Desinteresse wird bestraft

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Fremdgehen Begehrlichkeit Ignoranz Partnerschaft Schweinfurt

Ich (w/23) habe heute meinen Freund betrogen. Wir sind erst vor ein paar Monaten zusammengezogen und haben uns damit einen lang ersehnten Traum erfüllt. Leider sieht das Zusammenleben anders aus, als ich es mir vorgestellt habe. Ich gehe von acht bis 17 Uhr in die Schule und er arbeitet von 15 bis 23 Uhr. Jeden Abend sehen wir uns einen Film an, anschließend gehen wir schlafen. Beischlaf hatten wir am Anfang ab und zu, mittlerweile sind wir bei einmal im Monat. Ich bin absolut frustriert und nahm zunächst an, dass es an meinem Gewicht liegen würde, weil ich mit dem Rauchen aufgehört und ein paar Pfunde zugenommen habe. Also habe ich abgenommen und mein BMI liegt jetzt bei einer soliden 21. Gewünschter Erfolg? Fehlanzeige. Ich habe viel versucht, um sein Interesse zu wecken, und mir, zum Beispiel, aufreizende Unterwäsche gekauft. Sein Kommentar war "Hübsch. Welchen Film willst du heute schauen?" Ein anderes Mal habe ich ein Schaumbad eingelassen, Kerzen aufgestellt und ihm gesagt, er dürfe jederzeit gerne dazu kommen. Seine Antwort lautete: "Lass dir ruhig Zeit, ich bin am PC bis du fertig bist". Auch habe ich beispielsweise angedeutet, dass die Höhe der Küchenarbeitsplatte einfach perfekt wäre, um in der Küche mal "Spaß" zu haben. Das wurde lediglich mit einem "hm" quittiert. Gestern hatte ich dann endgültig die Nase voll. Wer nicht will, der hat schon, und ich wollte einfach endlich wieder begehrt werden. Also bin ich alleine ausgegangen. In meiner Stammkneipe habe ich einen alten Bekannten wiedergetroffen, der mir schon seit langer Zeit den Hof macht. Wir sind zu ihm gefahren und ich hatte zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder Verkehr. Ich war stundenlang dort, und hatte die Zeit meines Lebens. Als ich am Morgen Heim kam, hat er weder gefragt, wo ich war, noch, mit wem ich mich getroffen habe. Es hat ihn einfach nicht interessiert, er wollte nur wissen, ob ich Spaß hatte und ich habe wahrheitsgemäß mit "ja" geantwortet. Mehr wurde nicht gesagt.

Beichthaus.com Beichte #00030399 vom 28.10.2012 um 17:36:48 Uhr in Schweinfurt (Rossmarkt) (35 Kommentare).

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Meine Angst vor der Rechnung

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Betrug Lügen Missbrauch Kinder Telefon Machern

In meiner Jugend, vor zirka 20 Jahren, war ich im Kinderheim untergebracht. Unser Zimmer war ein ehemaliges Büro. Wir hatten also einen Telefonanschluss. Ein Freund schenkte mir ein altes Telefon aus dem Haushalt seiner Eltern und ich schmuggelte das Ding in meiner Schultasche ins Zimmer. Am Wochenende verlebte mein Zimmergenosse die Zeit von Freitagnachmittag bis Sonntagnachmittag bei seiner Pflegefamilie. Ich hatte das Zimmer also in den zwei Nächten für mich allein und probierte unter der Bettdecke das Telefon mitten in der Nacht aus. Es funktionierte! Ich rief 0190er Nummern an und erlebte interaktive Schatzsuchen oder hörte Fußballhotlines ab, manche auch mehrfach hintereinander, weil ich einige Dinge nochmal hören wollte. Das Telefon versteckte ich eingewickelt, nach ein paar unterhaltsamen Stunden, im Keller im nicht mehr benutzten Wäscheraum in einem alten, vergilbten Holzarzneischrank. Ich wiederholte meine Aktion jedes Wochenende. Das Ganze ging so ein paar Monate. Eines Nachmittags, mitten im Sommer, als ich von der Schule ins Heim ging, bin ich dann aus allen Wolken gefallen.

