Der beliebte Arbeitskollege

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Hochmut Feigheit Eifersucht Arbeit Kollegen Hüffenhardt

Ich hasse meinen Arbeitskollegen. Er ist nicht einmal unfreundlich zu mir oder Ähnliches. Aber er stellt immer all jene Arbeit, welche gemeinsam geschafft wurde, als seine hin und alles, was schief gelaufen ist, als unsere. Er wird in unserer Firma so hochgelobt, weil er alles und jedem seine Intelligenz an den Kopf wirft und auch noch den kühlen Herzlosen spielt. "So ist er halt, der ...", sagen die anderen Kollegen. Auch die Chefs sehen das so. Ich, der um Längen bessere Leistungen bringt, bin halt eher der ruhigere Typ und kann mich nicht so verkaufen. Er, dagegen, verkauft sich so gut, dass ich jedes Mal wie ein Idiot dastehe. Aber er ist zu mir selbst sehr freundlich. Er macht alles richtig im Subtext. Ich bin, glaube ich, sehr eifersüchtig auf ihn. Ich weiß aber nicht, wie ich vorgehen soll, da ich schon um meinen Job fürchte. Allein wäre er zwar hilflos, nur hilft mir das im Nachhinein nichts mehr.

Beichthaus.com Beichte #00030572 vom 11.12.2012 um 08:48:28 Uhr in Hüffenhardt (16 Kommentare).

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Mein Testament per Video

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Dummheit Last Night

Ich (w/17) schreibe im Moment meine Facharbeit in Bio über das Thema "numerische Chromosomenaberrationen" und da meine letzte Klausur ziemlich daneben ging, muss ich mich nun total reinhängen, um eine vernünftige Zeugnisnote zu bekommen. Letzten Freitag habe ich mich wieder intensiv mit dem Thema beschäftigt und bestimmt drei Stunden am Stück an der Facharbeit gearbeitet. Danach war ich fertig, mir schwirrten nur noch irgendwelche Fachbegriffe durch den Kopf. Auf jeden Fall dachte ich mir, dass ich mir nach solcher Disziplin auch mal wieder was gönnen könnte und bin mit ein paar Freundinnen feiern gegangen. Ich trinke sonst eigentlich nie viel und gehe auch eher selten feiern, aber ich wollte mal wieder richtig Spaß haben und so kam es, dass der Alkohol an diesem Abend auch für mich gut floss. Erst beim vorglühen, dann auf der Party und danach waren wir noch ein bisschen bei einer der Freundinnen und haben weiter getrunken. Ich schätze, ich bin so zwischen 3 und 4 Uhr nach Hause gekommen, allerdings noch total aufgedreht. Ich habe mich also noch ein bisschen vor den PC gesetzt, so getan, als ob ich ein Truthahn wäre und meinen Spiegel geputzt. Dann habe ich noch ein kleines Webcamvideo gedreht, aber dazu später mehr. Ich wache also am nächsten Morgen mit einem leichten Kater auf und habe nur noch vage Bilder der letzten Nacht im Kopf. Das Video hatte ich komplett vergessen. Am gleichen Tag noch war mein Freund bei mir und war, während ich duschen war, an meinem PC. Er fand das besagte Video, das ich auf dem Desktop gespeichert hatte, mit dem Titel: "Testeeramt". Mein Alkoholpegel zu dieser Zeit lässt sich wohl erahnen. Mein Freund schaute sich das Video an. Als ich vom Duschen wiederkam, fand ich ihn ziemlich geschockt und irgendwie verunsichert. Ich habe ihn natürlich gefragt, was los ist. Er fragte mich, ob ich ihm irgendwas zu sagen habe und das in so einem ernsten Ton, dass ich mir nur dachte "Wer ist gestorben?" Es stellte sich heraus, dass ich in dem Video verkündet habe, dass ich sterben werde. Ich schaute es mir ebenfalls an. Es zeigte mich, wie ich mein Testament aufsagte. Irgendwie kann ich auch in besoffenem Zustand noch total ernst bleiben, wenn ich will. Ich höre mich da in dem Video also sagen, dass ich schon mit einer "numerischen Chromosomenaberration" geboren wurde und ich somit nur eine Lebenserwartung von etwa 23 Jahren habe. Aber das Ganze habe ich dann noch mit allerlei Fachbegriffen ausgeschmückt, die in dem Zusammenhang ziemlich professionell klangen, sodass ich mir schon fast selber geglaubt habe. Anschließend habe ich noch mein gesamtes Hab und Gut an sämtliche Verwandte vererbt. Ich habe meinen Freund dann natürlich aufgeklärt. Zum Glück hat er es mit viel Humor genommen.

