Auf der Suche nach dem perfekten Smartphone

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Geiz Verzweiflung Telefon

Ich beichte, dass ich mein fünf Jahre altes, heruntergekommenes Smartphone mit seinem kaputten Display, seinem kaputten USB-Eingang und der mittlerweile sehr eingeschränkten Funktionsfähigkeit bei Telefonaten, nicht gegen ein neues Smartphone eintauschen kann. Stundenlang habe ich im Internet sowie in Elektronikmärkten nach einem Ersatzprodukt gesucht, da meine sozialen Kontakte schon unter meinem defekten Telefon leiden. Ich finde nichts. Mein ausgeprägter Geiz lässt sich von keinem Preis-Leistungs-Verhältnis bändigen und außerdem sehen die Modelle von A-Z in meinen Augen einfach nur scheiße aus. Ich werde also weiterhin nicht richtig telefonieren können und damit leben, dass sich kaum noch einer bei mir meldet, da man mich aufgrund der kaputten Technik nicht versteht und ich keine Online-Messenger benutzen kann.

Beichthaus.com Beichte #00039525 vom 24.03.2017 um 07:50:58 Uhr (25 Kommentare).

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Ich brauche nur eine Frau für Sex!

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Misstrauen Vorurteile Verzweiflung Begehrlichkeit Wiener Neustadt

Ich (m) werde in den nächsten Tagen 25 und bin immer noch Jungfrau. Das stört mich an sich nicht so stark, weil ich meine Vermutungen habe, wieso das so ist, zum Teil bin ich mir dessen sicher. Als ich ins Gymnasium kam, stellte sich bereits in der ersten Woche heraus, dass mein schulisches Dasein die schlimmste Zeit meines jungen Lebens werden würde. Zwei Mitschülerinnen, eine von ihnen war mit mir in die Volksschule gegangen, schafften es, die gesamte Klasse gegen mich aufzuhetzen. Einerseits war ich so erzogen worden, dass man vor den Stunden zum Lehrerzimmer ging und der Lehrperson die Tasche in die Klasse trug, da dies in der Volksschule tägliches Ritual gewesen war, andererseits war ich verschlossen und wohl "seltsam." Die nächsten vier Jahre hatte ich genau einen Freund und das nur, weil er genauso ausgestoßen war wie ich. Wir mussten Hänseleien bis zum ausgewachsenen Mobbing von fast der ganzen Klasse über uns ergehen lassen, was mich hin und wieder zum Ausrasten brachte und ich auch mal meine Peiniger anschrie. Später kamen Prügeleien dazu, weshalb ich fast vom Skikurs der Schule heimgeschickt worden wäre. Natürlich stand ich immer als der Böse da, weshalb ich mich so sehr zurückzog wie möglich und nur Reaktionen zu zeigen versuchte, wenn ich nicht mehr konnte.

In der Oberstufe erstarb das Mobbing wenigstens, aber richtige Freunde hatte ich immer noch nicht. Der Eine aus der Unterstufe wechselte die Schule und ich war allein. Ich meinte, geschätzt zu sein, wurde aber retrospektiv nur für die Hausübungen ausgenutzt, die täglich von mir abgeschrieben wurden. Nachdem verkündet worden war, dass es keine Hausübungen bis zur Matura mehr geben werde, wurde kein Wort mehr mit mir gewechselt. Nur eine junge Frau redete wenigstens mit mir, mit ihr habe ich heute noch Kontakt. Nach dem Wehrdienst begann ich zu studieren und lernte viele Menschen kennen. Keine dieser Freundschaften hielt, was ich darauf zurückführe, dass ich keine Ahnung hatte, wie Freundschaften funktionieren, aus dem einfachen Grund, dass mir fast 10 Jahre Erfahrung fehlten. Auch den Umgang mit dem weiblichen Geschlecht oder überhaupt mit Menschen meines Alters hatte ich nie gelernt. Es war nicht so, dass ich mich für niemanden interessiert hätte, ich war aber jedes Mal mit meinen Werbungsversuchen schrecklich heftig mit dem Gesicht voran in den Boden eingefahren. Die Absagen waren großteils mehr ein Tritt ins Maul mit Stahlkappen als ein schlichter Korb, zumindest aus meiner Sicht. Ich ging dazu über, mich damit abzufinden, niemals jemanden zu finden und lebe ganz gut damit. Bis heute hat sich nur einmal in der Schule ein Mädchen nach meiner Nummer erkundigt und damals war ich zu misstrauisch, um irgendetwas zu erkennen.