Auf dem Hof stand ein Auto von einem Telekommunikationsunternehmen. Ich spielte den Nichtsahnenden und ging in mein Zimmer, zwei Minuten später wurde meine Zimmertüre aufgerissen und mein Heimleiter, zwei Erzieher und fremde Handwerker überfüllten unsere kleine Stube. Man fragte mich, ob und wie ich hier telefoniert hätte und wo das Gerät stünde. Ich spielte weiter den Ahnungslosen und blieb auch beim Nachhaken standhaft unehrlich. Ich kam mir vor wie ein Mörder, dem man seine Tat beweisen will und der danach lebenslang im Knast verschwindet, wenn er nur ein Detail zugibt. Die Leute verschwanden. Mein Heimleiter kam später wieder und sagte mir, dass das alles kein Spielchen sei. Es gehe um 5.000 Mark. Er wüsste, dass ich den Anderen was vormache und er würde es mir eines Tages nachweisen und dann würde ich mit einer richtig heftigen Geldstrafe rechnen müssen. Seine letzten Worte waren: "Den Fremden kannst Du was vormachen, aber mir nicht." Dann verschwand er wieder. Ich hatte danach Angst. Ich räumte gleich das Telefon aus dem Arzneischrank im Keller weg und steckte es in die Schultasche, um es am nächsten Tag meinem Kumpel zurückzugeben. Ich wusste, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis man mich überführen würde. Jedes Mal, wenn ich meinen Heimleiter sah, ahnte ich, dass das der Tag ist, an dem er mich kriegen würde. Ich bin ihm immer aus dem Weg gegangen, was auch ziemlich lästig war und bei Anderen Stirnrunzeln verursachte. Im Heimleben versuchte ich mich ab da an zu einem netten Jugendlichen zu entwickeln, der lernt und Keinem auffällt. Der Heimleiter hat mich niemals wieder auf das Thema angesprochen. Eines Tages hat er mich mit seinem Auto von der Schule abgeholt und ich dachte, dass es einen guten Grund dafür geben müsse, aber er wollte mich nur mitnehmen und redete mit mir über meinen Schulunterricht. Ich plapperte wie ein Wasserfall, aus Angst, dass uns die Themen ausgehen und er mit dem Telefon anfangen würde. Aber er freute sich nur wegen meiner schulischen Erfolge. An diesem Tag dämmerte es mir, dass inzwischen Gras über die Geschichte gewachsen sein muss. Nur mein Kumpel mit dem Telefon, zugleich einziger Mitwisser, zieht mich hin und wieder mal auf, ob denn schon die Rechnung von dem Telefonanbieter angekommen sei.

Beichthaus.com Beichte #00030398 vom 28.10.2012 um 14:39:33 Uhr in Machern (11 Kommentare).

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Die biologische Uhr tickt

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Dummheit Liebe Schwangerschaft Partnerschaft Ex

Meine Verlobte und ich hatten eine sehr schöne Beziehung und sie kam - im Gegensatz zu mir - aus einem sehr guten Haus. Sie ist sieben Jahre älter als ich, aber das war für uns beide nur am Anfang ein Problem. Mit den Schwiegereltern in spe kam ich gut klar, weil ich immer in meiner Freizeit im schwiegerelterlichen Betrieb mitgearbeitet habe. Und das hat mir auch echt Spaß gemacht. Wir kamen wirklich gut miteinander aus. Ich war damals Soldat und meine Dienstzeit lief aus. Ich bewarb mich nur auf eine Ausbildungsstelle und wurde auch angenommen. Aber die biologische Uhr meiner damaligen Verlobten tickte unaufhörlich. Sie wollte unbedingt ein Kind und ich war unentschlossen. Ich wollte das Kind mit meiner Hände Arbeit ernähren. Ich habe die gesamte Zeit über kein Geld ihrer Familie begehrt oder angenommen, trotz einiger Angebote. Mein Vorschlag war es, zweieinhalb Jahre zu warten, bis man die Verhütung aussetze. Bis dahin hätte ich sicherlich wissen können, ob ich die Ausbildung bestehen würde. Meine damalige Verlobte war damals zweiunddreißig Jahre alt. Aber sie hat die Verhütung ohne mein Wissen abgesetzt. Ich merkte es wegen der fehlenden Schatulle im Badezimmer. Ich stellte sie zur Rede und sie gestand. Sie meinte, dass ihre Familie doch genügend Geld habe, das Kind zu ernähren. Also sei es nicht verwerflich!

