Das Pferdemädchen

9

Ungerechtigkeit Tiere Familie Kiel

Ich (w/20) sitze hier und versinke in Hass, Trauer und Reue. Ich war eines dieser kleinen nervigen Pferdemädchen. Ich hatte in meiner Kindheit nur Pferde im Kopf. Mein Opa war ein Landwirt der alten Schule, selbst während seiner Rente bis ins hohe Alter hielt er eine große Herde Mutterkühe, sowie 2 Pferde. Er war begeisterter Reiter und Züchter, er versuchte sein Hobby an einen Nachkommen weiterzugeben. Sein Sohn interessierte sich nicht, also versuchte er es später bei seinen Enkelsöhnen, ebenfalls konnte er sie nicht richtig überzeugen. Wie es sich für einen ordentlichen Patriarch gehört, versuchte er nun aus Verzweiflung die Enkelinnen für den Sport zu begeistern. Meine ältere Schwester hatte Angst vor Pferden und die zwei älteren Cousinen kein ernsthaftes Interesse. Nun kam noch eine Cousine und ich als stark verspätete Nachzügler hinzu. Mein Opa sah hier seine letzte Chance, das Hobby in der Familie zu erhalten. Schlussendlich war ich die letzte, der 7 Enkel, die er für das Hobby begeistern konnte. Zähneknirschend nahm er das hin und versuchte noch das „beste“ daraus zu machen. Jedoch bekam ich es hart zu spüren, das ich nur ein Mädchen sei und dazu noch die letztgeborene, seiner Versager-Tochter.

Ich besuchte meine Großeltern oft. Mit den Pferden verbrachte ich eine tolle Zeit, ich konnte Stunden auf der Weide verbringen und mich mit den Tieren beschäftigen. Unter Anleitung meines Opas ritt ich ein Pferd an, der Wallach und ich waren 8 Jahre alt. Mit diesem Pferd entwickelte ich schließlich eine tolle Freundschaft. Wenn ich zu Besuch kam und der Wallach hörte mich auf dem Hof sprechen, kam er wiehernd in den Stall gerannt, auch wenn er am anderen Ende der Weide stand. Diese wundervolle Zeit und schöne Erlebnisse mit den Pferden, ließen mich über einige Grausamkeiten meines Opas hinwegsehen. Einige Jahre ging dies so weiter, doch plötzlich waren die Pferde weg. Wie ich von der Nachbarstochter meines Opas im Schulbus erfuhr. Sie meinte, dass die Pferde von heute auf morgen einfach verschwunden sind. Alle in meiner Familie wussten es, als ich sie zu Rede stellte, nur ich musste es im Schulbus erfahren. Nach dem Schock wurde ich von meiner Familie vertröstet mit den Worten: die Pferde seien auf einem Gnadenhof. Was Gnadenhof in den Worten eines alten Bauers bedeutet, kann man sich sicher denken.

Irgendwann war auch dieser Schock weitestgehend verdaut, jedoch werde ich dies niemals meinem Opa verzeihen können. Vor allem als ich die Hintergründe des „Verkaufs“ erfuhr und wie meine Eltern dies unterstützten. Meine Eltern wollten das ich endlich aufhöre zu reiten, sie hofften der Fluch würde mit der kommenden Pubertät vorbei sein. Der Fluch war nicht vorbei, heute noch bin ich aktiv in einem Reitverein.

Mein Opa erkrankte vor 2 Jahren schwer, ein schnelles Lebensende war absehbar. Ich bereue das ich damals nicht zu ihm nach Hause geritten bin mit meiner Reitbeteiligung. Ihm hätte es sicher gefallen, in seinen letzten Wochen von einem Enkel auf dem Pferd besucht zu werden. Jedoch besuchte ich meinen Opa nur ein paar mal, wenn ich von den Eltern mitgeschleppt worden bin. Ich wollte diesen Mensch nicht sehen, da er mich in meiner Kindheit so stark verletzte. Ich habe sogar heute noch Hass auf ihn, da ich diese Pferde liebte und sie mir eiskalt genommen worden sind. Jedoch bereue ich heute, einem sterbenden Menschen keine Freude gemacht zu haben. Ich hätte nur zu ihm reiten müssen, er hätte sich vermutlich riesig gefreut zu sehen wie ein Enkel Spaß an seinem Hobby gefunden hat und es weiter führt.

Beichthaus.com Beichte #00041826 vom 29.04.2019 um 19:13:14 Uhr in Kiel (9 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Als die Chat-Bekanntschaft plötzlich vor der Tür stand

16

Wollust Morallosigkeit Fremdgehen Mainz

Als ich (m) als 23-Jähriger über ICQ-Chaträumen ein damals 15-jähriges Mädchen kennenlernte, habe die Kleine in stundenlangen Telefonaten aufgebaut. Sie wohnte etwa 400 km entfernt. Sie war mit 14 vergewaltigt worden, hatte es aber niemandem außer mir erzählt. […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00041825 vom 28.04.2019 um 15:29:39 Uhr in Mainz (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Bettnässer auf der Klassenfahrt