Beichthaus.com Beichte #00030526 vom 03.12.2012 um 20:32:39 Uhr (13 Kommentare).

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“Beichte

Der Preis für Gewalt

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Engherzigkeit Selbstsucht Geld Ex Partnerschaft Karlsruhe

Ich war bis vor sechs Jahren mit einem sehr netten Mann zusammen und wir wollten auch heiraten. In einer gemeinsamen Wohnung lebten wir schon und er hatte gerade sein Studium als Ingenieur abgeschlossen. Wirklich eine Traumbeziehung und ich hätte sie nicht so ohne Weiteres abgebrochen. Leider ist mir schon früh an ihm aufgefallen, dass er, sobald er wieder in seinem Heimatdorf war und dort total fertige ehemalige Schulfreunde getroffen hatte, eine völlige Veränderung durchmachte. Aus einem netten, freundlichen Menschen wurde ein übler Schläger, der rumgepöbelt hat und nur auf Streit aus war. Eben genauso wie diese Freunde dort im Ort, die entweder auf dem Bauernhof ihrer Eltern lebten oder schon seit Jahren arbeitslos waren. Ich habe es gehasst, dorthin zu fahren, sodass ich dann auch irgendwann nicht mehr mitgekommen bin. Leider schien er dadurch völlig auszuticken. Auf einem Dorffest hat er dann einen anderen Kerl sehr heftig zusammengeschlagen. Dieser musste sogar wegen der Schmerzen ins künstliche Koma versetzt werden. Natürlich folgte eine Gerichtsverhandlung, er musste eine höhere Geldstrafe zahlen, kam aber zum Glück nicht ins Gefängnis. Die Sache schien noch einmal gut ausgegangen zu sein und hatte den Vorteil, dass er nun auch sein Heimatdorf mied. Allerdings kam von dem Opfer noch eine Schadensersatzklage mit medizinischem Gutachten. Darin wurde durch einen Neurologen bestätigt, dass die Person nur noch eingeschränkt berufsfähig sei. Er könne seinen Beruf als Fernfahrer nicht mehr ausüben, weil er eine Gehirnverletzung davon getragen hätte und nun immer wieder kurz wegtrete.


Nach einem langen Gerichtsprozess wurde mein Freund dazu verurteilt, dem Opfer bis zur Rente monatlich 600 Euro zu zahlen. Bis zur Rente des Opfers waren es fast 20 Jahre. Außerdem musste er die Kosten für eine Umschulung bezahlen, was noch einmal mehrere tausend Euro waren. Wir haben daraufhin sehr starke finanzielle Probleme bekommen. Meine Beichte ist nun, dass ich mich deshalb von meinem Freund getrennt habe und heute mit jemand anderem zusammenlebe. Ich gebe zu, dass ich kein Interesse daran hatte, die nächsten 20 Jahre auf Sparflamme zu leben, nur weil mein Freund jemanden fast zu Tode geprügelt hat. Über meinen Ex weiß ich nur, dass er wieder in seinem Heimatdorf gelandet ist, nachdem er es geschafft hat, seinen Job zu verlieren, um dann beim Arbeitslosengeld II zu landen. Vielleicht hätte ich das verhindern können, aber ich wollte diesen Preis nicht zahlen.

