Ich fühle mich nur auf dem Schlachtfeld lebendig!

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Morallosigkeit Boshaftigkeit Tod Zivi & Bund

Ich bin männlich jung und kräftig. Ich habe bei mir eine absolute Gleichgültigkeit festgestellt (was den Tod angeht). Meine Mutter erkrankte psychisch und zog mich groß. Mein Vater ist Alkoholiker, ich wollte nie sein wie er. Ich wurde unter Gewalt aufgezogen (Was zu einer gesunden Ernährung und viel Sport führte) Ich wollte allen beweisen, dass ich der Beste bin. Ich beantragte einen IQ-Test, der feststellte, dass ich begabt sei. In der Schule wurde ich oft diskriminiert und ausgegrenzt, weil ich als verträumt und eigen galt. Einmal brach ein Schüler in einem Nebenraum bei einem Vertrauenslehrer in Tränen aus, weil seine Eltern Druck machten, weil er nicht der Beste sei. Diese Person hatte mich monatelang gemobbt, doch meine Rache bestand aus Erfolg. Ich war sogar zwei Mal Klassenbester. Um den Druck zu Hause auszuhalten, rauchte ich nach den Prüfungen Lemon Haze (Sehr starkes Gras direkt aus Holland). Elterntrennung mit Polizei etc.

Mein Wusch war es immer Soldat zu werden. Vor dem Eintellungstest las ich zwei Bücher über Psychologie. Im Eintellungstest konnte ich den Leuten vorgaukeln, dass alles okay sei. Gras hörte ich lange genug davor auf zu rauchen. Das fiel mir sehr schwer, denn ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon eine psychische Abhängigkeit aufgebaut. (Obwohl beispielsweise eine gewalttätige Erziehung PTBS begünstigt. Worüber ich natürlich schwieg.) In meiner Einheit merkte niemand, dass mir sogar mein eigener Tod egal ist. Im Einsatz verschärfte sich die Lage drastisch. Mir war einfach alles egal - ich duckte mich gar nicht mehr hinter die Deckung, sondern streckte meinen Kopf einfach sekundenlang aus der Deckung. Während des Feindbeschusses. Ich beobachtete ein paar Aufständische. Auf einmal zog mich ein Kamerad runter und fragte mich, ob ich noch ganz dicht sei. Da realisierte ich erst, welche Gefahr ich eingegangen war. Letztendlich konnten wir durch die Aktion den Feind orten und forderten Luftunterstützung an. Das war noch eine der harmlosesten Aktionen, glaubt mir.

Hier einige Beispiele außerhalb des Einsatzes: Kaninchen meiner Schwester starb, sie weinte während ich nur Leere verspürte. Mein Opa starb. Ich wollte etwas empfinden, doch in mir gab es kein Empfinden mehr für etwas wie Trauer. Ich glaube dass ich sentimental extrem abgestumpft bin. Aufgrund einer Operation konnte ich einen längeren Zeitraum keinen Kontakt halten in die Heimat. Als ich nach acht Monaten die Wohnung aufschloss war sie ausgeräumt - bis auf meine Couch und meinen Fernseher. Meine Freundin - Fehlanzeige. Und schon wieder Gleichgültigkeit. Ich setzte mich vor den Fernseher und schaute Netflix, als wäre nie etwas passiert. Der Einsatz tat mir persönlich aber gut, ich war sehr stolz auf das, was wir in Afg. erreicht hatten. Die Gefechte füllten mich endlich mit Leben. Es ist schwer zu beschreiben, aber unter Feindbeschuss schießt das Adrenalin nur so durch die Wehnen. Das war das beste Gefühl, das ich je hatte. Für einen Zivilist klingt das gerade sehr surreal. Das Gefühl war so toll, dass ich mehr davon brauchte.

Als es zwei Wochen kein Angriff auf uns durch IEDs oder Taliban gab, starb ich fast vor Langeweile. Ich hoffte andauernd, dass es wieder heftig knallte. Wenn die Patronengurte durch das MG3 ratterten, fühlte ich mich unbesiegbar. Was den anderen Todesangst bereitete, führte bei uns zum Zeitvertreib. Endlich bekam ich Anerkennung, wurde geschätzt, gebraucht, die Leute vertrauten mir ihr Leben an und ich enttäuschte sie nicht. Es war ein unbeschreiblich tolles Gefühl. Der Adrenalin-Kick konnte bei mir auch nicht durch Fallschirmspringer und Motorradfahren getoppt werden. Dabei will ich betonen, dass wir immer im Interesse des afghanischen und deutschem Volkes gehandelt haben und selbstverständlich nur gut erkennbare Ziele eliminiert haben.

Warum ich das hier erzähle? Weil es sonstwo nicht funktioniert. In der Gesellschaft muss man einfach funktionieren. Das ich aus dem Militär aussteige ist ausgeschlossen, der Zusammenhalt ist wie eine Familie für mich die ich nie hatte. Das erhällt noch ein kleines bisschen Wärme in mir. Was würdet ihr in meiner Situation tun?

