Spirituelle Geborgenheit bei meiner Schwägerin

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Begehrlichkeit Verzweiflung Maßlosigkeit Fremdgehen Bünde

Ich bin 48 Jahre alt, seit 25 Jahren verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Meine Schwägerin (45) ist sehr spirituell und wohnt ungefähr 30 km von uns entfernt. Eigentlich bin ich nicht spirituell angehaucht, ließ mich aber vor ungefähr 10 Jahren zwecks einer Knöchelverletzung mal von ihr behandeln (Hand auflegen). Auch wenn ich es mir nicht erklären kann, ging die Heilung damals extrem schnell. Wir kamen immer wieder mal über Spirit zum Sprechen, bis sie mir eines Tages anbot, mein Gesicht in ihre Hände zu legen. Ich war verwundert und lehnte ab. Trotzdem ließ es mir keine Ruhe: "Du wirst dadurch Dimensionen kennenlernen, die du nie für möglich gehalten hast", hatte sie gesagt. Okay, ein paar Wochen später fuhr ich heimlich zu ihr. Es war eine Art Ritual. Ich kniete mich vor sie, sie formte ihre Hände zum Kelch und ich legte mein Gesicht hinein. Was dann kam, ist unbeschreiblich. Ein Gefühl von Geborgenheit, Wärme, Zufriedenheit... Jegliches Zeit- und Raumgefühl war ausgeschaltet.

Ich fuhr an diesem Abend glücklich nach Hause, erzählte meiner Frau allerdings nichts davon, da auch sie mit der Spiritualität ihrer Schwester nichts anfangen kann. In den kommenden Wochen war ich immer wieder dort und ja, ich tauchte in andere Sphären ein. Seit dieser Zeit bin ich wöchentlich einmal bei ihr, um mein Gesicht in ihre Hände legen zu dürfen. Meine Frau weiß bis heute davon nichts, da sie mit ihrer Schwester nicht sehr gut kann. Im Grunde hätte ich mir gewünscht, dass sie es mir gleich tut. Doch das würde sie nie tun. Doch nun hat meine Schwägerin Gefühle für mich entwickelt. Vor drei Wochen ist es nun passiert, das sie mich bei der Verabschiedung plötzlich zwischen den Beinen berührt hat. Es durchzuckte mich wie ein Stromschlag. Mein Atem ging schneller, ich konnte mich ihr nicht entziehen und sie begann ihr Spiel, das mit meinem Höhepunkt in der Hose endete. Auch wenn ich haderte, so ging ich die Woche drauf wieder hin und wieder dasselbe Spiel. Und nun hat sie den Kontakt zu mir plötzlich abgebrochen und ich zergehe fast vor Lust und Sehnsucht. Ja, ich bin ihr völlig verfallen.

Beichthaus.com Beichte #00040648 vom 16.11.2017 um 11:04:41 Uhr in Bünde (15 Kommentare).

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Ritzen aus Verzweiflung

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Selbstverletzung Gesundheit

Ich war heute bei einer Psychologin (war nicht das erste Mal). Ich habe ihr gebeichtet, dass ich mich in einem Anfall an Verzweiflung selbst verletzt habe (typisches Ritzen). Daraufhin habe ich Beruhigungstabletten bekommen, die ich nehmen soll, falls ich wieder so einen Anfall habe. Der Arztbesuch, das Reden und die ganze Situation haben mich so fertig gemacht, dass ich mich direkt wieder geritzt habe.

Hat auch im ersten Moment geholfen. Aber jetzt habe ich Angst, dass sie beim nächsten Termin etwas davon mitbekommt und deswegen Stress macht. Ich will keine Tabletten nehmen. Ich will einfach wieder glücklich sein und normal durchs Leben gehen. Ich versuche trotzdem das nächste Mal die Tabletten zu nehmen. Auch weil ich Angst habe, dass irgendwann die Spuren nicht mehr zu verstecken sind und ich in meinem Umfeld als Psychowrack durchgehe.

Beichthaus.com Beichte #00040645 vom 14.11.2017 um 13:52:22 Uhr (29 Kommentare).

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Auf der Flucht vor meiner Familie

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Lügen Diebstahl Waghalsigkeit Missbrauch München

Ich habe drei Jahre meine Eltern mit Noten belogen. Anfangs aus Minus ein Plus gemacht. Ich habe Klassenarbeiten und Zeugnisse gefälscht. So professionell, dass ich an anderen Schulen gefälschte Klassenarbeiten für 25 Euro das Stück anbot. Ich hatte sieben bis acht Stammkunden. Durch die guten Zensuren sahen meine Eltern keinen Grund, zum Elternsprechtag zu gehen. Da meine Noten in real immer schlechter wurden, irreal stabil supergut blieben und ich einen blauen Brief erhielt, mussten meine Eltern ran. Der blaue Brief war kurioserweise für das falsche Fach adressiert, mir gelang es, den neuen Brief abzufangen. Ich fälschte die Unterschrift. Irgendwie gelang es mir, den Lehrer hinzuhalten und mit besseren Leistungen zu beeindrucken.

