9 Euro Stundenlohn

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Boshaftigkeit Falschheit Ignoranz Ungerechtigkeit Arbeit

Ich arbeite in einem Unternehmen, das sehr hochwertige und empfindliche Bauteile für die Luftfahrtindustrie herstellt. Da ich aber als ausgelernte Kraft trotzdem nur 9,00 Euro pro Stunde erhalte, geht mir der Job am Arsch vorbei. Für 9,00 Euro kann man wirklich ein Fass aufmachen... und wie Diogenes da einziehen. Letztens sind mir im Lager schon fertige, vom Qualitätsprüfer geprüfte Teile runtergefallen. Ich habe gesehen, dass sie beschädigt waren, trotzdem habe ich sie wieder in das Regal gestellt, als wäre nichts passiert. Es hat trotz des Lärms keiner mitbekommen.

Mein Kollege hat sie verpackt und weggesendet. Es gab eine riesige Reklamation und einen Besuch vom Kunden. Ich mag den Qualitätsprüfer überhaupt nicht, er ist ein schlimmer Mensch, und als er den ganzen Ärger abbekam, war es mir eine Wohltat. Ab 13 Euro Stundenlohn hätte ich bestimmt meinem Vorgesetzten Bescheid gesagt. Ich bereue es, den Arbeitsvertrag unterschrieben zu haben. Ich werde versuchen, woanders anzufangen und den Scheißjob aufgeben.

Beichthaus.com Beichte #00038841 vom 22.10.2016 um 12:59:49 Uhr (25 Kommentare).

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Schwangere Klischee-Frauen

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Hass Zorn Aggression Vorurteile Gesellschaft

Ich (w) habe einen richtigen Hass auf manche Frauen. Es gibt dieses Klischee leider wirklich. Man lebt vom Amt und hat daher Zeit abzufeiern ohne Ende, man muss ja nicht so früh aufstehen wie Normalverdiener(innen). Bei den Partys bietet man sich dann einem x-beliebigen Kerl, den man kaum kennt, bei dem man aber schon weiß, dass man nie mit ihm zusammenleben will, an und landet ohne Verhütung mit ihm in der Kiste. Idealerweise erzählt man dem Armen noch, dass man die Pille nimmt. Abtreiben kann man nicht, das bringt man nicht übers Herz. Noch ehe das Kind sich das erste Mal im Mutterleib spürbar bewegt, weiß man schon, was man vom Amt als Schwangere und Mutter bekommt, wie viel der Vater zahlen muss, wie man ihn notfalls dazu zwingen kann und was man tun muss, um alle Rechte am Kind, z. B. Sorgerecht, allein zu erhalten.

Und wehe, der werdende Vater, mit dem man noch Kontakt hat (einer muss ja die Colakästen in den zweiten Stock schleppen), kauft sich mal ein Spiel für seinen PC - anstatt mal zu fragen, ob ich irgendwas brauche. Und das trotz Mehrbedarf vom Amt und später der Erstausstattung. Und ist das Kind da, wird trotz Unterhalt und Alleinerziehenden-Mehrbedarf ewig rumgejammert, wie teuer doch alles ist, wie schwer man es doch als Alleinerziehende hat und wie wenig der Staat für alleinerziehende Mütter tut. Und später wird dann sogar über die Eltern der Freunde des Kindes gelästert, weil sie einem das Kind nie abnehmen oder es doch mal über Nacht einladen könnten, weil schließlich ist man ja Alleinerziehende und mal ganz froh, wenn man seine Ruhe hat. Besonders böse sind die stolzen Großeltern, wenn sie nicht immer auf Abruf bereitstehen. Tja, das Leben ist kein Ponyhof, und erst seinen Spaß haben und dann von aller Welt Mitleid und Verständnis nicht nur erwarten, sondern verlangen, finde ich unmöglich!

Beichthaus.com Beichte #00038832 vom 17.10.2016 um 20:08:47 Uhr (26 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ist das schon Missbrauch?