Die Einzigen, die das stört, sind meine Eltern. Schon mit 18 fragten sie mich ängstlich, ob ich schwul sei, weil ich nichts erzählte, in der Angst, dass eine Intervention meiner Eltern alles nur noch schlimmer machen würde. Auch hatte ich ja nie eine Frau mit nach Hause gebracht, was ihnen negativ auffiel. Mittlerweile habe ich das Studium gewechselt und zum ersten Mal nach 12 Jahren richtige Freunde, auf die ich mich verlassen kann, aber den Zweifel kann ich nicht ablegen. Es ist schon besser geworden, aber anfänglich rechnete ich fest damit, dass auch sie mich bald stehen lassen würden.

Nun zu meiner Beichte. Ich sehe in Frauen nicht die einzigartigen Geschöpfe, die sie sind, sondern bin, wenn überhaupt rein sexuell an ihnen interessiert. Mich kümmert nicht, was sie bewegt oder Ähnliches, mir geht es nur ums Aussehen. Eine Beziehung zu führen stellt sich für mich als reine Knochenarbeit mit Dingen dar, die mir nur Aufwand machen und nichts bringen, abgesehen davon, dass ich all das nicht will. Aber was weiß ich schon, ich hatte noch nie Eine. Die ewigen Zurückweisungen und meine Vorgeschichte prägen einen Menschen irgendwann, denke ich. Das ist auch der Grund, weshalb ich mir vorgenommen habe, niemals eine Frau anzusprechen, weil ich weiß, dass meine Denkweise falsch ist und ich niemandem so etwas antun will, außerdem geht mir dieses Konzept nicht in den Kopf, egal, wie sehr ich es versuche. Gedanklich komme ich nie über ein Hallo hinaus und verfalle dann selbst in ausgedachten Szenarien in Panik, weil ich nicht weiß, was danach sein sollte.

Ich bin ein sehr rationaler Mensch, manche mögen mich als gefühlskalt bezeichnen, aber ich weiß, wer ich bin. Deshalb lassen es meine moralischen Vorstellungen nicht zu, einen Menschen nur für eine Sache zu gebrauchen und den Rest komplett zu vernachlässigen. Nebenbei bin ich davon überzeugt, dass mich Fremde nur ansehen, weil es das Zugunglücksphänomen nunmal gibt, mein Gesicht scheint einfach so schrecklich, dass man nicht wegsehen kann.

Beichthaus.com Beichte #00039524 vom 23.03.2017 um 20:37:28 Uhr in 2700 Wiener Neustadt (19 Kommentare).

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Warum will ich nicht mehr leben?

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Selbstverletzung Verzweiflung Tod

Ich (m/30) habe vor genau 30 Tagen eine Tat begangen, die ich wohl ewig in Gedanken haben werde. Am 21. Februar diesen Jahres habe ich versucht mir das Leben zu nehmen - und ich weiß immer noch nicht warum. Fakt ist: Ich leide an Depressionen. Ich nehme Antidepressiva. Aber Fakt ist auch: Ich habe mein berufsbegleitendes Studium (BA Sozialökonomie) mit 1,7 abgeschlossen, einen festen Job - in dem ich leider total unterfordert bin - eine intakte Familie und eine feste Freundin.

Warum also?! Zugegeben, ich habe getrunken an dem Abend. Auf einer Geburtstagsfeier eines sehr guten Freundes habe ich in unserer Stammkneipe - Freibier seitens des Freundes inklusive - definitiv über den Durst getrunken. Und ja: Antidepressiva und Alkohol sind zusammen scheiße! Aber ich habe das Risiko auf mich genommen. Trotzdem: der Alkohol alleine kann es nicht gewesen sein, da ich in diesen Tagen ein absolutes Hoch hatte. Ich glaube nicht, dass meine Musik (Black Metal), meine Freunde (total durchmischt), meine Familie (fürsorglich) meine Freundin (dickköpfig) oder meine Auslastung (Job/Studium) verantwortlich sind. Selbst die Unterforderung im Job rechtfertigt keinen Suizid. Warum also? Warum?! Wie sich jeder denken kann, ist die Enttäuschung im Kreise der Beziehung, der Familie und der Freunde sehr groß nach dem missglückten Suizidversuch – auch mit Kenntnis der Erkrankung hätte niemand das "Ereignis" jemals erwartet. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00039513 vom 21.03.2017 um 22:46:05 Uhr (13 Kommentare).

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Er hat mich betrogen - und ich bin schuld!

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Fremdgehen Eifersucht Verzweiflung Begehrlichkeit Ex

Ich habe mich vor einem Jahr von meiner großen Liebe getrennt, da er mich betrogen und während der Beziehung auch generell oft angelogen hat. Eigentlich hat es ja offensichtlich er verbockt, allerdings trauere ich ihm seitdem echt nach. Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich an allem Schuld war und seine Fehler nur die Reaktion darauf waren. Ich war sehr eifersüchtig und habe ihn kontrolliert und ihm wenig Freiraum gelassen. Aber ich muss dazu sagen, dass ich jedes Mal, wenn ich ihn quasi kontrolliert habe, auch etwas gefunden habe, was nicht okay war. Anfangs waren es nur Kleinigkeiten, welche andere Leute nicht gestört hätten, außer dass man sich eben deswegen anlügt. Aber später kamen halt doch viele große Sachen dazu, bei denen jeder normale Mensch Schluss gemacht hätte.

