Mein verlobter Freund

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Betrug Dummheit Lügen Partnerschaft Gersheim

Ich war 16 Jahre alt und schwer verliebt in einen 28 Jährigen. Er war ein angehender Erzieher und führte ein anständiges Leben. Über Wochen und Monate haben wir geschrieben, telefoniert, uns getroffen und irgendwann kam der erste Kuss und wir kamen zusammen. Bis ich dann herausgefunden habe, dass er verlobt ist und mit seiner Freundin in eine andere Stadt ziehen wollte. Die beiden planten sogar ein Kind. Damals habe ich versucht, ihm die ganze Sache auszureden, da ich mich nirgendwo dazwischen drängen wollte, geschweige denn eine Beziehung zerstören. Irgendwann erklärte er mir dann, dass er längst mit ihr per Anruf Schluss gemacht hat. Ich habe es erst einige Wochen später akzeptiert, da mein schlechtes Gewissen mich noch immer plagte. Letztendlich kamen wir dann aber doch zusammen und waren zwei Jahre lang glücklich miteinander - bis er dann dem Alkohol verfiel. Jetzt macht er eine Therapie und ist einsam und alleine. Nun hat auch er, genau wie seine Freundin damals, alles verloren. Mir tut es nach wie vor unglaublich leid. Ein kleiner Trost ist es, dass ich sie vielleicht vor ihrem Unglück gewahrt habe. Allerdings weiß man nie, wie es mit den beiden ausgegangen wäre. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00032194 vom 08.11.2013 um 13:19:54 Uhr in Gersheim (12 Kommentare).

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Das überteuerte Angebot

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Betrug Falschheit Neugier

Ich habe in einer Internet-Börse mein altes Mobiltelefon angeboten. Eigentlich wollte ich das alte Ding nur loswerden. Ich inserierte also das Telefon, allerdings zu einem extrem unrealistischen Wucherpreis, da ich dachte, es würde noch gehandelt. Zu meiner großen Überraschung meldete sich tatsächlich jemand und es kam auch zum Verkauf. Ich weiß bis heute nicht, wie ich es geschafft habe, der Frau bei der Übergabe auch noch in die Augen zu blicken und ihren überschwänglichen Dank über das "grandiose" Angebot anzunehmen. Es tut mir leid!

Beichthaus.com Beichte #00032192 vom 08.11.2013 um 13:24:11 Uhr (8 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Der Wunsch, ein Normalo zu sein

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Betrug Neid Boshaftigkeit Falschheit Geld

Ich muss gestehen, dass ich mich zu großen Teilen zu einem sehr schlechten Menschen entwickelt habe. Ich wurde stets so erzogen, ganz genau aufzupassen, dass ich nirgendwo übervorteilt werde und immer meinen Teil von allem bekomme und ja nie irgendwo benachteiligt bin. Das typische Einzelkind sagt das Klischee. Aber das ist leider nicht alles, ich bekam sehr früh mit, also noch im Grundschulalter, dass meine Eltern sich belügen, Affären haben und sich um große Summen betrügen. Ich kenne eigentlich keinen anderen Zustand als diesen. Inzwischen sind meine Eltern komplett getrennt - seit ich das Gymnasium besuchte - allerdings lebe ich jetzt schon seit über zwanzig Jahren mit Lügen, gegenseitigen Lästereien und den Versuchen, mich auf die Seite eines Elternteiles zu ziehen. Aber auch sonst war meine Kindheit nicht toll - körperliche Züchtigung gehörte schon mal dazu. Wir hatten zwar immer alles, meine Eltern - jeder für sich - haben viele Immobilien, die tollsten Autos und einen Haufen Schotter, aber es war trotzdem alles andere als perfekt. Nun bemerke ich, wie ich mich genau zu einem Ebenbild von ihnen entwickle, und schaffe es nicht, mich dagegen zu wehren.


