Warum meine Wohnung brummt und was ich dagegen getan habe

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Vandalismus Rache Graz

Vor meinem Fenster parkt in letzter Zeit immer ein großer VW-Bus. Er gehört wohl irgendeinem Nachbarn den ich nicht kenne. In den letzten Wochen haben die immer enorm laut die Musik im Bus aufgedreht und haben mit laufendem Motor stundenlang dagestanden. Da das tagsüber war, kann man sich eigentlich nicht beschweren. Allerdings haben die extrem gute Bässe dadrinnen und dadurch brummt bei mir das ganze Zimmer. Noch dazu machen die das wirklich stundenlang. Ich habe letztens sogar ein Kleinkind in dem Bus gesehen. Kurz gesagt: die haben mich mehrmals genervt. Als ich mal nachts betrunken heimgekommen bin, habe ich ein rohes Ei aus dem Fenster in Richtung Bus geworfen. Ja, war dumm, könnte als Sachbeschädigung gelten.

Beichthaus.com Beichte #00038957 vom 20.11.2016 um 20:30:04 Uhr in Graz (Opernring) (8 Kommentare)

Spezial-Chili für meine Kolleginnen

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Rache Zorn Ungerechtigkeit Selbstsucht Kollegen

Ich (w) bin 22 Jahre alt und Altenpflegerin. Ursprünglich war es mein Traumberuf - und eigentlich ist er es immer noch. Nach mehreren Schnupperpraktika während der Schule war für mich klar, dass die Arbeit mit alten Menschen das Richtige für mich ist. Es könnte alles so gut sein, wenn nicht meine drei sogenannten Kolleginnen wären. Sie sind alle drei quasi dauerhaft krank. Warum quasi? Weil sie immer wieder für genau einen Tag arbeiten kommen, damit der Amtsarzt sie nicht untersuchen muss und sie weiterhin schön ihr Geld bekommen. Wir Übrigen müssen für die Kühe mitarbeiten. Mittlerweile habe ich es endlich geschafft, und habe mir eine neue Handynummer besorgt, damit der Leiter mich nicht an meinen freien Tagen anrufen kann. Anfangs war ich einfach nicht selbstbewusst genug. Ich habe mittlerweile einen unbefristeten Arbeitsvertrag und es ist mir daher egal.


Ich gehe mit den Menschen rücksichtsvoll und verständnisvoll um, denn die können am Wenigsten dafür. Auch unser Heimleiter ist ein sehr umgänglicher Mensch und er sagt oft, dass er vollstes Verständnis für unseren Ärger hat, er würde die Frauen am Liebsten rauswerfen, aber er kann ja nicht, sie haben schließlich unbefristete Arbeitsverträge und tun offiziell nichts Verbotenes. Doch nun beichte ich, dass das Verständnis meines Chefs für mich letztens auch kein Trost mehr war. Meine Kollegin (59 Jahre) ist schier zusammengebrochen. Ich selbst leide ja schon immens unter der Mehrarbeit, aber ich bin jung. Sie steht wirklich ganz, ganz kurz vor dem Burn-out, und wird mit fast 60 Jahren auch nichts mehr finden. Ich kann da ja wenigstens noch Hoffnung haben, bewerbe mich ununterbrochen und habe nächsten Monat auch ein Vorstellungsgespräch, aber sie nimmt niemand mehr und sie ist daher auf den Job angewiesen.


Es reicht also! Wer nach langer Krankheit wieder arbeiten kommt, hat ein Willkommensgeschenk verdient. Doof, dass ich in mein berühmtes, selbstgemachtes Chili con Carne versehentlich ein bisschen zu viel von einer Sauce geschüttet habe, die sich in einem ziemlich hohen Scovillebereich befindet. Natürlich hatte ich zwei Tupperschüsseln, da es zu viel war für eine - so kamen nur die drei Grazien in Genuss dieser Chilibombe. Mein Chef hat nur in sich reingegrinst, als die gehustet und Milch in sich reingeschüttet haben. Natürlich bringt das aber nichts. Für den Moment fühlte es sich jedoch einfach gut an und etwas anderes fiel mir nicht ein - doch nach dem Zusammenbruch meiner Kollegin war meine Wut auf diese widerwärtigen Grazien so immens - da musste einfach irgendetwas gemacht werden. Übrigens, die Frauen sind weder alt, noch gebrechlich oder sonst etwas. Die Älteste ist 42, die eine Ende 30 und die Jüngste von ihnen 26.

Beichthaus.com Beichte #00037686 vom 23.02.2016 um 22:57:33 Uhr (17 Kommentare)

Der Preis der Faulheit

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Dummheit Faulheit Peinlichkeit Last Night Graz

