Betrunken in Lissabon

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Trunksucht Maßlosigkeit Last Night Lissabon

Vor zwei Wochen bin ich nach Lissabon gezogen, um dort einen neuen Job anzufangen und gestern Abend ging es das erste Mal mit den neuen Arbeitskollegen auf die Piste. In meinem Hotelzimmer hatte ich natürlich schon ordentlich vorgeglüht und bin dann los. Dann sind wir durch die Stadt gezogen und haben ordentlich gebechert. So gegen ein Uhr in der Früh war ich voll wie noch nie und wir sind deshalb in keinen Club mehr gekommen. Ich habe meine Freunde wohl mit ordentlich Blödsinn zugetextet, aber habe fast keine Erinnerung mehr an den Abend. Anscheinend habe ich mich tausend Mal für alles entschuldigt und ihnen gesagt, dass ich sie alle liebe. Dann bin ich mit dem Taxi zurück zum Hotel und habe richtig übel hinten ins Taxi gekotzt. Eigentlich wollte ich ja schlafen gehen, aber als ich sah, dass die Bar um die Ecke noch offen hat, habe ich gar nicht mehr daran gedacht. Also auf in die Bar und weiter saufen bis zum Absturz. Filmriss.

Das Nächste, woran ich mich erinnere, ist dass ich im Hotel in den Mülleimer gekotzt habe. Ich wusste nicht, was ich damit machen soll und wollte es vom Balkon kippen, aber unten waren Leute. Also ist mein betrunkenes Ich ins Bad gegangen und hat ein Haufen Klopapier geholt, es in den Mülleimer geworfen und angezündet. Es hat fürchterlich gestunken. Heute Morgen bin ich nackt vor meinem Zimmer aufgewacht und die Tür stand offen. Ich bin erst einmal rein und habe ausgiebig in das Klo gekotzt. So schlimm wie noch nie. Ich hatte derbe Kopfschmerzen. Also duschen, auf zur Apotheke und in den Supermarkt zum Wasser holen. Als ich in meinen E-Banking-Account schaute, sah ich, dass ich im Dispo bin. Ich habe voll viel ausgegeben. 30 Euro bei McDonalds. Vorhin hat mir der Rezeptionist erzählt, dass ich morgens um fünf Uhr frühstücken gehen wollte und ums Verrecken auf mein Frühstück bestanden habe. Ich beichte also, dass ich letzte Nacht richtig die Kontrolle über mein Leben verloren habe. Ich werde sicher nie wieder so viel saufen.

Beichthaus.com Beichte #00040559 vom 30.10.2017 um 01:21:44 Uhr in Lissabon (16 Kommentare).

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Tittenbonus bei der Polizei

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Morallosigkeit Schamlosigkeit Polizei Essen

Ich (w/33) war etwa Mitte 20, als ich von der Spätschicht mit dem Fahrrad zum Bahnhof fahren wollte. Man hatte mir öfters am Bahnhof das Rad demoliert, daher hatte ich keinen Dynamo mehr, sondern nur noch diese Stecklichter. An diesem Tag kam es, wie es kommen musste: Es war etwa 23:30 Uhr, stockfinster und ich musste etwa 20 Minuten zum Bahnhof fahren. Ich machte das Licht an und fuhr los. Nach etwa fünf Minuten auf dem Radweg merkte ich, dass mein vorderes Licht den Geist aufgab – Batterie leer! Mist, dachte ich, aber es war mitten in der Woche, die Straße war sehr leer, der Radweg gut getrennt von der Straße und die Straßenlaternen waren an. Ich konnte zumindest alles sehr gut erkennen.

Als ob ich das Glück in diesem Augenblick gepachtet hätte – wenige Meter weiter stand ein Polizeiauto quer über den Radweg und zwei Polizisten standen hinter dem Wagen und unterhielten sich. Tolle Wurst, kannst gleich mal ein paar Euro Fuffzig abdrücken, weil du ohne Licht fährst. Der Zug kommt auch bald, den verpasst du dann auch noch, weil du schieben darfst und so weiter. Die Polizisten schauten auch direkt in meine Richtung und ich sagte einfach nur "Guten Abend" und fuhr dabei weiter. Die Polizisten sagten "Guten Abend" - mit einem dicken Grinsen. Allerdings schauten sie mir nicht ins Gesicht, sondern starrten wohl direkt auf meine Milchtheke. Ich hatte schon von dem berüchtigtem "Tittenbonus" gehört, aber noch nie so direkt mitbekommen. Ich trage ganz normale, lockere Sachen. Da ich aber auf einem Mountainbike unterwegs war, hing ich ja quasi auf dem Rad nach vorne gebeugt. Mit dem kleinen V-Ausschnitt muss das wohl ein Anblick gewesen sein, dass die da nicht mehr klar gekommen sind. Meine Körbchengröße von 80 G hat sich bei etwa 65 kg und 170 cm Größe wohl ausgezahlt. Dabei habe ich die meisten Männer nur mit einer Vorliebe für die Rückseite der weiblichen Anatomie kennengelernt. Ich beichte, dass ich es zumindest genossen habe, kostenfrei aus dieser Sache raus zu gehen und mein Korpus Delikti durch meine anscheinenden körperlichen Vorzüge übersehen wurde. Die Batterien wurden am nächsten Tag übrigens ausgewechselt.

