Die Nikotinsucht meiner Eltern

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Diebstahl Sucht Gesundheit Familie München

Die Nikotinsucht meiner Eltern
Es begann bereits in meinem frühen Kindheitsalter, dass ich mir enorme Sorgen um die Gesundheit meiner Eltern machte. Immer, egal wo, egal wann - sie waren abhängig von diesem Genussmittel. Mich verfolgte dieser beißende Geruch Tag für Tag, sodass ich mit der Zeit sogar einen Würgereiz entwickelte. Jede verfluchte Zigarette die ich sah, hätte ich am liebsten in den Müll geschmissen. Meine Eltern hatten zwar ständig versucht in meiner bzw. in der Nähe meiner zwei Schwestern, das Rauchen zu vermeiden, aber es gelang ihnen (meines Erachtens) kaum.

Im Alter von 13 Jahren erkundigte ich mich erneut, sehr tiefschürfend über die Folgen des Rauchens und ich war mehr als schockiert. Ich empfand eine gewisse Verantwortung gegenüber meinen Eltern und da ich wusste, dass sie nie freiwillig aufhören würden zu rauchen, musste ich mir etwas einfallen lassen.

Geplant war eigentlich: Wenn ich ihnen die Zigaretten heimlich wegnehme oder sozusagen stehle, dann würden sie nach kurzer Zeit merken, dass sie viel zu viel rauchen und das Geld für so einen Mist aus dem Fenster werfen. Damals dachte ich, es wäre der perfekte Plan und dass meine Eltern im Nullkommanichts ihren Rauchkonsum endigen oder zumindest reduzieren.

Naja, der Plan ging vollkommen in die Hose. Ich klaute Zigarettenpackungen ohne Ende und das, bis über einem Jahr. Es half aber rein gar nichts. Hin und wieder stellten meine Eltern Vermutungen auf, wieso sie so wenige Zigarettenpackungen im Haus vorfinden, aber sie gingen dann auch nicht näher darauf ein. Es juckte sie überhaupt nicht und nicht einmal das Geld spielte ein relevante Rolle. Ich gab mir wirklich Mühe so viele Zigarettenschachteln wie nur möglich zu klauen. Meistens verpackte ich diese in Geschenkpapier und verstaute sie in Schränken und Schubladen meines Zimmers. Es gab Phasen in denen ich sehr aktiv war und viel stahl und dann wieder Ruhepausen. Doch irgendwann sah ich wohl keinen Sinn mehr in diesem Belangen und gab es auf. Ich akzeptierte es, dass meine Eltern nichts an der Situation ändern wollten und härtete mich auch ziemlich ab, was Rauchen betrifft.

Nun, kommen wir zur Beichte: Ich (w/17) hatte vor zwei Tagen mein Zimmer wieder komplett auf den Kopf gestellt bzw. wollte es eigentlich nur ein wenig umdekorieren. Was fand ich dabei vor? Geschenke! Tatsächlich hatte ich völlig vergessen, dass sich so ein Theater in unserem Haus einmal abspielte. Ich zählte über 150 Packungen (Marlboro und West). Ich fühle mich jetzt einerseits ziemlich konfus, weil ich nicht weiß, wie ich mit dieser Menge an Zigaretten umgehen soll (zudem weiß ich nicht ob sie ihren Geschmack etc. verloren haben - sie wurden immer trocken gelagert), andererseits fühle ich mich schuldig, dass ich überhaupt auf so eine Dummheit kam und zusätzlich noch meine Eltern belog. Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00039889 vom 14.06.2017 um 23:18:05 Uhr in München (7 Kommentare).

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Ich finanziere meinen Freund

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Verzweiflung Geld Partnerschaft

Ich (w/34) habe zwei Jahre meines Lebens damit verbracht, meinen Freund zu finanzieren, da er noch studiert. Mit einer jungen Kommilitonin hat er mich auch schon betrogen. Ich habe mir aber nichts anmerken lassen. Er hat bald seinen Abschluss und plant jetzt erstmal, sich auszuruhen. Wir haben ein 2-jähriges Kind. Die vernünftige Lösung wäre, ihm einen Laufpass zu geben.