Beichthaus.com Beichte #00030519 vom 02.12.2012 um 20:05:30 Uhr in Karlsruhe (38 Kommentare).

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Die Überraschung von oben

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Dummheit Ekel Peinlichkeit Ernährung Last Night Wien

Ich (m/24) bin nun Student und mittlerweile sehr ruhig und gemütlich geworden. Vor fünf Jahren jedoch ist mir eine unangenehme Geschichte passiert, die ich nun beichten möchte. Meine Freunde und ich waren, wie eigentlich jeden Freitagabend, in unserer Stammkneipe. Wir waren dort schon gut bekannt und die nette Kellnerin gab uns auch öfters einen Schnaps aus. Nachdem es im Laufe des Abends schon ein paar Bierchen und Schnäpse wurden, bekam ich Hunger und bestellte mir die hauseigenen, legendären "Chili-Pommes." Gegen Mitternacht verließen wir dann die Kneipe, da wir alle schon ziemlich bedient waren. Zu dieser Zeit wohnte ich noch bei meinen Eltern daheim, also musste ich mich zusammenreißen, um daheim keinen Wirbel zu machen. Da ich, um in mein Zimmer zu gelangen, durch das Schlafzimmer meiner Eltern musste, achtete ich darauf, besonders leise zu sein. Nachdem alles gut geglückt war, legte ich mich ins Bett und machte die Augen zu. Ich weiß nicht, ob es am Bier lag oder an den Chili-Pommes, aber mir wurde auf einmal so dermaßen schlecht und ich wusste, ich musste mich jeden Moment übergeben. In meinem Zustand entwickelte ich zwei überaus intelligente Strategien: Entweder ich renne durch das Schlafzimmer meiner Eltern zum Klo und riskiere, dass sie merken, wie betrunken ich bin oder ich renne schnell zu meinem Zimmerfenster. In meinem Urteilsvermögen beeinträchtigt, entschied ich, dass es wohl das Klügste und Beste sei, aus dem Fenster zu erbrechen.

Gesagt, getan setzte ich diese Idee in die Tat um. Ich lehnte mich aus dem Fenster und die Chili-Pommes kamen wieder aus meinem Magen. Unglücklicherweise traf ich einen Passanten, der gerade auf dem Fußweg unterhalb unterwegs war. Ich schloss schnell das Fenster und flüchtete ins Bett. Ich hörte nur noch, wie der Passant lautstark fluchte, hoffte jedoch, dass er nicht herausfand, wo die Überraschung von oben herkam. Am nächsten Tag gingen mein Vater und ich an unserer Haustür vorbei, wo noch ein riesiger Fleck meiner Schandtat zu sehen war. Mein Vater fragte mich damals ganz entsetzt, wer so etwas nur machen kann. Ich antwortete: "Keine Ahnung, wer so etwas macht." Hiermit möchte ich nun beichten, dass ich nicht ehrlich zu meinem Vater war, einen Passanten angekotzt habe, das Ganze aus einem Fenster heraus, und so dumm war, mir in einer Kneipe Chili-Pommes zu bestellen.

Beichthaus.com Beichte #00030516 vom 02.12.2012 um 09:40:14 Uhr in Wien (Karlsplatz) (15 Kommentare).

