Nervige Fuball-Euphorie

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Vorurteile Zwietracht Sport Bochum

Ich war nie ein Freund des Fuballs und bin damit auch sehr offensiv umgegangen. Als damals die WM 2006 ins Haus stand, wollte ich auch gar nicht wissen wie es so steht, welche Mannschaften noch im Rennen sind und so weiter. Damals kam auch sehr gro diese ganze Flaggenbestckung an Autos in Mode und man hatte praktisch keine Chance, von den Siegen unserer Elf nichts zu erfahren. Ich habe es als zutiefst rechts empfunden und schon mit linksradikalen Ideen sympathisiert. Ich hatte nichts als Verachtung fr dieses Mitlufertum brig und war auch da nie um eine ungefragte Stellungnahme verlegen. Eines Tages in diesem Sommer wurde ich dann zum &quot;Grillen&quot; am frhen Nachmittag eingeladen. Einem Zufall war es geschuldet, dass ich dennoch spitzbekommen habe, dass das Halbfinale gegen Italien ansteht.<br /> <br /> Man htte mich durchaus darber aufklren sollen, dass man wohl vorhatte, sich spter vor die Glotze zu flzen. Kurzum habe ich mir selbst ein Corpsepaint verpasst und mir eine norwegische Flagge umgehngt. Den ganzen Abend verbreitete ich gezielt schlechte Laune. Whrend des Spiels kommentierte einer der Gste eine Schiedsrichterentscheidung dann mit den Worten: &quot;Komm, wir fahren nach Dortmund. Auf dem Parkplatz steht nur aein einziges Auto mit mexikanischem Kennzeichen!&quot; Diese proletenhafte Billigung und Befrderung von Gewalt gepaart mit der irrsinnigen Vorstellung, dass jemand fr rund zwei Stunden Arbeit von Mexiko ber die Behringstrae durch halb Sibirien tuckert, hat mich dann veranlasst, nach Hause zu fahren und das brige Spiel per Liveticker zu verfolgen. Nach dem Abpfiff bin ich erstmal losmarschiert und habe mir beim nchsten Italiener eine Pizza geholt.

Beichthaus.com Beichte #00040245 vom 29.08.2017 um 20:45:02 Uhr in Bochum (19 Kommentare).

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Beziehungsende? Ab ins Bordell!

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Stolz Selbstsucht Begehrlichkeit Prostitution Landshut

Ich habe mich letzte Woche von meiner Freundin getrennt (vier Jahre Beziehung) und bin voll Kummer und rger in ein Bordell gegangen, um mich auf neue Gedanken zu bringen und endgltig mit ihr abzuschlieen. Ich habe spontan entschieden, was ich sonst selten tue, []
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Beichthaus.com Beichte #00040244 vom 29.08.2017 um 20:38:56 Uhr in Landshut (20 Kommentare).

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“Beichte

Fressen oder gefressen werden

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Rache Aggression Gesellschaft

Ich (m) beichte, dass mir das Gerede von Karma, Strafen von einer hheren Macht oder sonstiger Unsinn gehrig am Hintern vorbeigeht. Wenn jemand der Meinung ist, mir bld kommen zu wollen, gibt es eine saftige Strafe und zwar von meiner Wenigkeit. Warum sollte ich darauf warten, dass irgendeine imaginre Macht meinen Widersacher bestraft? Karma existiert nicht, wrde es existieren, wren so einige Menschen nicht auf ihrem heutigen Posten. Es sind die Feiglinge, die sich nicht trauen und auf eine hhere Macht hoffen. Aber im Leben muss man nun mal seinen Feinden klarmachen, wer hier der Boss ist. Fressen oder gefressen werden. So war es schon immer.<br />

Beichthaus.com Beichte #00040243 vom 29.08.2017 um 16:06:52 Uhr (11 Kommentare).

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Ich fhle mich nur auf dem Schlachtfeld lebendig!

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Morallosigkeit Boshaftigkeit Tod Zivi & Bund