Beichthaus.com Beichte #00039692 vom 03.05.2017 um 01:56:36 Uhr (17 Kommentare).

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Der Nervenkitzel beim Graffiti-Sprühen

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Vandalismus Waghalsigkeit Morallosigkeit Stuttgart

Ich (m) sprühe gelegentlich Graffitis, meist auf legalen Flächen und nie auf Wohnhäusern oder Ähnlichem. Dabei bin ich, seit ich beim ersten Mal fast erwischt wurde, vorsichtig. Es macht mir einfach großen Spaß und ich gebe mir auch große Mühe dabei, die Flächen, welche sich meist in unbefahrenen Tunneln befinden, wirklich schöner zu gestalten. Neulich habe ich eine U-Bahn gesehen, die unbewacht herumstand. Seitdem juckt es in meinen Fingern einen sogenannten Wholetrain durchzuziehen, obwohl ich nicht glaube, dass ich damit durchkomme. Aber ich kann wahrscheinlich nicht ewig widerstehen, auch wenn ich es versuchen werde, da ich der Meinung bin, dass es falsch ist.

Beichthaus.com Beichte #00039639 vom 18.04.2017 um 12:34:48 Uhr in Stuttgart (11 Kommentare).

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Ostereier suchen ohne Happy End

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Diebstahl Nachbarn

Als ich mitbekam, wie einige Eltern die Osternaschereien in den frühen Morgenstunden im Innenhof für die Kids versteckten, habe ich gewartet bis sie fertig waren und wieder in ihre Wohnungen gingen. Als ich mich in Sicherheit wägte, stürmte ich den Innenhof, schnappte mir die ganzen Naschereien und flitzte mit der vollen Tüte in meine Wohnung. Es war mir ein Fest zu sehen, wie die Kinder sich später dumm und dämlich suchten. Auch das Gefluche der Eltern war nicht zu überhören.

Mittlerweile habe ich Gewissensbisse, weil mir die Kinder dann doch leid tun. Da ich die Süßigkeiten schon aufgegessen habe, werde ich nach den Feiertagen neue kaufen und sie heimlich in die Briefkästen werfen. Man möge mir verzeihen.

Beichthaus.com Beichte #00039633 vom 17.04.2017 um 11:33:36 Uhr (15 Kommentare).

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Die Lieder der Underground-Rechtsrockband

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Peinlichkeit Musik

Ich bin ein ganz normaler Typ in den frühen Zwanzigern mit normalem Musikgeschmack und den üblichen diffusen politischen Ansichten mittig-links, wie es wohl Zigtausend andere in Deutschland auch gibt. Seitdem mir aber ein Freund - als Gag - mal einen recht bekannten Song einer Underground-Rechtsrockband gezeigt hat, werde ich diesen nicht mehr los, so sehr habe ich ihn im Ohr. Der Text ist völlig gaga und total daneben - es geht um das Ermorden von südosteuropäischen Einwanderern auf verschiedenste Arten und Weisen - aber der Beat ist einfach nur fantastisch, das muss man diesen Spinnern lassen. Deswegen höre ich, ganz selten und heimlich, diesen einen Song auf irgendwelchen Videoportalen. Das ist meine Beichte. Manchmal zeige ich ihn auch anderen Freunden, die ihn noch nicht kennen, natürlich auch unter dem Vorwand des Herumalberns, aber ich habe festgestellt, dass bisher noch keiner derart auf den Vibe dieses Songs angesprungen ist wie ich. Das nennt man dann wohl gute Propaganda.

Beichthaus.com Beichte #00039444 vom 08.03.2017 um 01:09:36 Uhr (10 Kommentare).

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