Ab und zu ein wenig Stress abbauen

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Aggression Politik Dortmund

Ich bin ein 35-jähriger, straffreier Familienvater, betreibe aber seit ziemlich genau 30 Jahren aktiv Kampfsport. Angefangen mit Boxen, über MMA und heute und seit einigen Jahren Krav Maga. Im privaten Bereich sehe ich tatsächlich recht gut aus: 1,96, breit, tätowiert, Kapuzenpulli, Harley Klamotten. Beruflich aber nun mal blöderweise wieder der Bürotyp.
Nach Feierabend sollte ich für meine Frau in einem eher ungemütlichen Teil der nördlichen Innenstadt eine kleine Kommode von einem eBay-Verkäufer abholen. Gesagt, getan, nette Familie, eingeladen und verabschiedet. Während ich gerade noch den Heimweg in das Handy Navi ein klimper, werde ich von drei südländischen Jugendlichen angesprochen. Zuerst hatten sie noch Smalltalk mäßige Fragen zu meinem Firmenwagen. Dann wollten sie aber mal mein Handy sehen, um es mit ihrem zu vergleichen. Das habe ich natürlich verweigert, aber dem Bürotyp könnte man ja das Ding auch einfach mal aus der Hand reißen.
Na ja, das hatten sie sich jedenfalls etwas anders vorgestellt. Nach so vielen Jahren Kampfsport hat man andere Reflexe und einen anderen Durchschlag als Normalbürger und wenn sich das dann noch mit langer antrainierter Technik paart wird es halt doch schon sehr unangenehm. Da ich ohnehin kein großer Befürworter von Leuten bin, die in weißem BMWs zwischen Shishabars und Cafés pendeln, ohne je einen Tag gearbeitet zu haben und weil ich bis dahin einen richtig bescheidenen Tag hatte, ging es mit mir ziemlich durch.
Malt euch einfach ein Bild aus Blut, Zähnen und Trümmerbrüchen im Gesicht. Ich will da nicht zu sehr in Detail gehen, derartige Blessuren haben mit Hollywood Getöse nicht zu tun. Tatsächlich war ich danach aber deutlich ausgeglichener, regelrecht euphorisch und unversehrt auf dem Heimweg. Seither bin ich schon 2x wieder nach Feierabend in die Gegend gefahren, um ein bisschen Stress abzubauen. Es dauert für gewöhnlich nicht lange, bis man sich dort Ärger einhandelt. Einmal hatte ich dabei Erfolg, einmal nicht.
Das Lächerliche daran ist eigentlich, dass ich selber zusätzlich Kinder und Jugendliche trainiere und wöchentliche Ansprachen zu Deeskalation, Respekt und Gewaltlosigkeit halte.

Beichthaus.com Beichte #00042081 vom 29.04.2020 um 15:27:52 Uhr in 44145 Dortmund (Mallinckrodstr.) (1 Kommentare).

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Schnaps mit Schokolade

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Trunksucht Völlerei Neugier Kinder Dortmund

Als ich etwa acht Jahre alt war, habe ich zum ersten Mal Alkohol probiert. Ich war für ein paar Tage bei meiner Oma und sie dachte sich nichts dabei, zum Nachtisch ihren selbst gemachten Eierlikör über mein Vanilleeis zu kippen. In diesem Augenblick kam ich auf den Geschmack. In den folgenden zwei Jahren habe ich zu Hause immer wieder heimlich Alkohol in verschiedenen Formen stibitzt. Es fing an mit Schokokugeln, die mit Eierlikör gefüllt waren und die sich meine Eltern in der Osterzeit gekauft hatten. Das erste Mal, dass ihnen etwas auffiel, war jedoch, als ich eine gesamte Packung Weinbrandtbohnen innerhalb weniger Stunden alleine leerte. Meine Eltern waren natürlich besorgt und sagten mir, dass das ungesund sei. Daraufhin wurde ich vorsichtiger. Heimlich nippte ich ab und zu am kleinen Schnapsvorrat meiner Eltern. Ich sagte ihnen auch manchmal, dass ich mir mein eigenes Parfum mischen wolle. Ich hatte häufiger solche Experimente drauf. Daher gaben sie mir ihre kleinen Schnapsfläschchen, die eigentlich leer sein sollten. Oft waren sie dies aber nicht und ich erwischte noch ein paar Tropfen.

