Oma nach dem Tod ihres Mannes

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Hass Engherzigkeit 50+ Familie Leuchtenberg

Vor drei Jahren starb mein Großvater. Nach seinem Tod verwandelte sich meine Großmutter von einer - zugegeben - etwas eigenwilligen, aber liebevollen und liebenswerten Omi zu einer aggressiven, anstrengenden alten Hexe, die uns bis zu ihrem Tod - circa ein halbes Jahr später - ein furchtbares Erlebnis nach dem nächsten bescherte. Sie scheute den Arzt und vermied es, alleine das Haus zu verlassen. Das dramatisierte sich nach dem Tod meines Großvaters so sehr, dass ich sie irgendwann gehasst habe. Gehasst dafür, dass sie aus purem Starrsinn nichts mehr gegessen hat. Gehasst dafür, dass sie meinem wunderbaren Opa die Schuld an allem, was angeblich in ihrem Leben schief gelaufen ist, zuschob. Gehasst dafür, dass wir nach ihrem Tod - ohne Witz - drei Wochen ihr Haus putzen mussten, das nun wirklich nicht groß war.
Man könnte die Liste eigentlich jetzt beliebig verlängern, aber mir geht es eigentlich um etwas ganz anderes:
Der Tod meines Opas hat meine ganze Familie völlig aus der Bahn geworfen. Er starb schnell und unerwartet, wir hatten keine Gelegenheit, uns zu verabschieden oder uns darauf einzustellen. Meine Oma war buchstäblich von einem Moment auf den anderen alleine. Im Nachhinein ist es nur zu verständlich, dass man nach 50 Jahren Ehe, zwei Kindern und vielen Schicksalsschlägen den Tod des Partners nicht so ohne Weiteres wegsteckt. Ich bereue es sehr, dass ich nicht mehr Geduld mit ihr hatte und nicht nachgedacht habe. Es tut mir Leid, Oma.

Beichthaus.com Beichte #00030238 vom 01.09.2012 um 23:38:07 Uhr in Leuchtenberg (11 Kommentare).

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Der verhaltensgestörte Dackel

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Zorn Gewalt Tiere Nachbarn

Meine Nachbarn haben einen völlig verhaltensgestörten Dackel. Jeden Morgen, wenn ich aus dem Haus gehe, kommt das Vieh auf mich zugelaufen, springt mir an den Beinen hoch und kläfft wie blöde. Die Nachbarn gehören zu der Sorte Hundehalter, die sich nicht dafür interessieren, was ihr kleiner Liebling anrichtet. Ihr Gartentor lassen sie auch immer offen stehen, so dass der Hund frei auf dem Gehweg rumlaufen kann. Bisher habe ich den Hund einfach ignoriert, aber das hat auch nichts geholfen. Neulich wurde es mir dann zu bunt. Ich habe den tobenden Hund am Nacken hoch gehoben und über den Zaun in den Gartenteich der Nachbarn geworfen. Da war er erstmal mit Schwimmen beschäftigt und hatte keine Zeit mehr zum Kläffen. Seitdem schließen die Nachbarn ihr Gartentor und der Hund rennt sofort weg, wenn er mich sieht. Im Nachhinein tut er mir ein bisschen Leid - er kann ja nichts dafür, dass er neurotisch ist. Aber in dem Moment fiel mir nichts Besseres ein.

Beichthaus.com Beichte #00030234 vom 31.08.2012 um 16:15:58 Uhr (27 Kommentare).

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Getränkepreise im Kino

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Geiz Schamlosigkeit

Wenn ich (w) ins Kino gehe, kaufe ich mir vorher Unmengen an Süßigkeiten und Getränke. Mit gefüllter Tasche gehe ich dann ins Kino und wenn es dunkel wird, packe ich alles aus. Das hat nichts damit zu tun, dass ich kein Geld habe. Nein, die Preise im Kino sind einfach übertrieben hoch.

Beichthaus.com Beichte #00030225 vom 29.08.2012 um 17:36:48 Uhr (39 Kommentare).

