Vom Kuhdorf in ein neues Leben

15

anhören

Zorn Selbstsucht Hass Gesellschaft Familie

Ich (m/25) bin das schwarze Schaf der Familie. Ich stamme aus einer streng evangelischen Region in Bayern und wurde in einem Kuhdorf mit sechs Häusern religiös erzogen. Und wie das in solchen Dörfern nun mal der Fall ist, ist dort alles, egal was du machst, der gesamten Einwohnerschaft (25 Leute) bekannt. Also waren meinen lieben Nachbarn immer auf dem aktuellsten Stand, wenn ich z.B. nicht in die Kirche gehen wollte oder anstatt in den Kindergottesdienst viel lieber in die Natur gegangen bin und dort meinen Gedanken nachhing. Mit voranschreitendem Alter begann ich auch - besonders in der Pubertät - stark gegen dieses öde Spießer-Dasein zu rebellieren und gab einen feuchten Dreck auf sämtliche Regeln und Vorschriften. Ich begann, Metal zu hören, und mich schwarz anzuziehen. Auch diese Verwandtschaftsbesuche an Feiertagen wie Weihnachten und Ostern kotzten mich damals unglaublich an.

Ich war einfach nicht der Mensch für so etwas. Es ging mir einfach übelst auf den Keks, dass ich, der Dinge erleben wollte und die Welt sehen sollte, einfach nur den lieben langen Tag in diesem Kuhdorf verbringen musste. Die Kinder in meinem Alter konnte ich nicht leiden, da sie genau wie ihre Eltern einfach bloß langweilig waren. Ich wollte oft mit meinen Eltern darüber reden, wie ich mich fühle oder was meine Ansichten über die Welt und meine Ängste sind, allerdings haben diese immer abgeblockt, sodass es mir irgendwann egal war, was sie von mir denken. Egal, was ich getan habe, sie haben nur gemeckert. Sie sahen gar nicht das Positive in mir, sondern nur das Negative. Die Krönung des Ganzen war, als ich (damals 15) mit meinen Eltern in der Großstadt war und ich dort (im Winter) einen alten Obdachlosen sitzen sah und meine Eltern ihn eiskalt ignorierten. Also habe ich mir mein letztes Geld zusammengekratzt - ich bekam damals nicht viel Taschengeld - in einer Bäckerei etwas zum Essen und einen Kaffee gekauft und ihm das gegeben. Es gab, wegen einer Aktion, mit der ich etwas Gutes bewirken wollte, eine ordentliche Standpauke meiner Eltern, was mir einfalle, das Geld diesem Gesindel zu geben. Nur der Glaube an Gott könne diesen verlorenen Seelen helfen. Und ab da war es mit mir durch.

Wenn nicht mal meine eigenen Eltern die positiven Seiten in mir sehen, also Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und mein offenes Ohr für Menschen mit Problemen, dann konnten sie mich getrost am Arsch lecken. Ab da kapselte ich mich seelisch von ihnen ab, begann mit 16 eine Lehre als Fachkraft für Lagerlogistik und zog mit 19, nachdem ich meine Lehre mit Bravour bestanden habe, aus meinem verhassten Kuhdorf in die Stadt, in der ich arbeite. Ich habe mir ein schönes Leben aufgebaut, habe seit vier Jahren eine tolle Freundin und mit ihr helfe ich jedes Wochenende in der Tafel unserer Stadt aus. Und wenn wir zu Besuch bei meinen Eltern sind (was wirklich selten ist) oder bei ihnen die Verwandtschaft, dann ernte ich nichts als ablehnende Blicke. Ich ernte Hass für mich, für das, was ich bin. Würde ich mich verstellen und so sein wie sie, würden sie mich mögen. Aber ich, das schwarze Schaf, der anstatt eines teuren BMWs - wie mein verzogener Cousin - einen 15 Jahre alten VW Golf mit Motörhead-Heckscheibenaufkleber fährt und für sein Leben gerne auf Festivals ist, lange Haare und einen Vollbart hat, jedes Wochenende in der Tafel aushilft, weil er anderen Menschen etwas Gutes tun will und Menschen nicht nach ihrem Äußeren, ihrer Sexualität oder ihrer Herkunft beurteilt, werde von meiner Familie, die sich allesamt als gute Christen sehen, gemieden und verachtet.

Ich beichte hiermit, dass ich so bin, wie ich bin und meine Verwandtschaft für ihr gehobenes Getue verabscheue. Und sollte es jemanden unter euch geben, der ebenfalls denkt, dass er in dem Umfeld, in dem er sich befindet, nicht glücklich ist oder der in einer ähnlichen Situation steckt, dem kann ich eins sagen: Beiß die Zähne zusammen und baue dir dein eigenes Leben auf. Höre nicht immer auf das, was andere sagen. Sei, wie du bist, Mitläufer in der Masse gibt es genügend.

Beichthaus.com Beichte #00034731 vom 31.12.2014 um 12:36:01 Uhr (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Wozu brauche ich diese Frau?

