Mein Wunsch nach einem glücklichen Leben

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Verzweiflung Selbstverletzung Gesellschaft

Ich (m/19) habe ein Problem mit mir selbst. Bedeutet, dass ich mein größter Gegner bin und mein bisheriges Leben als Gesamtes eher hasse und auf keine meiner bisherigen Errungenschaften stolz bin. Es scheint, als ob nur die schlechten Erinnerungen in meinem Gedächtnis bleiben. Und jetzt zu meiner Beichte: Ich habe Angst vor den Reaktionen meiner Mitmenschen, wenn ich ihnen erzähle, dass ich fast jeden Tag über Suizid nachdenke. Allerdings hasse ich mich selbst für diese Gedanken noch mehr, da ich weiß, dass Suizid es nicht besser macht, sondern nur beendet. Mein Selbstmordversuch im Herbst/Winter letzten Jahres scheiterte, weil mich Passanten stark unterkühlt mitten in der Nacht leicht bekleidet in den Bergen gefunden haben. Ich wurde dann von denen schleunigst in ein Krankenhaus gebracht, in welchem ich am selben Tag, gegen Mittag, schon wieder raus durfte. Ich schäme mich für das, was ich damals gemacht habe.

Ich klammere mich noch an die Hoffnung, eines Tages einen guten Freund zu finden, mit dem ich mich aussprechen kann. Dem ich vollkommen vertrauen kann. Eine Frau zu finden und Kinder zu bekommen. Einfach ein glückliches Leben zu führen und dann irgendwann im hohen Alter eines natürlichen Todes zu sterben. Dennoch plagen mich diese Gedanken fast täglich, wie ich mir mit einem Seil einen ordentlichen Knoten flechte und dann von der Brücke baumele. Ich fahre täglich mit einem öffentlichen Bus zur Schule. Dort passiert das zu 100 Prozent immer, wenn wieder einmal der ganze Bus voll ist, die Leute stehen, neben mir der einzige noch freie Sitzplatz ist und niemand sich setzt. Wie oft habe ich mir gewünscht, dass sich mal eine Person neben mich setzt. Und wenn es nur die reine Faulheit ist zu stehen, aber niemand erfüllt mir diesen Wunsch. Seit einem Jahr lenke ich mich mit allen möglichen Dingen ab, nur um diesen Gedanken zu entrinnen. Erst habe ich mich dem Alkohol ergeben. Bis ich dann merkte, dass, falls ich noch in den Genuss eines erfüllten Lebens kommen dürfte, das nur meinen Körper zerstört und somit hinderlich ist. So treibe ich jetzt täglich Sport, immer, bis ich keine Gewichte mehr heben kann uns keinen Schritt mehr laufen kann. Es hilft zwar im Moment nicht sonderlich, hier alles nieder zu schreiben, aber ich hoffe, jemand kann mir einen Tipp geben, wie es weiter gehen kann, mir Mut machen. Danke, dass ihr meine Sorgen bis zum Schluss gelesen habt.

Beichthaus.com Beichte #00030332 vom 11.10.2012 um 17:49:39 Uhr (53 Kommentare).

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Ausgedachte Abtreibung

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Betrug Lügen Schwangerschaft Dortmund

Mein erster Freund hat mit mir nach einem Jahr, als ich 16 Jahre alt war, Schluss gemacht. Ich war damals so verzweifelt, dass ich ihm sagte, ich sei schwanger von ihm, was natürlich nicht stimmte. Er hat mir das auch nicht geglaubt. Um meine Lüge nicht auffliegen zu lassen, erzählte ich dann, ich hätte das Kind abgetrieben.
Das erzählte ich allen meinen Freunden danach, weil ich nicht wollte, dass sie mich als eine Lügnerin sehen.
Diese Lüge verfolgt mich bis heute noch und ich schäme mich, dass ich so etwas gemacht habe.
Es ist wie eine Kette, die sich nach und nach aufgebaut hat. Ich verachte mich noch heute dafür.
Seitdem lüge ich nicht mehr, beziehungsweise kann es nicht mehr, da ich gelernt habe, dass es mir nur Ärger und ein schlechtes Gewissen einbringt. Ich kann nur hoffen, dass ich irgendwann zu meiner Vergangenheit und zu mir selbst stehen kann und ich jemanden treffe, der mir trotz dessen vertrauen kann. Denn ein Leben, welches auf einer Lüge aufgebaut ist, ist kein wertvolles Leben mehr.

