WG-Leben mit Sozialphobie

28

anhören

Feigheit Verzweiflung Unreinlichkeit WG Studentenleben Göttingen

Ich (m/24) bin vor einem Jahr von zu Hause ausgezogen, da ich ein Studium angefangen habe. Ich wohne nun in einer WG mit drei anderen Studenten. Vorher habe ich in einem kleinen Dorf gewohnt, in dem ich so gut wie jeden von klein auf kenne. An meinem Studienort kannte ich natürlich anfangs niemanden. Mit dieser Situation komme ich nur sehr schwer klar und ich habe eine regelrechte soziale Phobie entwickelt. Das geht so weit, dass ich mich nur noch nachts aus meinem Zimmer traue, da ich sonst Angst habe, einen meiner Mitbewohner zu treffen. Nicht mal aufs Klo traue ich mich tagsüber, denn um dort hinzukommen, müsste ich durch die gemeinsame Küche laufen. Daher pinkle ich tagsüber meist in leere Saftpackungen und Wasserflaschen. Manchmal, wenn ich die mit Urin gefüllten Packungen und Flaschen zu lange nicht zum Müll bringe, nimmt mein ganzes Zimmer einen süßlich fauligen Uringeruch an. Ich bereue das sehr und es ist mir furchtbar peinlich. Ich kann aber aus eigener Kraft an dieser Situation nichts ändern. Bei mir im Heimatort würde niemand so etwas von mir denken, denn dort habe ich einen recht großen Freundeskreis und keinerlei solche Probleme. Ich beichte, dass ich zu feige bin, mir Hilfe zu suchen, obwohl ich genau weiß, dass ich welche brauche. Vermutlich wird das alles bis zum Ende meines Studiums so weitergehen.

Beichthaus.com Beichte #00027997 vom 20.07.2010 um 01:17:33 Uhr in Göttingen (28 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Das Loch im Lehrerpult

17

anhören

Ignoranz Unreinlichkeit Ekel Schule Berlin

Früher in der Schule hat ein Mitschüler seinen Wurstbelag auf seiner Stulle nicht leiden können, tauschen wollte keiner, geschenkt haben auch nicht, also Mülleimer oder nach hause nehmen. Einer hatte dann die Idee die Schnitte in ein durchgehendes Loch im massiven Sekretärs des Lehrers zu schieben. Dort haben wir vier Leute immer schon unnötiges Papier zu Bällchen verarbeitet, den Abfall von gespitzen Bleistiften und leere Federhalterpatronen gelegentlich reingestopft.

Die Lehrer, die am Pult saßen bekamen nichts mit und am nächsten Tag wanderten viel mehr Schnitten, Schokoriegel, Colatropfen rein, in der Hoffnung, dass es ihnen diesmal auffiel und wie sie sich wohl anstellten den oder die Schuldigen festzustellen. Sie bekamen wieder nichts mit, ob die gedacht haben, dass der Geruch von den immer deftiger werdenden Frühstückspausen herrührten, weiß ich nicht, aber gesagt hat keiner was, wahrscheinlich weil es den meisten die nur ein paar Stunden in der Woche an dem Pult unterrichten egal war, aber das Spiel trieben wir trotzdem weiter. Nach ein paar Monaten fiel es jemanden dann doch auf, dass es arg stank und es wurde gefragt, und schließlich fand sie die Stelle mit wütendem Blick wollten sie wissen wer die Verantwortlichen waren, wir grinsten und wiesen die Beschuldigungen ab. Dann forderte man uns auf, egal wer die Schuldigen sind, die betreffende Lehrerin nicht an diesem Part weiter unterrichten würde, bis der Müll entfernt werden würde. Es gab keine Freiwilligen. Danach richtete sie das Wort an zwei zu Recht Verdächtigte, doch die verschränkten die Arme und guckten woandershin. Das Ende vom Lied war, dass der Hausmeister dann fluchend alles auflesen musste, war wirklich kein schöner Anblick, ich meine nicht seine Arbeitsweise, sondern was er darunter vorkratzte, eine Masse mit merkwürdigen Farben, die bedeckt von anderem Müll war. "Wer macht denn so eine Sauerei?", schrie ich unbeabsichtigt. Das Loch im Sekretär wurde danach mit einem langem Pfropfen regelrecht versiegelt.

