Patenschaft für ein Kind in Afrika

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Trunksucht Zwang Geld Kinder

Ich habe im total besoffenen Zustand - fragt mich nicht, wie ich auf diese Seite kam - eine Kinderpatenschaft für einen Jungen in Afrika abgeschlossen. Und obwohl ich rechtlich keine Verpflichtung habe, bringe ich es moralisch nicht übers Herz, das Ganze zu kündigen. Das läuft jetzt schon über ein Jahr und wir schreiben uns sogar Briefe.

Beichthaus.com Beichte #00033936 vom 13.09.2014 um 14:35:36 Uhr (12 Kommentare).

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Extrawürste für die Kinder

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Geiz Selbstsucht Schamlosigkeit Kinder

Ich (w) arbeite Vollzeit und mein Mann arbeitet auch. Er ist sehr geizig und hat unseren Kindern (12, 14) nie etwas zukommen lassen. Da ich selbst darauf spare, mir irgendwann eine eigene Wohnung für mich allein zu nehmen und trotzdem nicht auf alles Verzichten möchte, halte ich es genauso. Die Kinder kriegen das Nötigste und gut ist. Ich schicke sie sogar für zwei Euro für Unterrichtsmaterial weiter zu meinem Mann, der verdient schließlich mehr. Neulich musste ich mit meiner Jüngsten nachmittags zum Arzt in eine andere Stadt. Weil es sich für sie nicht lohnte, nach der Schule noch mit dem Bus heimzufahren, gab ihr mein Mann drei Euro Essensgeld. Meine Tochter mag nicht so gern Brot und frühstückt deshalb morgens nicht, sie bekommt auch nichts zu essen und zu trinken mit in die Schule. Entsprechend ausgehungert muss sie zu einem Fast-Food-Restaurant gegangen sein. Ich selbst verzichtete auf die Mittagspause und nahm mir einen halben Tag frei, holte sie eine Stunde später ab und fuhr direkt durch zum Arzt. Dort kamen wir dann um kurz vor sechs raus. Ich hatte Hunger und ging mit meiner Tochter in ein griechisches Schnellrestaurant, wo ich mir einen Gyrosteller und Cola bestellte. Sie fragte mich, ob sie auch etwas bestellen dürfte, und ich habe ihr gesagt, dass sie das nicht dürfte, da sie immerhin ein Mittagessen gehabt hatte. Ich beichte also, dass meine Tochter mir beim Essen zugucken musste, wodurch es mir übrigens nicht schlechter geschmeckt hat. Der wahre Grund, weshalb ich ihr nichts ausgegeben habe, war übrigens, dass ich es einfach nicht einsah, für zwei Personen zu bezahlen. Sie, die danach auch noch Hausaufgaben machen musste, konnte sich erst eine Stunde später etwas machen. Und zwar Brot. Denn ich sehe es nicht ein, Extrawürste zu kaufen, schließlich will ihr Bruder dann auch etwas anderes.

Beichthaus.com Beichte #00033921 vom 10.09.2014 um 12:32:14 Uhr (74 Kommentare).

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Stilbruch im Puppenhaus

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Dummheit Peinlichkeit Kinder

Ich möchte beichten, dass ich durch meine verdammte Schusseligkeit für einen ausgewachsenen Heulkrampf meiner 4-jährigen Tochter gesorgt und zeitgleich den Geburtstags-Kaffee unseres Sohnes mit der buckligen Verwandtschaft gesprengt habe. Wir sind eine große Familie und hatten um die 25 Gäste. Wir saßen an der Kaffeetafel und unsere Kleine wollte stolz ihr neues Puppenhaus präsentieren, schlürrte es heran und knallte es mehr oder weniger auch auf den Tisch, sodass alle eh schon aufmerksam wurden. Omas stehen ja auch immer auf solche altbewährten Klassiker. Naja, auf diesen wohl eher nicht so, denn das Drama nahm seinen Lauf. Nach den "Aaaah, wie schööön" und "So etwas gibt es noch, hatte ich auch schon"-Ausrufen der älteren Damen und der ersten näheren Begutachtung, trat abrupte Stille ein. Was war hier los? Ich setzte die Kaffeekanne ab und eilte herbei, um der Sache auf den Grund zu gehen. Als ich den entsetzten Blicken folgte, entdeckte ich die Katastrophe. Im Untergeschoss des Puppenhauses, Waldorfstil, hölzern, hing in der guten Stube meine Liebeskugelkette von der Decke und stellte wohl den einzigen Gegenstand aus Plastik in der Behausung dar. Nämlich einen mit Wachsmalstiften verzierten Kronleuchter.


