Perfider Diebstahl

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Diebstahl Arbeit Misstrauen Wuppertal

Ich, der beim Ausscheiden aus der alten Firma meine Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit bescheinigt bekommen hat, war in Wirklichkeit ein ganz gewöhnlicher Dieb. Ich arbeitete in einem kleinen Großhandel, nur der Chef und ich, dann und wann eine Aushilfe. Zu den Tätigkeiten gehörten auch immer wieder Auslieferungsfahrten. Abends, eine Stunde vor Feierabend, wurde der LKW von dem Chef und von mir mit der bestellten Ware beladen für den Folgetag. Dann und wann suchte ich mir Sachen aus, die ich gerne haben wollte. Immer Artikel, die oft bestellt wurden und das in etwas größeren Mengen und die auch in großer Menge auf Lager waren, damit der Chef selbst mit seinem Computerhirn nicht den genauen Lagerbestand wusste. Es gab kein Warenwirtschaftssystem und keine Revision außer der Inventur. Wenn ich also wusste, ich würde den nächsten Tag fahren, machte ich Folgendes: zum Beispiel wollte ich den Artikel XL. Da hatte dann der Kunde B sechs Stück von bestellt, Kunde D acht Stück, Kunde F vier Stück und Kunde G zehn Stück. Nun ging ich her und überlud den Wagen. Ich wartete den richtigen Moment ab und nahm beispielsweise für Kunde D nicht acht sondern zehn Stück und legte sie in den LKW. Passierte der seltene Fall, dass der Chef seine Kartons genau hinter meine stellte und es merkte, konnte ich den Dummen spielen. "He, Herr M.! hier stimmt was nicht. Der Kunde bekommt doch acht Stück. Wieso sind hier zehn?" Darauf konnte ich mich dann gespielt ärgern. "Mist! Was ist denn das?. Ich muss mich besser konzentrieren." der Chef ließ noch eine verständnislose Bemerkung fallen und es ging weiter. Das passierte fast nie und wenn doch, legte ich eine lange Pause mit der Masche ein.


Funktionierte aber alles, fuhr ich den nächsten Tag los. Irgendwann war ich bei Kunde D und übergab natürlich nicht die eingepackten zehn Stück, sondern nur acht. Die zwei Stück zuviel versteckte ich im LKW hinter einer Verkleidung - es sah aus, wie dahinter gefallen. Selbst bei einem Unfall mit Totalschaden oder einem Blitz-Kontroll-Überfall hätte mir jeder geglaubt, dass die zufällig dahinter gefallen sind. Und wer weiß schon, wann und wem? Auf dem Weg zurück zur Firma konnte ich von der Autobahn aus einen Mini-Umweg fahren, der mich durch einen Wald mit kaum Verkehr führte. War ich allein auf der Straße, hielt ich an, nahm die zwei Stück und flitze zehn Meter in den Wald, wo ich die Artikel unter Laub versteckte. Ich merkte mir die Stelle genau. Dann ging es zurück zur Firma. Hatte ich Feierabend, fuhr ich im Privatwagen zurück zu der Stelle und sammelte die Artikel wieder ein. Nun war der Diebstahl perfekt! Nie ist etwas aufgefallen. Ein einziges Mal habe ich die Geschichte jemandem erzählt. Es war eine Person meines Vertrauens, die mir auch schon von eigenen Eskapaden berichtet hatte – ein Fahrer einer Zulieferfirma. Er hörte sich die Geschichte an und sagte die Sätze, die ich nie vergessen werde: "Wenn Du das so machst, hat der Alte keine Chance. Da hat er keine Chance!" Er hat bis heute dichtgehalten, ist jetzt in Rente und ich habe ihn seit sieben Jahren nicht mehr gesehen.

Beichthaus.com Beichte #00030709 vom 23.01.2013 um 15:43:55 Uhr in Wuppertal (Uellendahler Strasse) (14 Kommentare).

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Falsche Flugauskunft

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Boshaftigkeit Rache Ungerechtigkeit Flug & Co. Telefon

Falsche Flugauskunft
Ich beichte, dass im letzten Jahr sicher viele Personen wegen mir ihre Flüge verpasst haben. Eine große Deutsche Airline hatte auf einer ihrer Infoseiten die 24-Stunden-Reservierungs-Hotline falsch angegeben, sodass diese meiner privaten Telefonnummer entsprach. Es ging irgendwann morgens um 4 Uhr los, ein Mann wollte gerne seinen Flug bestätigen lassen. Ich war erst mal verwirrt und sagte ihm, dass er wohl falsch verbunden sein muss. Zwei Minuten später klingelte erneut das Telefon, er war wieder dran und versicherte mir, dass er die richtige Nummer von einer Info-Webseite hat. Ich überprüfte das und tatsächlich stand da meine Nummer. Es war nicht die Hauptwebseite der Airline, nur eine kleinere Plattform, aber wohl genug besucht, um mich in den Wahnsinn zu treiben. Mein Telefon stand nämlich nicht mehr still. Anfangs gab ich die richtige Nummer der Airline weiter, damit die Leute dort anrufen konnten. Nach mehreren vergeblichen Kontaktaufnahmen zur Airline mit der Bitte, die Nummer zu ändern, habe ich den Anrufern dann vorgespielt, sie seien richtig gelandet und ihr Flug würde ausfallen. Ich bot ihnen dann zwei alternative Flüge an, die es natürlich gar nicht gab. Nachts habe ich das Telefon dann immer ausgesteckt. Nach etwa zwei Monaten reagierte die Airline und hat meine Nummer von der Webseite genommen.