Nach drei Jahren, ich war in der 9. Klasse, wollten meine Eltern zum Elternsprechtag. Könnte man mal wieder hin. Mein Vater ging hin, zum Englischlehrer. Meine Versetzung war in den Fächern Mathe, Französisch und Englisch gefährdet. Morgens saß ich im Unterricht und freute mich, dass ich bald sterben würde. An jenem Tag unternahm ich einen Selbstmordversuch. Er misslang. Ich ging nach Hause. Weinte schrecklich, bis ich nach einigen Worten verstand: Der Lehrer hatte sich derartig zweideutig ausgedrückt, dass mein Vater von den schlechten Zensuren nichts erfahren hatte. Ich musste mir rasant am Küchentisch eine neue Geschichte einfallen lassen.

Da die Hoffnung auf eine Versetzung in die 10. Klasse rasant schwand, musste ich im Mai 2005 handeln. Es stand ein Sprechtag bevor, dieses Mal wollte meine strengere Mutter vorbeischauen. Vorbereitend fälschte ich ein Tagebuch, um die Polizei auf eine falsche Spur zu führen. Dort erfand ich eine Freundin, die ich nie hatte. Ich klaute die Waffe meines Vaters, die ich als Kind beim Suchen nach Weihnachtsgeschenken gefunden hatte, packte sie in meinem Rucksack. Ich sah meine Mutter in der Innenstadt zur Schule gehen. Nach einigem Nachdenken - Suizid oder Abhauen - haute ich von zu Hause ab. Ich war insgesamt sechs Wochen auf Flucht. Selten blieb ich am selben Ort, lernte ich jemanden kennen, verließ ich den Ort. In Bad Reichenhall fiel ich auf einen Typen rein, der mir Nahrung anbot. Ich aß mich satt, ich wusch mich rein, dafür gab es einen Handjob. Irgendwie redete ich mich aus der Wohnung raus.

Ich klaute ein Fahrrad, mit dem ich durch die Alpen tourte. Irgendwann erreichte ich München. Das Rad stellte ich mit einem Zettel in einem Vorort von München ab ("Dieses Rad ist aus Österreich, Salzburg, es tut mir unendlich leid.") Ich stahl vor allem in Tankstellen. Ich saß an der Theresienwiese und malte. Ich stahl mir alles. In einem Park wurde ich sexuell missbraucht. Ich erhielt dafür 10 Euro und eine Lebensberatung, wie wichtig Familie sei. Manchmal schauten mich Passanten in den U-Bahn-Stationen an. Die Zahnspange begann zu schmerzen, eigentlich sollte sie längst raus. Ich unternahm einen Versuch, sie selbst zu entfernen, was mir teilweise gelang. Auf einer Toilette einer S-Bahn-Station.

Kurz darauf wurde mir mein Rucksack gestohlen. Ich schlief auf Zeitungen in einer Parkanlage. Ich zog mir eine schlimme Zahnfleischentzündung zu. Ich klaute im Hertie-Kaufhaus einige Flaschen Fruchtsaft. Ein Ladendetektiv erwischte mich. Man brachte mich in eine Jugendeinrichtung. Am nächsten Tag besuchten mich meine Eltern. Die Schule plante meinen Rauswurf, den die schulpsychologische Beratungsstelle unterband. Davon erfuhr ich erst Jahre später. Ich habe überlebt, aber es brauchte sehr lange, bis ich Sex genoss.

Beichthaus.com Beichte #00040642 vom 13.11.2017 um 19:35:01 Uhr in München (17 Kommentare).