Ich war dieses Jahr im Sommer bei einem Bekannten, der seinen 20. Geburtstag feierte, eingeladen. Es war eine riesige Party, etwa 40 Personen waren dort. Die Meisten waren im Laufe des Abends schon gut angetrunken. Während ich mein bestes gab, bei einer hübschen Blondine zu landen, machte sich langsam meine Blase bemerkbar. Da mein betrunkenes Ich zu faul war, den weiten Weg ins Haus anzutreten, verschwand ich nur hinter einer Hecke und ließ meinen Drängen freien Lauf. Leider war ich wohl etwas zu stürmisch unterwegs, denn auf meinen weißen Shorts waren deutliche Spuren des Manövers zu sehen. Da dieser Fauxpas die Chancen bei meiner Angebeteten nicht gerade verbessert hätte, war ich verzweifelt auf der Suche nach einer Lösung. Die vermeintliche Rettung bemerkte ich nach einigen bangen Sekunden: Ein paar Mädels, inklusive meinem Objekt der Begierde, waren unter lautem Gegröle auf dem Weg in den Pool. Ich sah die Gelegenheit, ein paar Extrapunkte zu sammeln und gleichzeitig mein Malheur zu vertuschen. So sprang ich voll bekleidet, begleitet von einem tarzan-ähnlichen Schrei, direkt vor den Mädels in den Pool. Obwohl die Arschbombe mit besten Haltungsnoten einwandfrei gelang, hatte mein Plan einen kleinen, teuflischen Haken. Was ich nicht wusste: der Pool hatte genau unter meiner Landefläche eine Sitz-Erhöhung - quasi ein Whirlpool im Pool. Dementsprechend heftig war mein Aufprall. Zunächst hatte ich natürlich den geballten Spott der anderen Anwesenden zu ertragen, doch nach einigen Sekunden großer Schmerzen hatte ich plötzlich andere Sorgen. Ich spürte meine Beine nicht mehr. Ich begann, um Hilfe zu schreien und zog mich an den Armen aus dem Wasser. Nach einigen bangen Minuten konnte ich sie, Gott sei dank, wieder bewegen und das Gefühl kam zurück. Der Krankenwagen war jedoch schon gerufen, die Stimmung der Party im Keller. Auch wenn ich versuchte, den Vorfall herunterzuspielen, meine unbedachte Aktion bedeutete dann ein relativ rasches Ende der Veranstaltung, wie mir erzählt wurde. Ich fuhr ins Krankenhaus und wurde durchgecheckt. Als Strafe konnte ich die nächsten zwei Wochen nur unter heftigen Schmerzen sitzen, an Gehen war die ersten Tage nicht zu denken. Wie sich später herausstellte, war meine Angebetete ohnehin die Schwester des Gastgebers, die obendrein vergeben war. Ein weiteres Opfer der Aktion war mein neues Handy, das ich in meiner Hosentasche trug; es überlebte den waghalsigen Sprung leider nicht. Beichten möchte ich, dass ich jemandem gehörig seinen Geburtstag vermasselt habe, nur weil ich zu faul war, die Toilette aufzusuchen.

Beichthaus.com Beichte #00030506 vom 29.11.2012 um 15:00:39 Uhr in Graz (Heinrichstraße) (19 Kommentare)

Cappuccino especiale mit Keks

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Rache Boshaftigkeit Ekel Unreinlichkeit Ernährung München

Die Angelegenheit liegt nun schon vier Jahre zurück und ich bin oftmals nicht wirklich reumütig, wenn ich zurückdenke an jenen Sommer. Trotzdem würde mir eure Absolution guttun, für diesen Vorfall: Meine Ehefrau - ich bin fast versucht von meiner Ex zu reden, wir sind seit bald drei Jahren getrennt und haben einen grausamen Rosenkrieg - hatte ihre drei besten Freundinnen zu Besuch. Sie saßen bei uns im Wintergarten, soffen meinen Prosecco und erzählten sich irgendeinen Scheiß. Hauptthema war die laufende Scheidung einer der Grazien, und wie Frau dem Manne am Besten die Hosen auszieht. Die Finanziellen versteht sich. Denn für anderes waren sie nicht zu haben, obwohl sie alle erstaunlich gut für ihr Alter aussehen. Mir gingen diese Sitzungen tierisch gegen den Strich. Und als ich sie einmal freundlich begrüßte und mit kollektiver Missachtung gestraft wurde, langte es mir. Ich fragte die Damen, ob ich ihnen einen Cappuccino machen sollte. Das war dann okay für sie. In der Küche schmiss ich die Jura an, begann mit der Kaffeeproduktion und holte mir in der Zeit einen runter. Wegen der chronologischen Untervögelung brachte ich in drei Minuten eine ordentliche Portion zusammen, die ich in einen Edelstahlbehälter spritzte, mit heißer Milch verdünnte und dann akkurat aufschäumte.

Ich tat noch ein bisschen Zucker rein, weil ich fürchtete, dass meine körpereigene Sahne etwas vorschmeckte. Tat sie aber nicht. Und der Schaum war so fest, dass man ihn hätte schneiden können. Ich habe dann meinen Cappuccino especiale mit einem Keks serviert und voll Freude zugeschaut, wie die Damen die Schaumberge erst einmal löffelten und sich die Lippen leckten. Ich musste mir echt auf die Unterlippe beißen, um ob des Lobes nicht loszulachen oder ihnen die Wahrheit zu sagen. Inzwischen sind drei der Damen geschieden und meine führt noch den Rosenkrieg. Lag das am Sperma? Und ist der Ärger, den ich jetzt habe, der Lohn für mein damaliges Tun? Bitte vergebt mir, damit Frieden einkehren kann.

Beichthaus.com Beichte #00029311 vom 27.08.2011 um 19:18:59 Uhr in München (Ludwigstraße) (24 Kommentare)


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