In meiner Panik habe ich nur noch mehr geklammert. Im Nachhinein sagen alle, dass er der Arsch war und dass ich ja als Folge darauf nicht anders konnte, als paranoid zu werden, denn bevor ich ihn kennenlernte, war ich nicht so. Aber ich habe da so meine Zweifel. Er war mein erster richtiger Freund und große Liebe, denn wir waren sechs Jahre zusammen. Ich beichte, dass ich es echt verbockt habe und mich für mein Verhalten schäme. Natürlich hätte ich ihn gerne zurück, aber er führt mittlerweile eine Fernbeziehung mit einer Anderen, was ihm den nötigen Freiraum bietet. Darum versuche ich damit klarzukommen und mich zu bessern.

Beichthaus.com Beichte #00039511 vom 21.03.2017 um 16:25:13 Uhr (7 Kommentare).

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Habe ich die Chance auf Glück verpasst?

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Verzweiflung Begehrlichkeit Partnerschaft

Ich (m/29) beichte hiermit, dass ich noch immer Jungfrau bin. Ich werde jetzt bald 30 und da kam plötzlich ungewollt die Reflexion der letzten drei Jahrzehnte in mir hoch. Damit einher auch wieder der Ärger, die Enttäuschung und langsam auch die Verzweiflung über den oben genannten Umstand.

Mit 30 noch Jungfrau... Keine Ahnung, wie es so weit kommen konnte, aber ich traute mich noch nie, eine Frau, die mir gefällt, einfach anzusprechen - die wenigen Male, die ich versucht habe eine Frau kennenzulernen, bin ich mit der Karre knallhart in den Dreck gefahren. Jedes Mal, wenn ich bisher in eine Frau verliebt war, bin ich abgeblitzt. Ich hatte in den fast 30 Jahren erst eine Freundin und die habe ich nach zwei Monaten wieder verlassen, weil mir klargeworden ist, dass ich sie gar nicht liebe und nur aus Verzweiflung mit ihr zusammen war. Das wollte ich weder ihr noch mir antun, damals war ich gerade 18 und seitdem hat sich einfach nichts mehr entwickelt. Ich bin viel zu schüchtern gewesen und konnte aus den wenigen Gelegenheiten, die ich vielleicht hatte, nie etwas machen - vielleicht auch weil ich sie oft gar nicht als Gelegenheit erkannt habe. Hätte ich die gleiche Gelegenheit heute nochmal, würde ich wohl etwas offensiver auftreten, aber da liegt das Problem. Mittlerweile bin ich auch so introvertiert und habe so lange keine Erfahrung gemacht, dass ich, was das Flirten angeht, fast schon "de-sozialisiert" bin.

Dadurch wird das Ganze natürlich noch schlimmer und langsam verliere ich die Hoffnung. Wenn ich dann daran denke, was ich alles verpasst habe, denn seien wir mal ehrlich - Liebe und Beziehungen sind nie wieder so schön wie in der Jugend, auch bezogen auf Freizeit und Intensität usw. Nicht, dass ich jetzt nicht mehr willens wäre für eine Beziehung, aber ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass man mit Mitte 30 noch eine Beziehung mit solcher Leidenschaft führt wie als Jugendlicher. Das alles (ja auch die schlechten Erfahrungen dabei) habe ich eben verpasst und das lässt sich auch nicht mehr retten... Langsam fange ich an, mich zu fragen ob das überhaupt noch was wird, auch mit Frau und Kindern. Die 35 und die 40 rücken näher, mit 35 wollte ich die Familienplanung eigentlich abgeschlossen haben und man will ja auch nicht sofort mit einer Frau Kinde haben, sondern erst mal ein paar Jahre zusammen und alleine glücklich sein.

Ich beichte also, dass ich, zumindest von meinem Standpunkt aus, meine komplette Jugend verschenkt habe und viele wunderschöne Erlebnisse nie hatte und mich diese Erkenntnis in den letzten Wochen wie ein Schlagring im Gesicht getroffen hat. Wie oft ich mir in dieser Zeit gewünscht habe, die Zeit wenigstens um fünf Jahre zurückzustellen, weiß ich gar nicht mehr...

Beichthaus.com Beichte #00039510 vom 21.03.2017 um 15:36:16 Uhr (34 Kommentare).

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