Gebeichtet von jayzee
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Das abgewiesene Mädchen

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Ekel Rache Ungerechtigkeit

Damals als ich noch auf der Grundschule war (mit 9 etwa), gab es nebenan im Kindergarten am Nachmittag immer eine Hordgruppe, in die ich nach der Schule auch ging. Dort konnten wir Hausaufgaben machen, etwas essen und uns beschäftigen. Meine Eltern arbeiteten lange und holten mich dann immer um 16 Uhr nach der Arbeit dort ab. Wir waren eine relativ große Gruppe, die jedoch zum größten Teil aus Kindergartenkindern bestand. Nur etwa 5 Kinder, zu denen ich auch gehörte, gingen zur Grundschule. Zu der Zeit war ich ein ziemlich aufständiges Kind und stellte dementsprechend mit meinen anderen 3 Grundschulkollegen ziemlich viel Blödsinn an. Die 5. im Bunde war ein Mädchen, das wir alle ziemlich komisch fanden. Keiner von uns mochte sich so recht mit ihr beschäftigen und deshalb war sie die meiste Zeit alleine.


Eines Tages, nachdem wir Sie mal wieder abgewiesen hatten mit uns zu spielen, hörten wir ein lautes Brüllen unserer Kindergärtnerin. Sie stürmte in den Aufenthaltsraum und griff sich meinen besten Freund, der damals der schlimmste von uns 4 war. Sie zerrte ihn in die Jungentoilette. Wir rannten hinterher und was wir da sahen, lies uns den Linseneintopf vom Mittagessen hochkommen. Braune Sauce war überall in einer der Kabinen des Jungenklos verteilt. An den Wänden, dem Klodeckel, dem Spülkasten, sogar von außen an der Tür. Man sah deutlich, dass jemand die Fäkalien mit den Händen dort verteilt hatte.
Von uns war es keiner gewesen und die Kindergartenkinder gingen damals immer auf separate Klos. Die Kindergärtnerin verdächtigte jedoch ihn, also bekam mein Kumpel Putzsachen in die Hand gedrückt und durfte alles schön saubermachen. Irgendwann war das Mädchen es wohl Leid gewesen und wollte uns so richtig eins reinwürgen. Ich kann nur vermuten was dort auf der Toilette passiert ist, denn ich kenne nur das Resultat, aber dabei gewesen wäre ich nicht gerne. Ich beichte nun also, dass ich meinen Kumpel die Mädchenscheiße schön habe allein wegmachen lassen. Sorry, aber das ganze war damals einfach viel zu ekelig.

Beichthaus.com Beichte #00030213 vom 27.08.2012 um 16:03:26 Uhr (10 Kommentare).

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Campingurlaub in Kroatien

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Zorn Engherzigkeit Nachbarn Urlaub Kroatien

Bei meinem Campingurlaub in Kroatien machte auf dem Stellplatz direkt neben mir eine holländische Familie Urlaub. Ich kann gut damit leben, mein Zelt neben einem Zelt mit Holländern zu haben. Aber diese Holländer pflegten es, warum auch immer, auch im Urlaub meist schon vor 8 Uhr, aufzustehen und vor ihrem Zelt alle zusammen zu frühstücken. Dabei haben sie sich so laut auf holländisch unterhalten, dass mich das wirklich richtig aggressiv machte. Drei Tage habe ich das ausgehalten. Dann habe ich mir sehr gute Ohrstöpsel gekauft, bin bereits um 6 Uhr aufgestanden und habe meinen Pfeifkessel bis oben hin mit Wasser befüllt und ihn auf den Gaskocher im Vorzelt gestellt. Dann bin ich mit den Ohrstöpseln wieder schlafen gegangen. Das Pfeifen muss die Holländer wohl schon kurze Zeit später aus dem Schlaf gerissen haben. Ich selbst bin dann nach 2 weiteren Stunden erholsamen Schlafes wirklich sehr ausgeschlafen und mit einer Tasse Kaffee, die ich wieder mithilfe des Pfeifkessels gekocht habe, aus dem Vorzelt gegangen und habe den Holländern freundlich zugeprostet. Am nächsten Tag waren sie wohl wirklich etwas leiser, aber das weiß ich ja aufgrund meiner Ohrenstöpsel nicht. Im Nachhinein tut es mir Leid, sie so früh aufgeweckt zu haben. Ich hätte sie auch einfach bitten können, morgens leiser zu sein. Oder ich hätte einfach direkt die Ohrenstöpsel verwenden sollen.

Beichthaus.com Beichte #00030212 vom 27.08.2012 um 15:13:40 Uhr in Kroatien (Zaton) (18 Kommentare).

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