Beichthaus.com Beichte #00040242 vom 29.08.2017 um 00:26:09 Uhr (16 Kommentare).

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Reservierung für ein französisches Restaurant

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Boshaftigkeit Falschheit Telefon Nürnberg

Eines Tages klingelte mein Telefon und jemand wollte für ein französisches Restaurant eine Platzreservierung aufgeben. Ich habe die Reservierung selbstverständlich angenommen und noch nach Sonderwünschen gefragt. Hinterher stellte sich heraus, dass sich der Anrufer in einer Ziffer bei der Nummer verwählt hatte. Tut mir leid, dass der Abend nicht so verlaufen ist wie geplant, aber in der Nähe sind noch jede Menge andere Gaststätten.

Beichthaus.com Beichte #00040230 vom 26.08.2017 um 19:10:12 Uhr in Nürnberg (6 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Zu laute Motorräder

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Aggression Boshaftigkeit Auto & Co. Wien

Ich (m/24) bin gestern mit meinem Motorrad sehr rasch von der Ampel losgefahren, als diese auf Grün stellte. Da ich ca. 200 Meter nach dieser Ampel wohne, habe ich entsprechend geparkt und bin abgestiegen, als ich neben mir einen PKW bemerkte. Ich setzte also den Helm ab und schaute den Fahrer fragend an, da er offensichtlich etwas sagen wollte. An dieser Stelle sollte ich erwähnen, dass ich eine Auspuffanlage montiert habe, welche sehr sehr laut ist, wenn ich den Motor hochdrehe. Der Fahrer, ein ca. 40-jähriger Mann, erklärte mir, dass er ein absolutes Problem damit hätte, wie laut mein Motorrad ist und dass er lärmempfindlich sei. Da ich einen schlechten Tag hatte, habe ich sehr provokant geantwortet und ihm gesagt, er solle sich doch sonstwo beschweren und mir nicht auf die Nerven gehen. Daraufhin antwortete er nur noch: "Ich wünsche Ihnen einen großen Baum... in einer Kurve" und fuhr weiter. Nach seiner Aussage war ich so sauer, dass ich nur noch so etwas wie "F*ick dich du..." hinterher rief. Ich beichte, dass ich diese Situation wie ein Erwachsener hätte regeln sollen. Ich bin seit gestern trotzdem schockiert, dass mir ein wildfremder Mensch wegen so einer Lächerlichkeit den Tod wünschen kann.

Beichthaus.com Beichte #00040227 vom 25.08.2017 um 13:19:46 Uhr in Wien (22 Kommentare).

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Rassismus in sozialen Medien

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Aggression Boshaftigkeit Vorurteile Internet Ravensburg

Ich habe mich von diversen sozialen Plattformen vor etwa einem Jahr gelöscht, weil ich diese vielen rassistischen Kommentare unter jeglichem Video oder Bild nicht mehr ertragen kann. Ein Beispiel? Ein Video zeigt, wie drei Männer auf einer Baustelle sich Dachziegel im Akkord zuwerfen und so extrem schnell ein Dach eindecken. Jeder zweite Kommentar lässt sich über die dunkle Hautfarbe der Arbeiter aus und es kommen ständig Sätze wie: "Da sieht man ja mal unsere Fachkräfte", oder "Bleibt draußen aus unserem Land" - obwohl das Video nur explizit die tolle Arbeitsweise zeigen sollte. Diese Kommentare haben natürlich viel Zuspruch durch Likes erhalten.

Eine gute Freundin, bei der meine Frau wiederum sogar Trauzeugin war, liked plötzlich die NPD und lässt ebenfalls ähnliche Kommentare auf dieser Seite zurück. WAS IST LOS MIT EUCH?! Ich kann diese Leute nicht mehr ertragen und breche sofort jeden Kontakt ab, egal ob im realen Leben oder online. Wer gute Menschen oder Arschlöcher nicht von der Hautfarbe trennen kann, dem ist charaktermäßig nicht mehr zu helfen.

Beichthaus.com Beichte #00040224 vom 24.08.2017 um 22:09:47 Uhr in Ravensburg (30 Kommentare).

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Gewichtsmessung in der Bank

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Falschheit Boshaftigkeit Arbeit Nürnberg

Kurz vor Schalterschluss kam eine ältere Dame mit ihrer Enkelin in die Bank und erledigte irgendein belangloses Geschäft. Am Schluss fragte sie dann: "Ist das da oben eine Kamera?" - "Ja, da wird alles gefilmt, was hier im Raum passiert. Aber wir haben noch mehr. Schauen sie mal die Fliese, auf der sie gerade stehen. Das ist eine Waage, mit der ich ihr Gewicht feststellen kann!" Die Frau ist rot angelaufen und aus der Bank geflüchtet.

Beichthaus.com Beichte #00040222 vom 24.08.2017 um 05:15:34 Uhr in Nürnberg (8 Kommentare).

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