Die religiöse Putzfrau ärgern

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Boshaftigkeit Unglaube Gesellschaft

Ich möchte beichten, dass ich sadistisch zu unserer Putzfrau bin. Als gute, lesbische Atheistin wohne ich im evangelischen Studentenwohnheim und erfreue mich an dem Stadl hier. Natürlich provoziere ich auch ganz gerne und muss dafür nicht mehr tun, als ich eh schon mache (Binge Drinking, lauter Metal, Religionszynismus, lesbische Bettbekanntschaften). Herrlich also! Die Putzfrau hier ist natürlich, wie alle Mitarbeiter, gute Christin und in diesem Falle besonders religiös (russisch-orthodox). Sie kommt zweimal wöchentlich und die Zeit nutze ich eifrig, um der Guten etwas einzuheizen. Alles begann damit, dass ich mit einer Mitbewohnerin gerade in der Küche saß, als sie die Fenster putzte. Wir erzählten frohgemut von unseren Homogeschichten, als die Putzfrau mit ihren Hasstiraden auf Homos loswetterte: "Eklig!", "Gott will das nicht!" und so weiter. Seitdem gebe ich mir besondere Mühe, dass sie meine lesbischen Beziehungen auch direkt zu sehen bekommt. Weiterhin grüße ich sie nie und mache mir den Spaß, über frisch geputzte Böden einfach immer hinwegzugehen oder genau dann zu duschen, wenn sie gerade das Bad putzen möchte. Sie fängt dann öfters an, lauthals auf russisch zu fluchen oder hämmert mit dem Staubsauger mal nebenbei gegen meine Tür. Meine neueste Gemeinheit ist es, russischen Metal, den ich tatsächlich selbst höre, laufen zu lassen, wenn sie da ist. Die Texte dürften ihr den letzten Nerv rauben. Ich sehe ein, dass meine Anti-Nummer durchaus kindisch ist und ich dennoch so viel Spaß daran habe, dass ich bis zu meinem Auszug weitermachen werde!

Beichthaus.com Beichte #00031048 vom 18.04.2013 um 10:48:40 Uhr (53 Kommentare).

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Dem Falschen meine Nummer gegeben

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Feigheit Falschheit Vorurteile Dating Telefon Bamberg

Ich habe vor ein paar Tagen meine Nummer an einen Typ gegeben, der offensichtlich großes Interesse an mir hatte, der mich aber vom Äußeren überhaupt nicht angesprochen hat. Sowohl optisch als auch seine Art... Er war klein, dick und haarig, außerdem zehn Jahre älter als ich und ich weiß echt nicht, wieso ich ihm meine Nummer gegeben habe. Vermutlich, weil ich einfach überfordert war und mit meinen fast 21 Jahren noch keinerlei Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gemacht habe, sodass ich vielleicht für ein paar Momente ernsthaft überlegt habe, was mit ihm zu unternehmen. Nachdem er aber eben angerufen hat und mir irgendeinen irrelevanten Scheiß erzählt hat, habe ich gesagt, dass er mir das halt erzählen soll, wenn wir uns treffen und ich ihm eine SMS schreibe. Ich war und bin jetzt schon genervt von diesem Waschlappen, dass ich mir die Woche eine neue Simkarte zulegen werde. Ich beichte hiermit also, dass ich einem Typen die Hoffnung nehme, indem ich feige meine Nummer ändere, weil ich mich nicht traue zu sagen, was Sache ist und ihm damit bestimmt ein voll beschissenes Bild gebe. Es tut mir auch leid, aber ich war einfach heillos überfordert und bin zu schüchtern, um das zu klären.

Beichthaus.com Beichte #00031046 vom 17.04.2013 um 21:23:08 Uhr in Bamberg (20 Kommentare).

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“Beichte

Liebgewonnene Pinkelgewohnheit

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Ekel Studentenleben Unreinlichkeit Neuseeland

Ich (w/25) bin zur Zeit in Neuseeland, um ein Auslandssemester zu machen. In allen Häusern, in denen ich bis jetzt gewohnt habe, war die Toilette nicht im Bad selbst, sondern separat. Entweder, es ist hier so üblich oder einfach nur Zufall. Auf jeden Fall waren alle Waschbecken in den Bädern immer sehr massiv gebaut, also nicht einfach nur ein Becken, das an der Wand befestigt ist, sondern richtige Waschtische, die auf dem Boden stehen. Wem hier bereits Böses schwant, der ist auf der richtigen Spur! Ich bin allgemein ein sehr fauler Mensch und manchmal hat es mich einfach genervt, zum Beispiel nach dem Zähneputzen, jetzt nochmal extra aufs Klo zu rennen. Da ist mir sofort das Beichthaus und die Waschbeckenpinkler-Fraktion eingefallen! Zuerst war ich etwas zögerlich, als ich mich mit heruntergelassener Hose auf den Waschtisch gesetzt habe, aber als der Wasserhahn erstmal lief - habe ich hier so gelernt! -, gab es kein Halten mehr. Ich habe dann angefangen, das immer so zu machen, ich habe sogar mein kleines Gesichtshandtuch geopfert. Das hängt immer neben dem Waschbecken und ich benutze es dann zum Abwischen, hin und wieder kommt es dann in die Waschmaschine. Mir gefiel mein neues Leben als Waschbeckenpinklerin! Es war praktisch, meiner Meinung nach hygienisch, sparsam - der Klopapier-Verbrauch ging drastisch zurück! Eigentlich nur Vorteile. Leider habe ich gestern in einer ähnlichen Beichte in den Kommentaren gelesen, dass das die Rohre kaputtmachen kann; ich weiß nicht, ob es stimmt, aber wenn ja tut es mir leid! Letzte Woche bin ich umgezogen, leider eignet sich das Waschbecken hier nicht zum Draufsetzen. Irgendwie fehlt mir das jetzt, es ist einfach nicht mehr das Gleiche.

