Die Alkoholsucht meiner Oma

33

anhören

Trunksucht Lügen Verrat 50+

Seit ich zurückdenken kann, gab es in meiner Familie nur Streit und Aggression. Wir Kinder, ich hatte noch zwei jüngere Brüder, und meine im selben Haus lebenden Großeltern litten sehr unter dem Verursacher all diesen Terrors - meinem Vater. Am schlimmsten war die häusliche Situation aber für meine Großmutter, meine Mutter und mich. Zudem litt meine Oma an starken Depressionen.
Oft flüchtete sie in Panik vor meinem Vater mitten in der Nacht ins Freie, und sie musste manchmal tagelang gesucht werden, bis man sie völlig erschöpft in irgendeinem Schlupfloch aufstöbern konnte. Dazu kam noch, dass sie heimlich an die Schnapsvorräte meines Vaters ging - Depressionen und Alkohol - man kann sich wohl vorstellen, was das bedeutet: Alle paar Monate landete sie deswegen in der Klapse.
Deshalb gab es ein striktes Alkoholverbot für meine Oma, und ich wurde von meiner Mutter miteingebunden, dies zu überwachen.
So schlimm es auch klingen mag, aber ich war zu dieser Zeit geradezu süchtig nach Streit, was ich natürlich erst jetzt als Erwachsener so sehen kann.
Als meine Mutter wieder einmal verlauten ließ, dass meine Großmutter endgültig in der Irrenanstalt landen würde, sollte sie noch ein einziges Mal versuchen an Schnaps zu kommen. Ich weiß auch nicht-jedenfalls verpetzte ich meine Oma und erfand noch so einiges dazu, nur um zu sehen, wie meine Mutter ausflippte.
Das Traurigste an der Geschichte aber ist, dass sich meine Großmutter mit Nitroverdünnung vergiftete und einen qualvollen Tod starb. Das schlechte Gewissen lässt mich seither nicht mehr los, irgendwie zu der Verzweiflungstat mitbeigetragen zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00027731 vom 22.04.2010 um 10:09:34 Uhr (33 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Hörbares Missgeschick

59

anhören

Peinlichkeit Falschheit Köln

Vor kurzem war ich mit meinen acht Freundinnen über das Wochenende in Köln. Wir haben uns dort ein richtig tollen Mädelstrip zusammen gestellt. Viele Besichtigungen und Events standen auf unserem Plan. Als wir Freitagabend ankamen, haben wir natürlich nicht lange gezögert und sind gleich um die Häuser gezogen und haben richtig gefeiert. Am nächsten Morgen hieß es dann schon ziemlich früh, raus aus dem Bett. Zu dem Zeitpunkt habe ich schon gemerkt dass es in meinem Magen ganz schön verrückt her ging. Um 9.00 Uhr waren dann endlich alle fertig und wir gingen auf die Suche nach einem Bäcker, wo wir lecker frühstücken konnten. Beim Laufen ging es mir richtig schlecht, aber ich ließ es mir natürlich nicht anmerken. Plötzlich ohne vorherige Ankündigung habe ich gepupst. Der Druck aus meinem Bauch war wie weg gezaubert und ich fühlte mich wieder richtig gut. Ich dachte meine kleine Miesere blieb unbemerkt, aber da hörte ich schon wie hinter mir alle zu lachen anfingen. Am liebsten wäre ich im Erdboden versunken. Dann ging die Fragerei auch schon los. "Wer war das denn?" Zugeben wollte ich es nicht, denn es war so schon peinlich genug für mich. Vor mir lief zum Glück noch eine meiner Freundinnen, die davon nichts mitbekommen hatte und überhaupt nicht auf die anderen reagierte. Als sie sich dann doch umdrehte und fragte was los sei, witterte ich meine Chance, dieser Situation zu entkommen. Ich ging zu ihr hin, klopfte ihr auf die Schulter und sagte" ist doch nicht so schlimm". Sie wusste immer noch nicht worum es ging und fragte auch nicht weiter nach. Obwohl die anderen immer noch kicherten. Ich fühlte mich richtig mies zu diesem Zeitpunkt. Nun sind wir schon einige Monate wieder zu Hause, aber immer wenn wir alle uns sehen, wird das Thema von den anderen wieder ausgegraben, die arme wird damit gehänselt und ich bekomme jedes mal einen roten Kopf. Es tut mir wirklich Leid.