Wenn meine Eltern von Nachbarn oder Bekannten Alkoholhaltiges geschenkt bekamen, verschwand dies häufig unbemerkt in meinem Magen. Und kaum war ich zu Besuch bei meiner Oma, fragte ich nach meinem geliebten Eierlikör. War ich bei Freunden eingeladen, sah ich mich unauffällig nach Mon Cherie und Ähnlichem um. Es ging mir dabei nicht darum, betrunken zu werden oder "cool" zu sein. Dazu wusste ich viel zu wenig über Alkohol. Ich mochte einfach den Geschmack der verschiedenen Schnäpse, vor allem in Kombination mit Schokolade. Meine Eltern bekamen davon nichts mit. Einzig mein schlechtes Gewissen plagte mich, da ich wusste, dass sie sich Sorgen machen würden, wenn sie davon wüssten. Den Vogel schoss ich schließlich ab, als ich zehn Jahre alt war. Wir hatten von unseren Nachbarn Schnaps geschenkt bekommen, der bereits seit Wochen unberührt in unserer Tiefkühltruhe lag. Als ich eines schönen Tages dann endlich mal alleine zu Hause war, bereitete ich mir mit Traubensaft, Sprudel und dem Teufelszeug eine schöne Mixtur zu und ließ es mir schmecken. Es dauerte auch nicht lange, bis ich zum ersten Mal die Nebenwirkungen von Alkohol volle Kanne zu spüren bekam. Kurz gesagt: Ich kehrte mein Innerstes nach außen. An diesem Tag endete meine glorreiche Karriere als Frühalkoholikerin. Die nächsten Jahre ließ ich meine Finger vom Schnaps und wagte mich erst wieder an Alkohol heran, als ich ungefähr wusste, was ich da eigentlich tat.

Dennoch fühle ich mich immer noch mies bei dem Gedanken, meine Eltern hintergangen und beklaut zu haben. Ich erinnere mich noch gut, wie ich ihnen mit meinem unschuldigen Lächeln eiskalt ins Gesicht gelogen habe. Ich bin übrigens keine Alkoholikerin geworden und trinke heute nur in sehr geringen Maßen. Und Mon Cherie finde ich inzwischen ekelig. Ich habe mein Vergehen eingesehen und bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00034146 vom 20.10.2014 um 22:48:39 Uhr in 44145 Dortmund (Eberstraße) (4 Kommentare).

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Kotschmierer im Restaurant

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Ekel Rache Unreinlichkeit Morallosigkeit Dortmund

Ich (m/34) möchte beichten, dass ich fast jeden Tag, wenn ich mit meinem Hund unterwegs bin, seinen Kot in Hundetüten aufsammele und den Beutelinhalt dann in diversen Restaurant-Toiletten an die Kabinentüren schmiere. Ich mache das aber nur bei Restaurants, in denen ich schlecht bedient wurde. Trotzdem tut mir das Reinigungspersonal schon leid, weil sie ja nicht an dem schlechten Service schuld sind.

Beichthaus.com Beichte #00033786 vom 19.08.2014 um 17:05:42 Uhr in 44145 Dortmund (Münsterstraße) (10 Kommentare).

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Beste Freunde und einseitige Liebe

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Selbstsucht Verzweiflung Ungerechtigkeit Dortmund

Ich beichte, dass ich meinem besten Freund gegenüber egoistisch handle und nicht von ihm loskomme. Wir sind nun schon seit mehreren Jahren sehr gut befreundet, allerdings gab es immer das Problem, das viele haben: Er hat sich in mich verliebt. Er hatte zwischenzeitlich auch mal Gefühle für andere Frauen, aber ich war über all die Jahre hinweg immer seine Nummer 1. Immer, wenn ich in einer Beziehung war, haben wir uns gestritten, weil er gesehen hat, dass ich nicht an die besten Menschen geraten bin und er dann immer der Meinung war, dass er mir gut tun würde. Er hat sich auch durchweg immer Hoffnungen gemacht und auch jetzt sagt er sich, dass er ganz genau weiß, dass wir irgendwann zueinanderfinden. Ich muss aber dazusagen, dass ich ihm niemals nähergekommen bin und ihm auch nie Grund zur Hoffnung gegeben habe. Im Gegenteil. Oft habe ich Treffen abgesagt, oder war überdeutlich in meiner Einstellung und habe ihn damit wohl auch sehr verletzt. Trotzdem finde ich mein Verhalten egoistisch, weil es eigentlich besser wäre, den Kontakt endgültig abzubrechen, damit er irgendwann vielleicht jemand anderen findet, die ihm dann auch das gibt, was er verdient.


Ich habe auch tatsächlich, nach mehreren erneuten Streitigkeiten, diese Versuche gestartet und es gab in unserer Freundschaft Zeiten, in denen wir uns mal ein ganzes Jahr nicht gesehen haben oder nicht miteinander reden wollten. Aber irgendwie haben wir immer zueinandergefunden und haben auch eingesehen, dass es eigentlich nichts bringt, den Kontakt abzubrechen. Er meinte, ich könnte an seinen Gefühlen nichts ändern und nach sechs Jahren versuche ich das auch nicht mehr. Trotzdem tut es mir leid. Mir tut es leid, dass ich die Gefühle nicht erwidern kann und mir tut es auch leid, dass ich ihn so oft verletzt habe und es wohl noch weiterhin tun werde, ohne es zu wollen. Ich wollte dir nie wehtun und mir tut es auch leid, dass ich den Kontakt nicht abbrechen könnte, selbst, wenn ich wollte.
Du bist mir einfach so wichtig, weißt du.

Beichthaus.com Beichte #00033641 vom 23.07.2014 um 12:45:50 Uhr in 44145 Dortmund (Soester Straße) (17 Kommentare).

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