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Missbrauch Verzweiflung Ekel Familie

Ich (w/21) wurde von meinem Vater missbraucht. Zumindest glaube ich das. Kann man von Missbrauch reden, wenn der Vater seiner Tochter seit dem 12. Lebensjahr von Frauen erzählt, die er gerne ficken will? Ernsthaft, ich kann keine normale Unterhaltung mit ihm führen, ohne dass er von Sexstellungen oder willigen Frauen redet. Als ich 13 Jahre alt war, musste ich damit aufhören, Freundinnen mit nach Hause zu bringen, weil ich befürchten musste, dass er ihnen etwas antun, oder zumindest ein schlechtes Licht auf mich werfen würde. Zudem gab es auch eine Art "Trockenbumsen", bei dem er mich von hinten gegriffen und so getan hat, als ob er Analsex mit mir haben würde - nur halt mit Kleidung. Seinen Ständer habe ich aber trotzdem gespürt. Auch bei Umarmungen hat er die Chance genutzt, um mich überall anzutatschen. Ich kann bis heute niemanden umarmen und ertrage die Berührungen von Männern nicht.

Zur gleichen Zeit hat mein Vater mir immer wieder erzählt, wie fett ich doch sei. Dass ich daraus eine Störung entwickele, war eigentlich abzusehen. Bis heute behalte ich kaum Essen in mir. Ist das schon Missbrauch? Ich musste auch auf seinem Schoß sitzen, wenn er irgendwelche Anime-Porno-Scheiße im Internet gesehen hat, oder Youtube-Videos mit halbnackten Mädchen ansah. Ich habe immer gespürt, wie er einen Steifen bekommen hat. Mit 15 Jahren hat er mir seine alten Playboys aufgezwungen, damit ich sehen könnte, wie Frauen aussehen müssen. Ich bin übrigens die Person, die bereits in der Grundschule Prostituierte werden wollte.

Tja, was soll ich sagen? Ich bin zwar keine Hure, aber vergewaltigt wurde ich trotzdem. Und irgendwann habe ich nur für die Aufmerksamkeit als Webcam-Girl gearbeitet. Meine Beichte? Jetzt, mit 21 Jahren, kann ich mein Leben immer noch nicht genießen. Ich stolpere von einer Beziehung in die nächste, weil ich mich nach Aufmerksamkeit sehne, bin antisozial und hasse mich selbst. Ich kann Männern aber auch einfach nicht vertrauen, weil ich denke, dass sie alle nur das Eine wollen. Vor allem hasse ich jedoch meinen Vater - der will sich aber noch nicht einmal meine Vorwürfe anhören.

Beichthaus.com Beichte #00038830 vom 17.10.2016 um 00:45:23 Uhr (45 Kommentare).

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Meine Eltern sind Abzocker!

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Hass Aggression Ungerechtigkeit Verschwendung Familie

Weil es anders nicht möglich war, musste ich von der Kindheit an bis zum 21. Lebensjahr bei meinen Eltern leben. Die Schule hatte ich mit knapp 20 fertig, war dann aber zur Orientierung erst einmal ein Jahr arbeiten, bevor ich wusste, wie es mit Studium oder Ausbildung weitergehen soll. Das Gehalt im Mindestlohn reichte jedoch nicht für eine eigene Wohnung, also zahlte ich Miete, Ess- und Wasser/Heizgeld an meine Eltern und wohnte weiter dort. Ich beichte, dass ich heute einen tiefen Hass für diese Zahlungen gegen meine Eltern hege. Heizung, Wasser, Strom, das verstehe ich noch. Mir wurde pro Monat aber ca. das Doppelte abgeknüpft, als ich danach in meiner eigenen Wohnung für Einkauf und Essen ausgab. Meine Essgewohnheiten haben sich aber nicht geändert. Damals haben bloß immer sie eingekauft.