11

Peinlichkeit Rache Schule Hamburg

Ich habe mir als Kind im Grundschulalter häufiger in die Hose gemacht. Meistens in der Schule, aber auch beim Sport oder nachmittags beim Spielen. Meistens, weil ich mich einfach nicht getraut habe zu fragen, ob ich auf die Toilette gehen darf. Meine Klasse war aber echt okay und so bin ich nie gehänselt oder ausgelacht worden. Es war halt so; 2-3 mal im Jahr ging es in die Hose. Dann kam in der 4. Klasse eine neue Mitschülerin in meine Klasse und die hat anders als die anderen mich nach meinen Unfällen immer aufgezogen. Auf einer Klassenfahrt war ich dann mit ihr in einem Zimmer und es passierte mir natürlich, dass ich ins Bett machte (was mir sonst nie passierte). Sie lachte mich aus, erzählte es allen anderen und hänselte mich extrem. Das machte mich so wütend, dass ich in der letzten Nacht in einen Becher gepinkelt habe und ihr diesen dann ins Bett gekippt habe. Sie ist nicht aufgewacht davon und dachte am nächsten Morgen natürlich, dass sie auch ins Bett gepinkelt hätte. Ich schwieg.

Letztens hatten wir ein Klassentreffen nach über 20 Jahren und wir trafen aufeinander. Irgendwann erzählte sie dann, dass diese Erlebnis sie immer noch beschäftigt, sie häufig daran denken muss und immer wenn sie auswärts schläft, Angst hat, dass ihr sowas nochmal passieren könnte. Sie nannte es ein traumatisches Erlebnis. Wenn ich damals gewusst hätte, dass mein Handeln ein so langes Leid auslöst, hätte ich es nicht getan. Ich wollte nur die kurzfristige Rache. Entschuldigung.

Beichthaus.com Beichte #00041822 vom 26.04.2019 um 14:59:06 Uhr in Hamburg (11 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Zahlarztpatienten

26

Zorn Gesundheit Gesellschaft München

Ich (w/26) arbeite in einer Zahnklinik als Rezeptionistin. Der Job an sich ist toll, wären diese speziellen Patienten nicht da. Ich merke, dass ich mit der Zeit ziemlich misanthropisch geworden bin. Die schlimmsten Patienten sind für mich Araber, Türken und Privatpatienten! Araber/Türken kommen NIE zur Vorsorgeuntersuchung, wollen aber sofort einen Notfall-Termin. Wenn ich alleine an der Rezeption bin, schicke ich das Gesindel meistens in die Notfallzentrale. Privatpatienten rufen beim Schmerz meistens Nachmittags an und wollen an diesem Tag kommen, weil Ihnen der Zahn abgebrochen ist. Wenn es keinen freien Termin gibt, werden Sie patzig und beleidigen einen. Leider kann ich dieses arrogante Pack nicht so leicht wegschicken, weil sie uns viel Geld miteinbringen (wurde mir so eingetrichtert).

Gestern ruft ein langjähriger Privatpatient an und meint, er möchte SOFORT kommen, weil sein Zahn abgebrochen ist. Leider war meine Ärztin außer Haus. Notfall ist, wenn man Blutungen, Schwellung oder einen Unfall hat! Leider wollen sie ewig mit mir diskutieren und hören nicht auf zu reden. Ich bin eh unterbezahlt und sehe es nicht ein mir unnötige Kopfschmerzen zu bereiten. In dem Moment rede ich wie, als würde ich einen Flüchtling den Weg beschreiben, ganz langsam und mit tiefer Stimme sag ich: ARZT. NIX DA HEUTE. KEIN. TERMIN. Und wiederhole es, solange bis der Patient aufhört zu diskutieren. Ich verachte jedes arrogante Miststück und vergebe denen meist keinen Termin, obwohl etwas frei ist. Ich behalte die offenen Termine für die netten Patienten, die mit einem respektvoll umgehen, egal ob sie per Kasse oder Privat versichert sind. Ich bitte um Absolution, weil ich sehr viele Privatpatienten meines Chefs vergrault habe.

Beichthaus.com Beichte #00041821 vom 26.04.2019 um 13:22:12 Uhr in München (26 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Frauen einen Korb geben

29

Boshaftigkeit Begehrlichkeit Dating Hamburg

Ich (m/Mitte zwanzig) beichte, dass ich Spaß daran habe, Frauen abzuservieren. In den letzten Jahren habe ich mich optisch zum Positiven verändert. Ich habe abgenommen, mache Krafttraining, kleide mich besser und bin gepflegter, was auch bei den Frauen gut ankommt. Dementsprechend werde ich öfter angestarrt oder man macht sich auf andere Art und Weise an mich heran. Ich ignoriere sie jedoch immer oder gebe ihnen zu verstehen, dass sie mir auf die Nerven gehen und oft ist es Ihnen dann peinlich oder sie sind verärgert. Da ich Single bin, wäre ich eigentlich gerne in einer Beziehung, aber ich kann auf dieses wunderbare Gefühl, Frauen zu demütigen einfach nicht verzichten. Ein weiterer Grund, weshalb ich dies tue, ist, dass Frauen sich immer darüber beschweren, dass sie belästigt werden, aber wenn ihnen ein Kerl gefällt, haben sie natürlich kein Problem damit. Deshalb möchte ich, dass sie mal ihre eigene Medizin schlucken.

Beichthaus.com Beichte #00041819 vom 25.04.2019 um 15:50:22 Uhr in Hamburg (Neuer Wall) (29 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“Folge