Beichthaus.com Beichte #00030700 vom 21.01.2013 um 13:22:09 Uhr (18 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Rache an den Männern

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Zorn Morallosigkeit Gesellschaft Rosendahl-Darfeld

Ich möchte beichten, dass ich mich mal wieder auf ein Arschloch eingelassen habe, mir Hoffnungen gemacht habe und er mich dann hat fallen lassen. Jedes Mal der gleiche Scheiß. Zuerst verspricht er den Himmel auf Erden, dass er sich in mich verliebt hat, dass er dies und jenes mit mir macht, er mich nicht mehr verlieren will, blabla. Ihm macht die Entfernung nichts aus und so weiter. Gestern bekam ich eine SMS, dass es ihm leid tue, er aber doch nichts mit mir anfangen wolle, weil ihm die Entfernung zu groß sei. 40 Kilometer sind jetzt nicht die Welt, wie ich finde. Jetzt zu meiner eigentlichen Beichte: er hat seinen DVD Player hier gelassen, sieht teuer aus. Außerdem hat er mir zwei Schweinchen (Kuscheltiere) geschenkt. Da ich jetzt einen riesigen Hass auf ihn habe, werde ich den DVD Player verkaufen oder behalten, mal schauen, und auf die Schweinchen werde ich drauf scheißen - wortwörtlich. Danach werden sie verbrannt. Außerdem habe ich mir jetzt vorgenommen, mich durch die Weltgeschichte zu vögeln und allen schwanzgesteuerten Arschlöchern das gleiche antun wie sie mir. Eigentlich bin ich gar nicht der Typ dafür und suche die wahre Liebe, aber ich lass mich doch nicht mehr von den Vollidioten verarschen. Es tut mir leid für die Männer, die jetzt dran glauben müssen. Obwohl, eigentlich nicht.

Beichthaus.com Beichte #00030699 vom 21.01.2013 um 10:30:16 Uhr in Rosendahl-Darfeld (53 Kommentare).

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Doppelmoral in der Partnerschaft

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Begehrlichkeit Falschheit Partnerschaft

Ich (w) bin in einer Partnerschaft mit einem Mann, habe mich aber in meine Dozentin verliebt und träume oft Nachts von ihr die wildesten Sachen. Ich habe meinem Freund zwar schon öfters mal meine Träume von Sex mit Frauen erzählt, aber bisher war ich noch nie richtig verliebt in eine gewesen. Nun scheue ich mich davor, es ihm zu sagen, weil ich sie im Moment sogar toller finde als ihn - das ist wohl das, weswegen ich eigentlich ein schlechtes Gewissen habe. Eigentlich müsste ich ehrlich zu ihm sein und dann seine Reaktion aushalten. Obwohl ich glaube, dass er das nicht schlimm finden würde, weil er überhaupt kein eifersüchtiger Typ ist. Ich dagegen schon und nun fühle ich mich ertappt mit der Volksweisheit, dass die Eifersüchtigen selbst die größten Fremdgeher sind. Obwohl ich ja noch nie fremdgegangen bin, außer eben in Gedanken. Seltsam finde ich, dass ich meine Träume von Frauen nicht so schlimm finde wie seine Aktionen mit Frauen. Die wären es auch wert, hier mal gebeichtet zu werden, finde ich. Lebe ich eine Doppelmoral? Scheint mir, dass ich in meinem Weltbild alles haben darf und er nicht. Ich beichte also meine Unehrlichkeit, meine Feigheit, meine Heimlichkeiten und meine Doppelmoral.

Beichthaus.com Beichte #00030696 vom 20.01.2013 um 15:33:07 Uhr (19 Kommentare).

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Der ekelhafte Mitbewohner

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Ekel Hass Unreinlichkeit WG Berlin

Ich (w) hasse den Mitbewohner meines Freundes. Wir sind beide 20, der Typ ist 24. Ich würde ihn nicht mal als kindisch beschreiben, sondern einfach als unzivilisiert. Da ich mich in meiner WG nicht wirklich wohl fühle und ich auch anderweitig Probleme habe, bin ich […]
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Beichthaus.com Beichte #00030689 vom 17.01.2013 um 13:44:07 Uhr in Berlin (Zelterstraße) (37 Kommentare).

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