Wenn die betreffende Lehrerin und der Hausmeister es lesen: wir warn's doch gewesen!

Beichthaus.com Beichte #00027966 vom 07.07.2010 um 15:09:25 Uhr in Berlin (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Urinregen

28

anhören

Faulheit Ignoranz Unreinlichkeit Ekel Berlin

Ich (w/27) habe vor zwei Jahren noch in Berlin gelebt. Im vierten Stock über einem Kiosk. Zu der Zeit war ich so faul, dass ich in Gläser uriniert habe bzw. in eine Schüssel um nicht auf die Toilette gehen zu müssen. Normalerweise habe ich beides immer geleert im Bad wenn es voll war, aber einmal überkam es mich und ich habe die volle Schüssel aus dem Fenster entleert, genau zu dem Zeitpunkt stand unter dem Fenster vor dem Kiosk jemand und hat alles abbekommen. Er und die anderen Leute haben nicht gesehen woher die Flüssigkeit kam, da alles ziemlich schnell ging und dass es Urin gewesen ist, wird der arme Kerl wohl später festgestellt haben als es anfing zu riechen. Es tut mir im Nachhinein wirklich sehr Leid, mittlerweile nutze ich auch wieder die Toilette.

Beichthaus.com Beichte #00027963 vom 07.07.2010 um 03:15:00 Uhr in Berlin (28 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Urkundenfälschung

23

anhören

Betrug Falschheit Geiz Studentenleben Berlin

Ich habe gerade die Beichte einer Grafikdesignerin gelesen, die ab und zu Atteste fälscht. Wenn sie etwas zu beichten hat, habe ich das auch. Ich als Grafikdesigner mache mir ab und zu auch selbst Dokumente, ist halt eben der gerechte Ausgleich zu einen unvollkommenen System -
man nimmt sich nur das, was einem ohnehin schon zusteht. Wenn, wie bei ihr, die Berufsschule nunmal am längeren Hebel sitzt und unmenschliche und affige Regelungen aufstellt, finde ich, sollten die, die die Kreativität haben, diese zu umgehen belohnt werden! Wenn ein Professor mir aus Dickköpfigkeit einen Schein nicht geben wollte, habe ich ihn mir einfach selbst gemacht und in meine Akte gemogelt. Mein Abschluss hätte ich so oder so geschafft, aber wieso soll ich wegen einem ätzenden Menschen und seinem sinnlosen Kurs ein Semester länger studieren? Die Daseinsberechtigung für sein unterrichtetes Fach ist nicht vorhanden, daher hat er Komplexe, die er immer an unschuldigen Studenten auslässt. Solange ich damit niemandem Schade, und nur Kosmetikfehler korrigiere, die irgendjemand aus Machtgeilheit aufgestellt hat, ist das doch im legitimen Rahmen!


Ich habe mir auch mal auf einem leeren Eve*tim-Ticket-Rohling eine Karte gefälscht, weil ich den Eintrittspreis zu teuer fand, aber ich denke schon, dass dies falsch war! Habe aber Kollegen, die es regelmäßig übertreiben: Habe da schon Behindertenparkausweise, Taxischeine, Spesenabrechnungen, DB-Fahrtausweise, Eintrittskarten, diverse Dienstausweise (u.a. Kriminalpolizei, Forstverwaltung, Ordnungsamt, etc.) gesehen. Manches davon geht zu weit, aber ist auch kaum ein Unterschied ob die sich mit einer goldenen Karnevals-FBI-Dienstmarke als Polizist/Ordnungnsamt-Mitarbeiter ausgeben oder mit einem echten Ausweis, die meisten Menschen merken/kennen den Unterschied ohnehin nicht und würden gleichermaßen auf Beides reinfallen. Betrügen wollen sie damit NICHT!, lediglich die Proletenkinder, besoffenen Schläger, gröhlenden Nachbarn und nächtlichen Randalierer, die keinen Respekt vor nichts und niemandem haben, in ihre Schranken verweisen oder ab und zu einen aus Jux und Dollerei filzen, um denen Angst einzujagen!
Die hören immer sofort auf rumzuschreien und sind ganz lieb und nett und erteilte Platzverweise nehmen sie zu 90% auch Recht ernst. Angefangen hat das Ganze nachdem ein Freund von einem 16 jährigen nach einem Fußballspiel ins Koma getreten wurde.


