Grenzdebile Bewerber

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Boshaftigkeit Dummheit Morallosigkeit Arbeit Berlin

Ich (m/32) habe vor einigen Jahren mit zwei Kollegen bei der Arbeit eine ziemlich fiese Sache durchgezogen. Wir waren damals zusammen für die Personaleinstellung in einem mittelständischen Unternehmen zuständig. Die Bewerber haben nach ihrem Bewerbungsgespräch einen Intelligenztest gemacht. Bei einigen war schon nach dem Bewerbungsgespräch klar, dass wir sie nicht einstellen werden. Bei denen haben wir die Tests ein wenig manipuliert. Wir haben den Bewerbern dann hinterher gesagt, dass sie aufgrund der schlechten Ergebnisse des IQ-Testes für den Beruf ungeeignet sind. Meist lag der IQ so bei 80, also grenzdebil. Für uns war das damals in der Anonymität einer Großstadt saukomisch. Ich weiß heute aber, dass es sich um eine sehr unreife Aktion gehandelt hat. Besonders wenn jemand schon länger auf Jobsuche ist, kann er sowas sicher nicht gebrauchen. Einige der Bewerber waren auch ganz schön geschockt, damals fand ich das lustig, heute tut es mir einfach nur noch Leid.

Beichthaus.com Beichte #00029982 vom 05.05.2012 um 18:39:24 Uhr in Berlin (22 Kommentare).

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Der Kleber

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Diebstahl Rache Kinder Schule

In der Grundschule stand ich ständig mit einem Mädchen auf Kriegsfuß und konnte sie überhaupt nicht leiden. Ihre Art regte mich auf, ich fand sie arrogant. Da sie schon vor der Schule lesen konnte, belehrte sie die Anderen, selbst ihr stolzes Grinsen konnte ich schon bald nicht mehr sehen und ausgerechnet mich setzte der Lehrer zwischen sie und ihre beste Freundin. So war der Streit vorprogrammiert und ich kam mir vollkommen fehl am Platze vor, wenn die Beiden sich über ihre neuesten Barbies unterhielten.


Ich weiß gar nicht mehr genau, wie ich auf die Idee kam, aber in der Kunststunde übte ich Rache. Wir sollten aus Karton etwas schneiden und anschließend aufkleben. In einem unbemerkten Augenblick schnappte ich mir ihren Klebestift und verstaute ihn an einem sicheren Ort in meiner Schultasche. Darauf war ein kleiner Eisbär abgebildet und sie war unheimlich stolz darauf. Wenn man jünger ist, können die kleinsten Gegenstände einen begeistern, jedenfalls ging es ihr anscheinend so bei diesem Prittstift.
Als sie bemerkte, dass der Stift weg war, suchte sie zusammen mit ihrer Freundin den Boden ab und fing auch noch fürchterlich an zu weinen. Hilfsbereit wie ich nun einmal war, half ich ihr suchen und sprach ein paar tröstende Worte. Meinen Kleber durfte sie allerdings nicht benutzen. Zuhause deponierte ich den Kleber stolz auf meinem Regal, bis er nach einiger Zeit in meiner Stiftbox verschwand. Mehrere Male fand ich ihn beim Aufräumen wieder und konnte mich nie überwinden, ihn wegzuschmeißen. Mittlerweile Jahre später überlege ich ab und zu noch, den Kleber in einen Umschlag zu stecken und ihn dem Mädchen zurückzuschicken.

Beichthaus.com Beichte #00029981 vom 05.05.2012 um 17:21:46 Uhr (16 Kommentare).

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Meine erfolgreiche Präsentation

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Ekel Peinlichkeit Unreinlichkeit Arbeit Wien

Ich (m/24) arbeite neben dem Studium als Freelancer bei einer Consulting Firma, für die ich in eher unregelmäßigen Abständen vor versammelter Belegschaft neue Konzepte, Ideen und Änderungsvorschläge für die Webpräsenz des Unternehmens vorstelle. An dem besagten Tag, kurz vor Beginn der Besprechung, trudelte ich fünf Minuten vor dem Besprechungstermin ein, legte meine Garderobe ab, als ein dumpfes und kränkliches Rumoren in meinem Darmtrakt etwas Unvermeidliches ankündigte und mich in Bedrängnis brachte. Hastig, kommentarlos und scheuklappenartig steuerte ich an den bereits Eingetroffenen vorbei, bog um die Ecke und verschwand zum WC. Eine Anmerkung: Die Toilette ähnelt, aufgrund von geringer Größe und kleiner Mitarbeiteranzahl im Unternehmen eher der eines privaten Haushaltes. Nur um zu illustrieren, dass es sich um keine Legebatterie mit Trennwänden handelt.