Beichthaus.com Beichte #00027730 vom 22.04.2010 um 09:56:14 Uhr in Köln (59 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Rückfall

44

anhören

Drogen Waghalsigkeit Sucht

Am Freitag haben wir uns seit langem wieder mal Heroin gedrückt. Ich bin total sauer auf mich selbst. Es hat mir auch zum ersten Mal in meinem Leben gar nicht gefallen und mir hat es total ums Geld Leid getan. Ich wäre ja gar nicht auf die Idee gekommen, was zu kaufen. Bin ja schon seit über 5 Monaten im Methadon-Programm.
Aber mein Mann hatte solche Lust (obwohl er ebenfalls im Programm ist!), da hab Ich mich mitreißen lassen.
Er wollte am Abend sogar noch mehr kaufen, aber da hab Ich mich dann quer gestellt. Ich will nicht mehr. Mein Leben gefällt mir so, wie es momentan ist. Zum Glück hat mein Mann gesagt, das er dann auch nichts mehr nehmen will. Gott sei Dank. Wir haben uns Von ganz unten wieder zurück ins Leben gearbeitet. Mein Mann hat einen tollen Job, in dem er gut verdient, wir haben eine schöne, große Wohnung, ein Auto und seit einem Monat unsre Mieze. Es geht uns echt gut. Ich will, dass es so bleibt und verbuche den Freitag als einmaligen Rückfall!

Beichthaus.com Beichte #00027725 vom 20.04.2010 um 14:09:12 Uhr (44 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der peinlichste Moment im Leben meiner Schwester

39

anhören

Peinlichkeit Masturbation Landshut

Ich habe mal meine Schwester und ihren damaligen Freund mit meinen Eltern vom Flughafen abgeholt. Meine Eltern sind sehr distinguierte und konservative Leute, also ist das Thema Sexualität in unserem Hause tabu. Beim Verladen des Koffers meiner Schwester muss es wohl passiert sein, anders kann ich es mir kaum erklären. Aus dem Kofferraum - wir hatten damals einen Kombi - kamen brummende Geräusche und meine Mutter fragte meine Schwester, was sie denn in ihrer Tasche hätte. Im gleichen Atemzug öffnete sie von der Rückbank aus die Tasche um mal nachzusehen. Meine Schwester wollte noch intervenieren, doch da war es schon zu spät. Meine Mama hielt in ihrer Hand einen knallgrünen Vibrator in Aktion. Ich glaube, das war der peinlichste Moment im Leben meiner Schwester. Ich habe sie aber nie darauf angesprochen.

Beichthaus.com Beichte #00027723 vom 19.04.2010 um 22:40:09 Uhr in Landshut (39 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Fotografierer-Flucht

18

anhören

Feigheit Dummheit Last Night

Letzten Sommer veranstaltete die örtliche Diskothek mal wieder ihre alljährliche Schaumparty. Die Stimmung war gut und der Alkohol floss in Massen. Irgend wann kam eine junge Dame zu mir, drückte mir ihre Kamera in die Hand und fragte, ob ich ein Foto von ihr und ihren Freundinnen machen könne. Kein Problem, Foto gemacht und dann gingen sie kurz weg um eine weitere Freundin zu holen, ich hatte derweil die Kamera in der Hand. Ich war allerdings sehr gut angeheitert und ließ die Kamera dummerweise fallen. Auch wenn sie den Sturz überlebt hätte, sie war erstens im Schaum nicht wieder zu finden und zweitens durch das Wasser vermutlich sowieso kaputt. Habe dann mit unserem Fahrer die Flucht ergriffen, noch bevor sie wieder kamen. Im Nachhinein hab ich ein ganz schlechtes Gewissen, das arme Mädel denk jetzt vermutlich sogar ich hätte die Kamera geklaut.

Beichthaus.com Beichte #00027722 vom 19.04.2010 um 20:54:19 Uhr (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000