40

anhören

Hass Verzweiflung Feigheit Partnerschaft Berlin

Wozu brauche ich diese Frau?
Ich (m/36) bin seit vier Jahren mit meiner Freundin zusammen. Wir haben einen Sohn, um den ich mich hauptsächlich kümmere. Das heißt ich bin derjenige, der einkauft, kocht, wäscht, unseren Sohn in den Kindergarten bringt und abholt, Rechnungen bezahlt und fast alle sonstigen Erledigungen macht. Nicht zu vergessen, dass ich auch noch einen Fulltime-Job habe. Meine Freundin dagegen macht schlichtweg nichts. Sie hat meinen Sohn zur Welt gebracht, mehr aber auch nicht. Sie ist schon seit etlichen Jahren Dauerstudentin und genießt das Leben inklusive exzessiver Shopping-Tage und langen Party-Nächten. Alles natürlich auf meine Kosten und des Staates.

Ich bin gerade echt in einer Sinnkrise. Wozu brauche ich diese Frau? Wozu verdammt noch mal? Sex? Fehlanzeige! Sie sieht für ihre 31 Jahre noch supergut aus, liegt beim Sex aber nur da wie ein Brett und will sich bedienen lassen, wie sonst auch. Liebe? Fehlanzeige, meine anfängliche Liebe hat sich in Wut verwandelt und ich bezweifele, dass sie mich jemals wirklich geliebt hat. Für unser Kind? Nein, ich mache sowieso alles selbst und ich bin sowieso der erste Ansprechpartner für meinen Sohn. Für interessante Gespräche? Vergesst es, sie tippt lieber auf ihrem Handy herum und chattet mit ihren Freundinnen und Lovern. Für die Zeit, wenn ich mal alt bin? Dann wird sie sich, so wie heute, nur um sich selbst kümmern.

Seit einigen Wochen hat sie sich in den Kopf gesetzt, heiraten zu wollen, weil das bei ihren Freundinnen gerade in Mode ist. Ich stelle mich stur. Ich denke an eine Trennung und sie an Heirat. Irgendwas läuft hier mächtig schief. Vielleicht ist das auch ihre Strategie mich dann für die nächsten Jahrzehnte abzocken zu können. Ich hasse mich selbst dafür, so eine Person als meine Partnerin gewählt zu haben. Ich war einfach zu feige, um frühzeitig Schluss zu machen. Jetzt ist es fast zu spät. Bitte macht nicht denselben Fehler wie ich!

Beichthaus.com Beichte #00034713 vom 28.12.2014 um 12:55:55 Uhr in Berlin (Czarnikauer Straße) (40 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Benutztes Klopapier in der Jackentasche

2

anhören

Peinlichkeit Ekel Last Night Karlsruhe

Ich muss mal etwas loswerden, das mir schon lange auf dem Herzen liegt und mir sehr peinlich ist. Vor ein paar Jahren habe ich einen Kumpel besucht und dort war dann auch am Abend eine Sommerparty mit seinen Freunden, Geschwistern und Kumpels angesagt. Der Abend war so weit auch toll, irgendwann ging es mir nach wenig Alkohol jedoch sehr dreckig, was daran lag, dass ich meine Tage unerwartet bekam - da habe ich immer mit Kreislaufproblemen sowie Unverträglichkeiten zu kämpfen. So war auch erklärt, dass ich während der Feier plötzlich mal groß musste, was mir unendlich peinlich war, da ich die meisten Leute ja nicht kannte.


Damit auf keinen Fall das Klo verstopft, was bei meinem Glück immer in den schlimmsten Situationen geschieht, habe ich einen Teil des Klopapiers, an dem nur noch leichte braune Spuren zu erkennen waren, wieder aus dem Klo geholt. Ich habe sie später zusammengeknüllt und nach dem erfolgreichen Spülen auf dem Flur in meiner Jackentasche verschwinden lassen, entsorgen wollte ich sie auf dem Heimweg. Auf dem Weg war ich aber dann schon so müde und angeschlagen, dass ich gar nicht mehr wirklich mitbekam, wie wir am Ende wieder nach Hause gekommen sind. Am nächsten Morgen waren aber die angekackten Klopapierteile aus den Taschen verschwunden. Ob sie rausgefallen sind oder jemand den schrecklichen Fund in meiner Tasche gemacht hat, ist bis heute unklar. Also: Niemals in fremde Jackentaschen langen - man weiß nie, was darin ist!