Beichthaus.com Beichte #00040558 vom 30.10.2017 um 00:38:07 Uhr in 45133 Essen (Alfredstraße) (29 Kommentare).

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Schmutzige E-Mails an den Kollegen

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Wollust Dummheit Kollegen Hamburg

Ich (m/24) habe mich im Büro total blamiert. Aber erst einmal zur Vorgeschichte. Seit sechs Monaten arbeitet ein neuer Kollege (m/23) in unserem Büro, als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe, war ich bereits hin und weg, denn er sieht aus wie der heiße Dunkelhaarige […]
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Beichthaus.com Beichte #00040555 vom 29.10.2017 um 18:47:09 Uhr in Hamburg (15 Kommentare).

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Der Nazi-Troll aus meiner Nachbarschaft

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Vorurteile Engherzigkeit Maßlosigkeit Internet Nachbarn

Ich (m/43) habe durch Zufall herausgefunden, dass ein Nazi-Troll, den ich auf einer kleinen aber recht bekannten Newsseite regelmäßig in seine Einzelteile zerlege, mein direkter Nachbar (etwa 20) ist. Der Zufall war, dass er, als wir uns im Treppenhaus trafen und unterhielten, sein Tablet bei sich trug, und ich kurz bevor ich die Wohnung verließ, noch auf dieser Seite ordentlich was gegen ihn geballert hatte. Nach ein paar Minuten sah er drauf, wurde leichenblass, murmelte "Dieser elende Hurensohn von (mein Username dort) hat es wieder gewagt, mich anzulabern, ich kriege die kleine Drecksau aber schon noch!", sagte Tschüss und zog sich in seine Wohnung zurück. Witzig hierbei ist, dass mein Nachbar dem Klischee des arbeitslosen und rechtsradikalen Alkis in vielem entspricht - davon abgesehen, dass er nicht mehr sehr laut ist und keinen mehr mit Nazisprüchen belästigt, das traut er sich nämlich nicht mehr.

Meine Beichte ist, dass ich, seit ich das weiß, ihn noch mehr triggere und immer kleine Anspielungen einfließen lasse, die nur er verstehen kann, und mittlerweile schon regelmäßig etwa 2-3 Minuten Minuten (er ist dort wirklich daueronline) ein affenartiges, unartikuliertes Wutgeheul aus seiner Wohnung zu hören ist, insbesondere, wenn er wieder getrunken hat. Etwa eine Stunde danach kommt der nächste Sermon von ihm auf der Seite online. Den ich dann wieder innerhalb von 2-5 Minuten zerlege, ich habe mittlerweile schon Textbausteine vorbereitet, da er immer mit denselben "Argumenten" kommt.

Es hat zwei Gründe, warum ich das tue. Also mal abgesehen davon, dass es Spaß macht: Erstens kann ich kleine Hetzer, die aber im echten Leben dumme kleine Feiglinge sind, nicht ausstehen. Und zweitens stinkt der ganze Hausflur nach schalem Bier, Schweiß, Rauch (lüften kennt er nicht, seine verdreckten und fast blinden Fenster sind IMMER zu!) und wenige Tage um den Monatsanfang herum, massiv nach einem ekelhaften, billigen Gras - etwas Besseres kann er sich wohl nicht leisten. Wir haben Kinder, im Haus leben auch noch andere, und dieser Mensch mit seiner Einstellung und seiner Lebensweise stellt eine Gefährdung des Kindeswohles dar. Und da wir Eigentümer sind, ist Umziehen für uns derzeit keine Option. Sein Vermieter sagt, ihm ist das egal, solange er keine schlimmen Straftaten begeht, da die Wohnung für ihn ein Abschreibungsprojekt ist und nach dem Auszug vollsaniert werden soll.

