Teilzeitpolitesse

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Betrug Boshaftigkeit Hochmut Geld Zorn Regen

Teilzeitpolitesse
Als ich (w/20) letztens in der Stadt zu meinem Auto gegangen bin, brüllte mich plötzlich eine mir wildfremde Frau von weitem an. Beim Näherkommen schnappte ich neben diversen Beleidigungen Satzteile wie "dürfen mich gar nicht aufschreiben", "fahre sowieso gleich" oder "meinen Strafzettel kann ich mir in den Po schieben" auf. Die gute Frau hielt mich offenbar wegen meines dunkelblauen Trenchcoats für eine Politesse.

Weil ich wegen dem Gebrüll und den Beschimpfungen echt sauer war, habe ich Politesse gespielt und der Frau erklärt, dass sie 20€ zahlen müsse, weil sie erstens die Höchstparkdauer überschritten hat und zweitens verkehrsgefährdend geparkt hatte (sie stand nicht optimal in der Lücke), was ich nach neuester Gesetzesänderung ebenfalls ahnden muss. Allerdings hätte sie die Möglichkeit, gleich bar zu bezahlen, dann wären es wegen der gesparten "Transaktionskosten" auch nur 15 €.

Unter weiteren Beleidigungen hat die Frau mir 15 € gegeben und fuhr fluchend von dannen. Ich bitte um Absolution dafür, dass ich der Frau Geld abgenommen habe, aber so benimmt man sich doch nicht! Wer einen Cayenne fährt, kann das sowieso verschmerzen.

Beichthaus.com Beichte #00029261 vom 13.08.2011 um 20:03:08 Uhr in Regen (21 Kommentare).

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50. Jahrestag des Mauerbaus

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Dummheit Morallosigkeit Vorurteile Schamlosigkeit Familie

Ich habe wohl heute für einen kleinen Skandal in meiner Familie gesorgt. Heute hat die Lebensgefährtin meines Opas Geburtstag (beide Mitte Fünfzig). Ich habe es unglücklicherweise damit verknüpft, dass heute 50. Gedenktag des Mauerbaus ist: Als es nämlich dazu kam, dass meine Eltern und ich ihr gratulieren wollten, tat ich überrascht, denn ich sagte gespielt verwundert, dass man hier doch den 50. Jahrestag des Mauerbaus feiere. Das ist insofern kritisch, weil ihre Familie nach der Wende aus der DDR ausgewandert ist. Meine Eltern und ich sind dann schnell wieder heimgegangen, als wir merkten, dass die Stimmung wohl doch eher schlecht war. Mensch, ich und meine große politisch inkorrekte Klappe!

Beichthaus.com Beichte #00029260 vom 13.08.2011 um 18:48:39 Uhr (26 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Start in die Bundeswehrlaufbahn

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Betrug Schamlosigkeit Arbeit Zivi & Bund Berlin

Ich möchte beichten, dass ich bei meinem Einstellungstest bei der Bundeswehr (für eine Feldwebellaufbahn im Fachdienst) beim Mathe-Test geschummelt habe. Es war ganz früh am Morgen der zweite Testtag und im Raum war nur noch ein anderer Mitbewerber und eine Aufsichtskraft. Die hat dann nach wenigen Minuten den Raum verlassen um mit ihrer Kollegin zu Quatschen und Kaffee zu trinken, also war keiner mehr da. Die Tür stand offen und ich konnte sie hören. Also habe ich meine Armbanduhr mit Eingebautem Taschenrechner (danke Casio) genommen und die ganzen Rechnenaufgaben, die man im Kopf mit Zettel und Bleistift rechen sollte schön am Handgelenk berechnet. Ich habe den gesamten Testablauf positiv bestanden und trete jetzt meine Bundeswehrlaufbahn an. Ohne Rechner hätte ich bestimmt auch Bestanden, aber ich war so aufgeregt, dass mir das der sichere Weg war.

Beichthaus.com Beichte #00029244 vom 09.08.2011 um 19:11:43 Uhr in Berlin (Regattastraße) (26 Kommentare).

