Süchtig nach Fantasie

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Vorurteile Stolz

Ich (w/33) bin wohl das, was man einen Nerd nennt. Nicht computerspielsüchtig und, aber ich mag Fantasy-Literatur und -Filme, ich sammle mit meinem Mann zusammen Drachenfiguren und Filmschwerter, besuche jedes Mittelalterfestival in Reichweite, unser halber Keller ist voll mit Figuren eines bekannten Table-Top-Spiels, sowie den dazugehörigen Codizes, Regelwerken, unseren Hobbyraum ziert eine regelrechte Bibliothek aus Fantasy-Büchern (Herr der Ringe und Harry Potter sind nur die Spitze des Eisbergs) und so weiter.

Was mir auf die Nerven geht, ist dass man unter den sogenannten Normalos gerne mal als kindisch belächelt wird, wenn man als erwachsener Mensch derartige Hobbys hat. Oft genug wird mir gesagt, dass ich in meiner geistigen Entwicklung irgendwo stecken geblieben bin. Nein verdammt, bin ich nicht. Ich habe einen Vollzeitjob in dem ich recht kompetent bin, habe soziale Kontakte, treibe Sport, reise gern und hocke nicht nur daheim vor irgendwelchen Spielen. Und das beste ist, die am lautesten über mich lachen, sind die, die keine anderen Hobbys haben, als nach Feierabend vor dem Fernseher einzuschlafen und am Wochenende ihre Protzkarre zu polieren. Ich beichte, dass ich solche Langweiler ebenso verachte wie sie mich und dass ich wohl mit 90 noch am heutigen Stand steckengeblieben sein werde.

Beichthaus.com Beichte #00041803 vom 03.04.2019 um 10:51:40 Uhr (17 Kommentare).

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Supermärkte ärgern

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Boshaftigkeit Vandalismus Ernährung Hamburg

Ich möchte hiermit beichten, dass ich vor einigen Jahren für eine Dauer von 2-3 Jahren mehrmals die Woche extra in irgendwelche Supermärkte gegangen bin, um dort Ware unter den Regalen zu verstecken. Dies äußerte sich so, dass ich in den Laden hereingegangen bin und nach Waren gesucht habe die nicht lange Haltbar sind. Meistens Lebensmittel aus der Kühlung. Dann habe ich sie irgendwo im Supermarkt versehentlich fallen gelassen und habe sie in einem unbemerkten Moment mit dem Fuß unter irgendwelche Regale geschoben. Danach habe ich mich tierisch gefreut, dass ich der Supermarktkette einen finanziellen Schaden beschert habe. Das ganze ging soweit, dass ich sogar nur deswegen in die Supermärkte gegangen bin, und am Ende auch selten irgendetwas für meinen Gebrauch gekauft habe.

Beichthaus.com Beichte #00041756 vom 14.02.2019 um 09:16:23 Uhr in Hamburg (20 Kommentare).

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Wie man einen kostenlosen Kaffee bekommt

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Falschheit Habgier Leer

Ich (w/22) habe vor ein paar Jahren einen fremden Mann ausgenutzt. Als es passiert ist, war ich 17 Jahre alt und ich war mit einer Freundin unterwegs, als uns ein deutlich älterer Mann mit sehr brüchigem deutsch fragte, ob er uns auf einen Kaffee einladen darf. Meine Freundin wollte es anfangs nicht, aber ich nahm sie dann zur Seite und sagte ihr, dass es unsere Chance ist, kostenlos Kaffee trinken zu gehen. Dann habe ich sie auch überzeugen können, und wir gingen mit dem Mann einen Kaffee trinken.

Wir unterhielten uns dann irgendwann auf Englisch, weil sein Deutsch sehr unterirdisch war. Er meinte, dass er hier in Deutschland studieren will und dass er eine Freundin in seiner Heimat hat. Dann habe ich ihn gefragt, wieso er uns dann angesprochen hat, wenn er eine Freundin hat. Er meinte, dass sie es ja eh niemals herausfinden wird. Als wir dann fertig waren, hat er alles bezahlt und ist mit uns herumgelaufen. Nach ungefähr 10 Minuten fragte er, ob wir zu ihm nach Hause gehen wollen und wurde in dieser Sache ziemlich aufdringlich.

Wir sind dann, so dumm wie wir waren, mit ihm mitgegangen. Ich hatte natürlich schon den Masterplan im Kopf. Ich schrieb einen Kumpel eine SMS, dass er mich schnell anrufen soll, es sei wirklich wichtig. Und er hat zum Glück auch sofort angerufen. Ich ging dann ans Telefon und fing an ins Telefon zu schreien: "Oh mein Gott, warum bist Du denn im Krankenhaus? Oh mein Gott, Du bist besoffen in ein Loch gefallen und hast dir beide Beine gebrochen? Wir kommen sofort zu Dir. Mach Dir keine Sorgen, wir sind für Dich da".

Mein Kumpel am Telefon war natürlich voll verwirrt. Ich habe aufgelegt und habe dem Mann erklärt, dass wir schnell ins Krankenhaus müssen, es sei ein Notfall. Wir sind dann schnell gegangen und haben unseren Kumpel danach aufgeklärt und hatten alle 3 am Telefon den größten Lachflash der Welt. Der Mann hatte eine Freundin und wollte uns höchstwahrscheinlich in seiner Bude vögeln, also hatte er es schon irgendwo verdient so verarscht zu werden. Aber ich würde sowas nie wieder tun und ich finde es eher asozial, dass wir jemanden wegen einem kostenlosen Getränk, um sein Geld gebracht haben. Ich bin auch froh, dass uns nichts Schlimmeres passiert ist, wir hätten ja auch vergewaltigt werden können. Mit 17 Jahren sollte man schon mehr Hirn besitzen. Aber gut es ist passiert und heute würde ich so einen Mist nicht mehr machen.

