Wo ist der Zettel?

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Betrug Schamlosigkeit Waghalsigkeit Schule

Ich (m/20) habe einen Betrug aus meiner Schulzeit zu beichten. In der Oberstufe ging es bei unserer Schule von den bis dahin benutzten Klausurheften zu gestempeltem, offiziellen Papier über, welches in einzelnen Blatt bei Klausurbeginn ausgeteilt wurde. Wenn ich dann in einer Arbeit (z.b. Physik oder Chemie) absolut keinen Plan hatte, was denn in der letzten Aufgabe (die war ja meist die schwerste) die Lösung ist, habe ich mehrfach für die ersten paar Aufgaben zwei Zettel benötigt und dann die letzte Aufgabe auf den letzten paar Zeilen des zweiten Zettels begonnen. Aber statt dann ein neues Blatt zu greifen habe ich ab da lieber die anderen Aufgaben Korrektur gelesen. 10 Minuten vor Abgabe habe ich dann immer die Zettel nummeriert. Zettel 1/3, Zettel 2/3, aber 3/3 gab es nie! Eigentlich absolut einfach und im gleichen Moment genial, der Lehrer bemerkte das dann bei der Korrektur und ging davon aus das er einen Zettel verloren hat, später wurde ich kurz darauf angesprochen, es wurde gesagt wie Leid es ihm/ihr tut und ich hab gesagt, dass das ja nicht so schlimm wäre, die Aufgabe war ja eh ganz einfach, da ging es ja da und dadrum und die Lösung war das. Die Lösung hatte ich mir natürlich nach der Klausur von Mitschülern sagen lassen und so habe ich so 6-8 mal volle Punkte für eine niemals bearbeitete Aufgabe bekommen. Ich möchte beichten, dass mir das bei manchen Lehrern doch etwas wehtat sie so verzweifelt zu sehen und bitte um Vergebung, es war nicht gegen sie gerichtet.

Beichthaus.com Beichte #00030074 vom 03.07.2012 um 21:48:18 Uhr (27 Kommentare).

Gebeichtet von kreppel
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Alkohol für Minderjährige

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Betrug Waghalsigkeit Morallosigkeit Trunksucht

Gestern Nachmittag haben mich vor unserem örtlichen Supermarkt vier Jugendliche nett gefragt, ob ich ihnen drei Flaschen Hochprozentiges und Kippen mit rausbringen kann, sie würden Abends eine Party haben und nur Red Bull alleine bringt es eben nicht. Da ich mich noch gut an meine eigene Jugend erinnern kann und wir damals auch öfter vor dem Alkoholproblem standen, habe ich ihnen also eine Buddel Vodka, eine Flasche Wein und eine Pulle Jägermeister mit rausgebracht. Die Zigaretten nicht, die sind gesundheitsschädlich. Als ich dann abends kurz nach zehn mit dem Hund nochmal draußen war, habe ich gesehen, wie sie angetrunken auf einem Kinderspielplatz am rumgrölen waren. Eigentlich ist es ja nicht statthaft Jugendlichen zum Suff zu verhelfen und ich mache mir schon ein paar Gedanken ob es richtig war, aber dann fallen mir ihre dankbaren Gesichter ein.

Beichthaus.com Beichte #00030070 vom 28.06.2012 um 20:22:42 Uhr (45 Kommentare).

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“Beichte

Sternstunden im Leben eines Stinkwagenfahrers

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Zwietracht Ungerechtigkeit Arbeit Scheeßel

Ich habe vor einigen Jahren im Sommer auf Festivals Toiletten sauber gemacht. Ich bin also der Typ gewesen, der immer mit dem Stinkwagen kommt und dann seinen Schlauch in die Soße reinhält. Dafür habe ich netto 50 Euro die Stunde bekommen und dementsprechend ganz gut an so einem Wochenende verdient. Die meisten Besucher haben sich zwar die Nase zugehalten, waren aber wohl recht dankbar wenn endlich die Toiletten sauber gemacht worden sind. Ein paar Mal habe ich sogar Schmiergeld bekommen wenn ich irgendwo zuerst hingefahren bin. Einmal wurde ich jedoch wirklich übel von ein paar besoffenen Typen vollgequatscht. Von wegen Hauptschule abgebrochen, jetzt musst Du Toiletten sauber machen, wir studieren lieber.