Beichthaus.com Beichte #00034638 vom 18.12.2014 um 23:06:35 Uhr in Karlsruhe (2 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Unter Drogeneinfluss auf dem Klo

17

anhören

Drogen Ekel Falschheit Last Night

Ich (w) war letztes Wochenende mit einigen Freunden im Club feiern. Ich bin zwar kein Befürworter chemischer Drogen, doch ab und zu probiere ich es dann schon mal aus. So eben auch am Wochenende. Leider hatte es bei mir eine andere Reaktion hervorgerufen als bei den anderen. Während meine Freunde die Tanzfläche unsicher machten, fing es in meinem Bauch an zu brodeln. Ich flüchtete mich auf die Toiletten, huschte an der langen Schlange vorbei und drängelte mich in die nächste freie Kabine. Mein Magen und Darm schienen sehr auf den chemischen Müll zu reagieren. Ich zog meine Hose runter, stellte mich mit den Schuhen auf die Klobrille und in dem Moment, als ich in die Hocke gehen wollte, passierte es: Eine Wurst - auf die manche Männer "neidisch" gewesen wären - flutschte in zwei Sekunden aus mir heraus. Leider mit entsprechendem Ton und leider auch hinten auf den Klositz. Ich stieg vom Klo und betrachtete das Kunstwerk.


Ich war mir sicher, dass es jeder, der gerade bei den Toiletten anstand, gehört und gerochen haben musste. Ich legte etwas Klopapier darüber und öffnete die Klotür so, dass niemand hineinsehen konnte und meinte zu den Wartenden, dass noch jemand in der Kabine sei. Es tut mir wirklich sehr leid für das Putzpersonal und für die Männer, die dachten, bei Frauen kommen nur Schmetterlinge raus.

Beichthaus.com Beichte #00034591 vom 13.12.2014 um 16:41:10 Uhr (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Sex aus Gefälligkeit

32

anhören

Dummheit Peinlichkeit Schamlosigkeit Sex Sonthofen

Niemals hätte ich (m/28) mich auf so etwas einlassen sollen. Meine Frau arbeitet in einem größeren Unternehmen als Bestückerin. Jetzt hat sie seit drei Jahren eine Kollegin, mit der sie sich den ganzen lieben langen Tag während der Arbeit unterhält. Diese Kollegin ist vier Jahre älter als meine Frau (28) und ich würde sie vom Aussehen und Charakter her als sehr schüchtern beschreiben. Sie hat in der Tat auch Probleme damit, Männer kennenzulernen. Irgendwie sind meine Frau und ihre Kollegin mittlerweile dick befreundet und sprechen wohl auch über alles. Vor mehreren Monaten fragte mich meine Frau einfach mal so, ob ich mir vorstellen könnte, mit ihrer Kollegin zu schlafen. Dies lehnte ich natürlich völlig entsetzt ab. Aber nach ein paar Wochen fragte sie mich, nachdem wir gerade Sex hatten, dasselbe noch einmal. Dabei wurde sie aber direkter und erklärte mir, dass ihre Kollegin schon so lange keinen Mann mehr hatte und sich so sehr nach Geschlechtsverkehr sehnen würde. Ich habe wieder abgelehnt und habe das auch noch mehrmals getan. Unlängst änderte sie ihre Taktik und meinte, dass sie sich wünschen würde, dass ich mit ihrer Kollegin schlafe, sie würde auch dabei sein. Nach einigen Diskussionen ging ich auf die Sache ein. Es war sehr interessant, meine Frau blieb aber komplett angezogen und saß auf dem Bett. Ihre Kollegin war wirklich sehr gierig, für mich war es nur ungewohnt, ein Kondom zu benutzen. Das Ganze haben wir drei Mal wiederholt, beim letzten Mal hat sich meine Frau auch ausgezogen und die zweite Runde ging an sie, während sich ihre Kollegin passiv verhielt.


Jetzt gab es aber unerwartete Neuigkeiten. Ihre Kollegin hat, wie auch immer das passiert ist, neuerdings einen Freund. Die beiden haben sich wohl richtig stark verliebt und sprechen anscheinend ziemlich offen miteinander. Jetzt hat die Dame ihrem neuen Freund wohl erzählt, dass sie mit dem Mann ihrer Arbeitskollegin, also mit mir, Sex hatte. Jetzt bräuchte sie das nicht mehr, aber es habe ihr sehr viel Spaß bereitet. Wie auch immer - sie wollte uns ihren neuen Freund vorstellen und wir verabredeten uns für einen Kinobesuch. Das war vor einer Woche und ich stand mit offenem Mund da, als sie mir ihren Freund vorstellte. Verdammt, wir kannten uns. Es handelt sich um den Logistikleiter meines Arbeitgebers. Ich bin dort für den Verkauf zuständig. Dieser Typ ist die Litfaßsäule in Person und ist den ganzen langen Tag am Labern. Deswegen war ich auch völlig entsetzt. Seit genau diesem Abend schauen mich alle Kollegen anders an und tuscheln hinter meinem Rücken. Einer fragte mich, ob ich nicht mal bei ihm vorbeikommen kann, seine Schwiegermutter wäre zu Besuch und sie sei einsam. Solche Dinge muss ich mir seitdem dauernd anhören. Er behauptet, nichts im Kollegenkreis herumerzählt zu haben, meinte aber, wenn man sich auf so etwas einlässt, sei man selbst Schuld. Ich bin mittlerweile fix und fertig und würde ihn gerne verprügeln. Wenn das so weiter geht, dann kommt es auch dazu.

Beichthaus.com Beichte #00034466 vom 01.12.2014 um 17:55:57 Uhr in Sonthofen (32 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000