Ich führe eine Beziehung mit einer sehr lieben Frau, der all diese Sachen fremd sind. Ich habe einen tollen Job und mit einem Kompagnon eine eigene Firma gegründet, den ich auch übervorteile und hintergehe - da ich stets in der Angst lebe, er tue weniger als ich für unser Geld. Ich lüge oft, um mich besser darzustellen, die "Notlüge" gehört für mich fast schon dazu. Bei jeder Gelegenheit bediene ich mich irgendwelcher Geschichten, um mich besser darzustellen. Das hat beruflich großen Erfolg mit sich gebracht, ich habe es auch zu einem großen Vermögen, Häusern und Autos gebracht. Ich renne nur in den teuersten Anzügen herum, fahre Porsche und tue teure und dumme Dinge, um mir eine kurzzeitige Bestätigung und Glücksgefühle zu holen. Ich wünschte mir aber, ich wäre ein ganz normaler Typ, der irgendwo als normaler Angestellter arbeiten geht, eine Familie gründen kann, ohne stets in der Angst leben zu müssen, dass wieder irgendeine Story "auffliegt". Ich beichte hiermit, dass ich eigentlich alle materiellen Voraussetzungen hätte, ein total erfülltes und glückliches Leben zu führen - und doch betrüge ich, belüge alles und jeden, nur, um noch mehr zu bekommen und noch reicher zu werden. Auch habe ich Angst, dass die Menschen mich als "Normalo" nicht mehr mögen würden. Ich nehme mir oft vor, einfach ganz normal zu sein, und offen und ehrlich zu werden - wenn ich dann aber in einer Situation bin, in der es darum geht, mich zu präsentieren oder anderen etwas einzureden, falle ich jedes Mal in andere Muster zurück. Ich hoffe, dass ich irgendwann mal die Eier entwickele, dass ich mal ohne Lügen meinen Mann stehen kann. Ich bitte um Absolution, da ich die sehr guten Voraussetzungen meines Lebens nicht sinnvoll nutze und vielen Menschen, die mir vertrauen, dreist ins Gesicht lüge.

Beichthaus.com Beichte #00032158 vom 02.11.2013 um 15:26:36 Uhr (13 Kommentare).

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Der Formfehler

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Betrug Peinlichkeit Falschheit

Ich möchte beichten, dass ich meine Praktikumsbeurteilung "manipuliert" habe. Allerdings keine der Bewertungen - mal abgesehen davon, dass diese ohnehin top waren - sondern einen formalen Fehler. Und zwar war das Enddatum nicht korrekt. Also habe ich das Dokument eingescannt, in die Dokumentenerkennung eingelesen und umgeschrieben. Das Ganze habe ich dann zusammen mit vielen Bewerbungen abgeschickt. Das wirklich Dämliche ist aber, dass ich diesen Formfehler nicht sofort bemerkt und einfach nach einem neuen Ausdruck gefragt habe. Jetzt, zweieinhalb Jahre später, ist es mir einfach zu peinlich, bei der Firma wegen so einer Lappalie anzurufen.

Beichthaus.com Beichte #00032117 vom 26.10.2013 um 11:30:06 Uhr (6 Kommentare).

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“Beichte

Renovierung auf Firmenkosten

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Betrug Maßlosigkeit Zivi & Bund Biblis

Als ich meinen Zivildienst in einem Jugendheim abgeleistet habe, musste ich mit einem weiteren Angestellten und der Firmenkarte in den Baumarkt. Wir sollten alles Mögliche für eine Flurrenovierung besorgen. Zu jenem Zeitpunkt lebte ich in einer recht heruntergekommenen Wohnung und wollte diese unbedingt neu renovieren. Da ich als Zivi umgerechnet nur 2,90 Euro die Stunde bekam, rückte dies in weite ferne, dachte ich jedenfalls. Im Baumarkt deckten wir uns mit den nötigen Dingen für das Jugendheim ein und beschlossen dann, für mich gleich Farbe, Mörtel, Pinsel, Teleskopstange und Planen mitzukaufen. Meine Beichte: Wir kauften für knapp 100 Euro auf Firmenkosten Materialien, um meine kleine Wohnung aufzuhübschen.

Beichthaus.com Beichte #00032103 vom 23.10.2013 um 11:39:55 Uhr in Biblis (5 Kommentare).

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