelgroßen Unternehmens (ca. 150 Mitarbeiter) in Niederbayern. Hört sich eigentlich recht wichtig an, ist es aber nicht wirklich. Mein Hauptaugenmerk bezieht sich darauf, dass die einzelnen Zweigstellen auf ihre Hygienerichtlinien achten und diese auch einhalten. Bisher gab es auch noch nie irgendwelche bedeutenden Probleme. Das Ganze mache ich auch erst seit Beginn des Jahres. Mein Kollege, der zuvor dafür verantwortlich war, wird mir bis Ende März noch mit Rat und Tat zur Seite stehen, danach soll ich alles alleine machen. Ist auch nicht wirklich viel dabei, solange man sich damit ein bisschen beschäftigt und am Ball bleibt. Dazu gehören auch immer wieder mal Gespräche mit diversen Ämtern und Instituten. Und genau da ist mir heute etwas wirklich Lustiges, wenn auch Peinliches passiert.

Ich und mein Kollege (Ende 20) warteten auf zwei Professoren aus Niedersachsen, die aufgrund wichtiger Änderungen im Lebensmittelbereich mit uns etwas besprechen müssen. Die Freude war nicht gerade groß, da wir einerseits sowohl Anfahrtskosten (Niedersachsen bis Grenze zu Österreich, irgendwo 0,50€/km) als auch die Aufenthaltskosten (1 Tag im Hotel, natürlich keine Billigabsteige) zu bezahlen hatten. Andererseits hatten wir eigentlich Besseres zu tun, als uns eine Stunde lang von denen vollquatschen zu lassen (versteht mich nicht falsch, wir nehmen den Job sehr ernst, allerdings sind gewisse Personen leider relativ realitätsfremd...). Wir warteten also ca. 10 Minuten im Besprechungszimmer auf die feinen Herren, die offensichtlich Verspätung hatten. Mir wurde langweilig, und während mein Kollege mit seinem Handy spielte, spielte ich mit einer vollen Wasserflasche (bisschen werfen, im Kreis drehen,...) nach weiteren 10 Minuten kamen besagte Herren endlich und nach den gewöhnlichen Begrüßungen und ein bisschen Small Talk setzten wir uns und boten unseren Gästen etwas zu trinken an. Ich nahm also die Wasserflasche (mit Kohlensäure) und öffnete sie voller Elan.

Ihr könnt es euch sicherlich denken: das Wasser spritzte nur so heraus - und da wir an einem kleinen Tisch saßen, wurden alle nass. Wusste gar nicht, dass so wenig Wasser so lang spritzen kann. Mir war das alles so peinlich, doch mein Kollege konnte sich nicht mehr halten und begann laut zu lachen. Mich hat es auch gepackt und musste mitlachen (ist mal eine etwas andere Art, um das Eis zu brechen). Unsere Gäste allerdings waren alles andere als amüsiert. Sie hielten das alles für einen schlechten Scherz und waren wütend, da ihre teuren Anzüge nass wurden. Auch diverse Unterlagen hat es mit kleinen Flecken erwischt. Das Ende vom Lied? Unsere Gäste verließen nach fünf Minuten das Besprechungszimmer, sagten so könnten sie nicht arbeiten und fuhren zurück in ihr Hotel. Den zusätzlichen Tag und die "Reinigung" ihrer Anzüge werden sie natürlich uns in Rechnung stellen. Zum Glück nahmen es mein Kollege und vor allem der Chef mit Humor, auch wenn uns der kleine "Spaß" wahrscheinlich einen Tausender kostet.

Beichthaus.com Beichte #00039331 vom 10.02.2017 um 12:44:44 Uhr in Passau (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht