Ich will doch nur einen Job!

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Peinlichkeit Verzweiflung Arbeit

Ich bin seit zwei Jahren arbeitslos und Berufsanfänger. Nach meiner Ausbildung habe ich keine Arbeit gefunden. Ich schreibe ca. 40 Bewerbungen pro Monat. Die meisten Arbeitgeber lehnen mich ab, weil ich keine Berufserfahrungen habe. So im Wortlaut der vielen Absagen. So langsam fällt mir die Bude auf den Kopf. Trotz Praktika und Probearbeiten weiß ich nicht weiter. Ich lebe von 700 Euro im Monat. Abzüglich der Miete und etwaige Verträge habe ich 300 Euro im Monat zum Leben. Ich fühle mich ungebraucht, einsam und bedeutungslos. Ich verkümmere in meiner Wohnung. Mein Alltag besteht aus Aufstehen, Zeitung lesen und die Bude machen. Ab der Mittagszeit weiß ich nicht mehr weiter. Ich gammle häufig auf der Couch, bis ich mich zum Einkaufen hochreiße. Ich dusche nur noch einmal die Woche, aus Angst, dass ich bei der Jahresendabrechnung mehr Wasserkosten zahlen muss.

Ich gehe jeden Tag Flaschen sammeln, bis ich einige Euro zusammen habe. Auch wenn es Stunden dauert, ich hoffe nur den Tag oder die Nacht rumzukriegen, in der Hoffnung, auch Leute zu treffen, denen ich mein Leid klagen kann oder sich jemand auf meine Bewerbung meldet, bis ich wieder zu Hause bin. Wenn mich Freude fragen, was ich so mache und wie es mir geht, erzähle ich ihnen das Gelbe vom Ei. Weil es mir peinlich ist. Mir ist mein monotones Leben zu peinlich, um mich jemanden anzuvertrauen.

Beichthaus.com Beichte #00039036 vom 08.12.2016 um 02:31:54 Uhr (21 Kommentare).

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Betreuungsgeld trotz Kindergarten-Besuch

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Feigheit Dummheit Geld Kinder

Mir ist gerade erst aufgefallen, dass uns einfach weiterhin Betreuungsgeld gezahlt wird, obwohl unser 2,5-jähriger Sohn schon seit mehreren Monaten in die Kita geht. Ich dachte, die Zahlungen werden dann automatisch eingestellt. Jetzt habe ich aber herausgefunden, dass man das der Betreuungsgeldstelle melden muss, da man sonst eine Ordnungswidrigkeit begeht, die mit einem Bußgeld bestraft wird. Jetzt habe ich Angst, das zu melden, denn dann muss ich auf jeden Fall Bußgeld bezahlen. Nun hoffe ich, dass es einfach niemandem auffällt. Der Kleine wird im Februar drei und dann wird die Zahlung ja sowieso eingestellt.

Beichthaus.com Beichte #00039031 vom 06.12.2016 um 22:21:44 Uhr (20 Kommentare).

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“Beichte

Von Mathegenies und ihren Beweisen

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Dummheit Peinlichkeit Hochmut

Ich (m) bin Mitarbeiter des Instituts für Mathematik an meiner Universität. Da ich noch ein relativ junger Mitarbeiter bin, darf ich die Drecksarbeit machen. Das heißt: Übungszettel korrigieren, Übungsgruppen betreuen und gelegentlich mal Beweise prüfen. Um die Beweise soll es sich in dieser Beichte drehen. Ihr müsst wissen, dass es da draußen viele Menschen gibt, die sich gerne mit mathematischen Problemen beschäftigen. Diese Menschen haben oft ein MINT-Fach studiert, aber auch Unstudierte haben die Mathematik als Passion entdeckt. Viele dieser Möchtegern-Mathegenies glauben, die Riemannsche Vermutung bewiesen zu haben. Auch die Goldbachsche Vermutung taucht hin und wieder gerne auf. Wenn ich so einen "Beweis" vor mir liegen habe, kann ich immer nur den Kopf schütteln. Die Schritte sind meistens unstrukturiert und schwer nachvollziehbar, es wird Triviales in den Beweis mit reingenommen, bzw. Behauptungen, die gar nicht erst bewiesen worden sind.

Am Witzigsten sind aber immer noch die Vorworte und die Schlusszeilen. Wir Mathematiker sammeln diese Sätze sogar zur bloßen Erheiterung. Viele Hobby-Mathematiker vergleichen sich mit Leibniz oder Ramanujan. Andere wiederum bedanken sich bei Gott für ihren genialen Verstand. Nur die wenigsten Hobby-Mathematiker üben sich in Bescheidenheit. Hauptsache ein: "Sensation! Riemannsche Vermutung bewiesen!" in den E-Mail-Betreff packen. Diese Leute bekommen dann von mir eine mathematisch sauber formulierte Rückmeldung, warum der Beweis so nicht stimmt und einen dezenten Hinweis, dass man in Zukunft nicht unsere Zeit verschwenden sollte. Ab hier beginnt eine hitzige E-Mail-Diskussion mit Schimpfwörtern auf beiden Seiten und wildesten Anschuldigungen. Angeblich würde ich die Beweise unter meinem Namen publizieren, so einen Schwachsinn! Letztens hat mir jemand seine Ausscheidungen über die Post an meine private Adresse verschickt. Weil ich mir so etwas nicht bieten lassen wollte, musste ich die dreifache Menge meiner Ausscheidungen an seine Adresse liefern. Wer glaubt, dass Mathematiker langweilige Spießer sind, wird nun hoffentlich eine andere Meinung haben.

Beichthaus.com Beichte #00039026 vom 05.12.2016 um 17:18:39 Uhr (14 Kommentare).

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Akzeptiert einen Korb!

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Verzweiflung Gewalt Zorn Gesellschaft Berlin

Ich wurde oft von Männern bespuckt und beleidigt, wenn ich kein Interesse an ihnen hatte. Ich habe ehrlich Respekt vor Menschen, die den ersten mutigen Schritt machen und jemanden ansprechen, aber man sollte auch immer auf eine Ablehnung gefasst sein. Da ich fast immer aggressive Gegenreaktionen beobachte, bin ich sehr vorsichtig geworden und versuche so freundlich wie möglich abzulehnen. Eine freundliche Abfuhr hat aber manchmal auch zur Folge, dass viele dann glauben meine Meinung ändern zu können und dann mit Nachdruck versuchen mich umzustimmen. Die Nationalität spielt im Übrigen keine Rolle, ich habe das mit verschiedenen Männern erlebt. Ich wurde gestern am Bahnhof von einem Mann belästigt und natürlich wurde von jeder Seite nur geglotzt und nicht geholfen. Zuerst zeigte der Mann sich von seiner charmanten Seite, aber das änderte sich schlagartig nach meinem Korb. Ich habe ihm erklärt, dass ich einen Freund und kein Interesse daran habe, ihn zu hintergehen, wünschte ihm viel Glück für die Zukunft und ging weg. Er folgte mir aber über den ganzen Platz und blieb stur an meiner Seite.

Ich wiederholte mich nochmals freundlich und versicherte ihm, dass er sicher bald die Richtige findet und ich seine Zeit nur verschwende, aber er ließ immer noch nicht locker und stieg sogar in dieselbe Bahn ein. Er setzte sich neben mich und versuchte mich zu umarmen und zu küssen. Ich ging auf Abstand, setzte mich in ein anderes Abteil und zitterte am ganzen Körper. Jeder um uns herum ignorierte meine Hilferufe, mir platzte allmählich der Kragen. Ich stieg aus und lief hoch zum Bus, er natürlich immer noch neben mir. Es war zwar erst 17 Uhr, aber es war schon stockdunkel und der Bus hatte wie immer Verspätung. Kein Mensch in der Nähe, also holte ich aus und trat ihn mit aller Kraft zwischen die Beine. Er schrie aus vollem Hals und krümmte sich nach vorne, was mich dazu veranlasste nochmal nachzutreten, aber dieses Mal ins Gesicht. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie jemanden geschlagen, geschweige denn getreten, aber das war die einzige Lösung. Der Mann wimmerte auf dem Boden mit Tränen und drohte mir damit, mich umzubringen. Zum Glück kam der Bus und ich war weg. Ich kann jedem nur raten, immer mit einem voll aufgeladenen Handy rauszugehen.

Beichthaus.com Beichte #00039025 vom 05.12.2016 um 16:01:11 Uhr in Berlin (Südkreuz) (28 Kommentare).

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“Beichte

Mein unbändiges Verlangen nach hartem Sex

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Wollust Begehrlichkeit Gewalt Intim

Im vergangenen Jahr lernte ich einen Bundeswehr-Offizier kennen. Er war in einer exzellenten physischen Verfassung und er hatte Unmengen an Energie und Ausdauer. Nach unserem ersten Mal haben wir täglich Textnachrichten ausgetauscht, da er für einige Wochen außerhalb der Stadt stationiert gewesen war. Wir sprachen über Schmerz beim Sex und er fragte nach, ob ich etwas härter rangenommen werden möchte. Ich bejahte, woraufhin er meinte: "Okay, aber denk daran, du wolltest es so."

Wenn wir keinen Sex miteinander hatten, war er süß und höflich und beabsichtigte niemals etwas zu tun, was ich nicht wollte, also vertraute ich ihm. Während unseres zweiten sexuellen Zusammentreffens positionierte er mich auf alle Vieren im Doggie-Style, packte meine Hüften fest und begann richtig hart in mich hinein zu stoßen. Er war in der Lage, sich super schnell, aber gleichzeitig mit außergewöhnlicher Genauigkeit zu bewegen. Am Anfang hatte ich Angst, er würde das Ziel um einige Zentimeter verfehlen, sich selbst und mich verletzen. Aber nein, er war regelrecht wie eine Maschine. Er hielt es für eine furchtbar lange Zeit aus. Es schmerzte. Ich frage mich, ob es sich auch so anfühlt, wenn man vergewaltigt wird.

Er schlug mich auch einige Male extrem fest auf meinen Hintern. Auch das tat weh und hinterließ blaue Flecken, die einige Zeit sichtbar blieben. An einem Punkt packte er mich an meinen Haaren und zog meinen Kopf stark nach hinten. Ich habe lange Haare und hatte sie mit einer Haarklammer an meinem Hinterkopf festgemacht, die er zerbrach. Ehrlich, sie war in mehrere Teile zerbrochen, die ich später aus meinen Haaren entfernte.

Nach der ewig lang andauernden Prozedur war ich komplett fertig, außer Atem und vollkommen wund, während er kaum ins Schwitzen geraten war. Ich schwöre, damals habe ich es kein bisschen genossen. Später und auch noch heute erregt mich der Gedanke daran dagegen sehr. Ich habe sehr mit mir selbst gekämpft, was das über mich, meine Vorlieben oder meine Abneigungen aussagt und wie ich möchte, dass Männer mich behandeln. Niemand sonst hat mich je mit solch einer Kraft rangenommen. Ich vermute viele Männer würden sich nicht trauen, wenn ich sie bitten würde, mich härter zu stoßen. Diese Begehren werde ich wohl nie mehr los.

Beichthaus.com Beichte #00039014 vom 03.12.2016 um 23:08:26 Uhr (14 Kommentare).

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