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KO in der ersten Runde

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Aggression Gewalt Trunksucht Last Night Graz

Gestern Abend hatte ich (m/29) keine Lust fortzugehen und verbrachte den Abend Computer-spielend in meiner Wohnung. Nach einiger Zeit hörte ich, wie jemand vor meiner Wohnung lallte und schrie, als ob er gerade in einem Fußball-Stadion wäre. Ich dachte "na, der Besoffene […]
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Beichthaus.com Beichte #00029231 vom 06.08.2011 um 01:13:06 Uhr in Graz (33 Kommentare).

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“Beichte

Weihnachtsshopping

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Rache Boshaftigkeit Habgier Shopping Weihnachten

Folgendes trug sich letztes Jahr um die Weihnachtszeit zu: Einkaufen mit Mutti fürs gemeinsame Essen vom Heiligabend bis zum 2. Weihnachtstag. An Feiertagen, sogar an einem verlängerten Wochenende drehen die Leute kollektiv am Rad und hamstern, als stünde ein Atomkrieg bevor. Dementsprechend kahl gefressen waren auch die Läden. Meine Mutter war schon bedient, als wir in den überfüllten Laden marschierten und die Leute sich da fast gegenseitig auf die Füße traten. An der Kühltruhe mit dem Fleisch suchten wir nach Minutenschnitzeln, die waren natürlich aus. In dem Moment kam eine Mitarbeiterin mit einem ganzen Wagen neuer Ware und die Leute drängelten sich schon herum, meine Mutter hingegen fragte höflich, ob sie sich was runter nehmen dürfte, was natürlich kein Problem war.
Sie nahm also drei Pakete Schnitzel und freute sich selbst wie eins, dass das Heiligabend-Wunschessen gerettet war, da rauschte ihr plötzlich eine Frau vom Typ "Herrische, fette Matrone" entgegen und riss ihr kommentarlos das oberste Paket vom Stapel. Meine Mutter bekam große Augen und meinte noch mit einem Lachen: "Hey, das sind meine." Woraufhin der Pelztragende Wal aufs Herrischste keifte: "Pech, jetzt hab ich die." Meine Mutter war völlig perplex und auch ein bisschen eingeschüchtert und ich hatte im ersten Moment auch nichts schlagfertigeres als ein eher lahmes, geknurrtes "Warum nicht gleich ein halbes Schwein auf Toast" auf Lager. Die Angestellte brummte auch noch was von wegen grob unhöflich und Leute gibt's.

Miss Plantschkuh schob ihren Wagen unbeeindruckt weg und ich wurde immer angefressener, denn ich selbst bin ein ziemlich höflicher Mensch und erwarte das auch von anderen. Nachdem ein paar Minuten ins Land gegangen waren und die Alte gerade bei den Cornflakes-Packungen stand, ging ich kurzentschlossen hin, kidnappte ihren Wagen und lief damit trotz Herzklopfen durch die Gänge, um allen möglichen Scheiß rein zu werfen: Toilettenpapier, Warzenpflaster, Hundefutter, einen kitschigen Plastikschneemann, Konserven. Die Uschi regte sich schon auf, denn ihre Handtasche hing am Wagen. - Nein, ich habe ihr nichts geklaut! Mit dem völlig überfüllten Wagen bin ich dann zu ihr zurück und meinte im vertraulichsten Tonfall, dass ich die Kondome nicht finden könnte und auch den Einkaufzettel verloren hätte, aber die wesentlichsten Dinge wären ja da. Dann bin ich aber doch abgehauen, meine Mutter war schon zur Kasse gegangen.
Ich werde künftig einfach viel früher einkaufen gehen, und entschuldigen möchte ich mich bei den Mitarbeitern, die den ganzen Mist eventuell ausräumen durften, obwohl sie zu dieser ätzenden Zeit sicher schon genug um die Ohren hatten. Darüber habe ich in dem Moment nämlich nicht nachgedacht.

Beichthaus.com Beichte #00029225 vom 04.08.2011 um 18:15:16 Uhr (25 Kommentare).

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