Ich möchte beichten, dass ich es lustig und harmlos finde, den großmäuligen Tunichtguts dieser
Welt mit einem einfachen, einlaminierten Druckerzeugnis Angst und Schrecken einzujagen, auch
wenn ich denke, dass es nicht richtig ist, und Konsequenzen haben könnte. Allerdings finde ich Preise für Veranstaltungen und die Beförderungsbedingungen im öffentlichen Nahverkehr auch einfach überzogen und wenn ich es schaffe, sie zu umgehen, finde ich es eigentlich nicht allzu tragisch, solange es den Rahmen nicht sprengt!

Beichthaus.com Beichte #00027954 vom 04.07.2010 um 17:20:50 Uhr in Berlin (Crossmountain) (23 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Einfach nur Ruhe haben

37

anhören

Falschheit Falschheit Selbstsucht Partnerschaft

Ich (m/26) war etwas mehr als ein Jahr mit einer Frau zusammen. Während dieser Beziehung habe ich mindestens ein halbes Dutzend an Personen erfunden, die es gar nicht gibt. Selbst nach der Beziehung habe ich diese erfundenen Personen aufrecht erhalten und bin sogar so weit gegangen, dass ich zu diesen Phantasie-Personen Accounts im Web 2.0 erstellt habe um diese am Leben zu erhalten.
Warum? Meine Freundin hat mich oft sehr eingeengt und ich suchte nach Ausreden, warum ich eben nicht jede Sekunde meines Lebens mit ihr verbringen konnte. Hatte aber nicht den Mut ihr das ehrlich zu sagen. Also habe ich angefangen Personen zu erfinden, das dann in etwa so aussah:
Sie: "Wo warst du gestern? Ich habe dich nicht erreichen können!"
Ich: "Ich war spontan bei XY und wir haben ein wenig geredet und ich habe die Zeit vergessen und mein Handyakku war leer."
Das Positive dabei war - sie konnte es nicht kontrollieren, weil sie diese Personen nicht kannte und auch gar nicht kennen konnte. Stattdessen war ich zu Hause und habe mich einfach nur alleine entspannt und mich ein wenig "frei" gefühlt.
Der negative Beigeschmack war - meine Freundin bekam immer mehr das Gefühl, dass ich bei einer anderen jedesmal bin und sie betrüge. Dabei war ich ihr in der ganzen Zeit treu und wollte einfach nur ab und an meine Ruhe haben.
Im Endeffekt habe ich darauf verzichtet ihr eventuell ein klein wenig weh zu tun (indem ich ihr sage, dass ich mehr Ruhe und Zeit für mich brauche) und stattdessen habe ich sie mit diesen erfundenen Personen nur mehr fertig gemacht, ohne es gleich zu merken. Als ich es merkte, war es in irgendeiner Hinsicht schon zu spät um alles auszupacken, da es einfach schon zu viele erfundenen Personen gab. Also versuchte ich immer mehr diese Personen "sterben" zu lassen, indem ich nach und nach den Kontakt zu diesen Personen abbrach - zumindest habe ich das meiner damaligen Freundin so erzählt. Aber ganz habe ich das nicht hingekriegt. Zum einem war ich schon zu tief in diesem Lügensumpf drin und zum anderen war es viel zu verlockend sich mit erfundenen Personen "raus zu reden". Ich dachte immer es sei für sie mehr schmerzhafter zu erfahren, dass ich sie von Anfang an belogen habe und ich viel weniger Zeit mit ihr verbringen möchte - als das ich einfach meine Zeit mit erfundenen Personen ab und an verbringe, was sie aber immer mehr und mehr wahnsinnig gemacht hat - allein schon weil ich mit der Zeit nach Ausreden suchen musste, warum sie sie nicht kennen lernen durfte. Mir tut das Ganze sehr Leid und ich wünschte ich könnte das alles rückgängig machen. Zum einem, weil ich ihr damit sehr weh getan habe und zum anderen, weil sie für mich eigentlich das Beste war, was mir passieren konnte und nun habe ich sie vor einigen Monaten verloren. Aber rückgängig kann ich das nicht mehr machen und mit dem Ganzen während es noch nicht zu spät war reinen Tisch zu machen, dafür hatte ich nicht die Courage.

Beichthaus.com Beichte #00027919 vom 21.06.2010 um 17:09:30 Uhr (37 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000