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“Folge

Wie man sein Date wieder los wird

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Trunksucht Ignoranz Morallosigkeit Dating Last Night

Als ich 18 Jahre alt war, habe ich ein 15-jähriges Mädchen kennengelernt und sie mit stundenlangen Unterhaltungen im Chat dazu gebracht, sich mit mir zu Hause (meine Eltern waren außer Haus) zu treffen. An diesem Abend tranken wir beide viel Alkohol. Es war das erste Mal, das sie getrunken hatte. Dementsprechend schnell und stark wurde sie besoffen, hemmungs- und willenlos. Ich beichte also, dass ich die dann entstandene Situation eiskalt ausgenutzt habe. Ich konnte sie nackt ausziehen, ihren Körper untersuchen und sie dazu bringen, Big Johnny in den Mund zu nehmen. Ich wollte sie auch beglücken, aber habe dieses Vorhaben sofort abgebrochen, nachdem ich beim Mumulecken gemerkt habe, wie übel sie da unten roch. Dieser Gestank aus ihrem VIP-Eingang machte mich wütend und ich wollte sie schnellstmöglich loswerden. Als sie dann noch fluchtartig ins Badezimmer verschwand und dort in die Badewanne und auf die Fußmatte gekotzt hat, war der Spaß für mich zu Ende.


Ich nahm sie an die Hand, führte sie aus dem dritten Stock hinunter auf den Hof und brachte sie zum 100 Meter entfernten Bahnhof. Sie war noch immer stark betrunken. Nebenbei muss erwähnt werden, dass sie ihre Eltern angelogen und behauptet hatte, dass sie bei einer Freundin schlafen würde. Sie flehte mich an, sie nicht nach Hause zu bringen. Ich versprach ihr, dass ich dies nicht tun würde. Und mein Versprechen habe ich sogar gehalten: Ich habe sie nicht nach Hause gebracht. Am Bahnhof angekommen, habe ich mich so schnell wie möglich hinter der nächsten Ecke versteckt, um anschließend zu verschwinden. Ich habe sie also ausgesetzt und zurückgelassen und bin nach Hause gesprintet, denn ich hatte schließlich noch ihre scheiß Sauerei sauber zu machen.


Jetzt kommt der eigentliche Knaller: Fragt mich nicht wie, aber sie hat in ihrem alkoholisierten Zustand und ohne Ortskenntnisse zurück zu meiner Haustür gefunden und geklingelt. Ich hatte sie bereits vom Fenster aus kommen sehen. Schnell bin ich nach unten gerannt, habe mich hinter einer Mülltonne versteckt und beobachtet, wie sie verzweifelt versuchte, wieder zu mir reinzukommen, um wenigstens ihren Rausch ausschlafen zu können. Ich blieb kalt hinter der Mülltonne versteckt und schaute ihrem Treiben zu, in der Hoffnung, dass sie verschwinden würde. Doch es kam anders!
Statt zu verschwinden und sich damit abzufinden, nach Hause gehen zu müssen, hat sie sich vor meiner Haustür niedergelassen und ist dort eingeschlafen. Es war Juni und Hochsommer, also keine Gefahr von wegen erfrieren, so viel Anstand hatte ich dann doch. Für mich bedeutete das, dass der Zugang zu meinem Schlafplatz, wo ich meinen Rausch ausschlafen wollte, blockiert war. Ich konnte nicht durch die Tür, da sie mit Sicherheit aufgewacht wäre und ich sie dann wieder an der Backe gehabt hätte.


Ich bin in eine Telefonzelle gegangen und habe die Polizei gerufen. Ich benutzte extra nicht mein Handy, damit der Anruf anonym und nicht zurückverfolgbar war. Sogar meine Stimme verstellte ich und wickelte ein Taschentuch um den Hörer, um keine Fingerabdrücke zu hinterlassen. Ich berichtete, dass eine minderjährige asoziale Obdachlose, die offensichtlich unter Drogeneinfluss steht, vor einer Haustür schläft und ob man sie nicht lieber abholen wolle. Wenig später kam die Polizei und sammelte sie ein. Auch das habe ich von der Mülltonne aus beobachtet. Als sie weg war, konnte ich endlich nach Hause und schlafen.

Beichthaus.com Beichte #00030511 vom 30.11.2012 um 00:34:59 Uhr (67 Kommentare).

Gebeichtet von essay
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