Und ihn wegen der Kifferei anzeigen, nein, so eine Drecksau bin ich dann auch wieder nicht. Irgendwie verstehe ich ja, dass das eine der wenigen Freuden ist, die ihm noch bleiben. Aber trotzdem, irgendwann habe ich ihn so weit, dass er so ausrastet, dass irgendein Nachbar die Polizei ruft. Nach außen hin bin ich einer der wenigen, die noch normal mit ihm reden, und sollte er je daraufkommen, dass ich das bin oder es hier lesen, nun, ich bin sehr gespannt, ob er seine großmäuligen Drohungen wahrzumachen versucht. Rein körperlich bin ich ihm haushoch überlegen und festhalten, bis die Polizei kommt, wäre eh alles, was nötig wäre. Der hat auch da nichts drauf.

Beichthaus.com Beichte #00040548 vom 28.10.2017 um 04:50:28 Uhr (23 Kommentare).

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Die Moderne macht uns kaputt!

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Aggression Verzweiflung Gesellschaft Köln

Ich bin 22 Jahre alt, männlich und arbeite als Gesundheits - und Krankenpfleger. Ich bin auch sonst sehr zufrieden mit meinem Leben. Allerdings lehne ich die Moderne absolut ab, ich hasse sie sogar! Ich hasse Smartphones und ihre Funktionen, inklusiver der Idioten, die den ganzen Tag auf dieses Ding glotzen! Das ist doch krank!? Ich hasse jegliche Hilfsmittel, die es im Alltag gibt, die wir eigentlich nicht brauchen. Computer? Nein, danke! Habe ich aber leider, da ich privat oftmals Berichte für die Arbeit schreiben muss. Ich hasse elektrischen Strom! Den gab es früher doch auch nicht und es hat alles geklappt, Öllampen haben ein schönes Licht und stinken noch nicht mal so extrem. Einen Elektroherd braucht es doch auch nicht, ein Kohleherd funktioniert doch auch super, sogar zugleich als Heizung! Ich liebe Musik vom Plattenteller, deutlich besser als moderner Krempel.

Wie kann man sich nur so abhängig machen von allem was uns vorgeworfen wird? Wie kann man nur jedem modischen Trend hinterher rennen, der gerade mal angesagt ist? Diese beknackten knöchelfreien und knallengen Hosen mit diesen potthässlichen Turnschuhen drauf? Es kann doch nicht so schwer sein, sich als Kerl oder Mann vernünftig anzuziehen? Ein paar vernünftige Lederschuhe, eine vernünftige Hose mit Bügelfalte und Hemd mit Pullover oder Pullunder für den Alltag, darüber einen Mantel. Das ist doch keine große Kunst! Oder die Damen, einfach mal einen Rock oder ein Kleid anziehen, ihr seht teilweise aus wie Nutten und beschwert euch dann, dass ihr nur noch als Objekt wahrgenommen werdet! Wenn es was schicker sein soll, ein vernünftiger Anzug oder Kleid? Wo ist der Stil geblieben, den die Leute Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts noch hatten?

Dazu kommt ein absoluter Werteverfall! Natürlich halte ich jemandem die Türe auf, der hinter mir geht. Natürlich sage ich zur Begrüßung "Guten Tag" oder "Hallo" und zum Abschied "Auf Wiedersehen" und wünsche einen schönen Tag. Natürlich werfe ich meinen Müll in den Mülleimer und nicht daneben. Wie kann es sein, dass mittlerweile überall nur noch rumgepöbelt wird? Alter, Diggah, Chillen usw. gehören zum alltäglichen Sprachgebrauch, das ist doch nicht mehr normal! Wie kann es sein, dass nur noch das individuelle Ich des Einzelnen zählt, anstatt sich auch mal umzugucken. Muss es sein, dass der Respekt vor Berufen komplett verloren geht? Es darf nicht sein, dass ein Polizist grundlos zusammengeschlagen wird. Es darf nicht sein, dass Feuerwehr und Rettungsdienst die Reifen zerstochen werden und Pflegekräfte im Krankenhaus geschlagen und diskriminiert werden. Mein Krankenhaus hat sogar einen Sicherheitsdienst, wegen der Übergriffe gegen das Personal. Traurig, oder?

Jeder denkt nur noch an sich! Ich sehne mir eine Zeit zurück, in der es den ganzen modernen Quatsch noch nicht gab. Da haben sich die Menschen nämlich auch noch für ihre Mitmenschen Interessiert, anstatt den ganzen Tag hirnlose Bildchen von Essen auf Facebook zu stellen. Ich sehe eine Verrohung der Gesellschaft und dass wir uns abhängig machen von Konzernen, die uns die neuesten Smartphones für 800 Euro verkaufen und werden immer mehr zu Kindern, die es nie erlernen werden, auf eigenen Beinen zu stehen.

Beichthaus.com Beichte #00040547 vom 27.10.2017 um 23:22:26 Uhr in Köln (32 Kommentare).

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