Mein Schneckenhaus

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Verzweiflung Boshaftigkeit Partnerschaft Berlin

Ich (w) war Einzelkind und stamme aus einer recht intakten Familie. Ich war immer ein ruhiges, etwas schüchternes Kind und tat mir nicht besonders leicht, auf andere zuzugehen. Als ich eingeschult wurde, habe ich mich tierisch auf die Schule gefreut - juhu, eine Gelegenheit, Freunde zu finden, dachte ich in meiner kindlichen Naivität. Es gab dann auch direkt einen Jungen in meiner Klasse, den ich sehr mochte. Natürlich war ich in dem Alter nicht in ihn verliebt, aber ich hatte ihn gern. So gern, dass er der Grund war, wieso ich mich während meiner ersten Sommerferien in der Grundschule richtig auf den Beginn des nächsten Schuljahres freute, weil ich ihn dann wiedersehen konnte. Tja, dummerweise freute er sich nicht auf mich, sondern fragte gleich am ersten Tag nach den Ferien die Lehrerin, ob er möglichst weit weg von mir einen Sitzplatz bekommen könnte. Und er war nicht der Letzte, der so auf mich reagierte. Während meiner ganzen Schullaufbahn versuchte ich Freunde zu finden, strengte mich an, nett und hilfsbereit zu sein, um beliebter zu werden, aber es schien vergebens.

Die anderen nahmen meine Hilfe gern an, wenn sie bequem war und mobbten mich ansonsten gerne auf kreativste Weise. Schubsen, Stehlen von Schulsachen, verstecken von Kleidung nach dem Sportunterricht, Sesselwegziehen, Erfinden von bösartigen Gerüchten, Breittreten jeder kleinsten Peinlichkeit bis hin zu handfesten Prügeleien. Sogar manche Lehrer fanden es witzig, ich musste mir anhören, dass ich mehr über mich selbst lachen können sollte und dass ich viel zu still wäre und die anderen würden es ja nicht böse meinen. Ich bekam auch Sprüche zu hören wie: "Was einen nicht umbringt, macht einen härter." Meine Eltern waren dabei leider auch keine Hilfe. Sie sind im Grunde beide gute Menschen, und ich zweifle nicht daran, dass sie immer nur das Beste für mich wollten, aber beide hatten selbst keine leichte Kindheit und offenbar hat ihnen das die Fähigkeit geraubt, sich in andere hineinzufühlen. Sie hielten mich für übersensibel und meinten nur, ich müsse mich auch mal selbst wehren. Wenn ich das jedoch tat, schafften es meine Mitschüler so gut wie immer, mich als Schuldige hinzustellen und so bekam ich meist den doppelten Ärger. Ich wurde nie ernsthaft körperlich verletzt, schlimmstenfalls war mal eine blutige Nase oder ähnliches dabei, aber steter Tropfen höhlt den Stein, und auch verbale Nadelstiche machen einen mit der Zeit fertig.

Nun, was soll ich sagen? Was einen nicht umbringt, macht einen tatsächlich hart. Ich habe mir einen emotionalen Panzer zugelegt. Heute ist es mir piepegal, was jemand zu mir sagt. Mit mir zu streiten ist kaum möglich, da Beleidigungen nicht mal mehr zu mir durchdringen. Freunde habe ich kaum, und die wenigen, die es gibt, würde ich kaum vermissen, wenn sie nicht mehr da wären. Der Einzige, der einen Weg in mein Schneckenhaus gefunden hat, ist mein Mann, und das nur auf sehr unorthodoxe Weise. Er hat begriffen, dass ich für romantische, sanfte Typen nur Verachtung empfinde. Obwohl er eigentlich ein herzensguter Mensch ist, pflegt er mir gegenüber einen für Außenstehende ruppigen Umgangston, da er weiß, dass er nur so an mich rankommt. Oft habe ich jedoch das Gefühl, dass er selber darunter leidet, mich so behandeln zu müssen, ich denke er wäre lieber ein kuscheliger, liebevoller Typ. Ich möchte an dieser Stelle beichten, dass es mir aufrichtig leidtut, dass ich diesem lieben, süßen Menschen, der mir alles bedeutet, nicht eine bessere Ehefrau bin. Es tut mir leid Schatz, und danke dass du trotzdem schon all die Jahre an meiner Seite bist. Ich arbeite an mir, versprochen!

Beichthaus.com Beichte #00039489 vom 17.03.2017 um 15:19:20 Uhr in Berlin (8 Kommentare).