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Meine Liebe aus Weißrussland

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Verzweiflung Begehrlichkeit Fremdgehen Maßlosigkeit Ulm

Ich weiß nicht, ob ich mich schämen soll oder ob viele so getan hätten. Vor fünf Jahren habe ich ein Mädchen im Internet kennengelernt. Sie kam aus Weißrussland und ich habe noch nie eine schönere Frau gesehen. Da ich selber russisch kann, war das kein Problem. Ich habe mich sofort in sie verliebt, sie hatte aber einen Freund und wollte mit mir absolut nichts anfangen. Dass sie nur nach Deutschland wollte, ist ausgeschlossen, weil sie dort ein besseres Leben hatte, als ich hier jemals haben werde! Zwei Jahre ging es so und ich wurde der beste Freund für sie. Wir haben den ganzen Tag geschrieben und 3-4 Mal in der Woche durch Skype geredet. Nach ungefähr zwei Jahren kam das, was ich immer wollte: Sie fing an, Gefühle für mich zu entwickeln. Als ich ihr dann sagte, dass ich im Sommer zu ihr fahre, hat sie sofort mit dem Freund Schluss gemacht. Leider kam etwas dazwischen, was mich sehr viel Zeit und Geld gekostet hat und die Reise fiel aus. Ich habe ihr versprochen, im Februar des Folgejahres zu kommen. 1-2 Monate ging das auch gut, bis wir zufälligerweise am gleichen Tag feiern waren und danach total betrunken in Skype geredet haben. Da machten wir aus, dass bis Februar, bevor wir uns gesehen haben, jeder machen darf, was er will. Ich fand es cool und habe es auch ausgenützt und mit zwei Frauen geschlafen. Dann war es bei mir plötzlich wie abgeschnitten - ich wollte keine andere Frau mehr.

Sie war die Zeit über treu, aber gegen Ende des Jahres beichtet sie mir, dass sie total auf ihren Chef steht. Sie erzählt es mir auch, weil sie ehrlich ist und sie findet ihn nur heiß, aber ohne Gefühle. Kurz darauf beichtete sie mir, dass sie mit ihm geschlafen hat. Und wieder... und wieder. Der Mann hatte Frau und zwei Kinder und war fast 15 Jahre älter. Natürlich hat es mich frustriert, aber ich sagte nichts, da es so abgemacht war und außerdem hatte ich selbst Sex. Doch irgendwann wurde es mir viel zu viel. Zu der Zeit hat sie in seiner zweiten Wohnung gelebt (Sie hat Miete gezahlt, aber es war seine Wohnung). Irgendwann sagt sie mir, dass sie über das Wochenende mit ihrem Chef und seinen Geschäftspartnern in sein Ferienhaus fährt. Die Partner nehmen ihre Mädels mit. Das war dann zu viel für mich. Ich kenne diese Geschichten von Russen nur zu gut, wie verheiratete Geschäftsmänner mit ihren jungen Affären in Ferienhäuser fahren. Meistens sind es dann Frauen, die leicht zu haben sind. Und ich konnte es einfach nicht akzeptieren, dass mein Mädchen praktisch genau so eine ist. Und als sie mit mir geschrieben hat und dann weg musste, weil sie jetzt ins Bett gehen, bin ich explodiert. Ich saß da und wusste, dass mein Mädchen gerade gebumst wird.

Dann bin ich auf seine Geschäftsseite, habe sein Handy gefunden und ihm geschrieben, er solle sie nicht anfassen. Naja, dann war alles für mich vorbei - und für sie. Der Chef ist total ausgerastet, hat sie aus dem Haus geschmissen und sie musste schauen, wie sie selbst nach Hause kommt. Am Montag erfährt sie, dass er sie gekündigt hat und aus der Wohnung rausschmeißt. Sie stand da und hatte nichts mehr, weder Wohnung noch Geld. Sie musste dann aus Minsk zu ihrer Mama, 300 km weiter weg, in ein Dorf ziehen. Jetzt ist wieder alles gut, sie hat einen neuen Job, ist wieder in Minsk, hat mit ihrem Chef keinen Kontakt, wollte aber von mir auch nichts wissen. Nach ca. einem jahr habe ich mich entschlossen, es wieder zu versuchen. Sie hat sich gefreut, wir haben auch nett geschrieben, ich habe aber weder ihre Nummer bekommen, noch will sie näheren Kontakt. Ich habe aber immer noch Gefühle für sie. Habe ich richtig gehandelt? Ich weiß, es war dumm, mich überhaupt auf so etwas einzulassen...

Beichthaus.com Beichte #00040632 vom 11.11.2017 um 00:47:30 Uhr in Ulm (14 Kommentare).

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Doktor in Psychologie

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Dummheit Verzweiflung Neugier Wissenschaft Borchen

Ich beichte, dass ich das Wort "Psychologie" - und alle davon abgeleiteten Komposita oder Stammvariationen - nicht aussprechen kann. Bei mir hört sich das immer wie "Züchologie" an, weswegen mich oft alle verlachen. Ich bin eine 45-jährige Allgemeinmedizinerin und sollte das wirklich können. Es muss ein psychosomatisches Problem sein!

Beichthaus.com Beichte #00040628 vom 09.11.2017 um 23:29:23 Uhr in Borchen (Mecklenburger Weg) (11 Kommentare).

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