Beichthaus.com Beichte #00041741 vom 02.02.2019 um 03:19:54 Uhr in Leer (14 Kommentare).

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Teufelskreis Depressionen

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Neurosen Misstrauen Gesundheit Berlin

Ich will beichten, dass ich seit Jahren attestierte Depressionen habe und ich nichts dagegen unternehme. Ich habe schon ein paar Mal versucht einen Therapieplatz oder einen Platz in der Tagesklinik zu bekommen. Aber ich wurde immer abgewimmelt und ich war einfach nicht hartnäckig genug und bin nicht am Ball geblieben, damit ich endlich mal einen Therapieplatz bekomme. Das ist wie ein Teufelskreis. Ich muss mich total zusammen nehmen, um überhaupt irgendwo anzurufen, dann wird mir immer gesagt, dass ich in paar Monaten noch mal anrufen soll.

Ich weiß, dass es meine Schuld ist, das ich keinen Platz finde. Ich habe ja danach nicht mehr gesucht und habe mich der Antriebslosigkeit wieder hingegeben. Ich habe mich mal einer Person anvertraut und gefragt, ob sie mir helfen kann einen Platz zu finden. Leider nimmt sie das nicht so ernst, sie meinte ich soll mich nicht so anstellen und ich sei ja nur faul. Leider war diese Person die Einzige, die ich noch hatte. Nach meinem Outing hat sie sich dann auch nicht mehr gemeldet, obwohl wir uns schon seit 10 Jahren kennen. Das war ein sehr enttäuschendes Erlebnis für mich und ich würde jetzt nie wieder jemanden privat davon erzählen. Ich denke, ich muss versuchen das alles alleine hinzukriegen.

Beichthaus.com Beichte #00041736 vom 30.01.2019 um 04:52:30 Uhr in Berlin (21 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Verheiratet mit 19

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Verzweiflung Partnerschaft Berlin

Ich (w/19) bin gerade zu dem Entschluss gekommen, dass ich mir mein eigenes Leben komplett und gänzlich verbaut habe. Kurz vor meinem Abi lernte ich durch meinen Nebenjob in einem Café einen Mann kennen. Wir plauderten ab und zu und mir gefiel es, plötzlich von einem Wildfremden so viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Irgendwie fand ich ihn schön anzusehen, obwohl er sichtlich älter ist. Er ist nämlich 46, hat keine Kinder und ist geschieden. Ich war 17 als wir Nummern austauschten. Das störte mich aber nicht im Geringsten. Wir fingen an zu texten, zu telefonieren, uns zu treffen, und es fühlte sich gut an. Ich verliebte mich dann in ihn, und er sich in mich. Er war unheimlich zuvorkommend, spendabel und ist ein durchaus gutaussehender Mann.

Jetzt, nach meinem Abitur, sind wir also frisch verheiratet. Jegliche Freunde und Familienmitglieder rieten mir ab, mich auf ihn einzulassen. Ich brach mit jenen Freunden also schnurstracks den Kontakt ab, da ich nicht wollte, dass sie mir in mein Leben hineinreden. Ich wollte eigentlich studieren, eine eigene Bude haben und so weiter. Ich bin direkt von meinen Eltern mit meinem Mann zusammengezogen. In gewisser Hinsicht fühle ich mich komplett unvorbereitet auf das Leben als Ehefrau (Ehefrau, mit 19!) und fühle mich irgendwo noch etwas kindlich und unerfahren. Vielleicht hat ihn genau das so angezogen.

Jetzt, wo die rosarote Brille langsam an Farbe abnimmt, fällt mir plötzlich auf, dass wir inkompatibel sind. Wir haben keinerlei gemeinsame Interessen. Wir kommen aus zwei verschiedenen Zeiten. Er verbietet mir zu studieren oder zu arbeiten, weil er nicht will, dass ich mich "überarbeite", denn er erwartet von mir, dass ich den Haushalt führe und mich um unsere zukünftigen Kinder - die er alleine geplant hat, ohne meine Meinung einzuholen - kümmere. Er ist ein hohes Tier bei der Polizei und arbeitet oft und gerne, deshalb habe ich zwar keine Geldsorgen, aber was ist mit meinem persönlichen Wachstum? Studium? Reisen? Das gibt es nicht mehr. Ich liebe ihn, ich verstelle mich nicht, wenn er da ist, aber wie soll ich mit einem Mann umgehen, der mir nicht zuhört, mein Leben ohne mich plant und fast schon wie ein Elternteil agiert?

Meine Familie hört meinen Sorgen mittlerweile gar nicht mehr zu, denn sie haben mich von vorneherein schon vor genau dieser Situation gewarnt, und jetzt sagen sie, dass ich selber schuld bin. Aber bin ich schuld an meinem eigenen Unglück, weil ich einen Mann liebe und geliebt habe und ihm demnach auch vertraut habe? Jetzt sitze ich hier, habe niemanden, der mir helfen kann, höre traurige Musik und weine. Ich bitte um Vergebung, dass ich so dumm bin und war, und auch um Ratschläge und ein offenes Ohr.

Beichthaus.com Beichte #00041704 vom 04.01.2019 um 23:20:54 Uhr in Berlin (Steglitz) (26 Kommentare).

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