Leider nicht nur kurz sondern während ich mehrere Toiletten sauber gemacht habe, eine Dose ist auch geflogen. Wie das Schicksal es so wollte habe ich einen Tag später gesehen wie einer der Typen auf eine Toilette gegangen ist, ich habe nicht lange gezögert und eines der Vorhängeschlösser aus meinem Stinkwagen davor gehängt. Einer meiner Kollegen hat mich dann eine halbe Stunde später angerufen das da jemand schlimm am randalieren ist weil ich ihn wohl eingesperrt habe. War dann sehr lustig für uns ihn zu befreien, zumal sich schon eine gigantische Menschenmenge draußen versammelt hatte. Ja, Sternstunden im Leben eines Stinkwagenfahrers. Zu beichten gibt es eigentlich nur das ich gehofft habe der Typ würde länger auf der Toilette festsitzen.

Beichthaus.com Beichte #00030068 vom 27.06.2012 um 17:29:20 Uhr in Scheeßel (30 Kommentare).

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Die Delegation eines Konzerns

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Boshaftigkeit Hass Rache

Ich habe zwischen Abitur und Studium in einem Hotel an der Rezeption gearbeitet. Es war ein toller Job, der mir auch größtenteils Spaß gemacht hat. Die meisten Gäste waren sehr freundlich und auch dankbar. Ein kleiner Kreis von Gästen wurde jedoch von allen Mitarbeitern […]
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Beichthaus.com Beichte #00030067 vom 26.06.2012 um 14:09:12 Uhr (16 Kommentare).

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“Folge

Der ignorierte Freund

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Ignoranz Engherzigkeit Selbstsucht

Ich (w/27) muss beichten, dass ich meinen besten Freund in seiner schwersten Zeit im Stich gelassen habe. Wir waren zur Schulzeit die besten Freunde und nach unserem Abschluss bin ich in eine andere Stadt zum Studieren gezogen und er ist hier geblieben. Anfangs haben wir uns noch regelmäßig gesehen und geschrieben aber bei mir kamen neue Freunde, ein fester Freund und ein neuer Abschnitt meines Lebens und ich wurde immer ekliger zu ihm. Ich begann seine SMS zu ignorieren, habe ihn häufig ohne Kommentar versetzt und habe regelmäßig so getan als ob ich gerade keine Zeit hätte. Man sollte jetzt annehmen das er das Interesse verlieren würde aber das Gegenteil war der Fall. Er schrieb mir immer öfter ob mir unsere Freundschaft überhaupt noch irgendetwas bedeuten würde und andere sentimentale Nachrichten, die ich irgendwann nur noch als nervig empfand. Zu seinem Geburtstag versprach ich ihm dann uns zu treffen, versetzte ihn aber für meinen Freund. Eine Woche später schrieb ich ihm noch einmal wie es ihm geht, bekam aber nie eine Antwort. Zu dem Zeitpunkt dachte ich "scheiß auf ihn" und habe mit ihm endgültig abgeschlossen, immerhin verlief mein Leben super und er war der schwarze Fleck in meinem Leben. Heute lebe ich wieder in meiner Heimatstadt, mein Freund hat mich vor einer Weile betrogen, meine Freunde sind nach dem Studium wieder in ihre Heimatstädte zurück und für mich gab es keinen Grund mehr dort zu verweilen. Letzte Woche bin ich einem alten Schulfreund begegnet und habe ihn gefragt wie es meinem früheren, besten Freund gehen würde. Er erzählte mir, dass er wenige Monate nach unserem Abschluss an Krebs gestorben sei. Da ist für mich eine Welt zusammen gebrochen. Zuhause angekommen habe ich bitterlich geweint und allein der Gedanke, dass er dort im Krankenhaus lag, mir geschriebene hat wie es mir geht und ich ihn ignoriert habe, weil mir Party und Shoppen wichtiger waren, bricht mir das Herz. In ein paar Wochen wäre wieder sein Geburtstag und ich will ein paar Blumen an sein Grab legen. Ich konnte für ihn im Leben nicht die Freundin sein, die er gebraucht hätte aber zumindest jetzt will ich die Freundin sein, die er verdient.

Beichthaus.com Beichte #00030065 vom 25.06.2012 um 00:50:09 Uhr (52 Kommentare).

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