Süßes oder Saures!

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Engherzigkeit Zorn Kinder

Gerade klingelte es an der Tür und ich hatte schon eine Vorahnung. Ich öffnete deshalb nur die Wohnungstür und durch die geschlossene Haustür sah ich sie: die kleinen Gören, die "Süßes oder Saures" wollen. Ich habe einfach die Wohnungstür wieder zu gemacht und bin zurück auf mein Sofa. Ich bin überzeugte Protestantin und für mich ist heute Reformationstag und nicht Halloween. Wohlgemerkt: Ich bin ebenfalls Mutter von Kindern und ich werde es nicht zulassen, dass meine Kinder bei dieser neuen Mode, am 31. Oktober von Haustür zu Haustür zu irren und nach Süßigkeiten zu schnorren, mitmachen. Ich beichte hiermit, dass ich diesen Kindern am 31. Oktober jeden Jahres ganz bewusst ihren Spaß verwehre.

Beichthaus.com Beichte #00034232 vom 31.10.2014 um 21:30:56 Uhr (36 Kommentare).

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Das plärrende Balg der Nachbarn

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Hass Rache Boshaftigkeit Kinder Nachbarn

Ich kriege die Krise! Eigentlich möchte ich mich neben meinen tief und fest schlafenden Freund kuscheln und schlafen. Aber dieses blöde Kind der Familie über uns plärrt sich die Seele aus dem Leib. Ich muss morgen früh aufstehen und arbeiten, im Gegensatz zu diesem […]
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Beichthaus.com Beichte #00034225 vom 30.10.2014 um 21:20:30 Uhr (22 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Kastanien im Herbst

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Feigheit Vandalismus Feigheit Auto & Co. Kinder

Manchmal habe ich (m/20) als Kind im Herbst Kastanien gegen Häuser geworfen. Quasi als Schneeballersatz für den Herbst. Da war nun dieses eine Haus mit offenem Fenster. Direkt vor dem Haus unter dem Fenster und nur wenige Meter von mir entfernt war ein Auto geparkt. Ich wollte mit Freunden ins offene Fenster dieses Hauses treffen. Ich warf, aber mein Abwurfwinkel war zu tief angelegt. Viel zu tief. Es war keine Absicht. Ich verfehlte das Fenster und die dicke Kastanie traf stattdessen genau auf das Auto vor dem Haus, und zwar mit einer solchen Wucht, dass sich eine tiefe und recht große Delle bildete. Wir rannten daraufhin davon. Mir ist letztens eine Kastanie auf den Kopf gefallen, da ist mir das wieder eingefallen. Es tut mir leid! Vor allem ist das an den Besitzer des Autos gerichtet - und an diejenigen, die wegen mir schon einige Kastanien in ihrer Wohnung finden mussten.

Beichthaus.com Beichte #00034153 vom 21.10.2014 um 23:05:51 Uhr (6 Kommentare).

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Schnaps mit Schokolade

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Trunksucht Völlerei Neugier Kinder Dortmund

Als ich etwa acht Jahre alt war, habe ich zum ersten Mal Alkohol probiert. Ich war für ein paar Tage bei meiner Oma und sie dachte sich nichts dabei, zum Nachtisch ihren selbst gemachten Eierlikör über mein Vanilleeis zu kippen. In diesem Augenblick kam ich auf den Geschmack. In den folgenden zwei Jahren habe ich zu Hause immer wieder heimlich Alkohol in verschiedenen Formen stibitzt. Es fing an mit Schokokugeln, die mit Eierlikör gefüllt waren und die sich meine Eltern in der Osterzeit gekauft hatten. Das erste Mal, dass ihnen etwas auffiel, war jedoch, als ich eine gesamte Packung Weinbrandtbohnen innerhalb weniger Stunden alleine leerte. Meine Eltern waren natürlich besorgt und sagten mir, dass das ungesund sei. Daraufhin wurde ich vorsichtiger. Heimlich nippte ich ab und zu am kleinen Schnapsvorrat meiner Eltern. Ich sagte ihnen auch manchmal, dass ich mir mein eigenes Parfum mischen wolle. Ich hatte häufiger solche Experimente drauf. Daher gaben sie mir ihre kleinen Schnapsfläschchen, die eigentlich leer sein sollten. Oft waren sie dies aber nicht und ich erwischte noch ein paar Tropfen.