In Bruchteilen einer Sekunde riss ich meine Hose runter und beförderte bestimmt ein Kilo halbweiche Fäkalladung zum Glück direkt und zielgenau in die Büchse. Nach ein paar Minuten Sitzung wollte ich die Reinigung einleiten, als ich bemerkte, dass es an der Toilette an etwas Wesentlichem mangelte: Toilettenpapier. Ich konnte die Überreste meiner Hausgeburt schlecht in der Ritze verweilen lassen, zumal ich bei der Besprechung im Anschluss Standfestigkeit beweisen musste, also entschloss ich mich für die Notfallvariante. Ich erhob mich in leicht gebückter Haltung und noch immer heruntergelassener Hose von meinem Thron und bewegte mich mit steifem und schleifendem Schrittes Richtung Waschbecken. Ich muss in etwa ausgesehen haben wie Forrest Gump bei seinen ersten Gehversuchen mit Beinschienen. Da stand ich nun vor dem Spiegel und polierte mir bei fließendem Wasser mit meinen bloßen Händen den Mariannengraben (bin Rechtshänder). Sodann reinigte ich mir mit Flüssigseife meine Klogriffel, um den unangenehmen Geruch auf meinen Händen zu beseitigen. Zu meinem Leid musste ich feststellen, dass aus dem Seifenspender nur Wasser kam. Das Chaos war perfekt. An diesem Punkt gab es keinen Notfallplan mehr. Und kein Handtuch. Ich hatte keine Zeit zu verlieren, trocknete meine stinkenden Griffel mit meinem Hosensack (Hände rein und reiben, ähnlich wie beim Taschen-Billard), trat aus dem WC aus, bog um die Ecke und schon stand vor versammelter Mannschaft. Nachdem ich Darmflora bedingt den Begrüßungsprozess bei meiner Ankunft überspringen musste, folgten nun nachholend eine Reihe von Handschlägen. Auch den Geschäftsführern musste ich meine rechte Fäkalpratze hinhalten, mit der ich mir Sekunden zuvor meine Ritze gereinigt habe, ohne sie danach mit Seife zu desinfizieren. Aus dem Augenwinkel des Begrüßungsrituals beobachtete ich die Sekretärin, die wohl den von mir hinterlassenen Verwesungsgeruch in der Toilette war nahm und deswegen mit vorgehaltener Hand und mit Duftspray bewaffnet im WC verschwand.


Grundsätzlich ist mir dieser kleine Ausrutscher egal. Ich habe jedoch daraus gelernt, mich stets vor dem Stuhlgang zu versichern, ob genug Reinigungsutensilien (mindestens ein Handtuch, das im Notfall ja auch als Arschpapier durchgeht) zur Verfügung stehen. Ich bitte jedoch um Vergebung dieser Tat zumindest für diejenigen der begrüßten Leute, die sich während und nach der Besprechung mit Finger-Food mit ihren durch mich übertragenen Scheißfingern die Wanze vollgeschlagen haben und auch jenen Anwesenden, die sich nach Dienstschluss am Weg heim mit den Händen regelmäßig die Fingerkuppen befeuchten, um für mehr Griff beim Umblättern der Zeitung zu sorgen.

Beichthaus.com Beichte #00029980 vom 05.05.2012 um 12:45:44 Uhr in Wien (Margaretengürtel) (28 Kommentare).

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Verlobt ohne meine Eltern

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Feigheit Partnerschaft Familie

Ich bin seit einigen Monaten verlobt und eigentlich sehr glücklich. Aber so richtig genießen kann ich es nicht, denn meine Familie weiß nichts davon. Ansonsten weiß es jeder, auch die Familie meines Freundes. Leider habe ich zu meiner ganzen Familie nicht gerade das Bilderbuch-Verhältnis, dass ich mir wünsche, da alle meine Verwandten sehr karriereorientiert sind und eigentlich nichts anderes von mir wollen, als dass ich ihnen nacheifere. Ich habe das Gefühl, sie kennen mich gar nicht wirklich: Sie wissen nichts von meiner konservativen Einstellung und meinen Zukunftswünschen. Sie würden es auch nicht verstehen. Ich bete einfach nur darum, dass ich irgendwann den Mut finde, ihnen davon zu erzählen. Eigentlich möchte ich sie ja nicht enttäuschen, aber ich weiß, dass ich genau das mit einer solchen "Enthüllung" machen würde.

Beichthaus.com Beichte #00029975 vom 04.05.2012 um 12:37:55 Uhr (22 Kommentare).

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Mit der Freundin des Freundes

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Fremdgehen Feigheit Velen

Die Sache geschah vor ungefähr zwei Wochen. Ich habe mit der Freundin von einem sehr guten Freund geschlafen. Ich wusste nicht, dass sie seine Freundin ist, da wir in den letzten paar Monaten nicht so viel Kontakt haben. Ich bin immer auf der ehrlichen Schiene gefahren und bin damit immer gut durchs Leben gekommen. Aber ich habe es ihm bis jetzt nicht gesagt und er hat nicht die geringste Ahnung. Ich will es ihm unbedingt sagen, aber ich befürchte, dass das die ganze Freundschaft zerstören wird. In manchen Momenten denke ich, dass die Freundschaft zwar kaputt geht, aber er dafür die Wahrheit kennt. Außerdem würde er dann auch wissen, dass seine Freundin nicht treu ist. Ich war schon einige Male kurz davor es ihm zu sagen. Ich habe auch einmal angefangen zu reden, aber habe dann einfach mitten im Satz aufgehört und gesagt, dass ich vergessen habe was ich sagen wollte.


Dann habe ich auch ein paar Mal mit seiner Freundin gesprochen und sie dazu überreden wollen, dass sie ihm sagt was für eine untreue Schlampe sie ist, da ich es ihm sonst sagen werde. Aber sie lehnt eiskalt ab und hat nicht mal ein schlechtes Gewissen dabei. Vor einigen Tagen sind sie, er und ich zusammen rausgegangen. Ich habe ihr ab und zu einige Zeichen gegeben, dass sie es ihm endlich mal sagen soll, aber sie hat einfach so getan als hätte sie es nicht gesehen. Ich war kurz davor während ihrer Anwesenheit ihm einfach die ganze Sache zu beichten. Aber es ging nicht. Ich weiß aber, dass ich es tun muss. Je länger ich es hinaus zögere, desto schlimmer wird es.

Beichthaus.com Beichte #00029974 vom 04.05.2012 um 12:01:38 Uhr in Velen (33 Kommentare).

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