Beichthaus.com Beichte #00030324 vom 10.10.2012 um 00:10:25 Uhr in Dortmund (Königswall) (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Kampf um die Sitzplätze

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Aggression Bahn & Co. Düsseldorf

Ich besuche die FH in Düsseldorf und fahre somit jeden Morgen aus Köln mit dem Zug dorthin. Mir gehen die Menschen richtig auf den Zeiger, die, wenn der Zug einfährt, alles tun, um im Empfangskomitee rechts und links der geöffneten Tür zu stehen, rein springen, sobald der erste Strom von Aussteigern abbricht, auch wenn noch ein paar Menschen nachkommen. Dann kämpfen sie um jedes 4er Abteil und setzen sich dann an den Gang, den Rucksack auf dem andern Sitz, statt ans Fenster, sodass man an ihnen vorbei muss, wenn man sich setzen will. Die Menschen, die wie angeschossen 2 Minuten vor Erreichen des Bahnhofs aufspringen und zur Tür rennen, nur um erster zu sein der aussteigt, gehen mir genauso auf den Geist. All diese Spezialisten würde ich um 7 Uhr morgens am liebsten auf die Gleise schubsen und lachend zusehen, wie der Zug die platt macht. Es tut mir leid um meine Boshaftigkeit, aber es ist jeden Morgen das gleiche und immer bekommen, trotz Hetzerei, alle einen Platz!

Beichthaus.com Beichte #00030322 vom 09.10.2012 um 10:33:48 Uhr in Düsseldorf (Josef-Gockeln-Straße) (22 Kommentare).

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Meine Haselnuss-Hose

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Völlerei Unreinlichkeit Ernährung Eppstein

Ich habe in letzter Zeit viel Unistress und dadurch keine Zeit für Sport, die Ernährung ist auch nicht wirklich gesund, Fast Food und Snacks. Die Konsequenz: Ich wiege statt 85kg nun 108kg und habe nur noch zwei Hosen, die mir passen. Eine davon musste ich nun wegwerfen, da sie zwischen den Beinen zerrissen ist. Nun bleibt mir nur eine Jeans, meine anderen 6-7 Hosen sind alle zu klein. Aktuell trage ich sie nun zwei Wochen am Stück und sie riecht irgendwie nach Haselnuss. Ich werde sie Freitagabend waschen, das Haus am Wochenende nicht verlassen und hoffen, dass sie Montag wieder trocken ist.

Beichthaus.com Beichte #00030308 vom 05.10.2012 um 11:33:18 Uhr in Eppstein (Ehlhalten) (24 Kommentare).

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Mein Job als Fake Profil Ersteller

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Falschheit Lügen Betrug Arbeit

Ich (m/34) beichte, dass ich in meinem früheren Job mehrere Hundert Fake-Profile von Frauen auf einer Erotikpartnerbörse im Internet angelegt habe. Der Job wurde sehr gut bezahlt unter anderem auch, da ich zu einer Verschwiegenheit dem Unternehmen gegenüber verpflichtet war und eigentlich immer noch bin. Innerhalb der gesamten Zeit, wo ich dort gearbeitet habe, haben sich höchstens zehn Frauen auf unserer Webseite selber angemeldet, die meiner Einschätzung nach alle Gewerbliche waren. Die anderen weiblichen Profile wurden aus gekauften Bildern von Erotikmodels zusammengestellt, teilweise wurde sogar mit einer Bildbearbeitung nachgearbeitet. Das Einrichten der Profile hat dabei noch Spaß gemacht.


Schlimm war es dann aber, als ich zunehmend auch Mails beantworten musste, eine Arbeit, die keiner von uns so gerne machen wollte. Viele Männer haben wirklich ekliges Zeug geschrieben und es ist verdammt schwer Hunderte Profile und Bekanntschaften auf die Reihe zu bekommen. Dieses Rollenspiel hat dann irgendwann einen Schaden bei mir hinterlassen. Ich musste den ganzen Tag so schreiben, als ob ich eine Frau wäre und mir Bilder von unbekleideten Männern angucken. Als ich dann festgestellt habe, dass ich tatsächlich angefangen habe, mich stark für Männer zu interessieren, habe ich in Panik den Job gekündigt, es ist dann wieder besser geworden. Ich schreibe das hier nicht nur als Beichte sondern ich hoffe das ich so einige Leute davor warnen kann diese Seiten Ernst zu nehmen. Sozusagen um den Schaden den ich angerichtet habe ein wenig wieder gut zumachen. Wie es auf normalen Partnerbörsen läuft, weiß ich nicht genau. Wenn eine Frau so aussieht wie ein Modell, dann ist es meistens aber auch eines, so viel habe ich gelernt. Habe ja genug solcher Profile verwalten dürfen.

Beichthaus.com Beichte #00030307 vom 04.10.2012 um 16:14:42 Uhr (21 Kommentare).

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