Beichthaus.com Beichte #00031043 vom 17.04.2013 um 13:33:40 Uhr in Neuseeland (Auckland) (27 Kommentare).

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Das Gemüse leichter machen

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Diebstahl Ernährung Studentenleben

Ich möchte beichten, dass ich ein- bis zweimal pro Woche Lebensmittel stehle. Zu meiner Situation: Ich bin Studentin und bekomme, außer Kindergeld, keine finanziellen Förderungen vom Staat, sodass meine lieben Eltern meine Wohnung zahlen und mir jeden Monat noch etwas Geld überweisen, wofür ich ihnen unglaublich dankbar bin. Andernfalls könnte ich mein Studium einfach nicht finanzieren, da ich in einem Studienprogramm ohne große Chance auf spätere hohe Bezahlung bin. Deswegen will ich auch vorerst keinen Studienkredit aufnehmen. Ich ernähre mich, soweit ich kann, recht gesund, esse also auch viel frisches Obst und Gemüse. Allerdings ist das auf Dauer so unfassbar teuer, dass es kein Wunder ist, dass immer mehr Menschen, insbesondere alleinstehende, junge Menschen, viele Fertiggerichte, Fast Food und so weiter konsumieren. Es ist schnell zubereitet, macht satt und ist dabei relativ günstig. Und Frisches wird immer und immer teurer, was angesichts der ökologisch/ökonomischen Lage auch verständlich ist. Aber warum kann es nicht auch für einkommensschwache Menschen leicht möglich sein, sich gesund zu ernähren?


Deshalb hebe ich die Tüten, in denen die Artikel gewogen und etikettiert werden, immer etwas an. So verfälsche ich das Gewicht und damit den Preis um - geschätzt - etwa ein Drittel nach unten. Ich kaufe meistens bei einer großen Supermarktkette ein, da die Läden hier einfach überall sind und ich meine Einkäufe nicht mehrere Kilometer schleppen muss. Außerdem gibt es dort auch noch abends nach der Uni alles, was ich brauche und es ist nicht vergriffen oder schon halb eingefallen. Es wird auch kaum jemanden stören, dass ich mein Gemüse nur zu knapp 70 Prozent bezahle, denke ich. Außerdem bleibt mir so etwas mehr Geld für gutes Bier und Studenten brauchen nunmal Bier.

Beichthaus.com Beichte #00031042 vom 17.04.2013 um 13:13:58 Uhr (39 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Tomatendiebe

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Diebstahl Schamlosigkeit Kinder Nachbarn Erlach

Hiermit beichte ich (w/20), dass meine beste Freundin und ich vor über zehn Jahren bei einer sehr netten Nachbarin geklaut haben. Wir haben durch eine Lücke in einer Hecke einen richtig tollen Gemüsegarten gesehen und es waren viele reife und wirklich große Tomaten an den Stauden, so dass wir uns dachten, dass wir uns welche nehmen. Nur war es so, dass man sich dazu erst mal durch die Hecke quetschen musste und dann noch einen recht großen umgegrabenen Platz überqueren musste, der von einigen Fenstern des Hauses gut einsehbar war. Wir haben uns bestimmt fünfmal getraut, jeweils ein oder zwei Tomaten zu nehmen, bis wir schließlich endlich zufrieden waren. Danach hatten wir auch noch den klugen Einfall, zu klingeln und zu fragen, ob wir zwei Tomaten haben dürften. Wir mussten wohl sehr nett ausgesehen haben, jedenfalls hat die Dame sofort zugestimmt und ist durchs Haus in den Garten. Wir haben sie sogar bis zur Eingangstür schimpfen hören, aber als sie wieder kam, drückte sie uns freundlich lächelnd zwei Tomaten in die Hände.


Es tut mir ziemlich leid, dass wir eine nette Frau um ungefähr zehn Tomaten beschissen haben und danach auch noch die Dreistigkeit besaßen, zu fragen, ob wir welche bekommen. Ich muss immer wieder daran denken, wie frech und verschlagen das gewesen war und dennoch grinsen wir immer, wenn wir uns gegenseitig daran erinnern.

Beichthaus.com Beichte #00031041 vom 17.04.2013 um 00:21:42 Uhr in Erlach (4 Kommentare).

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