Trinken aus Langeweile
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Irgendwann in der Nacht zu einer nicht mehr bekannten Uhrzeit wurde ich wach. Was dann geschah, konnte ich am nächsten Tag rekonstruieren: Nach 2 Bier und etwas Wodka muss man natürlich mal auf Klo, was ich vor dem Schlafen gehen vergessen hatte. Also begab ich mich in Richtung Toilette. Diese war leider abgeschlossen, da die Mutter meiner Freundin offenbar ebenfalls auf den Lokus musste. Das glaube ich im Nachhinein zumindest, vielleicht war ich auch einfach nur zu blöd, die Tür zu öffnen. Schlaf- und volltrunken ging ich also in das Zimmer gegenüber von der Toilette. Dies war das Zimmer der Schwester meiner Freundin, welche zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause war. Ich öffnete meine Hose und pinkelte auf dem Schreibtisch auf sämtliche Dokumente, einen Schal, mehrere Schulbücher und noch auf andere Dinge. Vielleicht habe ich noch etwas vom Stuhl getroffen, so genau weiß ich das nicht mehr. Seelenruhig habe ich mich dann wieder schlafen gelegt.
Als ich am nächsten Morgen gegen 10 erwachte, war die Mutter meiner Freundin bereits aus dem Haus. In Erinnerung an einen seltsamen Traum (der keiner war) ging ich Richtung Toilette und sah dort als erstes den Schal der Schwester, welcher (offenbar von der Mutter) gerade in einem Bottich Wasser eingeweicht wurde. Schlagartig wurde mein Verdacht bestätigt, als ich in das Zimmer der Schwester schaute. Die Schreibtischunterlage stand am Fenster zum Trocknen, die Dokumente (Kinderbilder und anderer, zum Glück belangloser Papierkram) lagen im Müll. In diesem Moment wollte ich am liebsten sterben.
Meiner Freundin habe ich alles gebeichtet, sie hatte in etwa so viel Verständnis wie die Muslime für den christlichen Glauben. Der Mutter habe ich wochenlang nicht mehr in die Augen gesehen, wir haben nie darüber gesprochen. An dem Tag habe ich das Zimmer der Schwester aus schlechtem Gewissen gründlich gereinigt, die offizielle Ausrede war dann ein verschüttetes Glas Wasser. Die Schwester hat es wohl abgekauft, hoffe ich zumindest. Mit ihr habe ich ebenfalls nicht über den Vorfall gesprochen. Mein Fazit aus der Geschichte ist: Ich betrinke mich nie wieder aus Langeweile, sollte meine Grenzen besser kennen lernen und mich neurologisch mal durchchecken lassen, denn wer bitte verwechselt einen Schreibtisch mit einer Toilette?