Wenn meine Eltern von Nachbarn oder Bekannten Alkoholhaltiges geschenkt bekamen, verschwand dies häufig unbemerkt in meinem Magen. Und kaum war ich zu Besuch bei meiner Oma, fragte ich nach meinem geliebten Eierlikör. War ich bei Freunden eingeladen, sah ich mich unauffällig nach Mon Cherie und Ähnlichem um. Es ging mir dabei nicht darum, betrunken zu werden oder "cool" zu sein. Dazu wusste ich viel zu wenig über Alkohol. Ich mochte einfach den Geschmack der verschiedenen Schnäpse, vor allem in Kombination mit Schokolade. Meine Eltern bekamen davon nichts mit. Einzig mein schlechtes Gewissen plagte mich, da ich wusste, dass sie sich Sorgen machen würden, wenn sie davon wüssten. Den Vogel schoss ich schließlich ab, als ich zehn Jahre alt war. Wir hatten von unseren Nachbarn Schnaps geschenkt bekommen, der bereits seit Wochen unberührt in unserer Tiefkühltruhe lag. Als ich eines schönen Tages dann endlich mal alleine zu Hause war, bereitete ich mir mit Traubensaft, Sprudel und dem Teufelszeug eine schöne Mixtur zu und ließ es mir schmecken. Es dauerte auch nicht lange, bis ich zum ersten Mal die Nebenwirkungen von Alkohol volle Kanne zu spüren bekam. Kurz gesagt: Ich kehrte mein Innerstes nach außen. An diesem Tag endete meine glorreiche Karriere als Frühalkoholikerin. Die nächsten Jahre ließ ich meine Finger vom Schnaps und wagte mich erst wieder an Alkohol heran, als ich ungefähr wusste, was ich da eigentlich tat.

Dennoch fühle ich mich immer noch mies bei dem Gedanken, meine Eltern hintergangen und beklaut zu haben. Ich erinnere mich noch gut, wie ich ihnen mit meinem unschuldigen Lächeln eiskalt ins Gesicht gelogen habe. Ich bin übrigens keine Alkoholikerin geworden und trinke heute nur in sehr geringen Maßen. Und Mon Cherie finde ich inzwischen ekelig. Ich habe mein Vergehen eingesehen und bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00034146 vom 20.10.2014 um 22:48:39 Uhr in 44145 Dortmund (Eberstraße) (4 Kommentare).

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Das Gesocks auf der Hauptschule

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Vorurteile Engherzigkeit Kinder Schule

Ich beichte, dass ich ein Mensch mit großen Standesdünkeln bin. Ich habe zwei Kinder und das Schlimmste für mich wäre, wenn mein Sohn auf die Hauptschule kommen würde. Moment, Mittelschule heißt das jetzt ja. Meine Tochter geht aufs Gymnasium. Ich finde Hauptschulen schrecklich, auch wenn alle so politisch korrekt tun, sind wir doch mal ehrlich, auf die Hauptschule kommt nur das letzte verdummte Gesocks. Mein Mann hat mich gescholten, weil ich meinem 7-jährigen Sohn einbläue, dass er ein Versager ist, wenn er auf die Hauptschule muss, da nur Versager und Spinner dort hingehen. Ich habe ein schlechtes Gewissen, aber meine Verachtung gegenüber dem asozialen Prekariat ist einfach zu groß. Leute mit Kopftuch, Adidashose und einem großen Maul mit nichts dahinter - nein danke.

Beichthaus.com Beichte #00034088 vom 10.10.2014 um 23:37:12 Uhr (42 Kommentare).

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