Tief gekränkt habe ich sie verlassen. Es tat mir wirklich weh, aber der Vertrauensbruch war einfach zu tief, zumal sie mich schon einige Jahre kannte und damit auch wusste, wie viel mir finanzielle Unabhängigkeit wert war und auch noch ist. Ich liebte sie noch eine lange Zeit und habe ihr zum Valentinstag einen Blumenstrauß zugesandt, allerdings ohne Nennung eines Absenders. Wie ich von Freunden erfahren habe, hat sie fast zwei Jahre auf den unbekannten Verehrer gewartet. Und das tut mir wirklich leid! Ich wollte wirklich nicht, dass sie, gegen ihre biologische Uhr arbeitend, Geduld aufbringen musste. Mit neununddreißig wurde sie Mutter einer gesunden Tochter, was mich wirklich erfreute. Liebe S. - es tut mir leid! Dir alles Liebe und Gute!

Beichthaus.com Beichte #00030396 vom 28.10.2012 um 01:27:09 Uhr (22 Kommentare).

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Tierquälerei aus Langeweile

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Dummheit Morallosigkeit Kinder Tiere Polen

Ich (m/26) würde gerne von einer Begebenheit aus meiner frühen Kindheit, als ich so sieben bis acht Jahre alt war, berichten, auf die ich nicht besonders stolz bin. Meine Familie und ich sind Spätaussiedler aus Polen. Es war üblich, einmal im Jahr, vorzugsweise in den Sommerferien, in die alte Heimat zu fahren und unsere Verwandten zu besuchen. Meine wichtigste Bezugsperson dort war mein zwei Jahre älterer Cousin. Die Verhältnisse in Polen nach der Auflösung des kommunistischen Regimes waren nicht besonders gut und somit auch die Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder eingeschränkter, als man es hier und heute gewohnt ist. Aber wir Kinder wussten uns zu beschäftigen und spielten meistens in den Höfen und Straßen. Wie es der Zufall so wollte, gab es in der Stadt tausende von streunenden Katzen, man könnte sogar sagen richtige Katzengangs. Den Kindern waren die Katzen ein Dorn im Auge und ich hatte im Nachhinein das Gefühl, dass sie von der Bevölkerung eher als Plage angesehen wurden. Der Respekt vor diesen Tieren war also eher gering. Ich weiß nicht, ob es schlussendlich die kindliche Gewissenlosigkeit oder der fehlende Respekt vor den Tieren war, aber die Katzen wurden gerne mal mit Steinen beworfen und/oder getreten. Mein Cousin und seine Kumpels gingen sogar so weit, die Katzen zu fangen und sie in einen Müllcontainer zu werfen, der im Hof stand. Der Container war vergleichbar mit Schuttcontainern, allerdings hatte er diese schweren Klappen, so dass die Tiere kaum eine Möglichkeit hatten, dort wieder herauszukommen. So furchtbar es klingt, auch ich habe mir einmal eine Katze geschnappt und sie in den Container geworfen. Was aus ihr geworden ist, weiß ich nicht. Ich muss gestehen, dass es mir damals nicht falsch vorkam und ich anfangs deswegen gar keine Gewissensbisse hatte. Einige Jahre später, als wir eine Katze bekamen, erinnerte ich mich wieder daran und mir wurde bewusst, was für eine Dummheit ich eigentlich gemacht habe. Lange Zeit ließ mich dieses eine Lebewesen, das ich in den Container geworfen habe, nicht los. Gestern ist mein Kater gestorben und ich musste wieder an das Schicksal der Katze in Polen denken.

Beichthaus.com Beichte #00030388 vom 26.10.2012 um 07:02:46 Uhr in Polen (Aleje Jerozolimskie, Warszawa) (26 Kommentare).

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Mein Nebenverdienst

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Prostitution Peinlichkeit Geld Bayreuth

Ich schlafe für Geld mit Männern. Ich bin sozusagen eine Hobbyhure. Zwar habe ich einen Job, aber ich bekomme nur wenig mehr als Hartz IV und das reicht nur gerade so zum Leben. Es ist schwer, einen zweiten Job zu finden, der mit der Arbeitszeit des ersten konform […]
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Beichthaus.com Beichte #00030386 vom 25.10.2012 um 21:29:21 Uhr in Bayreuth (Fichtestraße) (24 Kommentare).

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