Ich bin mnnlich jung und krftig. Ich habe bei mir eine absolute Gleichgltigkeit festgestellt (was den Tod angeht). Meine Mutter erkrankte psychisch und zog mich gro. Mein Vater ist Alkoholiker, ich wollte nie sein wie er. Ich wurde unter Gewalt aufgezogen (Was zu einer gesunden Ernhrung und viel Sport fhrte) Ich wollte allen beweisen, dass ich der Beste bin. Ich beantragte einen IQ-Test, der feststellte, dass ich begabt sei. In der Schule wurde ich oft diskriminiert und ausgegrenzt, weil ich als vertrumt und eigen galt. Einmal brach ein Schler in einem Nebenraum bei einem Vertrauenslehrer in Trnen aus, weil seine Eltern Druck machten, weil er nicht der Beste sei. Diese Person hatte mich monatelang gemobbt, doch meine Rache bestand aus Erfolg. Ich war sogar zwei Mal Klassenbester. Um den Druck zu Hause auszuhalten, rauchte ich nach den Prfungen Lemon Haze (Sehr starkes Gras direkt aus Holland). Elterntrennung mit Polizei etc.<br /> <br /> Mein Wusch war es immer Soldat zu werden. Vor dem Eintellungstest las ich zwei Bcher ber Psychologie. Im Eintellungstest konnte ich den Leuten vorgaukeln, dass alles okay sei. Gras hrte ich lange genug davor auf zu rauchen. Das fiel mir sehr schwer, denn ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon eine psychische Abhngigkeit aufgebaut. (Obwohl beispielsweise eine gewaltttige Erziehung PTBS begnstigt. Worber ich natrlich schwieg.) In meiner Einheit merkte niemand, dass mir sogar mein eigener Tod egal ist. Im Einsatz verschrfte sich die Lage drastisch. Mir war einfach alles egal - ich duckte mich gar nicht mehr hinter die Deckung, sondern streckte meinen Kopf einfach sekundenlang aus der Deckung. Whrend des Feindbeschusses. Ich beobachtete ein paar Aufstndische. Auf einmal zog mich ein Kamerad runter und fragte mich, ob ich noch ganz dicht sei. Da realisierte ich erst, welche Gefahr ich eingegangen war. Letztendlich konnten wir durch die Aktion den Feind orten und forderten Luftuntersttzung an. Das war noch eine der harmlosesten Aktionen, glaubt mir.<br /> <br /> Hier einige Beispiele auerhalb des Einsatzes: Kaninchen meiner Schwester starb, sie weinte whrend ich nur Leere versprte. Mein Opa starb. Ich wollte etwas empfinden, doch in mir gab es kein Empfinden mehr fr etwas wie Trauer. Ich glaube dass ich sentimental extrem abgestumpft bin. Aufgrund einer Operation konnte ich einen lngeren Zeitraum keinen Kontakt halten in die Heimat. Als ich nach acht Monaten die Wohnung aufschloss war sie ausgerumt - bis auf meine Couch und meinen Fernseher. Meine Freundin - Fehlanzeige. Und schon wieder Gleichgltigkeit. Ich setzte mich vor den Fernseher und schaute Netflix, als wre nie etwas passiert. Der Einsatz tat mir persnlich aber gut, ich war sehr stolz auf das, was wir in Afg. erreicht hatten. Die Gefechte fllten mich endlich mit Leben. Es ist schwer zu beschreiben, aber unter Feindbeschuss schiet das Adrenalin nur so durch die Wehnen. Das war das beste Gefhl, das ich je hatte. Fr einen Zivilist klingt das gerade sehr surreal. Das Gefhl war so toll, dass ich mehr davon brauchte.<br /> <br /> Als es zwei Wochen kein Angriff auf uns durch IEDs oder Taliban gab, starb ich fast vor Langeweile. Ich hoffte andauernd, dass es wieder heftig knallte. Wenn die Patronengurte durch das MG3 ratterten, fhlte ich mich unbesiegbar. Was den anderen Todesangst bereitete, fhrte bei uns zum Zeitvertreib. Endlich bekam ich Anerkennung, wurde geschtzt, gebraucht, die Leute vertrauten mir ihr Leben an und ich enttuschte sie nicht. Es war ein unbeschreiblich tolles Gefhl. Der Adrenalin-Kick konnte bei mir auch nicht durch Fallschirmspringer und Motorradfahren getoppt werden. Dabei will ich betonen, dass wir immer im Interesse des afghanischen und deutschem Volkes gehandelt haben und selbstverstndlich nur gut erkennbare Ziele eliminiert haben.<br /> <br /> Warum ich das hier erzhle? Weil es sonstwo nicht funktioniert. In der Gesellschaft muss man einfach funktionieren. Das ich aus dem Militr aussteige ist ausgeschlossen, der Zusammenhalt ist wie eine Familie fr mich die ich nie hatte. Das erhllt noch ein kleines bisschen Wrme in mir. Was wrdet ihr in meiner Situation tun?

Beichthaus.com Beichte #00040242 vom 29.08.2017 um 00:26:09 Uhr (16 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Keine Toilette in der S-Bahn

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Vandalismus Unreinlichkeit Bahn & Co. Offenbach

Ich (m/23) habe gestern in der S-Bahn auf einen Sitz gepisst. Ich hatte mchtig Druck auf der Blase und bis nach Hause war es noch ein Stck. In der S-Bahn ist kein Klo, also habe ich den Sitz getrnkt, damit nicht die ganze Pisse auf dem Boden durch die ganze Bahn fliet. Tut mir aber im Nachhinein echt leid. Wenn ich eine Flasche dabei gehabt htte, dann htte ich diese gefllt, hatte aber leider keine.

Beichthaus.com Beichte #00040241 vom 28.08.2017 um 22:28:28 Uhr in Offenbach (16 Kommentare).

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