Mein Gesicht wurde kalt. Die Welt blieb stehen. Mein Magen sackte durch. Ehrlich gesagt fehlen mir an dieser Stelle auch fünf bis acht Sekunden. Es war grausam. Für alle. Ende vom Lied: Ich entfernte die Deckenbeleuchtung an Ort und Stelle mit den Worten, das würde nicht zusammenpassen, Stilbruch und so weiter. Meine Tochter beharrte auf ihrem eigenen Geschmack, forderte ihr Kunstwerk zurück und alles artete komplett aus. Mehrere Gäste murmelten "Pfui" und "Baaah", holten die Jacken und gingen kommentarlos. Die anderen Kinder überhäuften mich mit Fragen, während ich die Männer durch die Scheibe im Garten rauchen sah. Der Rest mied meinen Blick, knetete die Tischdecke oder stand plötzlich Schlange am Klo. Mein Sohn war stinksauer, obwohl er nicht verstanden hatte, was genau passiert ist, war er sicher, dass ich schuld bin. Die Kurze hasst das Puppenhaus seitdem, weil ich es ja kaputtgemacht habe. Ich habe dann den halben Abend geheult und frage mich noch immer, wie zur Hölle dieses scheiß Ding in die Hände meiner Tochter fallen konnte. Das passiert mir nie wieder.

Beichthaus.com Beichte #00033905 vom 08.09.2014 um 13:20:53 Uhr (24 Kommentare).

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Ach wie süß!

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Engherzigkeit Falschheit Kinder

Ich beichte, dass ich als Frau im gebärfähigen Alter absolut keinen "Ach wie süß"-Reflex kriege, wenn ich mir Bilder von den Neugeborenen meiner Freunde anschauen oder sie herzlich zur Geburt beglückwünschen muss. Ich hasse Kinder nicht, aber ich denke mir dann immer nur: "Ja, okay, du hast jetzt ein Kind. Und es ist nichts Besonderes, es gibt Millionen davon auf der Welt. In zwei Monaten jammerst du sowieso nur, dass du keine Freizeit mehr hast und immer aufs Geld gucken musst."

Beichthaus.com Beichte #00033895 vom 06.09.2014 um 20:24:10 Uhr (15 Kommentare).

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Das Recht des Stärkeren

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Boshaftigkeit Ungerechtigkeit Hochmut Kinder Sport Lambsheim

Früher traf ich mich regelmäßig nach der Schule mit meinen Kumpels zum Fußball auf einem kleinen Bolzplatz. Wir waren 14 bis 17, zu dieser Zeit war der Sport unser Zusammenhalt. Eltern, Schule, Zukunftsängste - das war alles ganz weit weg, wenn der Ball erst einmal rollte. Leider fanden wir eines Nachmittags zu unserem Missfallen ein paar kleine Kinder von knapp acht Jahren auf "unserem" Platz vor. Wir wollten ihnen gut zureden, aber sie waren frech und wollten den Platz nicht räumen. Also griffen wir zu radikalen Maßnahmen. Die Kids hatten Schokohörnchen dabei - mein bester Freund nahm sie ihnen weg und ich habe sie dann genüsslich gegessen. Ein anderer Teamkamerad nahm den Ball der Rasselbande und schoss ihn so weit weg, wie er konnte. Ihre Räder wurden schließlich in einem Bewässerungsgraben entsorgt, der mit einer stinkenden, abgestandenen Brühe gefüllt war. Die Kinder liefen flennend davon und wir spielten, wie üblich, auf unserem Platz. Das war sicher nicht besonders nett, aber auf so einem kleinen Dorfplatz gilt eben das Recht des Stärkeren. Auch wir mussten das früher erfahren, als wir von älteren Teams verjagt wurden, uns eine Tracht Prügel angedroht wurde und wir manchmal auch eine Backpfeife bekamen. Irgendwann ist man dann selber groß und sitzt am längeren Hebel. Immerhin haben wir unser Ziel erreicht, ohne direkt Gewalt anzuwenden. Und die Kinder haben fürs Leben gelernt: dass man Respekt vor Älteren haben sollte... Und dass Hörnchen keine gute Sportlernahrung sind!

Beichthaus.com Beichte #00033893 vom 06.09.2014 um 11:36:01 Uhr in 67245 Lambsheim (Bollwerkstraße) (19 Kommentare).

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