Die Illusion unseres Kennenlernens

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Lügen Falschheit Betrug Partnerschaft

Ich (m/26) muss beichten, dass ich etwas - wirklich nur etwas! - vor meiner Freundin verheimliche. Es ist jetzt knapp fünf Jahre her, da war ich einer dieser "bösen" Jungs, die auf die psychisch instabilen Girls abfuhren, weil die leicht ins Bett zu kriegen waren. Ich war dann eines Abends in einer Bar, als ich zu meinem Kollegen sagte, dass mir die Brünette am dritten Tisch von links gefalle. Als er mir sagte, er kenne sie aus seinem Dorf, war die Sache klar. Ich würde mit ihr im Bett landen. Um möglichst keine Abfuhr zu erhalten, und um auf sie "eingehen" zu können, erzählte mir mein Begleiter noch ihre Lebensgeschichte. Verstorbener Vater, kaputte Familie, mieser Job, schlechte Zukunftsaussichten etc. Ich ging dann zu ihr und sprach sie an. Wir redeten und ich gab vor, so etwas wie ein Hobbypsychologe zu sein - was ich eigentlich auch bin, doch was ich da verzapfte, geht schon in den Esoterik-Bereich. Ich sagte ihr, dass ich an ihrer Ausstrahlung sähe, dass sie unglücklich sei, dann sagte ich, dass das auf schlechte Familienverhältnisse und auf einen miesen Job etc. zurückzuführen ist. Irgendwann begleitete ich sie nach Hause, sie begann zu weinen, weil sie noch nie jemand so gut verstanden hätte und ich in ihr gelesen hätte, wie in einem offenen Buch - ich hatte mein Ziel erreicht. Ich habe dann mit ihr die schönste Nacht meines Lebens verbracht. Wir verliebten uns und kurz darauf beschlossen wir, eine Beziehung anzufangen. Heute sind wir beide sehr glücklich.


Noch heute schwärmt sie vor unseren Freunden, Familien und vor mir davon, wie wir uns kennengelernt haben. Was niemand, auch nicht meine Freundin weiß: Unser Kennenlernen basiert auf einer Lüge. Natürlich habe ich nicht in ihr gelesen wie in einem offenen Buch, woher hätte ich all das Zeug wissen sollen? Natürlich wusste ich schon alles über sie, bevor ich zum ersten Mal mit ihr gesprochen hatte. Allerdings bringe ich es nicht übers Herz, ihr das so zu sagen. Vor unserem Kennenlernen war sie unglücklich, ich glaube, ihr Glücklichsein basiert nur auf der Lüge unseres "traumhaften" Kennenlernens. Ich will ihr diese Illusion nicht nehmen. Sie hat ja sonst nicht viel. Allerdings lebe ich in der ständigen Angst, dies in einem Alkoholrausch einer weiteren Person zu erzählen, die nicht so dicht hält wie mein Freund. Das macht mich ziemlich fertig.

Beichthaus.com Beichte #00032386 vom 11.12.2013 um 18:08:13 Uhr (16 Kommentare).

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Das iPad eines Pokerspielers

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Diebstahl Selbstsucht Betrug Habgier Games

Das iPad eines Pokerspielers
Ich habe gestern ein Tablet im Zug gefunden. Ich habe mich riesig gefreut, denn es war noch nicht einmal eine Sperre drin. Dann habe ich mir erst einmal die Fotos angeschaut, das war aber recht ernüchternd, da nur Fotos von einem protzigen Mercedes drauf waren. Aber auch bei den Apps gab es genug zu schauen - vor allem die Pokerstar App fiel mir ins Auge. Ich bin dann in das Spiel und der Besitzer war tatsächlich noch eingeloggt. Rein aus Interesse habe ich mir den Kontostand angeschaut und mir ist beinahe die Luft weggeblieben. Es waren knapp 7.000 US-Dollar verzeichnet. Ich spielte während meiner Zugfahrt dann ein bisschen, da mir recht langweilig war, und machte knapp 15 Dollar Gewinn, als es mir wie Schuppen von den Augen fiel. Ich bin schnell nach Hause und habe ein Heads Up-Spiel gegen diesen Spieler begonnen. Das Ende vom Lied ist, dass ich jetzt genau 7.532,38 Dollar auf meinem Konto habe. Ich bin natürlich sofort auf Auszahlung gegangen. Ich beichte, dass ich ein schlechter Mensch bin! Das Tablet habe ich dann privat verkauft, weil ich für so etwas keine Verwendung habe. Mir tut es zwar schon irgendwie leid für den Kerl, allerdings wurden mir meine verlorenen Smartphones auch nie zurückgegeben.

Beichthaus.com Beichte #00032366 vom 08.12.2013 um 05:57:02 Uhr (43 Kommentare).

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“Beichte

Falscher Hase

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Betrug Falschheit Lügen Ernährung

Ich (m/34) muss beichten, was ich dieses Jahr kurz vor Ostern getan habe. Ich züchte schon seit mehreren Jahren Rassekaninchen. Dabei kommen jedes Jahr einige Schlachthasen zusammen - also alte Tiere und solche, die nicht ausgestellt werden können. Diese schlachte ich dann und verkaufe sie, um damit wieder ein paar Unkosten reinzuholen. Da mir dieses Jahr aber einige Tiere an einer Krankheit gestorben waren, hatte ich nicht mehr so viele Tiere, wie ich ursprünglich versprochen hatte. Also ging ich zu einem alten Bekannten auf den Bauernhof. Ich ging davon aus, dass er mir mit Hasen aushelfen könnte, aber leider war dem nicht so. Er meinte dann aber, dass ich einfach ein paar Katzen aus der Scheune fangen sollte, um diese dann zu "Hasenrollbraten" zu verarbeiten. Er meinte, die kämen gut an, da er das Selbst schon gemacht hätte, wenn es zu viele wurden. Und tatsächlich sollte er recht behalten. Ich habe jetzt schon wieder ein paar Bestellungen für das nächste Jahr. Zum Glück werde ich aber niemandem mehr Katzen unterjubeln müssen, da ich genügend Tiere habe.