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Eine richtige Sandkastenliebe

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Feigheit Verzweiflung Partnerschaft Berlin

Meine Frau und ich sind beide 32 Jahre alt. Seit wir 18 sind, sind wir verheiratet. Wir haben zwei Mädchen (Zwillinge), sie sind 16 Jahre alt. Meine Frau und ich kennen uns seit unserer Geburt. Wir kamen am selben Tag im selben Krankenhaus zur Welt. Sie ist allerdings 2.5 Stunden älter als ich. Unsere Eltern teilen sich bis heute ein Doppel-Einfamilien-Haus, da sie schon immer gute Freunde waren. Daher wuchsen wir gemeinsam auf und so lange ich denken kann, waren wir zusammen. Es ist eine richtige Sandkastenliebe. Mit 15 haben wir uns bewusst für ein Kind entschieden. Damals wussten wir ja nicht, dass es gleich zwei werden. Dank der Hilfe unserer Eltern konnten wir beide hin und wieder auch in den Ausgang und unsere Jugend genießen. So konnten wir auch beide studieren und haben eine Ausbildung. Mittlerweile haben wir ein eigenes Unternehmen, das auch recht gut läuft.

So nun zu dem Problem. Meine Frau möchte nochmals von vorne anfangen und möchte noch mehr Kinder. Ich allerdings nicht. Denn jetzt sind die Kinder schon bald aus dem Haus und wir haben wieder mehr Zeit zusammen. Und das ist toll so. Wenn ich daran denke, dass andere Männer noch alles vor sich haben. Aber wie erkläre ich das dem Menschen, mit dem ich schon mein ganzes Leben verbringe?

Beichthaus.com Beichte #00039485 vom 16.03.2017 um 20:55:19 Uhr in Berlin (11 Kommentare).

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Ich will Kontakt zu meiner Ex

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Verzweiflung Begehrlichkeit Ex Kiel

Ich (m/25) beichte, dass ich mir nach sieben Jahren Trennung und Funkstille von meiner Ex-Freundin nichts mehr wünsche, als wieder Kontakt mit ihr aufzunehmen. Ich schätze, dass ich sie immer noch liebe und das der Grund dafür ist, dass ich seitdem keine neue Beziehung mehr hatte. Ich weiß, dass - wenn ich ihr damals keinen Anlass gegeben hätte - sie mich nicht verlassen hätte. Was soll ich bloß tun? Ich kann unmöglich mit etwas abschließen, das ich nie beenden wollte...

Beichthaus.com Beichte #00039482 vom 16.03.2017 um 18:35:11 Uhr in Kiel (Bahnhofstraße) (15 Kommentare).

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Liebe oder Sex

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Fetisch Verzweiflung Fremdgehen Liebe Hannover

Ich schlafe regelmäßig ohne das Wissen meiner neuen Partner mit meinem Spielgefährten. Ich bin sexuell sehr aktiv und aufgeschlossen und stehe unter anderem auch auf BDSM. Leider finde ich niemanden aus der Szene und verliebe bzw. empfinde Zuneigung zu Vanillas, […]
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Beichthaus.com Beichte #00039467 vom 13.03.2017 um 00:55:22 Uhr in Hannover (12 Kommentare).

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Ist sie die perfekte Frau?

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Begehrlichkeit Verzweiflung Last Night

Ich (w/26) beichte, dass ich vor einigen Wochen das erste Mal Sex mit einer Frau hatte und seitdem nachhaltig an meiner sexuellen Orientierung zweifle. Ich war vorher eigentlich nicht sexuell an Frauen interessiert und hatte auch noch keine andere Frau richtig geküsst. Und dann kam sie! Wir haben uns ganz klassisch im Club kennengelernt und von Beginn an war ich fasziniert von ihr. Diese unglaubliche Ausstrahlung, die schönen, haselnussbraunen Augen und dazu dieser Wahnsinnskörper (der sogar mich neidisch macht, obwohl ich auch vier Mal die Woche ins Fitness gehe). So war es schnell um mich geschehen und ich hatte nur noch Augen und Hände für sie. Natürlich sind wir im Anschluss zusammen heim und haben eine schöne Nacht miteinander verbracht. Der nächste Morgen war im ersten Moment etwas seltsam für beide von uns, trotzdem haben​ wir noch Stunden gequatscht, bis ich mittags heimgegangen bin. Witzigerweise ist (/war?) sie hetero, genau wie ich auch. Seitdem gibt es eigentlich keinen Tag, an dem ich nicht an sie denke.

Trotz einer herzlichen Verabschiedung mit dem beiderseitigen Versprechen uns nochmal zu sehen, meidet sie den Kontakt mit mir, was ich auch akzeptiert habe und ein bisschen nachvollziehen kann. Natürlich bin ich ziemlich traurig darüber, weil ich sie echt gerne als normale Freundin in meinem Leben gehabt hätte. Generell bin ich Frauen seit diesem Erlebnis nicht abgeneigt und kann mir sehr gut vorstellen, nochmal mit einer Frau zu schlafen. Am liebsten natürlich mit ihr, aber das wird leider nicht passieren. Mein präferiertes Geschlecht sind bis jetzt dennoch Männer, aber ich kann trotzdem nicht ausschließen, irgendwann einmal eine richtige Beziehung mit einer Frau einzugehen. Diese Situation ist nun doch etwas verwirrend für mich, da ich die letzten 15 Jahre eigentlich nur auf das andere Geschlecht fixiert war.

Beichthaus.com Beichte #00039459 vom 11.03.2017 um 23:10:42 Uhr (13 Kommentare).

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