Ich verachte meine Eltern nun regelrecht für diese Abzocke, zumal sie mir immer sagten, zwei Mal warmes Essen am Tag könnten sie sich nicht leisten, trotz angeblicher Sparsamkeit. Ich habe einen sehr fordernden Job gehabt und kam da mit einmal, wenn überhaupt, Fertigfraß warm und ein paar Broten am Tag eben nicht aus. Jetzt stehe ich hier mit einem eigenen Haushalt und weiß, dass man sogar mit weniger als 50 Prozent der damals verlangten Summe als Single zwei, wenn man will auch drei Mal am Tag "warm" essen kann. Noch immer könnte ich brechen vor Wut, wenn ich das sehe. Sie geben heute noch enorm viel Geld für einen dieser Tiefkühllieferanten aus, bei dem sie auch damals schon gekauft haben. Dummerweise habe ich davon das wenigste gegessen und fühle mich einfach betrogen. Wenn Freundschaften bei Geld aufhören, warum dann nicht verwandtschaftliche Beziehungen? Ich hätte gerne 12 Monate zu viel bezahltes Essensgeld wieder und traue mich nicht, das zu sagen.

Beichthaus.com Beichte #00038816 vom 13.10.2016 um 01:26:27 Uhr (35 Kommentare).

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“Beichte

Der Unfall, der alles veränderte

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Zorn Aggression Verzweiflung Gesundheit Familie

Auf mir lastet eine unglaubliche Schuld. Es ist 40 Jahre her, aber trotzdem werde ich es nie vergessen. Eigentlich begann es ganz normal. Damals, als kleiner 7-jähriger Bub habe ich mich ziemlich oft mit meiner älteren Schwester gestritten. Sie war nicht nur fünf Jahre älter, sondern auch viel stärker und boshafter. Sie machte förmlich einen Sport daraus, mich zu hänseln. Das ging lange so weiter, bis zu dem verhängnisvollen Tag. Sie hatte mich wieder ordentlich auf die Palme gebracht und mein Lieblingsspielzeug zerbrochen. Auf unserer langen Treppe fing sie an, mich zu beleidigen und da habe ich sie gestoßen. Eigentlich wollte ich sie nur von mir wegschubsen, aber sie stolperte dabei über ihre Füße und krachte mit dem Kopf voran die Treppe runter.

Es waren nur Sekunden. Ein lauter Schrei, dann Stille. Sie lag total verdreht am Treppeende. Nachdem ich meine Starre überwunden hatte, eilte ich zu ihr, wo kurz danach auch unsere Eltern kamen. Sie mussten wohl den Schrei gehört haben. Meine Schwester kam ins Krankenhaus und wir bekamen die Hiobsbotschaft - sie würde nie wieder die Beine bewegen können. Meine Eltern haben mich nie gefragt, was damals passiert ist. Vermutlich glauben sie an einen unglücklichen Unfall und ich war nur der Erste am Unfallort. Meine Schwester selbst kann sich an nichts erinnern und ist mir sogar dankbar dafür, dass ich sie gefunden hatte. Seitdem verstehen wir uns prächtig. Ihre ganze Persönlichkeit wandelte sich um 180 Grad. Wir sind ein Herz und eine Seele geworden, nichts kann uns auseinander bringen.

Ich verbringe viel Zeit damit, ihr zu helfen, auch weil ich mich schuldig fühle. Ich danke bei allem, was mir wichtig ist, dass sie damals nicht gestorben ist. Nicht nur wegen meines Gewissens, sondern auch weil sie ein unglaublich toller Mensch ist. Ich habe ihr und meinen Eltern nie die Wahrheit gesagt. Ich habe so verdammt viel Angst vor ihrer Reaktion. Alle kennen mich nur als den fürsorglichen Bruder, aber niemand kann ahnen, was unter dieser Fassade ist. Der Selbsthass und die Schuld brodeln unter der Kruste. Es tut mir so unendlich leid.

Beichthaus.com Beichte #00038815 vom 11.10.2016 um 21:53:46 Uhr (21 Kommentare).

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