Beichthaus.com Beichte #00032340 vom 04.12.2013 um 06:07:57 Uhr (30 Kommentare).

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Mein reicher Gönner

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Betrug Diebstahl Morallosigkeit Habgier Geld

Ich arbeite im Callcenter einer großen und bekannten Versicherung. Ich nehme täglich eine Vielzahl von Anrufen entgegen, von Kunden über Außendienstmitarbeiter bis hin zu Maklern. Meine Aufgaben reichen von Beratungsgesprächen, bis hin zu gewünschten Vertragsänderungen. Vor Kurzem erhielt ich den Anruf eines ziemlich arrogant wirkenden, jungen Mannes. Er hatte einen teuren Sportwagen bei uns versichert, jedoch bisher keinen Beitrag bezahlt. Nun flatterte ihm wohl der Brief des Straßenverkehrsamtes ins Haus, mit dem Hinweis, dass wir ihm den Versicherungsschutz entziehen. Er wollte wissen, was denn an Beiträgen offen sei. Da ich generell Unverständnis für die Leute hege, die ihre Rechnungen nicht bezahlen, ihre Mahnungen scheinbar ungeöffnet wegschmeißen und dann blöd nachfragen, was denn zu zahlen wäre, fragte ich ihn, ob er denn nicht bemerkt hätte, dass weder eine Abbuchung von unserem Unternehmen, noch eine Zahlung von ihm auf seinen Kontoauszügen verzeichnet wäre. Da erzählte er mir in großen Tönen, dass seine Eltern durch Immobiliengeschäfte steinreich geworden sind und er so viel Geld auf seinem Konto habe, dass er inzwischen den kompletten Überblick über seine Einnahmen und Ausgaben verloren hat. Er gab mir seine Bankverbindung durch - mit der Bitte, dass wir künftig die Beiträge abbuchen. In diesem Moment kam mir eine ziemlich unmoralische Idee.


Ich schrieb mir nach dem Gespräch die Bankverbindung und den Namen des Kerls auf. Als ich abends im Internet bei einem bekannten Onlineversandhändler nach verschiedenen Artikeln surfte, gab ich statt meiner Bankverbindung seine an. Ich bestellte einen Artikel für knapp 30 Euro und betete, dass er es nicht merken würde. Den Artikel kam ein paar Tage später. Wochen vergingen. Der Onlinehändler meldete sich nicht bei mir bezüglich einer zurückgegangenen Lastschrift. Also bestellte ich wieder auf den Namen meines reichen, unfreiwilligen Gönners. Wieder passierte nichts. Und noch einmal. Von Mal zu Mal wurde ich mutiger. Inzwischen bestelle ich nur noch auf seine Rechnung, monatlich im Wert von knapp 200 Euro. Bisher kam weder eine Nachricht vom Händler, noch von sonst jemandem. Ich beichte also, dass ich mich, obwohl ich in meinem Beruf ganz ordentlich verdiene und mich auch sonst nicht über meinen Lebensstandard beschweren kann, auf Kosten eines fremden Mannes bereichere. Und ich habe wirklich Spaß daran.

Beichthaus.com Beichte #00032330 vom 01.12.2013 um 18:26:20 Uhr (42 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Fachkräftemangel

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Betrug Falschheit Lügen Selbstsucht Arbeit

Ich arbeite in der Personalabteilung bei einem etwas größeren Unternehmen. Hauptsächlich bin ich für die Einstellung neuer Mitarbeiter zuständig. Meine Beichte ist, dass ich viele Bewerber einfach ablehne, damit ich meinen eigenen Arbeitsplatz behalten kann. Würde mich ja selber entbehrlich machen, da es eigentlich überhaupt keine Vollzeitstelle ist. Außerdem setze ich die Anforderungen oft sehr hoch an, beispielsweise grundsätzlich Berufserfahrung, sonst bewerben sich die ganzen Hochschulabsolventen. Wenn mich dann jemand fragt, warum eine Stelle noch nicht besetzt ist, komme ich ihm meistens damit, dass die Leute keine ausreichenden Qualifikationen haben, und zeige ihm stellvertretend dafür ein paar richtig üble Bewerbungen. Das Schlimme daran ist, dass mein Chef davon durchaus etwas mitbekommt und auch schon mal der Presse gegenüber erläutert hat, wie schwer es für seine Firma ist, Facharbeiter zu bekommen. Es tut mir um die Bewerber leid, die unserer Firma mit viel Mühe Lebensläufe zuschicken, nur damit ich diese dann erst einmal verschwinden lasse. Bearbeitet werden eigentlich nur Bewerber, die telefonisch nachfragen, da bleibt mir keine andere Wahl, weil ich sonst auffliegen würde. Ich hoffe, dass ich es die nächsten dreißig Jahre so bis zur Rente schaffe.

Beichthaus.com Beichte #00032313 vom 28.11.2013 um 20:56:12 Uhr (13 Kommentare).

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